Mitglied inaktiv
... schriftlich fixieren? Hallo Ihr Lieben, ich war schon eine ganze Weile nicht mehr hier im Forum, weil ich unter anderem einen neuen Job angefangen habe etc. Ich brauche mal wieder Eure Meinung. Einige werden sich vielleicht daran erinnern, dass mein Ex ein absolut verantwortungsloser Mensch ist. Er ist ja mehrfach mit unserer 4jährigen Tochter ohne Kindersitz unangeschnallt vorne oder hinten sitzend auf seinem Schoss bei anderen mitgefahren. Daraufhin hat das JA, die mich ja seit Anfang 2005 beraten, ihm eindringlich die Leviten gelesen. Anfang Juli war er dann stockbesoffen als er sie hatte. Sie selbst erzählte mir, dass er 3 Maß Bier getrunken hatte und dann auf der Bierbank eingeschlafen ist. Fragt nicht, wie die Kleine danach drauf war. Auf Anraten des JA, die entsetzt waren genauso wie ich, rieten mir jetzt - damit sie auch etwas in der Hand haben - eine schriftliche Vereinbarung zum Thema Kindersitz und Alkohol mit ihm zu treffen, ansonsten wird das Umgangsrecht umgehend ausgesetzt. Er hat unterschrieben, aber fragt nicht, wie er gezetert hat. Das war Kampf. Nun erfahre ich von einer Mama aus dem KiGa, dass sie ihn vor einigen Wochen, als unsere Tochter bei ihm war, gesehen hat in folgender Situation: Er mit dem Handy wild telefonierend, dahinter sein Hund und dahinter unsere Tochter. Er hat sie überhaupt nicht im Blickfeld gehabt und das über Minuten hinweg!!! Reagiere ich da über? Was würdet Ihr denn jetzt machen? Meine JA-Dame ist seit 5 Wochen krank und jemand anderer ruft nicht zurück. Würdet Ihr sie im nächstes Wochenende geben? Ich kann doch nicht alle Eventualitäten schriftlich fixieren? Meine JA-Dame sagte nach dem Alkoholvorfall, dass jetzt nicht mehr viel fehlt und sie als JA würden vor Gericht gehen wegen Sorge- und Umgangsrecht. Meine Tocher liebt ihren Vater, aber er erschüttert jedesmal wieder ihr Vertrauen in ihn und das wirft sie auch immer wieder in ihrer psychischen Entwicklung zurück. Es macht mich irre. Bitte um ehrliche Meinungen!!! Ich danke Euch. Viele Grüße Claudia
claudia mal hand auf herz. warum lässt du kleine noch zu ihm? Rede mit dem Ja für betreuten Umgang....er setzt das Leben (wie alt ist euer Kind) aufs Spiel! annika
Hallo Annika, die Kleine ist 4 Jahre alt. Betreuten Umgang hat das JA auch schon überlegt. Das Problem ist (sieht das JA auch so, da sie ja schon mehrere Gespräche mit ihm geführt haben), dass er ein hervorragender Schauspieler ist und er sich über ein paar Wochen mustergültig verhalten würde und dann würde der betreute Umgang wieder ausgesetzt werden. Das ist also keine Dauerlösung. Warum ich sie ihm noch gebe? Wenn es allein nach mir gehen würde, hätte ich das ganze schon eingestellt. Aufgrund ihrer vielen bereits erlebten Verluste, die ziemliche Auswirkungen auf Ihre Psyche hatten und haben, sind sich JA und Kinderärzte (auch Psychologen) einig, dass der totale Verlust des Vaters derzeit für ihre Psyche noch schädlicher wäre als sein Verhalten. Da lange ich mir an den Kopf!!! Aber was soll ich machen? Sie ihm trotzdem nicht geben und es auf eine Klage ankommen lassen? Claudia
Hallo, fiel gerade so ein, vielleicht kann er sie dann ein paar stunden bei dir sehen oder der oma?? Damit hätte die kleine kontrolloierten kontakt. gruss emily
als das, daß er es einklagt und wenn er doch jetzt schon keine Rücksicht nimmt, dann glaube ich kaum, daß er sie (umgang) einklagt? Oder? annika
Hallo annika, die kleine hat wohl, wenn ich es richtig verstanden habe verlustängste und mag ihren vater sehr gerne. Von daher sollte der kleinen irgendwie umgang ermöglicht werden. Und ob er evtl. dann doch den egotripp kriegt und umgang einklagt, stehet in den sternen. Nur aus meiner erfahrung umgangsrechtstreitigkeiten sind mehr als unschön, langwierig und werden sehr unfair gekämpft, sprich es wird sehr viel gelogen, Paaahhhhh zum Wohle des Kindes. Gruss emily
Erst einmal danke Euch beiden. Die Verlustängste resultieren nur zu einem Teil aus dem Vater. Obwohl damals noch verheiratet und zusammen lebend, hat er sich seit sie ca. 4 Monate alt war, maximal 4 Stunden die Woche um sie gekümmert. Meine Tochter wurde bei der ersten Tagesmutter (im Alter von nicht einmal 1 Jahr) häufig weggesperrt etc. Als ich das mitbekam nahm ich sofort dort weg (sind noch andere Sachen vorgefallen). Dann kam die Trennung im Alter von 1,5 Jahren. Dann wurde der aktuelle Tagesvater (war ein Rentnerehepaar) schwer krank und sie (knapp 2 Jahre) konnte für über 3 Monate nicht hin. Und als sie 3 Monate wieder dort war ist die Tagesmutter gestorben. Eine ganze Menge zu verarbeiten für eine so kleine Maus. Selektiver Mutismus etc. waren die Folge. Die einzige Konstante bis jetzt war immer ich. Aber gerade die Gesamtkonstellation ist es, die die "Fachleute" dazu veranlassen, die Kleine derzeit nicht komplett vom Vater zu trennen. Umgang bei mir oder bei den Großeltern etc. wäre sinnlos, da sie dann nur bei mir oder Oma sitzen würde und auf den Vater nicht zugeht (sieht löst sich dann nicht von ihren "Konstanten). Unabhängig davon, dass ich/wir nur mit ihm reden, wenn es um die Kleine geht, da zuviel passiert ist. Und es kann keiner von mir erwarten, dass ich jedes Wochenende für ein paar Stunden gute Miene zum bösen Spiel mache wo ich ihn am liebsten zum Mond schießen würde. Zudem würde er dann erwarten, dass ich ihn während dieser Stunden finanziell aushalte und das, wo er mich ausgenommen hat und seit knapp 2 Jahren keinen Unterhalt fürs Kind zahlt. @annika: Ich weiß was Du meinst und ich gebe Dir ja recht, aber was soll ich höher priorisieren - das Leben oder die Psyche und die ggf. dauerhaften Schäden? Ich weiß, Du sagst das Leben. Aber soll ich mich wirklich gegen die Spezialisten stellen? Claudia
leider hat ihn sein Vater zu oft verlassen und ich war immer diejenige die es mit seinem Verhalten dann ausbaden konnte (er konnte ja nichts dafür) Aber es besteht kein Kontakt mehr (freiwillig vom Vater gewählt) und ich werde es auch in Zukunft unterbinden. In Zusammenarbeit mit JA und Jugendpsychiater und einer Tagesmutter, geht es emi heute besser denn je. Sein Umfeld ist sehr stabil geworden und auch wenn tägl. arbeite, hat er ein feste Bezugsperson (seine TM und deren Familie) annika
... einen Termin beim JA, einer anderen Dame, die aber jetzt Einsicht in meine Akte nehmen darf. Sie versucht mir jetzt im Vertretungsfall einen Rat zu geben. Annika, ich freue mich, dass es Emi wieder gut geht und bewundere Dich auch für Deine Kraft. Der Vater meiner Tochter wird jedoch nicht freiwillig aus dem Leben seiner Tochter verschwinden. Schon allein um sein vermeintliches Ansehen in der Gesellschaft nicht zu verlieren und seiner Aussage nach ist sie das Wichtigste in seinem Leben. Nur sieht man das nicht. Herzlichen Dank für Eure Meinungen. Viele Grüße Claudia
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