Mitglied inaktiv
Hallo Ihr Lieben, ich wende mich mal an euch mit einer Bitte um Rat... Der Vater meines Kindes (Hanna, 2 1/2) und ich leben seit ca. 8 Monaten getrennt und haben auch weiterhin das gemeinsame Sorgerecht. Das Kind lebt bei mir und besucht seinen Vater regelmäßig an zwei Nachmittagen in der Woche und alle 14 Tage an einem ganzen Samstag. Das klappt nach einigen Startschwierigkeiten nun auch recht gut. Nur hat ihr Vater die Angewohnheit die Übergabe, bzw. das Nachhausebringen meiner Tochter immer wieder dazu zu nutzen, um mich anzugehen. In einer Situation wollte er irgendwelche Betreuungsvereinbarungen vorschlagen, die ihm die Unterhaltszahlungen ersparen (die er gar nicht leistet!!!) und ich musste ihn merhfach bitten doch jetzt zu gehen und ihn sogar anschreien, damit er endlich die Wohnung verlässt. Danach habe ich ihn gebeten nicht mehr mit in die Wohnung zu kommen, wenn er Hanna nach Hause bringt. Dann gehts mal wieder ein paar Tage gut und dann muss er mir abends, wieder beim Nachhausebringen, ein Handyvideo vorführen, dass er bei sich zu Hause aufgenommen hat, das zeigen soll, dass meine Tochter unbedingt bei ihm übernachten möchte. Dabei hatten wir uns letzte Woche Dienstag wegen dem Übernachtungsthema in einem gemeinsamen Gespräch beim Jugendamt erst geeinigt es im Juni mal auszuprobieren... Ich habe echt keine Ahnung mehr was ich noch machen soll. Diese Situationen bauen immer wieder neue Spannungen auf, die meine Tochter sehr belasten. Aber wenn ich ihn nicht in die Wohnung lasse und ihn sofort wieder wegschicke, findet sie das auch traurig, dass der Papa so schnell wieder weg ist. Einen Mittelweg scheint es irgendwie nicht zu geben Trotz meiner Bitte, solche Aktionen beim Nachhausebringen zu lassen (das habe ich ihm mehrfach deutlich zu machen versucht!!!) startet er sowas immer wieder!!! Vielleicht hat ja jemand von euch ähnliche Erfahrungen? Und sorry, wenn es so lang geworden ist, aber es musste irgendwie mal alles raus. Liebe Grüße Lena
Hallo Lena, das ist für die Kleine alles andere als förderlich...wenn er daheim schon "Beweismittel" sammelt... :-(( Rede noch einmal mit ihm und zwar OHNE Kind! Vielleicht gehst Du noch mal zur Caritas o.ä....die haben auch Beratungsstellen mit Soziologen usw. für solche Fälle...wenn Du ihm das nicht klarmachen kannst, daß es für die Kleine nicht gut ist,daß ihr euch da anzofft... Wir hatten einmal so eine Situation, in der wir uns leicht angezofft haben, obwohl wir beide wissen, daß es nicht gut ist...es war auch nicht sehr heftig, aber unsere Tochter (damals knapp 4)stand da und sagte, wir sollen aufhören...da haben wir uns angesehen und aufgehört...seitdem gibt´s sowas nicht mehr! Andere Frage, warum darf sie noch nicht bei ihm übernachten?? So wie Du schreibst, haben die beiden doch eine gute Verbindung zueinander...warum ist das mit dem Jugendamt so abgesprochen worden?? Bist Du dir unsicher, ob es gutgeht?? lg heike
Hallo Heike, sie durfte bis jetzt noch nicht bei ihm schlafen, weil zu Beginn seines Auszuges bzw. unserer Trennung erhebliche Probleme mit der Umgangsregelung gegeben hat. Wir waren uns beide einig, dass die Kleine bei mir leben soll. Ich bin etwa drei Monate hinter ihm her gerannt und hab ihm versucht klar zu machen, wie wichtig ein regelmäßiger und zuverlässiger Kontakt zwischen den beiden ist. Ich habe aber bei der Frage nach Terminen so Aussagen erhalten wie "Keine Ahnung wie meine nächste Woche aussieht"... usw. Dann habe ich ihn zu einem ersten gemeinsamen Gespräch bei unserer damals noch gemeinsamen Anwältin gebeten, um ihm klar zu machen wie wichtig usw. ... Das half auch nichts. Mal kam er mal nicht und ich bin weitert brav hinter ihm her gelaufen...Dann habe ich einen Termin beim Jugendamt gemacht und mir dort eine Mediatorin gesucht. Die hat ihm dann klar machen können, wie wichtig Regelmäßigkeit für das Kind ist usw. und so klappen die beiden Nachmittage in der Woche seit Mitte Dezember ganz gut. Seine neue Wohnung war leider auch sehr spät kindgerecht fertig und eingeräumt und so kann Hanna erst seit kurz nach Weihnachten den Papa in seiner Wohnung besuchen. Bis dato hat er sie immer bei uns zu Hause bsucht...auch nicht das optimalste. Weil Hanna dann immer so geweint hat, wenn ich sie hin gebracht habe oder er sie zu Hause abgeholt hat, habe ich dann den Vorschlag gemacht, dass er sie Montags und Mittwochs dann besser direkt am Kindergarten abholt und ich sie nicht mehr dazwischen sehe. Das geht nun auch schon ganz gut. Von seiner Seite bis dahin wenig konstruktive Vorschläge zur Verbesserung der Lage. Im Januar haben wir dann angefangen alle 14 Tage einnen Samstag nachmittag dazu zu nehmem und seit März geht sie alle 14 Tage Samstag nen ganzen Tag hin. Absprachen sind mit ihm für mich nur im Beisein der Mediatorin zu treffen, weil er sich schlecht auf Regeln oder feste Absprachen mit mir alleine einigen kann (ich habe mittlerweile auch gar keine Lust mehr, dass mit ihm alleine durchzukauen!!!). Leider ist das Einhalten dieser Absprachen auch immer wieder problematisch... Ich habe leider ganz große Bedenken, was da Übernachten bei Papa angeht, aber die Fachfrau vom Jugendamt meinte ich sollte es einfach mal probieren und Hanna würde das schon verkraften... Ich hoffe nur, der Papa hält sich auch an die getroffenen Abmachungen und bringt das Kind wieder nach Hause, wenn sie nicht da bleiben möchte... Ich habe einfach nen ganz dicken Kloß im Hals und nen doofes Gefühl im Bauch, wenn ich daran denke. Ich hoffe nur, ich schaffe es das meine Tochter nicht allzu sehr mitkriegen zu lassen, obwohl sie das sicherlich auf die eine oder andere Art mitkriegen wird...Nen Versuch ist es auf jeden Fall wert, denke ich. Wenn klappt freue ich mich für sie und wenn nicht, dann starten wir einen neuen Versuch... ich glaube nicht, dass ich der Beziehung zwischen den beiden im Weg stehe, wie er immer gerne behauptet. Ich weiß einfach nur manchmal nicht weiter bei seinen Aktionen... Lieben Gruß und danke für deine Antwort, Lena
Hallo Lena, o.k. dann versteh´ ich das natürlich! Ich finde, was Du bisher gemacht hast, war absolut richtig und erwachsen...:-)) Ich finde es aber gut, daß er sich jetzt so regelmäßig kümmert! Wenn er sich mit Absprachen so schwer tut, mußt Du natürlich darauf bestehen...sonst wird er immer denken, er kann tun und lassen, was er will... Auch die Idee, daß er sie direkt beim Kiga abholt, ist gut...wir machen das auch, also daß Papa sie dann Montag morgens sie dahin bringt...aber eher aus praktischen Gründen und nicht, weil´s Theater gibt. Trotzdem finde ich es für das Kind auch schön daß so Papa auch ein bißchen Alltag mithat...und eine Verbindung zum Kiga besteht...:-)) Sonst ist es schon gut, wenn man bei der Übergabe ein bißchen spricht und das nicht so ganz kontaktlos stattfindet, aber wenn das in Diskussionen ausartet, ist das sicher falsch...und da scheint mir das in der jetzigen Situation doch so besser zu sein. Daß Du Bedenken hast und nicht so richtig losläßt bei einer Übernachtung wird sie sicher spüren...versuch´s positiv zu sehen! Ich denke, durch die regelmäßigen Besuche in seiner Wohnung und bei euch zuhause ist schon ein festes Band zwischen den zwei entstanden...da kannst Du darauf vertrauen, daß es auch eine Übernachtung aushält...ich glaube für Kinder ist das mit dem Übernachten oft einfacher als für die Erwachsenen...Kinder schlafen ja oft egal wo und egal wie ein...wenn sie müde sind...ist Leonie neulich mit 4,5 Jahren doch tatsächlich beim Einkaufen im Einkaufswagen sitzend mitten in einem großen Supermarkt eingeschlafen, weil sie keinen Mittagsschlaf hatte und wir dorthin gelaufen sind usw.:-))) lg heike
Hallo, wie ich rauslese, habt Ihr schon Dritte (JA) hinzugezogen, um verbindliche Vereinbarungen zu treffen. Aber mit der Einhaltung klappt es nicht. Wir haben auch ähnliche Verhältnisse, bei uns ist es aber insofern "einfacher" als die räumliche Entfernung sehr gross ist und uns diese "Uebergabeszenario" nur alle paar Wochen betrifft. Bei uns holt der Herr Papa die Kinder jetzt mittlerweile bei meiner Mutter ab und bringt sie auch dorthin zurück. Eine Lösung die ihm gar nicht in den Kram passt, aber es ist die Einzige, die die Kinder vor den Konsequenzen derartiger Konflikte schützt. Sie sind jetzt 4 und haben auch schon konkret und beharrlich nachgefragt, wieso der Papa denn nicht mehr hier in's Haus darf und ich habe ihnen dann ganz ehrlich gesagt, dass es ist, weil der Papa und ich uns dann oft streiten und ich nicht will, dass sie unter so etwas leiden müssen. Und dass es kein Ruhmesblatt für uns Erwachsene ist, dass wir das nicht besser gebacken kriegen. Und das ist für die Jungs jetzt absolut OK. Ich weiss nicht, inwiefern so etwas Ähnliches für Euch machbar wäre, weil es ja bei Euch relativ oft ist und da ständig jemand zu finden, der bereit ist, dann da zu sein, könnte umständlich sein. Es ist enorm schwierig, wenn sich in der konkreten Situation (Nach-Hause-Bringen) ein Elternteil nicht an die Abmachung hält und dann Streit entsteht. Denn es ist ja das Kind das dann am meisten belastet wird. Ich würde es nochmal über's JA oder eine Mediation versuchen und dort derartige Situationen - Nicht-Einhaltung der vereinbarten Regelung und daraus resultierende Konfliktsituationen - zur Sprache bringen. Haarklein festlegen, wie das Nachhausebringen vor sich geht und was für Dich OK ist und was nicht. Wahrscheinlich wird sich Dein Ex-Mann dagegen sträuben und sagen, das sei doch alles Pipifax und das könnten vernünftige Erwachsene untereinander in der Situation regeln. Die Realität zeigt ja, dass dem nicht so ist. Bestehe auf festen Regelungen, die ihr mit Hilfe von Dritten aushämmert und legt dabei gleich fest, was passieren wird wenn einer von beiden sich nicht an die Vereinbarung hält. Das ist das Einzige was mir dazu einfällt ausser eben der Lösung der "Uebergabe" durch Dritte. LG und gute Nerven Yola
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