Mitglied inaktiv
Hallo Paulita, Du beschäftigst Dich ja professionell mit den Beziehungen, den Unterschieden etc. zwischen den Geschlechtern, da hast Du Dir doch bestimmt auch Gedanken gemacht, wie Du Deine Kinder erziehst. Dass Jungs andere Bedürfnisse haben als Mädchen und sie deshalb auch auf eine andere Art erzogen werden sollten. Kannst Du mir da Literaturtipps geben? Vielen Dank! Sabine (die schon an ihrem 1 jährigen merkt, wie anders er als seine große Schwester ist)
Liebe Sabine oh, woher weisst du das denn mit meinen beruflichen interessen?? ich kann dir da leider nicht den ultimativen tipp geben - weil das auch wissenschaftlich sehr umstritten, komplex und letztendlich leider auch ziemlich meinungs-geladen ist. ich selber mache mir das natürlich viele gedanken drum, vor allem als feministische mutter eines jungen und einer tochter. ;-) und ich kann nicht erkennen, dass jungs und mädchen an sich "verschiedene bedürfnisse" haben. kinder/menschen sind ja immer SO viel mehr als nur ein geschlecht... lg paula
Liebe Paula, naja, ich lese hier ja schon oft mit, auch wenn ich nicht soo viel schreibe. Und wenn jemand sogar beruflich etwas macht, was mich sehr interessiert, bleibt es eben hängen. Natürlich hast Du recht, wenn Du schreibst, dass die Kinder so viel mehr sind als ihr Geschlecht. Leider lebt das die Gesellschaft oft nicht vor. Meine Formulierung im ersten Mail war wohl auch nicht ganz korrekt, mir geht es wahrscheinlich nicht nur um die Bedürfnisse sondern um die nicht zugestandene Entfaltungsmöglichkeit von außen, die ich mir gerne in der Theorie bewusster machen möchte, schon für das Kleinkindalter, um eingreifen zu können und mein eigenes Handeln zu hinterfragen. Verschiedene Bedürfnisse meine ich zu sehen bei den Identifikationsmöglichkeiten in Bezug auf das Geschlecht, die muss für meinen Sohn ja letztendlich mein Mann übernehmen , dazu kommt, dass es kaum männlichen Erziehern und Lehrern in den nächsten Jahren für ihn geben wird. Außerdem sehe ich sehr viel mehr Männer als Frauen in unserem Umfeld, die ich meinen Kindern nicht als Identifikationsfigur wünsche. Letztendlich schwirren da sehr viele Aspekte in meinem Kopf herum, die ich gerne etwas entwirrt hätte. Bei meiner Tochter ist das weniger extrem, weil ich mir einbilde, mich gut in sie hineinversetzen zu können. Bei meinem Sohn habe ich jetzt vielleicht mehr Auseinandersetzungsbedarf weil ich nicht weiß, ob mir das bei ihm ebenso gelingt. Da ich nicht so gerne die populärwissenschaftlichen Ratgeber lese, wollte ich lieber die Feministin befragen, die sich professionell damit beschäftig. Viele Grüße, Sabine!
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