QueenDiaz
Hallo liebe Eltern. Meine Tochter (fast 5 J.) hat heute Abend nach einem "Übermüdungs Streit" das erste Mal die Worte "Ich möchte lieber zu Papa als zu Mama" gesagt.. Sie hat seit der Geburt fast keinen Kontakt zu ihm.. das erste mal richtig gesehen, haben sie sich mit meiner Anwesenheit, vor ca gut nem Jahr. Sie erzählt so auch viele Geschichten was sie alles mit ihm erlebt oder gelernt hat. Was ich ihr selbstverständlich nicht nehmen möchte und es jedes mal bestätige oder nach frage wie es denn war oder was die beiden noch gemacht haben. Aber der Satz heute hat mich zutiefst verletzt. Danach hat sie auch ganz doll geweint und möchte Papa sehen. Es zerreißt mir das Herz aber es geht einfach aus verschiedenen Gründen nicht die ich ihr einfach nicht sagen möchte und kann. Ich will einfach nicht das sie dieses schöne Bild was sie doch von Papa hat verliert.. Ich weiß nicht mal was meine Frage deswegen ist.. ich brauche einfach wen zum reden oder austauschen
Du kennst doch eigentlich die wahre Ursache für den Streit: deine Tochter war übermüdet, es gab bestimmt etwas, dass ihr nicht gepasst hat... Ihre Aussage darfst du bestimmt nicht für bare Münze nehmen. So wie es klingt, hat sie einen Fantasiefreund namens Papa, und gar keine richtige Beziehung zu dem echten Menschen. (Die Dinge hat sie doch gar nicht erlebt, wenn sie ihn kaum kennt?) Ich würde ihre Aussage deswegen so verstehen, dass sie zu diesem Fantasie-Freund möchte, mit dem sie tolle Dinge erlebt und bei dem sie alles darf. Vielleicht hilft dir diese Perspektive, ihre Aussagen mit etwas Abstand zu nehmen. (Es ist nachvollziehbar, dass es dich trifft. Aber eigentlich meint deine Tochter damit vermutlich etwas anderes, als du darunter verstehst.) In dem Alter haben Kinder eine blühende Fantasie, und wahrscheinlich hat sie aus dem, was sie über Papas so aufgeschnappt hat, sich in ihrem Kopf einen "Superpapa" gebastelt. Ich finde es zwar einen schönen Gedanken, dass du ihr die tollen Fantasien nicht nehmen willst. Aber an deiner Stelle würde ich sie schon ab und zu in die Realität zurückholen. Also erklären, dass sie die Sachen nicht wirklich erlebt hat. Du musst den Vater dafür nicht schlecht reden. Aber kindgerecht erklären, dass ihr wirklicher Papa nicht dieser Fantasiefigur entspricht, würde ich schon. Leider können wir unsere Kinder nicht für immer vor allen schlechten Dingen im Leben beschützen. Ein Leben ohne Enttäuschungen, Schmerz usw. gibt es nicht. Aber wir können sie stärken und ihnen helfen, mit den negativen Dingen klarzukommen. Ich finde, es ist besser, die Kinder an die negativen Dinge behutsam ran zu führen, anstatt so zu tun, als ob diese nicht existieren. Denn wie soll sie sonst lernen, damit umzugehen?
kennst du das buch "lotta zieht um" von astrid lindgren? in dem buch ist lotta mit einer erziehungsmassnahme der eltern nicht einverstanden und beschließt zur nachbarin zu ziehen. natürlich versöhnt sie sich am ende mit den eltern. soll heißen: das ist normal. trennungskinder haben halt die (vermeintliche) option zum anderen elternteil zu ziehen. unsere große wollte zur besten - geschwisterlosen! - freundin so dass mein mann plötzlich unsere ganze familienplanung mit den vielen kindern infrage gestellt hat. manches trifft uns eltern mehr, anderes weniger. ein umzug zur oma hätte dich und meinen mann wahrscheinlich weniger getroffen. aber das müssen kinder in dem alter nicht wissen, das sind ja schließlich erwachsene befindlichkeiten.
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