Mitglied inaktiv
Ich schreibe heute hier unter Zweitnick, weils mir einfach unangenehm ist mich zu outen bei diesem Thema, wer ich bin. Normalerweise komme ich mit dem Kindsvater sehr gut aus,bisher war es so,da er nah dran wohnt,konnte er jederzeit die Kinder holen, wann er wollte,eine Übernachtung am Wochenende (jedes, nicht alle 2 Wochen) war aber auf jeden Fall abgemacht. Nun habe ich erfahren, daß der, ohnehin schon psychisch kranke Kindsvater (keine Verdachtsdiagnose von mir,sondern es liegt wirklich was ernstes vor, er aber verweigert jede Behandlung) Drogen nimmt, angefangen ist es mit Kiffen, dann weiter über Speed und dieses Wochenende wollte er was Neues ausprobieren (ja er hat es mir gegenüber zugegeben,als ich ihn darauf ansprach). Ich habe ihm dieses Wochenende die Kinder nicht mitgegeben, weil er so völlig neben sich und unter irgendeiner Droge stand, er meinte, er könne gar nicht klar denken. Unter solchen Umständen hab ich wirklich Angst,daß irgendwas den Kindern geschehn könnte.Ich weiß von ihm, daß er alleine letzte Woche 2 mal mit brennender Zigarette eingeschlafen ist und seine Couch nun ein dickes Loch hat, er fährt auch Auto unter Drogeneinfluß. Die Kinder sind noch zu klein und noch dazu stark entwicklungsverzögert,als daß sie mit irgendeiner unbekannten Situation zurechtkommen könnten, wenn also bei ihm unter Drogeneinfluß irgendwas passiert,sind die Kinder hilflos. Ablassen von den Drogen will und kann er nicht, auch wenns die Konsequenz hätte, daß er die Kids nur noch bei mir oder unter Aufsicht sehn darf.Da ist aber den Kindern nicht mitgedient, sie lieben den Papa und sind gerne bei ihm.Ich sitz nun in der Zwickmühle.Reden kann man momentan nicht mit ihm, er steht total neben sich. Irgendwelche Ideen was man machen könnte? Tschaui heute unter Zweitnick
Hallo "Zweitnick" ;o) Da hast Du eine wirklich schlimme Situation... Ich habe 8 Jahren in einer Praxis mit Drogenabhängigen gearbeitet und meine Erfahrung sagt mir, daß Du da gar nichts tun kannst, solange er selbst nichts ändern will. Und das passiert sehr oft erst, wenn sämtliche Geldhähne geschlossen sind... Ich find aber, Du solltest um Deiner Kinder Willen den Kontakt einfrieren bis er sich in die Spur gebracht hat. a) ist es absolut unverantwortlich ihn mit den Kindern allein zu lassen(sagtest Du ja ähnlich selbst), b) Sollen Deine Kinder wirklich mit jemandem zusammensein, der für sie total unberechenbar (und noch dazu so gar kein Vorbild) und ständig zugeknallt ist??? Wie erklärst Du ihnen sein Verhalten/Aussehen...? Klar lieben sie ihren Vater, aber ich glaube, Du tust ihnen damit keinen Gefallen...Viel Kraft für die für Euch richtige Entscheidung wünscht Katinkasmom
Manchmal muß man Entscheidungen für die Kinder treffen, die diese nicht gut treffen können. Für mich wäre in Deinem Fall die Entscheidung eindeutig: Umgang nur noch unter Aufsicht! Die Mutter von Fumis ehemals bestern Freundin ist Alkoholikerin. Fumi hat da öfter übernachtet - bis ich das herausgefunden habe. Seitdem habe ich verboten, daß Fumi da übernachten darf. Und obwohl sie zunächst etwas gemekcert hat, war Fumi im Endeffekt froh, daß ich diese Entscheidung für sie getroffen habe. Sie konnte ihrer Freundin gegenüber den schwarzen Peter zu mir schieben ("Mama erlaubt es nicht!") und war somit nicht die "Böse", die sich nicht traut und ihre Freundin im Grunde im Stich läßt. Die Mädels trafen sich weiterhin in der Schule und im Hort oder bei uns (wobei die Freundin nicht gerne zu uns kam, sie ließ ihre Mutter nicht gerne alleine zu Hause, weil sie Angst um sie hatte - das Mädel war 8, das muß man sich mal vorstellen!). Kinder dürfen nicht die Verantwortung für einen kranken Menschen übernehmen müssen. Aber sie tun es, wenn man sie läßt. Kinder sind so. Notfalls würde ich das Jugendamt einschalten. Der Umgang kann auch professionell begleitet werden. Er wird im übrigen erst damit aufhören, wenn er wirklich ganz unten ist. Leider. Du hilfst ihm nicht, wenn Du ihn auffängst oder schützst. Gruß, Elisabeth.
Natürlich werden Deine Kinder traurig sein, wenn der Vater lieber auf den Umgang verzichtet als begleiteten Umgang zu akzeptieren. Es kann auch sein, daß sie dann wütend auf Dich sind, weil Du das so entscheidest. Diese Gefühle müßt Ihr zusammen aushalten. Erwarte kein Verständnis von den Kindern für Deine Entscheidung. Trotzdem würde ich versuchen, es kindgerecht zu erklären. Aber manchmal muß man unpopuläre Entscheidungen treffen. Laß aber die Verantwortung für SEINE Entscheidung (wenn er z.B. den Umgang dann ganz einstellt) bei ihm. Du mußt nur DEINE Entscheidung (begleiteter Umgang) verantworten und erklären. Kinder können verstehen, daß ein Erwachsener krank ist und deswegen nicht auf sich selber aufpassen kann. Gruß, Elisabeth.
Hallo, ich würde an deiner Stelle die Enttäuschung der Kinder hinnehmen und auf betreuten Umgang bestehen. Glaub mir, das ist tausendmal besser, als wenn sie im Krankenhaus landen oder noch schlimmeres. LG Berit
erstmal kannst du da gar nix machen ----habe auch so ein exemplar ...und ich habe auf jeden fall den umgang verboten .....klar ist es für ihn noch schwieriger ...wenn das liebste genommen wird aber für mich gehn meine kinder vor ....ja ich weiss er ist der vater ...aber wenn er selber nicht herr über sein leben ist ...wie soll er sich um die kinder kümmern ..und was sagst du den kindern ...papa fühlt sich nicht gut ...(weil er vollig daneben aussieht )...ich erspare meinen kindern das ...und wenn die eigenen kinder nicht grund genug sind ...etwas zu ändern ...was denn dann? ps wenn du lust hast mal zu reden dann schreib mich ruhig an ...liebe grüsse nadine
Hallo zweitnick, bei uns gibt es nur noch Umgang, wenn die Mutter es schafft einen Termin mit uns zu vereinbaren und darüberhinaus auch nur wenn sie nüchtern ist. Das heißt leider mittlerweile praktisch gar keinen Umgang mehr. Weil sie sich inzwischen in der öffentlichen Alkoholiker und Pennerszene aufhält, obwohl sie selber NOCH einen festen Wohnsitz hat! Meine Empfehlung an dich, nur noch betreuten Umgang wenn er klar ist. Alles andere wäre für die Kinder viel schädlicher als der eventuell fehlende Umgang. Grüße Roland
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