Elternforum Alleinerziehend, na und?

@vallie: anderer Meinung

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Liebe Vallie, und alle, die Beiträge zum BVG-Urteil finde ich auch hochinteressant, aber in einem Punkt bin ich dezidiert anderer Meinung als Du. Ich bin der Ansicht, dass Verhütung eben NICHT allein Frauensache ist, sondern in der Verantwortung beider Partner liegt. Jeder Partner ist für seine Zeugungsfähigkeit/Fruchtbarkeit selbst verantwortlich und dementsprechend bei einem Unfall nicht "freizusprechen". Wenn ein Mann partout kein Kind will, oder kein Kind von einer bestimmten Partnerin, dann liegt es durchaus in seinem Ermessen, dies zu verhindern und dann WIRD er dies auch tun. Dazu gibt es Kondome (die bei guter Qualität und sachgemässem Umgang - was ja wiederum im Ermessen des Benutzers liegt - eine sehr hohe Sicherheit bieten, die der der Pille sehr nahe kommt) oder sogar die Möglichkeit der Sterilisation. Natürlich ist ein Kondom erstmal "unbequem". Aber wenn ein Mann das nicht mag und sich dann bequemerweise darauf verlässt, dass die Frau schon verhüten wird (ganz egal ob so abgesprochen oder nicht) nimmt er BILLIGEND IN KAUF, dass eine Schwangerschaft entsteht (und muss - so sehe ich das - deshalb die Konsequenzen mit-tragen). Wenn er das auf jeden Fall verhindern will, dann wird er selbst dafür sorgen, dass seine Partnerin eben NICHT schwanger wird. Klar kommt jetzt die Frage von Vertrauen in der Partnerschaft etc. p.p.. Aber das ist ja oft auch nur ein Vorwand, um eine gewisse Bequemlichkeit oder ein Sich-Nicht-Damit-Auseinandersetzen-Wollen zu kaschieren. Da sollte man dann auch einfach mal ehrlich zu sich selbst sein. Das Thema Verhütung ist eins, wo das "Sich-Selbst-Und-Anderen-In-Die-Tasche-Lügen" bei sehr vielen (weiblichen und männlichen) Menschen ganz wundervolle Blüten treibt. Aber bei Männern ist es meiner Ansicht nach genauso wie bei Frauen: wenn die Frauen WIRKLICH nicht schwanger werden wollen werden sie mit religiösem Eifer verhüten und das gleiche gilt für Männer. Sie sind den Frauen in dieser Sache NICHT ausgeliefert und bedauernswerte Opfer von manipulativen Frauen, die ihnen ein Kind "andrehen". Gut, es gibt bemerkenswerte Verhütungspannen *zwinkeranspiky* aber die liegen in den ganz unteren Prozentbereichen, wenn nicht im Promillebereich und diese "Versagerquoten" gibt es genauso bei Frauen die mit grösster Gewissenhaftigkeit verhüten. So, das musste ich jetzt loswerden. Der Beitrag richtet sich nicht nur an Vallie - sie hat mir nur den Denkanstoss dazu gegeben - sondern an alle, die sich mit dem Thema auseinandersetzen möchten. ...Mein Wort zum Mittwoch *grins* Lieben Gruss Yola


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Ich gebe Dir absolut recht. In diesem speziellen Fall war es ja offensichtlich so, dass es sich von seiner Seite her eher um eine langjährige sexuelle Beziehung handelte, bei ihr sind wohl Liebesgefühle aufgetreten. Sie haben sich lt. SZ wohl so alle 4 Monate getroffen. In diesen Fällen habe ich dafür zu sorgen, dass die Partnerin nicht schwanger wird bzw. die Frau hat dafür zu sorgen, dass sie nicht schwanger werden kann. Wenn sie dennoch ein Kind möchte auch gegen seinen Willen, dann ist das auch ihre Entscheidung. Dieser Fall ist insgesamt ziemlich dubios. Lt. SZ lebt das Kind im Heim, weil sie in Privatinsolvenz ist und sich keine Wohnung leisten kann!!! Wie kann das sein in unserem System, wo "Hinz und Kunz" aufgefangen wird (bitte die wirklich Bedürftigten nicht angegriffen fühlen). Es kann mir keiner erzählen, dass sie kein Anrecht auf eine entsprechende Wohnung hat, insbesondere dann, wenn sie ein Kind hat. Lg Charty


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stimmt - der fall ist wirklich dubios - ich bin auch in der inso (regelinso) und AE - und hab eine eigene wohnung - die steht einem ja zu - im angemessenen arge satz natürlich - ich hätte das NIE gemacht, wenn mein kleiner dann ins heim gemußt hätte.... ansonsten bin ich der meinung, verhütung ist die sache von beiden - wenn der mann partout keine kinder mehr haben will, dann muß er halt konsequenzen ziehen (verhüterli, sterilisation...) gerade in einer solchen situation, wo immer die gefahr besteht, daß die affäre ihn mit einem kind an sich binden will... ansonsten reicht auch eine absprache, wenn man sich vertraut...


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mal ganz abgesehen von der Verhütung, den selbst wenn sich beide drum kümmern, kann ja mal was schief gehen.In meiner Pille steht:wenn sie sie mehr als 12 stunden vergessen, ist es besser sie hatten 5 Tage vorher keinen Sex!Tja das weiß ich ja vorher nicht, da muß sich mein freund drauf verlassen das ich ihm Bescheid gebe um wenigstens den restlichen zyklus abzusichern! Letztendlich hat dann doch eh die Frau das letzte Wort und muß entscheiden ob sie das Kind will oder halt nicht.Der Mann kann darauf wohl wenig einfluss nehmen, wenn er überhaupt gefragt wird. Also bin ich der Meinung dann muß Sie sich auch in erster Linie um das Kind kümmern.In dem Fall der jetzt verhandelt wurde, scheint das ja nicht der Fall zu sein.Sonder eher das Kind "Mittel zum Zweck" Der arme Junge! Gruss Chrissie


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hallo yola, guten morgen nach luxemburg! mit deinem wort zum mittwoch hast du uneingeschränkt recht - und daher muss ich natürlich auch in meinem fall meinen teil der verantwortung übernehmen. wie du schon richtig bemerkt hast (auch wenn du das allgemein meintest), wenn bei mir definitiv kein kinderwunsch mehr vorhanden gewesen wäre, hätte ich auch viel intensivere bemühungen unternommen, eben NICHT schwanger zu werden. erinnerst du dich noch an mein posting "schwanger werden ohne mann?" oder so? mit dem thema kinderwunsch habe ich mich schon auseinandergesetzt - allerdings war ich nicht so weit, aktiv daran zu arbeiten. sagen wir mal so, es war eher ein spiel mit dem feuer. (schliesslich hätte der vater auch die möglichkeit gehabt, aus dem bett zu flüchten und sich im bad einzusperren)... den mumm, das thema offensiv anzugehen (sprich: die berühmte samenspende vorm männerklo in der kneipe) hätte ich nicht gehabt, ausserdem hofft frau ja irgendwie auch, dass es dann mit dem mann klappt und das kind die chance erhält, in einer heilen familie gross zu werden... insofern war es bei mir zumindest eine verkettung von zufall und dumm gelaufen, bei der eben klein-malena rauskam. darüber bin ich in keiner weise unglücklich, sondern im gegenteil überglücklich mit dem "endprodukt"... und was uns angeht - ich bin mir sicher, dass auch von der kleinen irgendwann mal fragen zum vater vorkommen werden. welches kind würde da schliesslich keine fragen stellen? aber wie ich ihm bereits mitgeteilt hatte, werde ich ihm unaufgefordert keine bilder schicken (umgang ist hier natürlich eine utopie), aber es hätte ja sein können, dass zumindest ein grundinteresse besteht. und wie gesagt, hätte ER unter keinen umständen vater werden wollen, hätte ER auch dafür sorgen müssen, dass das nicht passiert. vermutlich sind viele männer auch so blauäugig tatsächlich anzunehmen, dass sie just bei diesem mal, mit dieser frau und in diesem bett absolut kein kind zeugen werden, und dass dazu die aussage "ich kann keine kinder zeugen" auch genügt, um durch blosse willenskraft das ganze auch zu verhindern... lg martina


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was verhütung angeht muß ich sagen, tun mir männer echt ein bißchen leid. eine 99% absicherung ist nur gegeben, wenn sie sich sterilisieren lassen. was aber, wenn man noch kiwu hat, aber nicht mit dieser frau??? ok. hut. was ist wenn der platzt oder abrutscht *grusel* ( ist mir schon passiert...) so, dann ist es passiert, elli ist schwanger. wer entscheidet letztendlich??? elli, wenn wir mal ehrlich sind. wir wissen nicht, was bei diesen beiden passiert ist, aber ich bin schon der meinung, daß eine frau, die unsterilisiert mit einem mann schläft, weiß, daß sie schwanger werden KANN, trotz pille und spirale. wenn dieser mann verheiratet ist und keine anstalten macht, sich zu trennen, dann sollte sich frau doch darüber im klaren sein, daß sie das kind alleine aufziehen wird, ggf komplett ohne den erzeuger. dieses sollte in die überlegungen miteinbezogen werden...und nicht nur hurra hurra ich bin schwanger, vielleicht trennt er sich doch???? darum ging es mir....einfach um die konsequenz und nicht mit allen mitteln etwas erzwingen, was nur publicity bringt, nicht nur ihr, sondern vielleicht auch einem anwalt...auf ihrem mist scheint mir das nicht gewachsen zu sein...


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huhu! diese diskussion ist so müßig wie die diskussion um die henne und das ei, und was von beiden zuerst da war. fakt ist doch, dass das beste verhütungsmittel der apfel ist, wie mein alter deutschlehrer immer sagte. wenn wir dann guckten wie autos ohne räder, sagte er: "ja, esst lieber einen apfel!" recht hatte er, oder? wenn zwei menschen miteinander schlafen, müssen sich BEIDE doch vorher darüber im klaren sein, dass das dem grunde nach der biologische akt ist, der der zeugung eines kindes zugrunde liegt. jedenfalls war das mal die intention des erfinders. *gg* und weil's so schee is, wollen die menschen es eben immer wieder tun. es sorgt ja auch für glänzende augen, einen strahlenden teint und ein glattes, dichtes fell, macht uns glücklich, trainiert den beckenboden (bei der frau), verbrennt kalorien und, und, und. aber trotzdem dürfen wir doch in unserem aufgeklärten zeitalter eben das wesentliche nicht ausser acht lassen. und nur, weil es verhütungsmittel gibt, hat sich die ursächliche bedeutung von sex ja nicht verändert. ausserdem sollte JEDER mensch wissen, dass verhütungsmittel eben nicht sicher sind. klar, als frau habe ich immer noch die möglichkeit, das ganze hinzubiegen und das kind eben nicht zu bekommen (während da in vielen fällen der erzeuger sich vielleicht gefreut hätte und ein guter vater geworden wäre). diese möglichkeit hat der mann eben nicht. also sollte gerade ER doch vorm beischlaf sein gewissen auf herz und nieren prüfen, ob er mit dieser frau ein kind würde haben wollen oder nicht. wenn er zweifel irgendwelcher art hat ("sie ist ja ganz nett und ansehnlich, und der sex macht auch spass, aaaaaaaaber in ihr sehe ich nicht die mutter meiner kinder..."), dann sollte er doch lieber seinen kleinen freund in der hose lassen. ich war ja auch nie ein kind von traurigkeit *gg* und musste die konsequenzen tragen (egal ob auf die eine oder die andere art), aber irgendwie bin ich inzwischen so weit, dass ich nie wieder ein wienerle sehen will (die haben ihren zweck erfüllt, höhö) und könnte ein buch darüber schreiben, wie naiv doch einige männer sind, und wie sie begründen, warum und weshalb sie glauben, keine kinder zeugen zu können... lg martina


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ich bin der meinung, daß das thema "verhütung" von dem großteil der männer als rein weibliches thema angesehen wird. wenn 2 menschen sex haben wollen, fragt doch meistens er: nimmst du die pille? okay, in zeiten von hiv sollte das eigentlich überhaupt kein thema sein und kondome genommen werden. aber ich bin schon der überzeugung, daß männer das gerne von sich schieben. und warum? weil ja die frau schwanger werden kann, also soll sie was "dagegen" tun. claudi


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Hallo Vallie, ich bin absolut Deiner Meinung, dass es in dem vorliegenden Fall so aussieht, als ob das Kind instrumentalisiert wird - von beiden Elternteilen: Die Mutter schreit: "Hilfe, der miese Kerl lässt (mich und) sein Kind im Stich". Wobei wir nur vermuten können, ob und wenn ja, welche Hintergedanken sie bei der Zeugung des Kindes hatte. Vielleicht hat sie ja trotz Pille kurz nach dem letzten Geschlechtsverkehr eine Magen-Darm-Grippe bekommen die ihr Innerstes nach Aussen gekehrt hat und so die Wirkung der Pille zunichte gemacht hat. Wir wissen es nicht. Die Situation sieht aber sehr danach aus, als ob sie dem Mann das Kind "unterschieben" wollte, da bin ich durchaus Deiner Meinung - und den Preis zahlt jetzt das Kind. Aber auch der Mann sollte sich mal an die eigene Nase fassen. Bei diesem Argument: "Wenn ich das Kind besuche, verlässt mich meine Frau" da schwillt mir der Kamm. Seine Frau wird ihn nicht deswegen verlassen, weil er sich um das Kindes kümmert, sondern aufgrund der Tatsache, dass er ein aussereheliches Verhältnis hatte und das Kind ist halt (bedauerlicherweise für's Kind) die konkrete Konsequenz einer (oder mehrerer) ausserehelicher Handlung/en (um es mal wertfrei zu beschreiben) an die niemand bitteschön erinnert werden will. Eine derartige Argumentation könnte man ja auch ganz sarkastisch auf die Spitze treiben und käme zu dem Schluss: Der gute (Ehe)Mann darf soviel rummachen neben der Ehe wie er will, Hauptsache es kommt kein Kind dabei raus, dann macht's seiner Ehefrau nicht aus und sie bleibt bei ihm. Das ist ja auch wieder Augenwischerei. Nee, in diesem Fall kann einem das Kind wirklich leid tun, weil es wirklich das einzige richtige Opfer in diesem Kampf ist. Und es ist bedauerlich, dass das BVG ein Grundsatzurteil in einem Fall fällen musste, wo es nicht - so sehe ich das jedenfalls - eigentlich um die Sache geht, nämlich dass Väter (oder getrennt lebende Mütter) nicht nur ein Umgangsrecht sondern auch eine konkret umgesetzte UmgangsPFLICHT haben sollten, sondern um eine persönliche Fehde. Aber trotzdem bin ich immer noch der Ansicht - (gut, Verhütungsunfälle GIBT es, aber sie sind bei ordentlicher Handhabe selten) - dass für die Verhütung BEIDE zuständig sind. Klar betrifft es zuerst und viel unmittelbarer die Frauen, aber ich stelle Euch Mädels jetzt mal eine Frage zum Nachdenken: Nehmen wir - einfach des Gedankenspiels wegen - mal an, es gäbe eine gute hormonelle Verhütung für den Mann und ihr wärt Euch sicher, dass ihr auf keinen Fall schwanger werden wollt und habt ein nettes schnuckeliges kleines Verhältnis nebenbei... würdet Ihr Euch darauf verlassen, dass der Mann schon verhüten wird oder würdet ihr nicht selbst dafür sorgen, dass nichts passiert??? *fragendkuck* Darum geht's mir ganz allgemein - um die gemeinsame Verantwortung in einem sehr stark sowohl negativ wie positiv emotional besetzten Bereich der Kommunikation zwischen den Geschlechtern. Hugh, ich habe gesprochen *grins* Lieben Gruss Yola


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ich habe nie gesagt, daß verhütung nicht sache von beiden ist. ich habe auch nie gesagt, daß ein mann außerehelich seinen spaß haben darf und nicht die konsequenzen tragen soll. was ich gesagt habe ist: eine frau, die sich von einem gebundenen mann schwängern läßt und das kind bekommt, sollte sich darüber im klaren sein, daß sie das kind alleine aufzieht. dazu stehe ich nach wie vor. spiky, du bist doch ein prima beispiel, du hast dich für das kind entschieden und wirst es allem anschein nach alleine großziehen und nicht rumjammern und mr xy verklagen, daß er malena kontaktet. mehr hob i net gsagt und sags immer wieder. dem himmel sei dank, ich habe das verhütungsproblem nicht mehr...da gab es auch keine diskussion, denn ICH verlasse mich nur auf mich, da ich schwanger werden kann/konnte, aber das ist meine persönliche einstellung, denn ich weiß, daß sich männchen gerne aus der verantwortung stehlen...nicht alle...