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Kritischer Artikel zu Schnelltests an Schulen

Kritischer Artikel zu Schnelltests an Schulen

fritzi3

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Inzwischen gibt es im Spiegel (leider hinter der Bezahlschranke) einen kritischen Artikel zu den Schnelltests an Schulen und als Eintrittskarte zum Shoppen mit vielen Expertenmeinungen, in dem einige der Kritikpunkte, die ich in den letzten zwei Wochen hier im Forum genannt habe, auch angesprochen werden. https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-die-schnelltest-illusion-und-ihre-fatalen-folgen-a-10840b70-0002-0001-0000-000177155068 Hier nur kurz ein paar Fakten: - Die Tests sind beim Screening asymtomatischer Personen ziemlich schlecht, und übersehen selbst beim Testen symptomatischer Personen nicht wenige, v.a. wenn Laien den Abstrich selbst abnehmen. - Bei Schultests 2x pro Woche werden ca. drei Viertel der Infizierten übersehen. - Ein Virologe der LMU und ein Mikrobiologe aus Wien kritisieren es als "Irrsinn" und nicht evidenzbasiert mit Antigen-Massentests die Epidemie bekämpfen zu wollen. Man könne sich sogar fragen, ob nicht wegen der verpflichtenden Antigen-Selbsttests in den Schulen in Österreich die Zahlen so hoch gegangen wären, weil sich mit den Tests alle so sicher gefühlt hätten.. - Viele Fachleute befürchten, dass die Selbsttests durch Laien unter Menschen beim Shoppen oder in den Schulen zur Ansteckungsquelle werden könnten (Niesattacken ....) Als mögliche Alternative werden genannt: intelligent designte PCR-Teststrategien, sprich: gepoolte PCR-Tests mittels Gurgeltests, die z.B. die Schüler morgens zu Hause durchführen und dann 3x/Woche in der Schule abgeben.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Gefühlt jetzt schon 100 x diskutiert: * Symptomatische werden zu Hause gelassen * die positiv Getesteten und per PCR validierten Fälle können vom Gesundheitsamt untersucht und so Kontaktketten unterbrochen werden. * Tests werden laufend durch zuverlässigere ersetzt und durch PCR Tests (Gurgel) ergänzt und stehen als Maßnahme nie alleine da * gibt es mittlerweile schon Daten zu Ansteckungen durch Tests? Hätte ich noch nie gelesen.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Zu deinen Punkten: "* Symptomatische werden zu Hause gelassen" Was hat das mit den verpflichtenden Schnelltests in der Schule und mit meinem Text zu tun? Symptomatische Kinder musste man hier auch schon vor Etablierung dre Schnelltests zu Hause lassen. Deshalb sinkt ja die Effektivität der Schnelltests, die nicht gut für das Erkennen a- oder präsymptomatischer geeignet sind. "* die positiv Getesteten und per PCR validierten Fälle können vom Gesundheitsamt untersucht und so Kontaktketten unterbrochen werden." Bestreite ich nicht, bestreitet in dem Artikel auch keiner. Bestritten wird aber, dass es sinnvoll ist, ein Testregime zu etablieren, dass nur ein Viertel aller Infektionen erkennt. "* Tests werden laufend durch zuverlässigere ersetzt und durch PCR Tests (Gurgel) ergänzt und stehen als Maßnahme nie alleine da" Trotz Ergänzung der Tests durch andere Maßnahmen haben aber in Österreich die Infektionszahlen unter den Schülern stark zugenommen. Es reicht also anscheinend nicht die bekannten Maßnahmen mit 2x Schnelltest in der Schule zu kombinieren. Ich weiß hier in Bayern von einer Schule, in der man vor den Osterferien gepoolte PCR-Lutschtests getestet hat, aber von keiner einzigen Schule, die jetzt nach den Osterferien bessere Tests tatsächlich verwendet. "* gibt es mittlerweile schon Daten zu Ansteckungen durch Tests? Hätte ich noch nie gelesen." Wie will man denn nachweisen, dass man sich durch den Nieser des Hintermannes beim testen angesteckt hat und nicht schon vorher im Gang oder am Vortag im Klassenzimmer, an dem nicht getestet wurde. Dass solche Ansteckungen nicht nachgewiesen sind, ist aber kein Argument, dass es nicht vorkommt. Genauso wenig, wie das oft wiederholte Argument, es gäbe keine nachgewiesenen Ansteckungen im ÖPNV überzeugend ist, weil man eine Ansteckung im ÖPNV ja kaum als solche nachweisen kann.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

*Du gehst immer davon aus, dass sich alle vorbildlich an die Maßnahmen halten. Ohne Beschulung sind schnupfige Kinder dann eben am Spielplatz, oder bei Freunden zu Hause, unter dem Testsdruck offensichtlich eher tatsächlich zu Hause. * Die Testungen können hochgerüstet werden, wenn das nicht geschieht liegt es eben an der zuständigen Gesundheitspolitik. Genauso wie es erforderlich ist, dass alle Erwachsenen in Schulen mittlerweile zumindest 1 x geimpft sind. Und man hätte durchaus auch Eltern schulpflichtiger Kinder priorisieren können (gibt es leider nirgends befürchte ich). * Dennoch müsste auffallen, wo und wie sich Kinder anstecken. Z Bsp in Klassen mit Schnäuz erforderlichen Tests eher. In den Öffis wird eben nie getestet, in Schulen jeden 2 Tag unter wissenschaftlicher Aufsicht.


Berlin!

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Jein. Wird ein Kind erst in der Schule positiv getestet, ist es im Zweifel schon mit Bus und Bahn durch die Weltgeschichte gefahren. Zu hause testen ist da sinnvoller. PCR-Tests an Schulen sind nicht vorgesehen. Schon die Einführung von POC-Tests hat Monate gedauert. Test werden mit Nichten dauernd ersetzt. Es werden große Bestände gekauft und verbraucht, die Sicherheit wird nicht fortlaufend überprüft in einer Form, dass Tests zurückgerufen oder ersetzt werden. Daten zu Ansteckungen durch Tests kann es kaum geben, weil ja erst seit relativ kurzer Zeit Massentests gemacht werden. Und dass Du eine Studie nicht kennst oder nicht von ihr weisst, ist kein Argument.


Dream2014

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Ich verstehe jetzt nicht ganz was du damit sagen möchtest. Das die Test nicht 100 % sicher sind sollte doch jetzt jeder wissen. Sowohl zuviel, als auch zu wenig positive Tests kann es geben. Ob sich die Kinder wirklich während der Durchführung anstecken bezweifle ich. Was wäre denn die Alternative? Ohne testen die Schulen öffnen? Oder gehörst du auch zu denjenigen die ihre Kinder nicht in der Schule haben wollen? Dafür gibt es doch kein Problem. Test verweigern und dann zu Hause unterrichten. Meine Hoffnung liegt darin durch die Testterei frühzeitig positive zu finden und wenn es nur 1/4 sind so wird es Ketten unterbrechen und langfristig helfen.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von Berlin!

Hier kann jeder zu Hause zusätzlich testen (kostenlose Tests gibt es in der Apotheke). In Schulen muss unter Aufsicht getestet werden. Gibt es denn eine derartige Studie? Dass du unterstellst es gäbe eine ist nämlich ebensowenig ein Argument.


Ludwiga

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Antwort auf Beitrag von Berlin!

Selbstverständlich können und werden an den Schulen auch PCR-Tests verwendet. Als Beispiel ist z.B. das Kölner SCHOCO-Projekt zu nennen. In der kommenden Woche startet das Testverfahren auch an den Grundschulen hier vor Ort.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Ich gehe nicht davon aus, dass sich alle vorbildlich an die Maßnahmen halten, aber: Wenn in unserer Schule momentan ein schniefendes Kind kommen würde, würde es postwendend wieder nach Hause geschickt Insofern braucht man zum Herausfischen der symptomantischen Kinder nicht unbedingt einen Schnelltest. "Die Testungen können hochgerüstet werden, wenn das nicht geschieht liegt es eben an der zuständigen Gesundheitspolitik. Genauso wie es erforderlich ist, dass alle Erwachsenen in Schulen mittlerweile zumindest 1 x geimpft sind. Und man hätte durchaus auch Eltern schulpflichtiger Kinder priorisieren können (gibt es leider nirgends befürchte ich)." Dass man die Schulen mit so schlechten Tests abspeist und dabei noch behauptet, man sorge so für sichere Schulen, kritisiere ich ja. Um die PCR-Tests in der Masse noch in diesem Schuljahr zu etablieren, hätte man längst anfangen müssen mit der Planung und dem Hochfahren von Kapazitäten (wobei Frau Ciesek meinte, dass es utopisch sei, alle Schulkinder - selbst mit gepoolten Tests - regelmäig 1-2x pro Woche zu testen). An der einzigen Schule, die ich kenne, an der es PCR-Tests gab, wurde das Pilotprojekt jetzt beendet und man ist auf Antigen-Selbsttests umgestiegen. Wo hat man denn Klassen mit Schnäuzpflicht und ohne Schnäuzpflicht denn miteinander verglichen? Hier in Bayern wird nicht einmal die Zahl der positiv getesteten Kinder irgendwie schulweise gesammelt, um nachher irgendwelche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Also an meiner Grundschule wurde letzte Woche ein völlig symptomfreies Kind per Selbsttest positiv getetstet. Der PCR-Test hat das positive Ergebnis bestätigt. Das Kind ist immer noch symptomfrei und natürlich in Quarantäne. Liebe Grüße, Gold-Locke


Berlin!

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Nein, meines Wissens nach gibt es die nicht, weil schon die Zeit nicht ausreichte, um so eine Studie vernünftig zu machen.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Ist der Rest der Klasse auch in Quarantäne?


Sille74

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Aber dass getestet wird, heißt doch nicht, dass es sonst gar keine Regeln/Maßnahmen mehr gibt. Sowohl in den Schulen als auch in den Modell-Städten (zumindest in unserer hier) besteht doch trotzdem noch Maskenpflicht, Abstand, Hygiene etc. Und das Argument, dass 3/4 der Infizierten trotzdem übersehen werden, leuchtet mir auch nicht ganz ein. Klar könnte die Trefferquote besser sein, aber 1/4 wird ja erkannt und wenn es in einer Klasse eine Konfektion gibt, dann kommt doch vermutlich eh die ganze Klasse in Quarantäne und somit sind potentielle Überträger" aus dem Verkehr gezogen". Das heißt jetzt nicht, dass es nicht sicher Verbesserungspotential gibt, aber es ist doch immer noch besser als nix.


Berlin!

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Antwort auf Beitrag von Sille74

Ich fände es besser, es wird zu hause getestet. Ein positiv getestete Kind fährt dann nicht durch die Weltgeschichte, mit Bus und Bahn am besten, und wird erst in der Schule getestet. Ein positives Kind in der Klasse schickt nicht die Klasse in Q. Denn K1 ist man erst, wenn man keinen Abstand hatte, länger als 15 Minuten ohne Maske in einem ungelüfteten räum zusammengehockt hat. Ob das sinnvoll ist, lasse ich dahin gestellt. Bei uns in der Schule wird regelmäßig beim testen geniest, was nochmal ine andere Qualität hat bei der Ansteckung.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Sille74

Ich wende mich nicht gegen das Testen an sich, WENN es als zusätzliche Maßnahme etabliert wird, das heißt, wenn man ansonsten alles so macht, wie man es ohne Tests machen würde. Genau das ist aber nicht der Fall: Die Obergrenze für Schulschließungen liegt jetzt bei einer Inzidenz von 165, Weil wir ja testen. In Hessen kann man wohl die Maske bei den Abiturprüfungen vermeiden, wenn man sich freitestet (https://www.fr.de/rhein-main/landespolitik/abitur-schule-corona-pandemie-streit-selbsttests-maskenpflicht-hessen-90463491.amp.html). Dass die ganze Klasse in Quarantäne kommt, habe ich hier schon lange nicht mehr erlebt. Das Argument ist immer: Es wurden ja Masken getragen. Außerdem: Die Quarantäne beginnt nicht frühestens mit dem positiven Schnelltest, sondern mit dem positiven PCR-Ergebnis. Das heißt: Wenn sich am Montag ein Kind selbst positiv testet, wird es nach Hause geschickt. Die restliche Klasse sitzt aber bist zur PCR-Bestätigung weiter den ganzen Montag, Dienstag und vielleicht den Mittwoch gemeinsam im Klassenzimmer, obwohl ja vielleicht längst andere angesteckt sind, deren test aber NOCH nicht angeschlagen hat. So halte ich das alles für eine Farce bzw. um ein an den Haaren herbeigezogenes Argument, um behaupten zu können, man garantiere sicheren Präsenzunterricht.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Berlin!

Ich stimme @Berlin da voll zu. Dann muss zuhause getestet werden. Der entsprechende Test wird mit Datum versehen mit in die Schule gegeben und ggf. werden Stichproben vom Gesundheitsamt angeordnet, damit so wenige wie möglich „schummeln“. Zusätzlich jede Woche eine Erklärung der Eltern, dass das Kind keine Symptome zeigt. Aber die Testerei in der Schule, wovor das Kind zT Stunden durch die Weltgeschichte gondelt und ggf schon andere ansteckt ist fürn Hintern.


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Berlin!

Wer wie in Quarantäne muss, bestimmen die Gesundheitsämter. Hier an der Grundschule war bisher nur eine Klasse in Quarantäne, aber zu Zeiten, als noch keine Maskenpflicht bestand. An den Weiterführenden gibt es ja schon lange die Maskenpflicht, sofern überhaupt Unterricht war. Dennoch wurde immer die ganze Klasse in Quarantäne geschickt, soweit ich das mitbekommen habe (Kind,16, einer Bekannten war schon mehrmals...). Das Argument, dass ein zuhause positiv getestetes Kind weniger Gelegenheit hat, die Viren zu verteilen, ist ein durchaus starkes. Nur, ich trau den Eltern da kein bisschen über den Weg. Hier sind schon einige sehr nah an den Querdenkern dran (obwohl oder vielleicht gerade weil klassische Grünenwähler, nur mal so o.t.).


kleinegelbedrachen

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

hat es jemand aufgrund von....ja, von was eigentlich, gewählt?


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Ich kann nur berichten wie es hier ist: Ein positiver Fall und die gesamte Klasse ist als K 1 in Quarantäne. Mittlerweile unabhängig vom Alter. Wobei geimpfte/genesene Personen von den Gesundheitsbehörden als „Verkehrsbeschränkt“ eingestuft werden können. Die dürfen dann z Bsp spazieren gehen.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Dann ist das Ganze schon ein gutes Stück sinnvoller. Die Quarantäne gilt aber wahrscheinlich erst ab PCR-Bestätigung, oder? Dann wäre noch die Frage, wie lange es ungefähr dauert, bis die da ist...


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Da bin ich unsicher, weil ich noch nie in der Situation war. Wir haben einen Elternbrief bekommen, da wurde mitgeteilt, dass ab 1 positiven Antigen Test alle Eltern verständigt & die Kinder abgeholt werden müssen. Kann aber sein, dass das nur von der Direktion (und nicht von den Gesundheitsbehörden) ausgeht.


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Das ist hier, soweit ich weiß, tatsächlich nicht so und das wäre dann natürlich schon ein Schwachpunkt.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von Sille74

Wird man sich aber auch überlegen müssen. So wie es ausschaut sind die unter 12 jährigen (oder im schlechtesten Fall die unter 16 jährigen) ja noch ewig nicht geimpft. Wie soll es denn im Herbst weitergehen, wenn sich die Fälle in Schulen/Kindergärten wieder häufen?


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Da ist Österreich nach meinem Eindruck einen guten Schritt weiter. Da versucht man wenigstens, gepoolte PCR-Tests zu etablieren.


Lauch1

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Am liebsten wäre mir, man könnte auch Kinder schnell mRNA impfen. Normalzustand ist das alles jedenfalls nicht und für alle belastend.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Für über 12-Jährige könnte der Wunsch je bald in Erfüllung gehen. Bei den jüngeren dürfte es wahrscheinlich länger dauern ....


Berlin!

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Antwort auf Beitrag von Sille74

Ja, die Sache mit der Ehrlichkeit der Eltern ist ein Argument. Deswegen plädiert bei uns der Landeselternausschuss dafür, dass die Schulkonferenz einer Schule entscheiden kann. Aktuell sitze ich in einer Zoom-Konferenz. Mehrere Schulen aus dem Bezirk, auch einige Schulleitungen, tauschen sich aus. Keiner, wirklich keiner ist zufrieden mit dem jetzigen Konzept.


As

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Was sind eigentlich gepoolte PCR-Tests?


Sonnenkäferchen

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Antwort auf Beitrag von Berlin!

In Quarantäne wird trotzdem gesteckt wenn das Kind an den Tagen vorm Test in der Schule war. Die Vorgaben vom RKI haben sich geändert. In Räumen mit hoher Aerosoldichte wird ab Kontakt größer 10 Minuten in Quarantäne verfügt und zwar auch dann, wenn Masken getragen werden. Was so ein Raum ist, haben die nicht näher erörtert, Abstand ist auch unwichtig dabei. Damit kann man so ziemlich jede Kontaktperson in Quarantäne verfügen, die sich mit einem Infizierten in einem Raum aufgehalten hat.


Zwergenalarm

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Antwort auf Beitrag von Lauch1

Kann ich bestätigen. Einer positiv => ganze Klasse in Q. Wobei bei negativem Testergebnis 5 Tage nach Letztkontakt ein Freitesten möglich ist. Muss dann aber ein PCR Test sein.


Felica

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Nein, hier ab letzter Kontakt. Ob alle oder nur einzeln ist hier ermessensfrage. Hängt auch davon ab ob Mutante.


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Aber Tests mit Schwachstellen sind in Kombination mit anderen Maßnahmen doch besser, als keine Tests. Fände keine Schule statt, würden die wenigsten Kinder getestet. Sie würden sich aber dennoch auf Spielplätzen tummeln und mit Freunden verabreden, dann aber ungetestet. Liebe Grüße, Gold-Locke


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Sehr ich auch so. Aber wenn man Schwachstellen erkennt und es Möglichkeiten gibt, diese auszuschalten, dann wäre das natürlich noch besser.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Meinst du: Offene Schulen bei hohen Inzidenzen mit schlechten Tests führen eher zu einem Rückgang der Fallzahlen als Distanzunterricht bei hohen Inzidenzen ohne diese Tests?


kevome*

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Sehe ich auch so. Und die Schule kann dann eben doch ein bisschen länger auf bleiben als ohne. Damit wäre doch schon viel gewonnen


Häsle

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Immerhin würden bei Schule mit Test ein Teil der Positiven rausgefischt und die ganze Klasse getestet und in Quarantäne geschickt werden. Ohne Schule werden die Kinder nicht getestet und verbreiten das Virus unbewusst auf dem Spielplatz und bei ihren Freunden. (Ja, sogar ganz legal dürfen sich Kinder mit Freunden treffen). Im Gegensatz zur Schule halten vor allem die jüngeren privat kaum Abstand und tragen keine Masken. Dürften die Kinder zur Schule gehen, würden sie und ihre Freunde zwei Mal die Woche getestet werden. Da die Schulen seit Monaten zu sind, wurden sie und ihre Freunde bisher nicht anlasslos getestet. Und das, obwohl Kinder ja derzeit so eine hohe Inzidenz haben. Man bemerkt es gar nicht, dass das Virus da ist, bis es in einer der Familien einen trifft, der richtig krank wird. Die Gefahr wäre mit der regelmäßigen Testung in der Schule verringert. Und wenn man beim Testen und im Unterricht aufpasst, ist die Ansteckungsgefahr mE gering.


Häsle

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Antwort auf Beitrag von Häsle

Die Schulschließung würde nur etwas bringen, wenn alle Schüler, Lehrer und das Personal sich deshalb daheim isolieren wurden. Das passiert natürlich nicht.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Häsle

Aber es ist doch ein Unterschied, ob ein Kind, mit ein, zwei oder drei Freunden privat Kontakt hat, oder in der Schule mit den Kindern der eigenen Klasse, der halben Parallelklasse für Religion, einer anderen halben Klasse für Französisch und sowieso dann noch mit verschiedenen Kindern verschiedener Klassen in der Mittagsbetreuung. Vor allem in letzterer essen die Kinder auch ohne Maske miteinander und spielen draußen ohne Maske zusammen ....


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von kevome*

Woraus kann man denn schließen, dass die Schulen - auch nur halbwegs sicher - bei einer Inzidenz von weit über 100 mit schlechten Selbsttests geöffnet werden können? Wo hat das funktioniert, ohne dass die Zahlen immer weiter gestiegen sind?


Sille74

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Da würde ich dann eher da ansetzen.


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von Sille74

Ja, das stimmt !


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Ist aber alles erlaubt hier. Klassenvermischungen sind zwar zu vermeiden, aber nur, wenn keine organisatorischen Gründe dagegen sprechen. Und dann wird explizit Religion/Ethik, Fremdsprachenunterricht etc. genannt. Inzwischen wird sogar erläutert, dass - wegen irgendeinem Kirchen-Staatsvertrag - der ausnahmsweise gemischte Religionsunterricht nicht verfassungskonform ist .... Auch das Absetzen der Maske ist erlaubt, soweit es pädagogische oder didaktische Gründe gibt. Da darf jeder Lehrer/jede Schule ja doch machen, was sie will.


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von Häsle

Ja, genauso sehe ich das auch.


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Also hier bei uns findet kein Unterricht in gemischten Halbgruppen statt. In meiner Klasse haben die Kinder ausschließlich Kontakt zu den 8 - 9 Kindern ihrer Halbgruppe. Unterrichtsanfänge und Pausenzeiten sind versetzt, derSchulhof ist in 2 Bereiche abgeteilt. Und ich vermute, dass bei monatelanger Schulschließung so gut wie kein einziges Kind nur Kontak zu 1 - 2 Freunden hat. Meiner Beobachtung nach hat das im letzten Frühling geklappt, als man davon ausging, sich für 1 - 2 Monate zu isolieren und die Kontakte der Kinder massiv einzuschränken. Das klappt nach über einem Jahr aber nicht mehr bei vielen Familien. Insofern finde ich eine regelmäßige Testung der Kinder sehr sinnvoll. Liebe Grüße, Gold-Locke


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Also weder bei uns noch an den mir bekannten anderen Schulen werden Klassen vermischt. Mein 13-jähriger Sohn hat z.B. seinen Lateinkurs seit Monaten nur online, auch, als eigentlich Wechselunterricht war. Ausnahmen bilden hier nur Abiturienten, deren Kurse normal stattfinden, teilweise aber in größeren Räumen, der Aula oder der Turnhalle. Alle anderen Stufen bleiben streng getrennt. Liebe Grüße, Gold-Locke


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Bei uns gibt es an den zwei Gymnasien, in die ich Einblick habe, Klassenvermischungen für verschiedene Fächer, auch in den Halbgruppen. In der Grundschule gibt es gerade keinen Religionsunterricht, die Klassenvermischung übernimmt hier die Mittagsbetreuung. Alleine die Kinder aus der Klasse meiner Tochter (abzüglich von dreien, die nicht in die Mittagsbetreuung gehen) verteilen sich auf 10 oder 11 Hort- und Mittagsbetreuungsgruppen an 4 verschiedenen Standorten. Da glaube ich nicht, dass bei Schulschließungen die Kinder auch nur annähernd so viele Kontakte haben wie in Präsenzunterrichtszeiten. Viele spielen halt mit den Kindern im Hof. Mit denen spielt man aber in Präsenzunterrichtszeiten nach der Mittagsbetreuung zusätzlich .... Sinnvoll fände ich die häufige Testung von Schulkindern mit wenig sensitiven Tests, wenn aus positiven Tests zwangsläufig eine zügige Quarantäne für alle Kontaktpersonen folgen würde - so wie Drosten sie seit mehr als einem halben Jahr vorschlägt. Ohne diese Cluster-Quarantäne und mit dem andauernden Wegdefinieren von Kontakpersonen ist jegliche Testerei nach meiner Einschätzung sinnlos. Hier ist sogar das gemeinsam am Tisch ohne Maske Essen z.T. als Kontakt wegdefiniert worden, wenn man sich nicht direkt gegenüber saß ....


Häsle

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Da ist aber die Schule Schuld. Hier gibt es weder an der Grundschule noch an der Realschule Klassenvermischungen. Religion/Ethik wird als ein gemeinsames Fach im Klassenverband unterrichtet. Die Lehrer wurden ausgewürfelt, damit sich keiner religiös benachteiligt fühlt. Die Sprachenkurse am Gymnasium haben etwas das Nachsehen. Da sie nicht klassengemischt unterrichtet werden dürfen, gibt es eine Mischung aus Unterricht und selbständiger Arbeit. Aber das scheint gut zu funktionieren. Es wird streng auf die Maske geachtet, und darauf, dass die Kinder beim Essen Abstand halten. Ab 50 wurden die Klassen zusätzlich geteilt. Ab 100 ist Distanzunterricht.


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Also wir bekommen als Schule ja auch mit, in wie vielen Familien es Coronafälle gibt. Denn selbst wenn viele Kinder symptomlos sein sollten und der Selbsttest dann auch noch ein falsches, negatives Ergebnis anzeigen würde, so müssten ja spätestens bei den Eltern, Großeltern etc. reihenweise Ansteckungen erfolgen. Das ist bei uns definitiv nicht der Fall !


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Ist Latein dann bei Euch nachmittags? Und was ist in den Stunden, in denen eigentlich Latein wäre, Euer Sohn aber in der Schule ist? Auch in Religion/Ethik gibt es bei Euch keine Klassenvermischung?


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Die Mittagsbetreuung ist aber ein freiwilliges Angebot, welches ja nicht genutzt werden muss. An meiner Schule wurden daher extra die Kinder ohne Notbetreuung in eine Gruppe eingeteilt, damit sie sich nicht mit den Kindern der Notbetreuung vermischen und wirklich nur 8 - 9 Kontakte innerhalb der Klasse haben. Für mich hört sich das auch eher wie ein Problem der Schulen an, da lässt sich (mit viel Aufwand für uns Lehrer) schon einiges machen, um die Kinder zu trennen. Ich habe seit über einem Jahr keine Pause mehr, weil ich in jeder Pause Aufsicht habe, da meine Klasse ja alleine auf dem Schulhof ist. Auch komme ich seit einem Jahr 15 Minuten früher morgens, weil wir versetze Unterrichtszeiten haben.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Häsle

Hier können die Schulen, wenn alle Beteiligten zustimmen, konfessionsübergreifenden Ethik-/Religionsunterricht machen. Der Aufwand ist jedoch für die Schulen recht groß, weil von allen Eltern eine Unterschrift einzuholen ist. Deshalb machen das wohl viele Schulen nicht. Das KM Bayern schreibt: "Gemäß einem Leiturteil des Bundesverfassungsgerichts gehören die Standpunktgebundenheit und damit die Konfessionalität des Religionsunterrichts zum unaufgebbaren Kern des Art. 7 Abs. 3 GG. Dies hat u.a. zur Folge, dass davon abweichende nicht autorisierte Formen z. B. eines gemeinsamen religions- oder wertekundlichen Unterrichts, der an die Stelle von Religionsunterricht bzw. Ethikunterricht tritt und an dem Schülerinnen und Schüler verschiedener Konfessionen oder konfessionslose Schüler/innen teilnehmen, nicht verfassungskonform sind – auch wenn dies unter Umständen eine schulorganisatorische Erleichterung bedeuten würde. Angesichts der Gegebenheiten an vielen Schulen ist damit bei der Bildung von Klassen und Unterrichtsgruppen in diesen Fächern eine Mischung von Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Parallelklassen einer Jahrgangsstufe in der Regel unvermeidbar. Dies steht angesichts der verfassungsrechtlichen Vorgaben durchaus im Einklang mit den kommunizierten Hygieneschutzregelungen, worauf in den veröffentlichten Rahmenhygieneplänen regelmäßig Bezug genommen wird" Möglich ist nur eine spezielle, abgestimmte Form. Diese setzt voraus: "Die Entscheidung über die Einführung eines der Modelle trifft die Schulleitung. Unabdingbar für eine Umsetzung dieser Formen ist in jedem Fall die – entsprechend dokumentierte – Zustimmung aller betroffenen Erziehungsberechtigten bzw. der volljährigen Schülerinnen und Schüler, aller beteiligten Lehrkräfte sowie an den Seminarschulen in den Schularten, in denen im Rahmen des Vorbereitungsdienstes (Referendariats) Seminarschulen eingerichtet sind, der fachlich zuständigen Seminarlehrkräfte."


Häsle

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Bei uns geht immer noch die ganze (Klassen-)Gruppe mit in Quarantäne und wird getestet. Im Kindergarten auch. Da ist es noch blöder, weil es jedes Mal 25 Kinder und zwei Erzieherinnen betrifft.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Klar, ließe sich an der Schule mehr machen - auch wenn unsere Schule wirklich schlechte Rahmenbedingungen hat. Aber was nutzt es, wenn sie nicht mehr macht und man sie auch nicht mit Verweis auf irgendeine Verordnung dazu drängen kann?


Häsle

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Hier auch Bayern. Wer dem konfessionsgemischten Unterricht nicht zustimmt, kann widersprechen. Das Kind wird dann abgesondert und kann Hausaufgaben machen. Macht keiner, bei 17 Klassen. Der Unterricht ist auch eher wie Ethik aufgebaut.


Gold-Locke

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Latein liegt in den Randstunden, entweder 1.+2. Stunde oder 5.+6. Stunde. Mein Sohn ging dann entweder erst nach Online-Latein zur Schule, oder er kam nach der 4. Stunde nach Hause und hatte dann Latein-Videokonferenz. Er läuft nur 10 - 15 Minuten nach Hause, die meisten Schüler wohnen auch fußläufig in unserer Kleinstadt. Die wenigen Kinder, die außerhalb wohnen, durften einen Computerraum in der Schule für die Latein-Videokonferenzen nutzen. Ist aber alles schon lange wieder hinfällig, da bei uns im Moment reiner Distanzunterricht am Gymnasium ist und mein Sohn seit Mitte Dezember nur zu Hause lernt (mit Ausnahme von 5 Tagen vor den Osterferien).


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Schön, wenn es an eurer Schule noch keine reihenweise Ansteckungen gab. Aber die Zahlen in den jüngeren Altersgruppen sowohl in Österreich als auch in Deutschland sind eindeutig.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Gold-Locke

Bei uns, Gymnasium NRW, haben Fremdsprachen, Religion und der Differenzierungsbereich in gemischten Klassen stattgefunden. Und Sport in der Halle.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von Häsle

Wir sind von beiden Schulen einfach gar nicht gefragt worden. Das war den Schulen wohl zu viel Aufwand. Sowohl an der Grundschule als auch am Gymnasium gab bzw. gibt es konfessionsgetrennten Unterricht, an der Grundschule sogar mit Kindern zweier anderer Klassen.


Häsle

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Woher will man wissen, wo sich die Kinder angesteckt haben? Wurde das bei euch schon eindeutig den Schulen zugeschrieben? Hier in der Stadt wurde keine einzige Ansteckung in den Schulen nachgewiesen, obwohl immer die ganze Klasse getestet wurde. (Maskenpflicht, Klassentrennung) Ansteckungen privat, in Betrieben und Kitas gab es nachweislich. Da wurden aber die AHAL-Regeln nicht eingehalten bzw. konnten sie nicht eingehalten werden.


Häsle

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Super. Da versagt mal wieder jemand richtig.


Häsle

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Dumm.


Dream2014

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Was war zuerst da Huhn oder Ei. Man zieht immer die Schlüsse die man Ziehen möchte. Ich habe hier auch noch nicht einmal davon gehört das sich ganze Klassen angesteckt hätten. Ich denke Maske und Abstand hilft zzgl. Testen. Und wenn jetzt wieder kommt, man könne es nicht wissen da nicht alle getestet werden. Es müssten sich dann ja auch in den Familien welche oder vermehrt anstecken und das könnte man schlecht verheimlichen. Wenn ich Nachmittags sehe wieviele Kinder, Jugendliche und auch Eltern zusammen auf Spielplätzen und Sportplätzen sind, sehe ich dort ohne Maske und Abstand das größere Ansteckungspotential.


Häsle

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Antwort auf Beitrag von Dream2014

Ich auch. Und die Zahlen steigen ja auch, obwohl die Schulen zu sind.


As

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Antwort auf Beitrag von Häsle

Ich bin ja grundsätzlich für Schule in Präsenz, die ich mit Tests und Abstand und Maske für einigermaßen sicher halte. Allerdings kann ich nicht verleugnen, dass es bei uns Klassen mit einer gewissen Häufung bei positiven Tests gibt. Letzte Woche Dienstag z.B. ein Mädchen positiv ( sofort aus dem Verkehr gezogen) und Donnerstag in der selben Klasse 3 Schüler. War hier ein Einzelfall, wirklich nur einmal so "direkt" zu beobachten. Es wird aber eigentlich nirgendwo erfasst, interessiert schlicht niemanden, ob es da einen Zusammenhang geben könnte. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das Gesundheitsamt da einen Kontakt nachvollziehen kann, denn bei uns gehen nur die direkt Betroffenen in Quarantäne. Es wird also nirgendwo in einer Statistik " Ansteckung in der Schuke" erfasst. Man weiß es ja auch nicht genau, liegt aber nahe, finde ich. Dass man sich in der Schule nun gar nicht anstecken kann, ist wohl ein frommer Wunsch.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von As

Was passiert denn dann bei Euch im Falle einer Häufung positiver Tests? Der positive Test am Dienstag hat ja anscheinend zu keiner Klassenquarantäne geführt. Wir jetzt wenigstens nach der Häufung die gesamte Klasse nach Hause geschickt? Sonst fischt man ja immer nur die raus, die schon genügend Viruslast haben, um den Antigentest positiv zu machen, verhindert aber kaum Ansteckungen, weil man die Klassenkameraden, die ja z.T. auch schon angesteckt sind nicht mit nach Hause schickt.


As

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Dazu gab es heute erstmals eine konkrete Anweisung vom GA, die der Schulleitung wenigstens Handlungssicherheit gibt. Bei dem Test am Donnerstag gilt nun wohl Quarantäne für alle, da längerer Aufenthalt im Raum und weil vorangegangenes Ansteckungsrisiko in den letzten 2 Tagen nicht zu vermeiden. Beim ersten Test nach dem Wochenende gilt das nicht, weil die Klasse da noch nicht lange genug zusammen war. So hab ich es jetzt im Kopf. Doppelt geimpfte Lehrer müssen nicht in Quarantäne.


Felica

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Hier gibt es keine Vermischung. Nur im Bus und da ist maskenpflicht. Auch im bis sitzt die ewig gleiche Gruppe. Ist ein Kind positiv, dann gehen die Lehrer, die Klasse und die busmitinsassen in Quarantäne. Bei Hort auch diese.


cube

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Antwort auf Beitrag von fritzi3

Egal, was gemacht wird und nach dem teilweise vorher laut gerufen wurde - kommt es dann, ist an wirklich allem etwas nicht gut genug. Und so ergehen wir uns in Kleinstkramdiskussionen anstatt durch solche Dinge evt. auch ein Stück voran zu kommen. Ja, Schnelltests an Schulen sind nicht 100% zuverlässig. Ohne SchnT würden aber auch die1/4 Infektionen gar nicht erst entdeckt werden. Und nun? Schulen wieder schließen weil man keine 100% sichere Lösung gefunden hat? 100% wird es nie geben in diesem Fall. Auch nicht mit Herdenimmunität. Bestes Beispiel: Masken - anfangs auch als nutzen nicht genug gar nicht erst zur Auflage gemacht. Die 20%Aerosolausstoß die sich aber trotzdem verhindert hätten, wären sinnvoller gewesen als zu sagen "wenn´s nicht 100% schützt, brauchen wir es nicht". Und bei den Schelltests an Schulen wird jetzt wieder der gleiche Fehler gemacht. So lange schlecht reden, bis man es wieder sein lässt und alle schön zu Hause sitzen und darauf warten, dass Corona verschwindet. Was ebenfalls nicht passieren wird.


fritzi3

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Antwort auf Beitrag von cube

Das ist aber doch nicht der Punkt. Dass Masken Infektionen eindämmen können war längst wissenschaftlich erwiesen, als vielerorts noch lange keine Maskenpflicht im Unterricht war. Bei den Schnelltests ist es aber anders gelaufen. Viele haben recht früh die Schnelltests angepriesen als etwas, was die Schulen wirklich sicherer macht und eine geplante Schnelltest-Strategie vor ihrer Etablierung als Argument benutzt, um die Schulen zu öffnen, obwohl die Inzidenz nicht die niedrige Schwelle erreicht hatte, die man vorher als Grenze für Schulöffnungen festgelegt hatte. Man hatte damals aber weder ausreichende Daten zur Sensitivität dieser Selbsttests, noch hat man mit Epidemiologen zusammen eine sinnvolle Schnelltest-Strategie mit anschließender Quarantäne/Isolierung im Falle eines positiven Ergebnisses erarbeitet, sondern Politiker haben im Vertrauen auf die Herstellerangaben zur Sensitivität einfach Schnelltests besorgt, an die Schulen verteilt und eine Testpflicht angeordnet - in der Hoffnung, so ein Instrument für sicheren Präsenzunterricht zu haben. Jetzt hat man festgestellt, dass die Schnelltests bei asymtomatischen und sich selbst testenden Schülern wesentlich schlechter sind als gedacht und propagiert. Drosten sagt zwar, es ist trotzdem sinnvoll in festen Gruppen regelmäßig zu testen, weil man so Cluster erwischt. Er hat aber auch oft genug dargelegt, dass uns eigentlich nur die rückwärts gewandte Cluster-Isolierung hilft, weil alles andere immer zu zu spät kommt. Das hieße: Im Falle eines positiven Schnelltest-Ergebnisses müsste sofort die ganze Klasse nach Hause geschickt werden. Bestätigt sich das Schnelltest-Ergebnis nicht per PCR kommen alle am nächsten Tag wieder, bestätigt sich das Schnelltest-Ergebnis per PCR, kommt die ganze Klasse in Quarantäne und wird getestet. Genau das passiert aber wohl in sehr vielen Fällen nicht (hier erlebt, oben auch von AS beschrieben). Sondern: Man fischt am Mo oder Di ein positives Kind raus, PCR bestätigt dies, Kind wird in Quarantäne geschickt, der Rest der Klasse geht weiter zur Schule, obwohl sich schon andere angesteckt haben. Das sieht man am nächsten Testtag: Beim nächsten Test am Do findet man zwei, drei oder vier positive Kinder in der Klasse, die von Montag bis Donnerstag wiederum Zeit hatten, andere anzustecken. Und selbst dann ist noch nicht überall gesichert, dass die ganze Klasse in Quarantäne geschickt wird. So können Schnelltests doch nicht helfen, die Ansteckungen an Schulen einzudämmen und man kann schon gar nicht davon reden, dass das die Schulen nennenswert sicherer macht. Mir erscheint es - anders als die Masken - eher wie ein Placebo, den man den beunruhigten Eltern verabreicht, während man insgeheim ja doch die Durchseuchung der Schüler und ihrer Familien als Konzept hat. Und da man jetzt weiß, dass die Antigen-Schnelltests so schlecht sind, könnte man doch - wie die Österreicher - die Anstrengungen verstärken, gepoolte PCR-Tests an den Schulen zu etablieren. Nur hört man davon nichts. Statt dessen widerholt man immer wieder, dass es doch besser ist 25% rauszufischen, als gar niemand. In dem Spiegel-Artikel wird auch ein Lamp-Test erwähnt, der sensitivitätsmäßig zwischen Antigen-Schnelltest und PCR liegt, aber schneller als PCR ist (30 Minuten). Man hört aber hier überhaupt nicht, dass die Politik sich z.B. über so etwas Gedanken macht, um z.B. auch mit ungeimpften Schülern sicherer ins nächste Schuljahr starten zu können.