Elternforum Alleinerziehend, na und?

Wie kommt Ihr mit dem allein sein klar...

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Hallo, wurde hier sicherlich schon häufiger gefragt. Ich bin jetzt offiziell seit Mai getrennt lebend.Die erste Zeit war ganz okay,es war alles neu,es mußte viel geregelt werden und es war Sommer.Nun kommen die tristeren Tage,es ist kalt und ungemütlich... . Zu dem weiß ich daß mein Noch Ehemann wieder in einer Beziehung lebt und glücklich ist und ich mir jetzt wie übrig geblieben vor komme. Wenn meine Freundinnen sich über ihre Männer beschweren,dann muß ich mir manchmal sagen was würde ich darum geben in dieser Situation zu sein.Nen Problem damit zu haben,daß der Mann z.B.etwas Aufmerksamkeit verlangt.Da kommen solche Gedanken auf, wieder jemanden an seiner Seite zu haben,zu teilen u.s.w.. Geht es Euch auch oft so?Man kann sich nun nicht den Partner aus der Hand schütteln. Wäre über Antworten sehr dankbar. LG,Kinka75


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Hallo! Ich bin jetzt seit genau 3 J. alleinerziehend. Die ersten 2 Jahre war ich immernoch so "geschädigt" von der Beziehung, dass ich einen Hass auf alle Männer hatte. Aber in letzter Zeit denke ich auch oft, dass es schön wäre, auch mal wieder jemanden zu haben. Gerade abends oder am Sonntag.


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Hallo, ich bin da ziemlich gespalten. Auf der einen Seite wünsche ich mir natürlich machmal jemanden zum Kuscheln und mehr ;) Es ist nicht schön, stets allein zu sein. Auf der anderen Seite: in einer Beziehung ist meistens die Erwartungshaltung da, dass der Partner IMMER (oder zumindest oft) Lust auf Nähe hat. Das wäre mir echt zuviel, ich fühle mich wohl mit meiner Autonomie, der Selbstbestimmung und den Rückzugsmöglichkeiten, die man nicht hat, wenn man zusammenlebt. Ich bin daher in keiner Weise neidisch auf Frauen, die jeden Tag einen Mann um sich haben. Das nennt man dann wohl beziehungsunfähig.. LG Berit


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Sagen wir es mal so: ich komme besser mit dem Alleinsein klar als in einer Beziehung zu leben :o)) Meine letzte Beziehung habe ich erst vor kurzem beendet, aber emotional hatte ich mich schon längst von dem Mann entfernt. Insofern war dann das wiederholte Alleinsein (ich war ja vorher schon zwei Jahre AE ab Simons Geburt) für mich nichts Neues, im Gegenteil, ich genieße es wirklich, eigener Herr in meiner Wohnung und über mein Leben zu sein. Ich bin einfach kein Beziehungstyp. Ich find das toll, wenn jemand da ist, aber manchmal frage ich mich, ob das nicht einfach immer nur Eigennutz war. Denn grundsätzlich bin ich einfach zu egoistisch und zu festgefahren in meinen Ritualen, als dass ich jemanden neben mir akzeptiere - von meinem Kind mal abgesehen. Die tristen Tage vertreibt man sich durch gute Schnulzenfilme wie Kleopatra, warmen Kakao oder Tee, Duftkerzen, Basteln mit dem Kind, Spazieren durch den strömenden Regen oder Spieleabende mit Freunden, Kochen mit den Nachbarn - ich freu mich richtig auf den ersten Herbst und Winter wieder alleine... LG Sue


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Ich komme prima damit klar, allein zu sein. Außer ich bin krank, dann kann ich mich schon mal bemitleiden. Aber im Normalfall find ich es großartig, alles allein machen zu können. Keine Diskussionen, keine Kompromisse. Das ist toll. Ich mach die Tür hinter mir zu, kümmer mich nur um meinen Kram. Grundsätzlich denk ich mir, der Mensch kann eben nicht alles haben im Leben. Haben will frau: gesunde Kinder, den perfekten Mann und Vater, ein feines Heim, einen tollen Job, gute Freunde, Spaß. ich hab alles, außer dem perfekten Vater. Da hab ich doch schon ne Menge und muss mich nicht mit dem wenigen aufhalten, das ich nicht habe (und auch nie kriegen werde). Mein Glück hängt jedenfalls nicht von einem Mann ab. Wobei ich sagen muss, dass ich seit geraumer Zeit ein männliches Exemplar in meiner Umgebung habe, das berechtigten Anlass zur Hoffnung gibt *gg* grüße, sophieno


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Hallo Kinka, also das Gefühl kann ich mir schon gut vorstellen...mein Noch-Mann ist auch sofort in eine Beziehung gegangen und glücklich (denke ich )...auch wenn die Trennung eher von mir ausging... Jetzt ist es ein Jahr schon und die Gedanken kommen schon wieder auf, wenns kühler wird - im Sommer geht´s ganz gut...da fehlt schon jemand so ab und zu mal abends...:( Ich hatte vor ein paar Wochen eine Schlüsselsituation: wir waren bei Bekannten mit mehreren anderen Müttern und Kindern...plötzlich klingelte ein Handy...und die Miene der anderen Mutter wurde hektisch...und da wohl der Mann schon zuhause war, mußte sie dann auch gleich los ...Da war ich sowas von froh, daß ich sowas nicht habe (davon abgesehen würde ich dem guten schon was erzählen, aber gut...)... Meine Atonomie aufzugeben würde mir im Moment schon recht schwer fallen, da sie zu erlangen nicht sehr einfach war...aber sowas entwickelt sich ja auch immer und man muß solche Entscheidungen ja nicht von heute auf morgen fällen... Ich schau ja schon bei verschiedenen Internet-Börsen mal rum und flirte da, aber bisher war der Richtige halt noch nicht dabei, wobei einige schon ziemlich nahe dran waren oder hätten sein können...Mittlerweile bin ich da recht gelassen und lass die Kontakte einfach laufen und schau mal, wie sie sich entwickeln...Also so ganz ohne Internet wäre es sicher schlimmer... Grundsätzlich finde ich es aber gut, nicht gleich in eine neue Beziehung zu gehen. Vor meinem Mann war ich 2 Jahre solo und bin einfach ohne Vorbelastungen in die Bezieungung reingegangen und jetzt ist es auch so, daß wir wohl am Montag endlich die Unterhaltsvereinbarung unterschreiben und die Scheidung einreichen...ich denke, daß ich mich dann noch ein Stück freier und unbefangener fühlen werde...Direkt nach der Trennung dachte ich auch, daß ich frei wäre, aber wenn ich jetzt zurückblicke, bin ich sehr froh um die Zeit alleine, denn man lernt sehr viel über sich selbst und das tut gut :)) Versuche, Dich nicht zusehr über eine Beziehung zu definieren und das alleinesein als Defizit zu sehen...sondern als Vorteil und aus viel mutiger als manch andere... LG Heike