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Arbeiten gehen mit 3 Kindern

Arbeiten gehen mit 3 Kindern

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Hallo! Ich habe 2 Kinder, 4 und 1,5 Jahre alt. Nun sind mein Mann und ich am Überlegen, ob wir Nr. 3 wagen sollen oder nicht. Wir haben kürzlich ein Haus gebaut und es steht fest, dass ich irgendwann wieder arbeiten gehen muss, damit wir nicht ewig abbezahlen müssen. Ich frage mich jetzt nur, ob es möglich ist, mit 3 Kindern (erst mal halbtags) arbeiten zu gehen. Wir haben keine Oma in der Nähe, der Kindergarten hat nur bis 13.30 Uhr geöffnet, eine Krippe wäre zu teuer. Was macht man z. B., wenn die Kinder öfter mal krank sind? Bei dreien ist das sicher häufig der Fall und man kann ja nicht dauernd fehlen. Wie organisiert man die vielen Ferien, wenn man nur 30 Tage Urlaub hat und Ferienbetreuung hier auf dem Dorf nicht immer stattfindet? Hach, mein Herz sagt Ja zu Nr. 3, mein Kopf eher Nein und hat Angst vor dem Ungewissen, wie ich die Doppelbelastung organisiert bekommen soll und wie es finanziell weitergeht. War hier jemand in einer ähnlichen Situation bzw. geht mit mehreren Kinder arbeiten? Wie läuft euer Alltag, fühlt ihr euch überfordert und bereut ihr vielleicht sogar die Entscheidung zu einem weiteren Kind? Oder gibt es keinen großen Unterschied, ob man 2 oder 3 Zwerge zu versorgen hat? LG Tine


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Liebe Tine, ich habe vier Kinder und arbeite Vollzeit.Ab Sommer arbeitet auch mein Mann wieder Vollzeit- seit der Geburt unserers ersten Kindes 1996 haben wir entweder einer voll, einer Teilzeit gearbeitet oder einer war in Elternzeit. Das Ergebnis vorab- es geht. Es geht sogar ganz passabel. Aber- es gibt einige abers dabei. Das erste ist, dass sich die Eltern einig sein muessen dass beide arbeiten gehen und als Konsequenz sich auch beide fuer Haushalt und Kinder verantwortlich fuehlen. Wenn das ganze nur Dein Projekt sein soll und die Kinderbtreuung komplett an Dir haengenbleiben soll- vergiss es.Von daher- Mann muss ran. Das ist das wichtigste- eine partnerschaftliche und gleichberechtigte Arbeitsteilung. Ich wuerde mir dann - wenn das finanziell noch drin sitzt- auch unbedingt eine Putzfee goennen. Selbst wenn die nur einmal die Woche vier Stunden kommt- die ist Gold wert. Ansonsten wuerde ich- mache ich- dem Haushalt eine niedrige Prioritaet geben. Zu deutsch- bei usn ist es nie pikobello, Blusen habe ich seit Jahren nicht mehr getragen- die muss man buegeln, ich zieh Seiden und Baumwollshirts an unters Kostuem- unter der Woche gibt es nur schnelle Kueche und ein wohldesigntes heim, wo Sofakissen, Vorhaenge und Buchruecken farblich aufeinenader abgestimmt sind , haben wir auch nicht. Du brauchst ein Sicherheitsnetz fuer Notfalle- irgendwer krank, Ueberstunden etc. Gibt es bei Euch eine Fruehrentnerin, eine andere Mutter die nicht arbeitet o.ae.- also jemand, der im Notfall auf anruf einspringen kann? Urlaub- ja, 29 Tage fuer den AN und manche Krippen drei Monate wie Schulferien. Beim Jugendamt nachfragen wegen Notfallbetruungen ( bei uns hat bspw. immer ein Hort auf im Sprengel fuer die Berufstaetigenkinder) und ansonsten leider- Urlaub splitten. Sprich, statt Eure sechs Wochen ganz zusammen zu nehmen, nehmt ihr bur drei oder vier zusammen und den Rest nach betruungsbedarf. Ich habe in so planbaren FAellen auch immer mal wieder die Oma eingeladen. Jedenfalls- es geht durchaus. und- als berufstaetige Mutter mit drei kleinen Kindern wirst Du Organsiationsgenie und Du wirst ungeheuer stolz auf Dich sein wenn Du beides unter einen Hut kriegst.Ausserdem verbessert es Deine Berugsaussichten, denn egal, was Du machst, wenn Du kontinuierlich arbeitest, siehst Du immer besser aus als jemand, der zehn Jahre ausgesetzt hat und dessen Wissen verfault und verrostet ist. Ich bin bei uns immer wieder erstaunt, dass Frauen, die ewig zuhasue waren udn auf dem Arbeitsmarkt der letzten Jahre nichts mitgekriegt haben, meinen, ssie koennten da wieder einsteigen wo sie mal aufgehoert haetten und nicht einsehen wollen, dass Wissen nur begrenzt haltbar ist. von daher- nur zu. Viel Erfolg Benedikte


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Hallo Benedikte! Du online? Ist bei euch nicht jetzt Nacht? Auf jeden FAll ganz liebe Grüße und schöne Ostern!!! Annette PS: Bin mit drei Kindern berufstätig, war es immer und kann mir nicht vorstellen, ausschließlich Hausfrau zu sein. LG


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im Osten geht die Sonne auf im Westen geht sie unter Ihr seid oestlich von uns- also frueher. Und da wir schon Sommerzeit haben ( selbst bei fetten Minustemperaturen und hohen Schneebergen) sind wir fuenf Stunden entfernt von Euch- aber hinter Euch. Du hast jetzt spaeten nachmittag, ich spaeten vormittag. Benedikte Ja- ich kann es mir auch nicht vorstellen. Mal eine gewisse Zeit, ja- aber dann... Und- neulich rief eine Kollegin an- sie hatte gerade gefruehstueckt und dann die Gelegnehit genutzt am samstagmorgen- sprich ich war unm vier Uhr hellwach nun denn


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Nochmal zu deinen Fragen: 1) Meine Kinder sind leider sehr oft krank, aber wir haben eine Notfall-Oma in der Nähe. 2) ICH habe die Erfahrung gemacht, dass man sich mit der Zeit ein Netzwerk aus befreundeten Muttis aufbaut, die dann im Notfall auch mal als Kinderbetreuung einspringen. 3) Wir haben eine große Kartei mit Babysittern für den Notfall. 4) Die Ferienfrage stellt sich uns nicht, weil wir beide Lehrer sind 5) Ja, es macht einen Unterschied ob 2 oder 3 Kinder zu versorgen sind, denn jedes meiner Kinder hat eigene Ansprüche 6) Klar fühle ích mich manchmal überfordert, aber zeig mir EINE Mutter, bei der das nicht so ist! Man wächst an seinen Aufgaben!!! 7) Nein, bereut haben wir keins unserer Kinder. Niemals. Noch was Interessantes nebenbei: Unsere Schule suchte kürzlich eine Sekretärin. Und ´zwar jemanden, der bereit war, in den Schulferien NICHT zu arbeiten, und die dadurch nicht geleisteten Stunden mittags während der Schulzeit an die reguläre Dienstzeit dranzuhängen. Somit hätte sich die wöchentliche Arbeitszeit von 19,5 Stunden um drei Stunden WÖCHENTLICH erhöht. Weißt du, wieviele Frauen sich beworben haben? EINE EINZIGE!!! Also scheint die Ferienregelung bei den meisten berufstätigen Frauen kein Problem zu sein, ansonsten hätten wir uns vor Bewerberinnen wohl nicht retten können... Insofern: Nur Mut!!! VlG Annette


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ich habe 2 kinder, bin bei beiden nach jeweils einem jahr wieder arbeiten gegangen. meine kleine ist jetzt 4, ich arbeite seit kurzem vollzeit aber in der nähe, vorher jahrelang 30 std. pro woche arbeit plus 15 std. wöchentlich fahrzeit. mein mann allerdings arbeitet freiberuflich bei uns im dorf und bringt und holt die kinder zu allen gelegenheiten. ich würde mir ein 3. nicht zutrauen, meine beiden sind so verschieden und beide auf ihre art sehr anspruchsvoll (nicht: materiell anspruchsvoll oder fordernd, sondern: ihre eigenarten fordern uns als eltern sehr...). und was das notfallnetz angeht, noch habe ich relativ fitte eltern, die mit fliegenden fahnen 60 km angereist kommen, wenn sich bei uns kind-krank-notfall anbahnt. aber meine 4jährige tochter ist für meinen vater schon nur noch ausnahmsweise babysittbar und noch mal was kleines - nicht machbar. solange aber meine eltern krauchen können wären sie bitterlich gekränkt, wenn wir "fremde" in die kinderbetreuung einbeziehen würden. und ein netz von müttern, auf die man im notfall zurückgreifen kann - das beruht immer auf gegenseitigkeit. d.h. auch du mußt dann mal kinder übernehmen, wenn die anderen nicht können. auch von einer hausfrau, wenn die z.b. mit ihrem mann mal kinderfreie zeit haben will....sowas dann zusätzlich zu fulltimejob - nicht für mich. wie jung bist du? vielleicht ist es eine option für dich, ein paar jahre vergehen zu lassen, erst mal die vernunft walten zu lassen und dann, wenn die beiden jetzt ja doch noch ziemlich kleinen kinder verständiger sind, zu überlegen, ob du noch einen nachkömmling willst? wenn du 3 hast und merkst, es läuft ganz und gar nicht wie geplant, dann bist du unzufrieden, aber es gibt kein zurück, wenn du weiter 2 hast und immer unzufriedener wirst, weil du dich wirklich nach einem 3. kind sehnst - dann kannst du noch etwas tun... (falls deine biologische uhr schon recht laut tickt, ist der letzte abschnitt natürlich mist, aber das weiß ich ja nicht....;-) ) alles gute für deine entscheidung, die eine schwere ist lg uli


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ich habe zwei kleine kinder und arbeite vollzeit. mein mann möchte unbedingt noch ein drittes kind, aber zurzeit bin ich da sehr dagegen. zwar würde er die erste zeit daheim bleiben, aber ich weiß ja, wie es jetzt mit meinen beiden ist. nein, ich traue mir das arbeiten auf dem niveau wie ich / wir es jetzt tun, mit drei kindern nicht zu. mein notfallnetz ist schon mit zwei kleinen kindern wirklich strapaziert (mit einem war es noch recht einfach, wobei es da andere probleme gab). aber ich sage immer: wo ein wille ist, ist auch ein weg. finde es trotzdem sehr gut, dass du dir vorher gedanken machst!


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Hallo Tine! Da wäre einmal die Seite der Kinderbetreuung während der Arbeit. Da hast du ja auch bei nur 2 Kindern schon das Problem mit den Ferien und den miserablen Öffnungszeiten des KiGas. Wenn du das für 2 Kinder organisieren kannst, dann geht es auch für drei, denn das ist ja ein prinzipielles Problem unabhängig von der Kinderzahl. Außer was das materielle betrifft. 3 Kinder kosten mehr, du bist eher darauf angewiesen zu arbeiten bzw. mehr zu arbeiten und auch deren Betreuung verteuert sich. Bei mir ist es so, daß ich nach 2 Kindern die Familienplanung abgeschlossen habe. Und zwar weniger wegen der Problematik des Arbeitens sondern mehr weil mein Großer verhaltensauffällig ist und sich der Alltag extrem anstrengend gestaltet. Meine Kleine ist zum Glück sehr brav. Aber für ein drittes Kind hätte ich keine Kraft mehr. Auch wenn ich gar nicht mehr arbeiten würde. Ich empfinde das Arbeiten ohnehin nicht anstrengender als die gleiche Zeit zu Hause mit den Kindern, im Gegenteil. Aber wie gesagt, mein Großer ist sehr schwierig, das ist ja nicht bei jedem so.