Mitglied inaktiv
Hallo! Habe schon im Partnerschaftsforum geschrieben. Ich denke, daß mein Mann und ich uns in nächster Zeit trennen werden. Noch ist er daheim, seine Liebe zu mir ist nicht mehr groß genug, er fühlt sich gefangen usw. Wie lange ich das so emotional noch durchstehe, weiß ich nicht, da ich ihn noch sehr liebe. Nun wollte ich mich an Euch wenden, wie es im Falle einer Trennung weitergeht? Wir haben zwei Kinder, wenig Geld und ich kann mir nicht vorstellen, wie wir davon zwei getrennte Haushalte bzw. Wohnungen unterhalten sollen? Muß ich da zum Amt und er zahlt mir dann schon Unterhalt? Bekomme ich die Wohnung vom Amt bezahlt? Wie sieht es mit Schulden aus? Nicht das ich gleich an Scheidung denke, eine gewisse Hoffnung habe ich noch, aber dieser endgültige Schritt fällt mir einfach schwer, zu sagen, es geht unter einem Dach nicht mehr, weil mir die Nähe und Wärme fehlt. Der Umgang zwischen uns ist gut, auch meinte er, wenn wir uns trennen sollten, daß ich immer mit seiner Unterstützung rechnen kann und er sich auf jeden Fall auch um die kids kümmert. Habt Ihr Tips und könnt Ihr mir weiterhelfen wie es konkret abläuft? Danke Claudia
Man kann grundsätzlich auch in einer gemeinsamen Wohnung oder einem gemeinsamen Haus "getrennt leben". Das ist aber - und ich spreche aus Erfahrung - emotional sehr anstrengend. Auch für die Kinder, weil sie die Situation selten einordnen können. Wenn Ihr es trotzdem versuchen wollt, müßtet Ihr ein Zimmer haben, in das einer von Euch "einziehen" kann zu Schlafen und "wohnen". Du dürftest seine Wäsche nicht mehr waschen und nicht mehr für ihn kochen (und umgekehrt). Grundsätzlich steht Dir aber auch im Trennungsjahr Unterhalt zu, und - falls der nicht reicht - auch Hartz4. So oder so wäre es aber günstig, sich einen Job zu suchen. Bei zwei Haushalten reicht ein Einkommen nur allerseltenst. Da ist es egal, ob man sich "nur" in Trennung befindet oder schon geschieden ist. Die Kinder bekommen Unterhalt nach der Düsseldorfer oder Berliner Tabelle - je nachdem, wo Ihr wohnt. Vom Rest (also sein Nettoeinkommen minus Kindesunterhalt) stehen Dir in der Trennungszeit 3/7 zu. Dein Einkommen (falls Du eines hast) wird mit in den Topf geworfen, also gegengerechnet (nicht einfach abgezogen). Je nachdem, wie viel oder wenig Geld Du dann hast (also Kindesunterhalt plus Kindergeld plus Unterhalt für Dich) stehen Dir dann Leistungen wie Wohngeld oder Hartz4 zu. Dein Anteil am Haus wird Dir aber angerechnet. Wenn einer alleine das Haus nicht halten kann - was selten der Fall ist - werdet Ihr es verkaufen müssen. Für die Trennungszeit ist es aber meistens günstiger, wenn der Partner ohne Kinder aus dem gemeinsamen Haus auszieht. Er braucht nur eine kleinere Wohnung, das Geld reicht also eher aus. Die Raten laufen ja so oder so erstmal weiter. Über die emotionale Seite kann ich Dir nicht viel sagen. Ob eine Trennung wirklich nötig ist, oder ob es noch einen anderen Weg gibt - das müßt Ihr entscheiden. Grundsätzlich finde ich aber eine Eheberatung nie verkehrt. Damit würdet Ihr Eurer Ehe noch eine Chance geben. Wenn es klappt - gut. Wenn nicht, habt Ihr wenigstens die Chance, daß Ihr es friedlich hinbekommt. Gemeinnützige Vereine wie Caritas, AWO und Pro Familia bieten Eheberatungen meistens sehr günstig oder sogar kostenlos an. Gruß, Elisabeth.
Hallo Elisabeth, Danke für Deine Antwort. Wir wohnen in Miete, also kein gemeinsames Haus. So wie Du schreibst, denke ich, daß das Geld von ihm nicht reichen würde. Ich weiß nun einfach nicht, wie es aussehen soll. Auf der einen Seite habe ich noch hoffnung, auf der anderen seite scheint er schon abgeschlossen zu haben, nach dem Motto "es ist nicht die Frage ob, sondern wann ich gehe" Ich selber bin ein sehr emotionaler Mensch und obwohl ich mich gestern gut im Griff hatte und wir "normal" und sogar zuvorkommender miteinander umgegangen sind, merkte ich doch heute morgen, daß mir die Wärme und Geborgenheit fehlt. Daher weiß ich nicht wie lange ich das durchhalte, sofern denke ich, daß die räumliche Trennung besser für mich ist, als wenn ich ihn jeden Tag sehe, das tut zu weh. Aber ich habe Angst vor dem Schritt, schaffe es noch nicht zu sagen, zieh aus, ich kann das so nicht. Ich habe Angst, daß ich das finanziell nicht schaffe, die Umstellung, neue Wohnung usw. Ämtergänge ... Ich fühle mich wie ins kalte Wasser geworfen. Er hatte schließlich schon ein halbes Jahr, in dem er sich seine Gedanken gemacht hat, ich nicht. Danke Claudia
Genau deswegen denke ich ja, daß die Eheberatung Euch helfen kann. Sie gibt Euch BEIDEN die Möglichkeit herauszufinden, ob es noch eine Chance gibt, oder eben nicht. Und man kann sich dann über die Gefühle zueinander klar werden. Was ist da noch? Reicht es für eine Ehe? Kann man da was wiederbeleben? Und warum ging es schief? Gruß, Elisabeth.
Hallo! An so was ist er nicht interessiert. Er lehnt auch Psychologen total ab. Selbst wenn er noch ne Chance sähe, würde er da nicht hingehen. Claudia
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