Elternforum Coronavirus

Eure Meinung zur Impfung während der Stillzeit

Eure Meinung zur Impfung während der Stillzeit

Maikäferchen2017

Beitrag melden

Guten Morgen, ich weiß, irgendwann war das Thema hier schon mal, kann's aber einfach nicht wiederfinden. Habe kürzlich die Bewilligung für die Impfung bekommen, stille aber noch (zwar nur nachts, aber das wird sich sicherlich noch ein paar Monate so hinziehen). Jetzt bin ich hin- und hergerissen, ob ich noch warten soll, bis ich abgestillt habe oder mich doch schon mal auf die Warteliste setzen lassen soll. Dauert dann ja sicherlich auch noch etwas, bis ich dran wäre... Eigentlich war ich mir sofort sicher, mich noch nicht impfen zu lassen, aber langsam komm ich doch ins Grübeln. Laut einer israelischen Studie sollen dann ja auch angeblich Antikörper über die Muttermilch ans Kind weitergegeben werden und es gleich mit schützen Was meint ihr zu dem Thema bzw. hat hier sich schon jm. während der Stillzeit impfen lassen?


Lauch1

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Maikäferchen2017

Würde ich jedenfalls machen, Vorteil für Mutter & Kind, was spräche dagegen?


CarmenMS

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Maikäferchen2017

Nein, würde ich bei einer Impfung ohne Langzeitstudien dazu nicht machen.


Reh77

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von CarmenMS

Kann es sein, dass du Medikamente und Impfstoffe durcheinander bringst? Impfstoffe bleiben nur sehr kurze Zeit im Körper, welche Langzeitfolgen soll es da geben? https://www.badische-zeitung.de/impfstoff-zu-dem-man-keine-langzeitstudien-hat--201363726.html https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-impfstoff-langzeitschaeden-100.html Zur AP: Ja, ich lasse mich Impfen obwohl ich noch stille. Alle bisher im Ausland dazu gemachten Studien zeigen Vorteile für Mutter und Kind.


CarmenMS

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Reh77

Nein, ich verwechsle da nichts. Normalerweise braucht die Zulassung eines neuen Impfstoffes Jahre (8-10), da Langzeitstudien/-nebenwirkungen nötig sind. Dass das bei Corona nicht geht ist mir klar. Dennoch werde ich kein Risiko eingehen und als stillende Mutter kein Teil dieser Studie sein (jeder der sich jetzt impfen lässt ist ja quasi Teilnehmer der Langszeitstudie).


kia-ora

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Maikäferchen2017

Ich hätte Angst vor den Nebenwirkungen. Kenne Leute, die 3 Tage mit 40 Fieber im Bett lagen. Das würde mein Körper in der Stillzeit nicht schaffen und die Milchproduktion einstellen.


ImvPP

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von kia-ora

Wie würde dein Körper mit einer Infektion klarkommen?


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von kia-ora

Krank werden wäre besser?


CarmenMS

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von ImvPP

Jeder soll sich doch bitte selber entscheiden dürfen. Wenn man 100%ig weiß, dass man an Corona erkrankt, gebe ich dir recht. Das Risiko ist aber trotz der medial aufgebauschten Fallzahlen gering (Inzidenz von 160 bedeutet 1,6 Personen von 1000!!). Warum soll man dann die Nebenwirkungen bewusst in Kauf nehmen, wenn man sich davor fürchtet?


ImvPP

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Maikäferchen2017

Sofort hätte ich das gemacht (Stillzeit seit 2 Wochen vorbei...). Ich würde in jedem Fall drauf achten, dass der Vater nicht gleichzeitig geimpft wird wegen der Nebenwirkungen, die einen kurzfristig schon dran hindern, das Kind adäquat zu betreuen.


LeNiWa

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Maikäferchen2017

Ganz am Anfang als das Thema impfen auf kam war ich total dagegen .Inzwischen würde ich es wahr machen bzw notfalls abstillen. Meine Tochter wird Anfang Juli 1 Jahr alt also vom Alter kein Problem. Ich würde gerne nächstes Jahr schwanger werden und mich lieber davor impfen lassen. Sonst Warte ich ewig und darf den Kindern dann sagen "nee das können wir nicht machen, mama ist nicht geimpft "


Maikäferchen2017

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von LeNiWa

Abstillen ist hier kein Thema. Er ist zwar gerade 1 geworden, bräuchte es also eigentlich nicht mehr zwingend, aber da er die Flasche nicht nimmt und sich mit Wasser (noch) nicht zufrieden gibt, gibt's noch die Brust


Mia186

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Maikäferchen2017

Für mich wäre die Entscheidung klar. Es gibt keine Langzeiterfahrung dazu wie sich die covid Impfung auf stillen auswirkt. Von daher wäre mir das Risiko zu groß. Da könnten 100 Ärzte sagen dass es unbedenklich ist, aber wissen tun sie es trotzdem nicht, weil es einfach noch keine längere Erfahrung dazu gibt


LeNiWa

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Maikäferchen2017

Achso habe den Hausarzt vor kurzem darauf angesprochen als ich einen schnell test gemacht habe, und er sagte es wird vom impfen während des stillens abgeraten


ImvPP

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von LeNiWa

Die Info deines Hausarztes entspricht nicht den RKI Empfehlungen.


Ani.Me

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von LeNiWa

Der Hausarzt liegt falsch. Es wird nicht abgeraten!


SybilleN

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Maikäferchen2017

Wir stillen auch noch und ja, ich würde mich impfen lassen. Fieber hatte ich in der Stillzeit schon öfter und falls mir eins der anderen Familienmitglieder Covid19 heimbringt, macht das Virus ja sicher nicht deswegen einen Bogen um mich, weil ich stille.


Schneckenhäuschen

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Maikäferchen2017

Ich stille noch und bekam am Samstag Astrazeneca. Im Bogen zum ausfüllen wurde nicht nach stillen gefragt. Nur ob man schwanger ist.


Junalina

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Maikäferchen2017

Ich habe die Frage vor ca 2 Wochen auch hier gestellt. Mein zwerg (10,5 Monate) wird auch nachts und selten noch tagsüber gestillt. Ich war erst komplett gegen die Impfung während der Stillzeit. Nach langem Überlegen habe ich mich dafür entschieden. Ich würde am 8.4. mit biontech geimpft. Ohne Nebenwirkungen. Ich konnte keine Auswirkungen auf die Milchproduktion oder das Baby feststellen.


Monroe

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Maikäferchen2017

Und wenn die Studie in 3 Jahren widerlegt wird? Entscheiden musst du. Gehörst u zu dn Risikogruppen? Wenn nicht, würde ich bis zum Abstillen mit der Impfung warten.


Ani.Me

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Maikäferchen2017

Hallo Maikäferchen, es ist natürlich völlig in Ordnung, dass du hier nach Meinungen fragst. Aber in diesem Forum wirst du keine vernünftige Antwort finden. Wenn du unsicher bist, informiere dich bei den Stellen, die jeden verfügbaren Datenschnipsel dazu ausgewertet haben, die Fachleute sind, die nicht ihre persönliche aus-dem-Bauch-Ideen als Wahrheiten oder Fakten hier rein schreiben dürfen. Auch wenn es für AstraZeneca ein Debakel war, sieht man an dem Beispiel sehr deutlich, dass die Warnsysteme funktionieren, dass solide dokumentiert und anschließend gehandelt wird. Hier wurden schon hilfreiche Links zum Missverständnis der „Langzeitfolgen“ gepostet. Ich empfehle dir diese Info: https://www.frauenaerzte-im-netz.de/aktuelles/meldung/hinweise-zur-impfung-von-stillenden-frauen-gegen-sars-cov-2/ Schau mal, wie viele Paper dafür ausgewertet wurden und von dem die Empfehlung stammt: Der Deutschen Gesellschaft für perinatale Medizin (also wir Neonatologen und die Geburtshelfer), der nationalen Stillkommission und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Das ist nicht ein einseitiger Artikel, es wird klar kommuniziert, dass ausreichende Daten fehlen und kurzfristig nicht zu erwarten sind. Auch gibt es keine generelle Empfehlung Schwangere oder stillende zu impfen, aber wenn Risikofaktoren bestehen, überwiegt der Nutzen der Impfung bei weitem. Da du einen Berechtigungsschein hast, bist du entweder durch deinen Beruf gefährdet oder durch deine Gesundheit. In beiden Fällen würde der Nutzen der Impfung überwiegen. Entscheidest du dich dagegen, ist das auch völlig in Ordnung! Nur mach das bitte nachdem du dich gründlich informiert hast. Wenn du am Ende dabei ankommst, dass du einfach kein gutes Gefühl bei der Sache hast, dann hör auf dein Gefühl. Denn am Ende hilft es dir nicht, gegen deine Intuition zu handeln. Es stehen sich zwei Dinge gegenüber: Mögliche Vor- und Nachteile durch die Impfung (Schutz für die Mutter und womöglich passiver Schutz für den Säugling gegen unklare Datenlage für das Baby, mögliche Nebenwirkungen bei der Mutter) und die Vor- und Nachteile der Nicht-Impfung (Risiko der Infektion, auch eines schweren Verlaufs für Mutter aber auch für das Kind aber dafür null Risiko für Folgen durch die Impfung). Für mich persönlich war es so, dass ich mich erst gut informiert fühlen musste und dann habe ich ohne Sorge nach der Impfung (BioNTech) weitergestillt und habe eine große Erleichterung gespürt, dass ich nun vor einem schweren Covid-Verlauf geschützt bin. Mutter und Kind wohlauf. Ich drücke dir für die Entscheidung die Daumen.


Maikäferchen2017

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Ani.Me

Wow, vielen Dank für deine ausführliche Antwort (und auch allen anderen natürlich). Versteh ich das richtig, hast du für einige Tage nach der Impfung das Stillen unterbrochen? Ich habe zwar diesen Berechtigungsschein, weiß allerdings nicht warum. Mein Beruf spielt da keine Rolle. Und auch gesundheitlich hatte ich bisher nie was ernstes. Hatte deswegen auch bereits bei meiner Krankenkasse nachgefragt, aber auch dort konnte (oder wollte) man mir nicht sagen, warum ich bereits geimpft werden darf


Ani.Me

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Maikäferchen2017

Gerne! Nein, ich habe „durchgestellt“ wobei ich nach der 2. Impfung schon angeschlagen war. Ganz „klassisch“. Mein Baby war bei der 2. Impfung ziemlich genau 6 Monate und hat zu dem Zeitpunkt wurde noch viel gestillt. Viele impfÄrzte empfehlen aber Mützen mit erhöhtem Sicherheitsbedürfnis abzupumpen und zu verwerfen. Mir ist einfach wichtig, dass andere Mütter sich eine fundierte Meinung bilden können. Denn man muss wissen, womit man im Ernstfall besser leben kann. Man trägt einfach eine große Verantwortung. Ich muss zugeben, dass ich froh war, dass in Israel schon so viel geimpft wurde und es überhaupt Daten gab.


LittleT

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Maikäferchen2017

Ja habe ich gemacht. Mit Astra. Und trotz leichter Reaktion mit Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen konnte ich nachts stillen. Lediglich am nächsten Morgen war ich froh, dass mein Mann die Kinder übernehmen konnte. Zuvor habe ich viele Gespräche mit meinem Hausarzt, meiner Gyn, einer anderen Gyn, der Stillberaterin und Intensivkinderkrankenschwester geführt mit dem einstimmigen Ergebnis für die Impfung.