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Warum kommt meine Energie ...

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... nicht zurück? Es ist zum Haare raufen. Früher war ich ein Energiebündel und jetzt? Mitte 2006 hatte ich - wie meine Ärztin es nennt - einen klassischen Burn-Out mit starken Depressionen. Mir war es einfach in den letzten Jahren viel zu viel geworden, mein Ex und die dazugehörigen Sorgen, der permanente Stress (inkl. Mobbing) in der Arbeit, dann die Trennung, der Umzug und permanente Probleme mit der neuen Wohnung und Ärger mit der alten Vermieterin, die Betreuungsprobleme meiner Tochter etc. 6 Wochen war ich krank geschrieben und dann habe ich ja auf eigenen Wunsch eine Psychoanalyse angefangen, die immer noch andauert, weil ich so viele Stunden genehmigt bekommen habe und mir auch sehr gut tut. Vieles habe ich schon ändern können aufgrund der Psychoanalyse/-therapie und prinzipiell geht es mir auch besser. Vor allem mein Immunsystem ist seit dem viel besser, aber mir fehlt die Energie. Neben der Arbeit (ca. 35 Std./Woche), Haushalt und den Vergnügungsstunden mit meiner Tochter schaffe ich so gut wie gar nichts mehr. Am Abend bin ich platt. Ich müßte dringend meine 2006er Steuer machen, Briefe beantworten, Unterlagen sortieren etc., aber ich bekomme es nicht auf die Reihe. Außer TV oder mal Lesen oder Musik hören, geht fast gar nichts. Müde bin ich dann zwar, aber immer noch von einer inneren Unruhe erfaßt, so dass ich auch nicht ins Bett komme. Ein Kreislauf, auch an schlechtem Gewissen. Liegt es an den immer noch vorhanden permanenten Problemen mit meinem Ex und den Auswirkungen auf unsere Tochter und der Krankheit meiner Mama etc. oder ist das einfach noch eine Folge des Burn-Out, von dem ich mich immer noch nicht voll erholt habe? Es macht mich wahnsinnig. Kennt Ihr das auch mit der fehlenden Energie? Was macht Ihr dagegen? Viele Grüße Claudia


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Vielleicht mal eine Mu-Ki-Kur. Es gibt Kliniken, wo man besonders auf Erschöpfung und Burn-Out usw. spezialisiert ist. Man bekommt z.B. Einzel- und Gruppengespräche. Oder einen Abend in der Woche, wo Du für Dich Zeit hast und Zeit für ein Hobby hast.


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Hallo Claudia, ich kann Dich sehr gut verstehen! Ich hab auch manchmal Durchhänger...so Ärger von allen Seiten kann schon schlauchen... Vielleicht nicht den ganzen Berg sehen...dann bleibt alles liegen...sondern für jeden Tag 1 Sache vornehmen und größere Sachen wie die Steuererklärung aufteilen in kleinere Schritte ... Hat Dein Arzt oder Dein Psychologe noch keine Kur vorgeschlagen? Wobei Du ja jetzt schon lange an Deinem Problem arbeitest... lg und ganz viel Kraft - heike


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Hi Claudia, meine erster Gedanke, als ich Deinen Beitrag gelesen habe war: "Ist das denn nicht der Normalzustand von den meisten hier?" Ich weiss es nicht, ich dachte irgendwie alle hier im Forum oder in unserer Lebenssituation wären immer so müde. Ehrlich gesagt habe ich mich schon seit Jahren nicht mehr erholt oder gar voller Tatendrang gefühlt. Es wird halt immer das auf der Prioritätenliste abgearbeitet was grad am "lautesten schreit". Diese Situation die Du beschreibst kenne ich 100%. Eigentlich kenne ich nichts anderes. Kinder und Job würde ich schaffen... Kinder und Haushalt würde ich auch schaffen... aber Kinder und Job und Haushalt und den ganzen Organisationskram nebenher... nee, da bleibt enorm viel liegen und das schlechte Gewissen, wieder nicht genug geschafft zu haben kenn ich nur zu gut. Was die anderen hier geraten haben hilft: sich für jeden Tag nur 1 zusätzliche Aufgabe vornehmen und grössere in "Einheiten" aufteilen. Was auch hilft: Aufschreiben WAS Du alles geschafft hast an einem Tag. Du wirst Dich wundern, wie lang die Liste wird. Und Du hast ein kleines Erfolgserlebnis, weil Du siehst, wieviel Du tatsächlich geleistet hast. Und wenn Du irgendwann den ultimativen Tipp findest wie man aus dieser Dauererschöpfung herauskommt - poste mich an - ich bin dankbare Abnehmerin :-)) Lieben Gruss und viel Ausdauer und Mut Yola


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... für Eure Meinungen und Tipps. Ich versuche sie mal umzusetzen, werde aber auch nochmal mit meinem Psychotherapeuten reden. Einmal die Woche gehe ich ja auch schon in Aqua-Fitness, um ein bißchen rauszukommen. Aber wann ich das letzte mal wirklich etwas unternommen habe, weiß ich gar nicht mehr. Grund ist nicht ein fehlender Babysitter, sondern die Leute dazu, da ich meine beste Freundin quasi verloren habe, da sie mein Vertrauen massiv mißbraucht hat. Und meine anderen Freundinnen hängen lieber zu Hause mit der Familie rum und gehen alleine nicht weg. Eine Mu-Ki-Kur stand schon einmal an als ich noch meinen alten Job hatte, aber ich blödes Huhn habe aus Pflichtbewußtsein, weil dort gerade alles Kopf stand, nicht ja gesagt und auch, weil meine Tochter damals nie im Leben bei fremden Personen geblieben wäre und ich so meine Therapiestunden nicht hätte durchziehen können. Heute würde meine Kleine das mitmachen, aber jetzt arbeite ich ja in unserem Mini-Familienunternehmen und wenn ich weg bin wäre mein Vater ganz alleine (und keine Ahnung von PC etc.) und meine Mama darf aufgrund ihres Gesundheitszustandes eigentlich nicht mehr mitarbeiten. Tolles Dilemma. Max. 2 Wochen wären da möglich, aber keinesfalls mehr. Die Geschäfte müssen ja weiterlaufen, sonst kommt kein Geld in die Kasse. Dann versuche ich mal wieder positiv an die Sache ran zu gehen und wenn ich einen Super-Tipp bekommen sollte, gebe ich ihn gerne weiter! LG Claudia