Mitglied inaktiv
Hallo, habe mal eine Frage wegen einem Erlebnis, wo ich immer noch überlege, was ich am besten hätte antworten sollen. Und zwar war ich alleine mit meinem Sohn verreist gewesen und da war noch ein Paar mit Kindern, wir haben uns ein wenig unterhalten. Einmal fragt mich doch das eine Kind (ca. 4 Jahre), wie denn der Papa (also von meinem Sohn) heißt (der ja nun nicht dabei war). Mir ist so schnell keine Antwort eingefallen, die einem Kind unsere Situation erklärt, was mir etwas peinlich war. Natürlich kenne ich den Namen des Vaters, möchte aber eigentlich nicht über ihn reden, denn er hat nichts mit uns zu tun (kein Kontakt und kein Interesse). Außerdem hätte es sicher noch weitere Fragen, zum Namen und überhaupt gegeben, denn es war ein neugieriges Kind. Wenn so etwas nochmal passiert, was antwortet man einem fremden Kind am besten kurz und bündig (auch wenn es fragt, warum der Papa nicht dabei ist usw.), ohne eine Geschichte zu erfinden oder es zu verstören (dann denkt es noch, der eigene Papa ist auch bald weg...)? Danke für Antworten!
Ich würde das gar nicht so Thematisieren . Wie er heißt da hätte ich den Namen gesagt . Und wo ist er ist entweder weiss ich nicht oder bei sich zuhause wohl . Warum hat der ein anderes zuhause kenne ich als Frage und sage immer wir wohnen nicht mehr zusammen da wir uns nicht mehr so gut vertragen haben . ( Stimmt zwar so nicht aber er klärt alles sachlich ) . Wir wohnen alleine ohne Papa kenne die meisten Kinder heutzutage leider eh schon aus der Familie oder Freunde oder Nachbarschaft. Anja
Ich hätte auch einfach die Wahrheit gesagt, dass er so und so heißt und in einer anderen Stadt wohnt. Hast Du Angst, dass Dein eigenes Kind dann auch nachfragt? Das wird Dir wohl früher oder später eh nicht erspart bleiben.
Ich glaube, du dramatisierst das zu sehr. Bei uns im Kiga gibt es mehrere Kinder, deren Eltern getrennt leben. Das ist doch heutzutage nichts ungewöhnliches mehr. Der Papa heisst xy und wohnt in einer anderen Stadt, dass reicht doch als Info für ein Kind. Erzählst du denn deinem eigenen Sohn nie was über den Vater, dass dir kaum der Name über die Lippen kommt? Damit tust du ihm keinen Gefallen. Je natürlicher man mit der Situation umgeht, desto besser. Klar, dass sich der Vater nicht kümmert, ist traurig. Aber das wird nicht dadurch ungeschehen, dass man ihn totschweigt. Dein Sohn wird nur eins dadurch lernen, dass er mit dir nicht über dieses Thema reden kann, und das macht die Sache nur schwerer für ihn. LG
Ich habe keine Probleme, meinem Kind dann die Geschichte zu erzählen. Habe allgemein auch kein Problem damit. Die Frage war nur, wie man es einem anderen kleineren Kind kurz und richtig sagt. Die Leute waren nicht aus der Großstadt (wie wir) und möglicherweise kennen sie ja vom Dorf doch eher heilere Familien, zumindest nach außen hin. Aber wenn ihr meint, das ist kein Problem, umso besser. Wegen der Namensnennung ist es so, dass vielleicht jemand fragt, woher der Name kommt, wo ist denn das, usw. und darauf hab ich keine Lust. Gruß
also wir werden auch oft gefragt, urlaub oder andere situationen meine tochter ist sechs. sie antwortet auch gleich: mein papa heißt stephan, er wohnt aber nicht bei uns und kümmert sich auch nicht um mich, ich habe aber einen halbpapa und der heißt johann. als ich das erste mal das von ihr gehört habe, war ich erst ganz schön geschockt, aber sie hat alles auf ein punkt getroffen. es stimmt, warum soll ich das verbieten zu sagen! sabrina
Dann finde ich es erst recht wichtig, das einfach und unbefangen zu sagen. Wenn dann Fragen kommen, ist das doch schön für das Kind - weil es dann auch in seine Binationalität wahrgenommen wird. Meine Kinder sind sichtbar nicht nur deutsch ;-). Insofern wird das so oder so ost thematisiert. Warum sind Fumi und Temi braun? Ist der Vater auch braun? Wo kommen sie her? Besonders Fumi mag das eigentlich sehr gerne, weil ihr ihre "zweite Heimat" wichtig ist. Es ist einfach ein Teil ihrer Identität, der manchmal im "deutschen Alltag" untergeht - und sie findet es schön, wenn das dann doch mal wieder hochkommt. Temi ist das (noch?) herzlich egal, aber er ist ja auch noch jünger. Ich vermute, daß das bei ihm auch noch kommt. Insofern werden solche Fragen - wie alle Kinderfragen - ehrlich und klar beantwortet. Wenn weitere Fragen kommen, ist das okay. Wenn nicht - was auch oft der Fall ist - ist das auch okay. Gruß, Elisabeth.
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