Mitglied inaktiv
Hallo! Möchte mich mal an Euch "Erfahrenen" wenden. Ich denke, es steht eine Trennung bevor, meinen Mann hält nix mehr hier, denke, es wird noch diesen Monat soweit sein. Natürlich graust mir davor, auch weil wir zwei Kinder haben. Nun stellen sich mir soviele Fragen, wie es weitergeht? Wohnung, Geld, Arbeit ... Es ist so, daß er so wie ich es sehe zu wenig verdient, um allem gerecht zu werden, man nennt das glaube ich Mangelfall, weil ihm ja ein Selbstbehalt von 900 EUR bleiben muß, dazu heißt es, daß von seinem Nettogehalt praktisch die Schulden abgehen (auch nicht grad wenig), dann der Unterhalt für die Kids und dann ihm die 900 EUR bleiben müssen. Hab ich das so richtig verstanden? Es ist nun so, wie ich mir das mal ausgerechnet habe, daß er ca. 500,- EUR zahlen müßte für die Kids, aber wohl fast nur die Hälfte zahlen kann. Sofern er ja wohl auch weniger Netto bekommt, weil er dann eine andere Steuerklasse hat. Meine Frage letztlich ist, wenn er nicht soviel zahlen kann, woher bekomme ich dann Unterstützung? Ich bin auch noch in der Elternzeit, die Kleine wird Nov. 09 3 Jahre alt, da wollte ich eigentlich für 2 Tage arbeiten gehen, weil ich meinen Job nicht aufgeben will. Nun weiß ich nicht, wie es jetzt aussieht. Bin ja nicht arbeitslos, aber bekomme ich nun ALG II, weil ich praktisch meinen Lebensunterhalt nicht aufbringen kann? Wie sieht es mit Kinderbetreuung aus? Wird das auch vom Amt übernommen? Sorry, wollte Euch nicht zutexten. Natürlich werde ich mich in meiner Stadt erkundigen, was mir zusteht und welche Möglichkeiten ich habe. Dennoch wäre es toll, ein paar Tips zu bekommen, die würden mir Mut machen, denn Angst habe ich schon ziemlich große, daß alles alleine durchzustehen. Noch was: Muß ich mich jetzt gleich nach einem Anwalt umsehen? Von Scheidung ist erst mal keine Rede, nur räumliche Trennung. Er will auch für die Kids da sein, aber irgendwo muß das ja festgehalten werden, daß wir getrennt sind, schon allein wegen dem Unterhalt und der Leistungen, nicht? Danke im Voraus LG claudia
Tut mir leid, dass es bei Euch grad auseinanderbricht. Mit dem Scheidungsjahr kann ich Dir nicht helfen, war nie verheiratet. Aber mit dem Geld ist es so: Solange Du im Erziehungsurlaub bist, also nicht arbeitssuchend bist, bekommst Du ALG II. Wenn Du arbeitest, aber zuwenig verdienst, bekommst Du ergänzendes ALG II. Wenn Du arbeitssuchend gemeldet bist und vor dem Mutterschutz länger als 12 mon. durchgehend gearbeitet hast, bekommst Du ALG I. Geh am besten zur ARGE und erkundige Dich.
Wegen der Berechnung des Unterhalts: Gehe zum Jugendamt, die machen das kostenfrei und dafür sind sie auch da. Wenn Dein Mann nicht genug Unterhalt zahlen kann, steht Dir evtl. auch Unterhaltsvorschuß zu. Auch dafür ist das Jugendamt zuständig. Solange Du in der Erziehungszeit bist, steht Dir ALG2 zu, auch wenn Du einen Job "in Wartestellung" hast. Gehe zur zuständigen Behörde (meistens die ARGE) und erkundige Dich da. Noch ein Tipp: Gemeinnützige Organisationen wir Caritas, AWO oder Pro Familia haben in größeren Orten Beratungsstellen. Die können Dir nicht nur ausrechnen, wo Du was beantragen kannst. Sie helfen auch bei der Beantragung und bei der emotionalen Achterbahnfahrt. Ich denke, daß Du Dich gleich am Montag an eine solche Stelle wenden solltest. Das nimmt viel von der Angst. Gruß, Elisabeth.
Hallo! Danke für Eure Antworten! Dann habe ich ja schon mal ein wenig verstanden. Dachte nie, daß ich mal in eine solche Situation kommen könnte. Irgendwie wird es schon gehen. Werde mich aufraffen und nächste Woche Infos einholen, was ich wo beantragen kann, Dinge, wie Diakonie, Caritas und Pro Familia haben wir hier auch. Ist aber doch ein schwerer Schritt, weil er auch so was endgültiges hat und ich Angst vor den Veränderungen habe. LG Claudia
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