Mitglied inaktiv
Hi,..die Mutter von meinem Ex liegt mit Lungenkrebs im KH und schafft es eventuell nicht. Nun ist es so dass mein Ex unsere Tochter (11) einfach dahin mitgenommen hat ohne mich zu fragen oder was zu sagen , das Kind wurde auch nicht gefragt. Wie würdet ihr das handhaben? Ich finde das ehrlich gesagt nicht gut dass sie mit hingeht. Sie ist zwar "schon" elf aber kann sie das verarbeiten? Kann sie DAS schon alleine entscheiden dort mitzugehen? danke lg Conny
Ehrlich gesagt - ich würde meine Kinder auch mit ins Krankenhaus nehmen, wenn meine Mutter dort mit Lungenkrebs liegt und es "eventuell nicht schafft", und vor allem, wenn es quasi "das letzte Mal" und ein Abschiednehmen von der Oma sein könnte. Insbesondere, wenn die Kinder schon älter sind... mit 11 Jahren denke ich schon, dass man dem Kind einfach die Fakten zeigen sollte, und das Kind dann "begleiten". Was ich meinem Nachwuchs jeweils freigestellt habe, war die Teilnahme an einer Beerdigung, aber das Gang ins Krankenhaus wäre mir schon wichtig!
Hallo, meine (Ex)Schwiegermutter ist im Sommer auch an Lungenkrebs verstorben... hat sehr gelitten und war in einem sehr schlechten zustand... mein Ex hat unsere Tochter (5) immer mit ins Krankenhaus genommen oder hat sie mit ihr besucht... und ab und an bin ich auch mit ihr zur Oma gefahren... a) war das wichtig für die Oma und b) wollte meine Tochter genau so gut Abschied von ihrer Oma nehmen (die beiden haben sehr, sehr aneinander gehangen)... Wichtig finde ich, dass ihr mit eurer Tochter darüber sprecht, dss ihr das keine Angst macht... und fragt, was sie will... vll. hat sie ja auch das bedürfnis, die Oma noch zu sehen... MIr tut es sogar leid, das ich meine Schwiegermutter nicht öfter besucht habe... als sie letztenendes starb, waren wir im Urlaub... ich habe heute ein sehr schlechtes Gewissen und auch unsere Kurze ist sehr traurig, Oma unmittelbar vorher nicht mehr gesehen hat... Ich finde schon, dass man ein Kind mit sowas konfrontieren kann...d as kommt aber aufs Kind und das Verhälnis des Kidnes zum Kranken an... Ratschläge sind da schwer zu verteilen...
Hallo Conny also ich dachte, daß Kinder erst ab 12 zugelassen werden! Ist es hier in Deutschland anders? Ich wäre glaube ich auch sauer über die Tatsache, daß die Entscheidung nicht gemeinsam getroffen wurde... Aber es ist passiert und es spielen viele Dinge eine Rolle: - für wie reif hältst DU deine Tochter? - wie eng ist ihre Beziehung zu ihrer Oma? - wie hat sie nach der Besuch reagiert? Wichtig ist jetzt den Gespräch mit ihr offen zu halten und ihr Verhalten zu beobachten, um festzustellen ob sie mit der Situation klar kommt oder nicht. Viel Glück!
erstmal danke für die Antworten,..nunja das ist schwer,..sie ist sehr verschlossen manchmal und ich hoffe sie sagt wie sie wirklich denkt,..sie wirkte normal als ich sie "be"fragte deswegen. Der Kontakt ist nicht mehr gewesen seit 2 Jahren ungefähr. Die Oma hatte ihn abgebrochen. Und ich würde es nicht gut finden wenn es nur nach ihr ginge damit sie das Kind nochmal sieht(Wenn meine Tochter denn nicht will) Vorher war das Verhältnis eigentlich sehr gut. Schwer zu sagen alles,...sie ist schon reif dafür aber auch sehr sensibel,.. Ich hoffe dass sie den Mut hat das auch ihrem Vater zu sagen wenn sie es nicht möchte, denn wenn ich es ihm sage wird es ihm egal sein... Auf jeden Fall rede ich mit ihr noch darüber; mit ihm kann man es nicht LG
es ist die oma. ich finde es kommt auch auf den zustand der alten dame an. meine mutter starb vor 4 jahren, sie war am ende im koma, da habe ich meine tochter ( damals 8 ) nicht mehr mitgenommen, aber zuvor war sie oft im kh und wollte es auch. ich denke, deine tochter kann selber entscheiden.
naja, erstens war sie ja schon dort - das kind ist also schon in den brunnen gefallen - und zweitens kannst du dein kind ja wohl schlecht in eine glasglocke setzen, damit ihm ja nie was passiert. das ist das wahre leben. mein ehemaliger wohnungsnachbar ist vergangenen november an lungenkrebs gestorben, nachdem sie ihm bereits vorher einen sekundärtumor (metastase) aus dem kopf entfernt hatten. gegen ende seines lebens haben wir ihn nicht mehr besucht (was ich immer noch bedauere, weil er mir ausrichten liess, wir sollten ihn doch mal besuchen kommen, er würde sich darüber freuen) - was aber daran lag, dass wir zu dem zeitpunkt schon weiter weg wohnten und er ständig in verschiedenen kliniken und reha-zentren behandelt wurde. meine tochter (damals 6) hat ihn allerdings schon in dem zustand nach der kopf-OP und seinen ersten chemos gesehen - er sah einfach erbärmlich aus und es ging ihm auch nicht gut. sie wurde dadurch weder traumatisiert, noch hat sie seinen gesundheitszustand gross thematisiert. sie ist sehr unbefangen mit ihm umgegangen, schliesslich war er ja unser nachbar, der immer nett zu ihr war! übrigens ist mein uropa bei uns im haus gestorben, als ich im alter deiner tochter war. das sterben zog sich über wenige wochen hin, zum ende hin wurde er mit morphium ruhiggestellt und schlief daher nur noch. als er dann tot war, ging ich in sein zimmer und habe ihn mir ganz interessiert angeschaut (die gründe wären hier eine geschichte für sich, meine bindung zu ihm war keine besonders enge) - aber auch das hatte keine besonderen auswirkungen. ich bin im anschluss weder einem religiösen wahn verfallen noch habe ich eine todessehnsucht gekriegt - der tod gehört einfach zum leben dazu. von daher würde ich diese entscheidung deines ex nicht dramatisieren und aufbauschen. mir kommt es eher so vor, als suchtest du wieder die berühmten "haare in der suppe". gruss, martina
auf deine Antwort geb ich jetzt mal nichts,...ich möchte sehr wohl abwägen was gut ist für mein Kind und was nicht! Sie vor einen sterbenden Menschen zu stellen wenn sie es nicht möchte gehört wohl nicht dazu! Mein Ex ist mir Wurscht es geht hier einzig und alleine um mein Kind,..schön wie du mich einschätzen kannst nach einem Posting,..Wahnsinnn
*gähn* *fingernägelpolier*
sicher das glaub ich dir ,...manche strotzen hier nur so vor Arroganz
Conny, ich gebe ihr Recht. Deine Tochter verkraftet es mit Sicherheit und es ist doch nur verständlich, daß Oma ihre Enkelin vielleicht nochmal sehen/spüren will. Mein Vater ist gestorben als ich elf war. Ich kann mich noch daran erinnern als wäre es gestern gewesen. Ich weiß, wie ich damals gedacht, gefühlt habe und sage heute: Ich hatte den nötigen Verstand um zu begreifen was da geschehen ist und ich wollte UNBEDINGT zur Beerdigung obwohl meine Mutter das nicht wollte. Dein Ex hätte es dir vorher sagen sollen aber ansonsten schließe ich mich der Mehrheit an. LG Heike
Mit dem nötigen Verstand meine ich, daß ich mit 11 meinen Vater auch im Krankenhaus besucht hätte, und wenn es ihm NOCH so dreckig gegangen wäre. Und wäre es meine Oma gewesen, ebenso.
Ich verstehe deine Probleme nicht. Es ist immerhin die Oma des Mädchens und eine Auseinandersetzung mit dem Tode muss sowieso irgendwann stattfinden. Aber sicherlich hätte er damit diplomatischer umgehen können.
eine Auseinandersetung ja , aber mit 11? Und es kommt auch drauf an in was für einem "Zustand" die Oma sich befindet,...mit 11 ist sie immer noch Kind und wie ich finde muß nicht jedes Kind damit klarkommen nur weil es "zum Leben dazu gehört"
das kind ist nicht erst 11 sondern schon 11 und der tod sucht sich nicht aus, wann er wo hinkommt. ich glaube auch, daß du dich mehr darüber ärgerst, daß dich der egon nicht gefragt hat...??? geh mal in dich...
... stoss doch nicht in das gleiche horn wie ich!!! oder ist arroganz ansteckend? *lach*
kommt drauf an wie man was schreibt
laß mich doch in hörner stoßen, hab ja sonst nix zu tun!!! :-))) ich bin sauarrogant, host des no det gwußt???
naja, manche tauchen aus dem nirvana des WWW hier auf, tuten ein bisschen rum, und entschwinden dann wieder dorthin, woher sie gekommen sind. (hat auch was für sich)
hach ja, manchmal bin ich ja auch so (meistens setz ich mich aber hier in den foren auf meine fingerchen, brav - gell?) - vor allem jetzt, wo meine nerven blank liegen und meine hormone eine rauschende party nach der anderen feiern... *soifz*
Meine Nichte war keine 4 Jahre alt, als meine Schwester starb. Aber auf das Alter und den Zeitpunkt wollte ich nicht rumreiten. Ihr solltet aber mal drüber reden, warum ihr nicht darüber reden könnte, wenn es um euer Kind geht, da dürfte bei euich eher das Problem angesiedelt sein.
Mit dem Mann kann man nicht reden da nur seine Meinung zählt,...es ist ein Mann der prügelt und gedroht hat sein eigen Fleisch und Blut lieber ins Heim zu stecken als sie bei mir zu lassen als ich damals gegangen bin,..reicht das? lG Conny
Meine Oma - die Uroma meiner Kinder - starb vor 2 Jahren. Die Kinder waren damals *rechne* 4 und 9 Jahre alt. Sie war vorher lange krank und dement und war im Pflegeheim. Wenn wir in Berlin waren, bin ich immer mit den Kindern hin. Vor allem Temi kannte sie gar nicht anders, als im Pflegeheim. Auch die Kinder meiner Schwester in ähnlichem Alter waren oft dort. Dieses Jahr, kurz vor Ostern, starb mein Onkel qualvoll an Krebs. Die Kinder haben seinen Tod sehr intensiv miterlebt, weil er im gleichen Haus wohnte wie meine Schwester und dort von meiner Tante bis zum Tod gepflegt wurde. Kinder können damit umgehen, wenn man ihre Fragen altersgemäß beantwortet und sie mit ihren Gedanken nicht alleine läßt. Ich behaupte sogar, daß die Angst vor dem Tod, dieses "Abschieben" von todkranken Menschen in unserer Gesellschaft daher kommt, weil sich die Gesellschaft mit dem Tod nicht mehr auseinandersetzen will und kann. Für eine gesunde Auseinandersetzung muß man aber schon bei Kindern - altersgerecht - anfangen. Ich möchte, daß meine Kinder ihre Kinder oder Enkelkinder zu mir lassen, wenn ich im Sterben liege. Ich möchte nicht irgendwo im Nichts liegen, weil mein Anblick kurz vor dem Tod nicht wünschenswert ist. Deswegen - also aus ganz egoistischen Gründen - schütze ich meine Kinder nicht vor "dem Tod" bzw. vor Sterbenden. Ich hoffe, daß sie so den Tod als etwas kennenlernen, was zum Leben dazugehört. Etwas, was traurig und schlimm und entsetzlich ist, aber eben ein Teil von uns allen. Gruß, Elisabeth.
danke Elisabeth.,.. ich habe sie gefragt und sie möchte hin,..so ist es ok für mich,...
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