Mitglied inaktiv
Guten Morgen! Meine Tochter geht ja jetzt in die zweite Klasse und ist leider seit diesem Schuljahr ein Problemfall in Mathe. Gestern nun hab ich mal im Unterricht hospitieren dürfen und festgestellt, was ich vorher schon vermutete, dass Arbeitsblätter und Hausaufgaben von der Lehrerin nie (wirklich NIE) kontrolliert werden. D. h. wenn meine Tochter etwas falsch gerechnet hat, dann wird sie nie darauf hingewiesen. Wie soll sie es dann lernen?! Seit einiger Zeit kümmer ich mich also tagtäglich um die Mathe-Aufgaben, was verbunden ist mit einer schier endlosen Quälerei, Tränen, Schimpfen. Es ist einfach ätzend. Kennt jemand so etwas? Und wie kann man das besser machen? sophieno
hallo! hast du sie drauf angesprochen warum sie sie nicht kontrolliert? warum sollen sie dann überhaupt gemacht werden? verstehe den sinn nicht drin. Wo hat sie denn probleme? Hast du schon versucht spielerisch zu üben? viell. mit mini lük oder PC Spiel? wir haben immer unterwegs geübt, im Auto, beim spazieren,... lg max
Ich hatte das mit Fumi (allerdings war die Lehrerin sehr kooperativ). Und ich kann nur eines sagen: Delegieren! Ist Deine Tochter im Hort? Ich habe sehr viel Kontrolle an die Hort-Erzieher delegiert und ich bin denen ewig dankbar, daß sie das gemacht habe, das hätten sie nämlich nicht tun müssen. Dann hatte ich noch das große Glück, mir einen Einzelfallhelfer leisten zu können, der mit Fumi gelernt hat. Vielleicht findet sich (über die Schule??) ein Student oder so, der das auch billiger macht. Wenn Mama alles macht, kommt es sehr schnell zu einer sehr unschönen Verquickung von emotionalen, kognitiven und erzieherischen Aspekten. Fumi konnte von "Experten" Kritik besser annehmen, weil es nicht an die elementare Beziehung zu ihrer einzigen Bezugsperson ging. Überdies würde ich aber auch die Lehrerin mal ansprechen und mit in's Boot ziehen. Mein Ansatz ist da immer die "hilflos und überfordert"-Methode: Ich gehe zu der Lehrerin, schildere das Problem, betone, daß sie die Fachfrau ist und bitte sie um Rat. Meinstens kommen sie dann von selber auf Ideen wie "ich kontrolliere die HA öfter" oder so. Gruß, Elisabeth.
Guten Morgen, kann mich Elisabeth nur anschließen! Ich selbst habe da noch keine Erfahrungen, aber eine sehr gute Freundin hat das auch und sie ist selbst Lehrerin (Erwachsenenbildung)...das ist / war ein Drama! Da wir Nachbarn waren, war ich anfangs ab und an zufällig da, wenn´s soweit war und dann hat sie mich zwischengeschaltet, aber letztendendes war mein Konsens auch, daß sie das delegieren MUSS...Mir taten beide so leid...die Kleine hat sich bemüht und Mama hat an ihrem Verstand gezweifelt...so daß ich auch irgendwann sagte: laß das jemand anderes machen! Sie haben dann das Nachbarsmädel angesprochen (war schon 17) und die hat dann die Hausaufgabenbetreuung übernommen. Das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter war sofort wieder besser und die Hausaufgaben auf einmal auch kein großes Problem mehr und aus 2-3 Stunden wurde wieder 1/2 - 1 Stunde... Sonst schau auch mal ins Schulforum...denn daß die Lehrerin die Blätter nicht kontrolliert finde ich in dem Alter nicht sinnvoll! lg heike
Hi, danke für eure Antworten! Der Lehrerin hab ich gestern auch gesagt, ob sie die Blätter nicht mal korrigieren könnte. Sie meinte, das sei ja eine gute Idee, würde dann aber soo viel Zeit in Anspruch nehmen. Hää?! Ich muss dazu sagen, dass ich die Schule und auch die Lehrerin echt toll finde, die Arbeitsatmosphäre ist prima und alle fühlen sich wohl. Was das Delegieren angeht, hab ich auch schon mal gemacht mit unserer Babysitterin: War eine ähnliche Katastrophe...ich glaub, meine Tochter hat schon Horror, wenn sie nur Zahlen sieht. Hinzu kommt, dass ich mir das finanziell auch kaum noch leisten kann, jetzt auch noch Nachhilfe zu zahlen. Aber ich werd mal die Horterzieherin bitten, ein Auge auf Sophies Aufgaben zu werfen, das ist eine gute Idee! Grüße, sophieno
Also ich bin ja auch Grundschulllehrerin udn ich kontrolliere die Hausaufgaben auch nicht. Ich schaue nur, wurde es gemacht, ja oder nein. Auf Richtigkeit kontrolleiren erwarte ich von den Eltern zuhause. Eltern brauchen dafür vielleicht 2-3 Minuten. Wenn man da hochrechnet auf 30 Schüler ist klar, dass man sonst im Unterricht zu nichts mehr kommt. Und bei 6 Unterrichtsstunden plus Voprbereitung für den nächsten Tag plus aufwändigere Korrekturen, etc. ist dafür wirklich nicht die Zeit.
Hä? das höre ich doch zum 1. mal, kontrollieren wird von den Eltern erwartet? Das kann es doch wirklich nicht sein. Sorry aber manche Lehrer machen es sich wirklich einfach! Das HÜ kontrollieren nicht im Unterricht geschehen kann ist klar. Aber dafür haben VS Lehrer auch ab mittag frei, das gehört für mich sehrwohl auch mit zum Job, halt zu Hause oder in einer Freistd. ist ja nur einteilungssache und geht bei VS ja sehr schnell. Ehrlich gesagt, ich sehe nichtmal jeden Tag die HÜ meiner Tochter. also sowas hab ich ja noch nie gehört. lg max
Also ich find das auch nicht richtig, dass von den Eltern erwartet wird, dass sie die Hausaufgaben kontrollieren. Als Alleinerziehende im Schichtdienst kann ich das jeden Tag kaum leisten, schlicht: weil ich gar nicht da bin. Und in zwei drei Minuten ist die Kontrolle nur erledigt, wenn alle Aufgaben richtig gemacht wurden. Im übrigen, wenn von den Eltern die HA-Kontrolle erwartet wird, sollte man ihnen das aber auch sagen oder nicht? Und gleich noch ein paar pädagogische Hilfen mit an die Hand geben, ICH bin nämlich KEINE LEHRERIN und weiß nicht, wie man einer Siebenjährigen das Rechnen beibringt... gruß sophieno
Sorry, aber meine beste Freundin ist Lehrerin am Gymnasium und die hat sicher mehr zu tun mit mehr Stunden und Leistungskursen und Klausuren vorbereiten, korrigieren usw.!!! Muß ja nicht immer sein, aber ein paar Stichproben jeden Tag oder zwischendrin mal einsammeln usw. muß da drin sein...Immerhin willst Du doch auch wissen, ob die Kids das auch verstanden haben - oder? Dafür haben Lerer ja etwas andere Arbeitszeiten...! Da kann ich fast nur den Kopf schütteln... lg heike
Hallo, also hier krieg ich echt auch die Krise! Das kann doch nciht sein, dass die Mutter die Hausaufgaben kontrollieren bzw. verbessern soll? Ich hoffe, das ist ein - wenn auch schlechter - Witz!!! Meine Tochter hat auch Probleme in Mathe und ich hab für sie eine Nachhilfe engagiert, die mit ihr die Hausaufgaben in Mathe macht und das erklärt, was sie in der Schule nicht verstanden hat. Ich habe weder die Zeit (leider! ich arbeite!) und auch nicht das Wissen, um ihr den Unterrichtsstoff zu vermitteln. Für die Nachhilfe zahle ich 2x2h/Woche 30 Euro. (Das Geld hätte ich eigentlich auch nicht, spare es aber an anderer Stelle ein). Ulli
Ich geh die Mathehausaufgaben auch durch, allerdings auch nicht täglich und erkläre was falsch ist.Philipp darf dann entscheiden ob er verbessert.Grundsätzlich finde ich es besser wenn er nicht verbessert und die Lehrerin bei Kontrolle seine Fehler sieht. In der Regel machen wir viel zwischendurch.Also bei Langeweile knall ich ihm ein paar Denkaufgaben um die Ohren (70+22....)Und ich lasse ihn beim Einkaufen selber zahlen und rechnen...........und Taschengeld hab ich leider in letzter Zeit auch nie passend;-))) Gruss Chrissie
Zu meiner Zeit wurden die HA entweder eingesammelt und vom Lehrer später kontrolliert oder sie wurden gemeinsam durchgesprochen und jeder Schüler hat selbst abgehakt, welche er richtig hat und welche nicht oder die Hefte wurden ausgetauscht. Oft wurde auch für jede Aufgabe ein Schüler an die Tafel geholt und hat sie vorgerechnet. Wenn die Hausaufgaben nicht professionell überprüft werden und die Schüler kein Feedback bekommen, kann man sie sich gleich schenken. LG Berit
hallo, also das ist ja mal ein gruseliger rat von einer "fachfrau", da kräuseln sich mir die zehennägel. an der hiesigen grundschule gilt nämlich der umgekehrte grundsatz: die eltern sollen NICHT die aufgaben der kinder kontrollieren und korrigieren, damit die lehrer das tun können und genau sehen, wo die wissenslücken der kinder sind... bei uns war das im ersten schuljahr auch wie bei euch: geheule, zähneknirschen, eine entnervte mutter und ein ebenso entnervtes au pair, bis ich anna in die nachmittagsbetreuung gegeben habe. damit haben wir mehrere fliegen mit einer klappe geschlagen: 1. sie bekommt geregeltes mittagessen (klar, essen gibts bei uns auch, aber nicht um punkt halb eins auf'm tisch...), und da es sowas wie einen "herdenzwang" gibt, isst sie dort FREIWILLIG solche dinge, die ich ihr noch nicht mal unter androhung der schlimmsten strafen einflössen könnte. 2. die aufgaben werden unter fachkundiger aufsicht gemacht - vorher hatte anna immer mal wieder irgendwelche bücher, hefte oder sonstwas in der schule vergessen, oder die aufgaben nicht im aufgabenbuch notiert. da hier mehrere kinder aus ihrer klasse sind, wird das risiko, dass sie etwas nicht machen kann, minimiert. ausserdem kann sie sich solche extravaganzen wie stundenlanges weinen, kopf auf den tisch legen, aus dem fenster starren etc. nicht mehr leisten, sondern muss auch hier dem herdentrieb folgen. *gröhl* 3. sie kommt mit anderen kindern in kontakt, kann sich austoben (die haben einmal wöchentlich eine sportgruppe) oder basteln/malen, was damals ja schon von dem psychologen bei der erziehungsberatung befürwortet wurde. und mittwochs geht sie anschliessend noch in die gruppenstunde. 4. inzwischen ist sie innerhalb der aufgabenbetreuung in einer fördergruppe, wo nochmal gesondert auf kinder mit anpassungsschwierigkeiten eingegangen wird, und sie nimmt gerne daran teil und ich kann auch bereits erste erfolge bei anna feststellen. alles in allem kann auch ich nur loblieder darauf singen - und hier kostet die aufgabenbetreuung ca. 70 euro im monat, was dem essensgeld plus einer pauschale für spiel- und bastelmaterialien entspricht. lg martina
Hallo spiky, das hört sich ja beneidenswert an! Meine Tochter geht nach der Schule auch in den Hort, dort macht sie auch ihre Hausaufgaben bzw. soll sie machen. Aber Mathe schafft sie eben nicht in der Zeit und wie gesagt, keiner sagt ihr, was sie richtig oder falsch gerechnet hat. Ergo lernt sie es ja auch nicht. Es ist nicht so, dass ich dann ihre Aufgaben verbessere, sondern ich sage ihr, was falsch ist, dann muss sie es nochmal machen. So ungefähr die Hälfte der Aufgaben oder mehr :-((( Und das dauert und dauert, bis dann schließlich auf beiden Seiten die Nerven blank liegen. Außerdem ist es nun mal so, dass ich ja keine Lehrerin bin. Ich weiß nicht, wie man Kindern das Rechnen erklärt. Tja, der Witz war, dass ich gestern, als ich in der Schule war, festgestellt habe, dass alle Mädchen in dieser Klasse offenbar ein mehr oder weniger großes Problem mit Mathe haben...Mist ist das! Grüße, sophieno
Also, mir geht hier auch die Hutschnur..aber sowas von! Man kann doch nicht erwarten, daß die Eltern die HA kontrollieren! Das ist Job der Lehrerin! Bei uns ist es im Moment so, daß mein Sohn (2.Klasse) im Unterricht gar nix gebacken bekommt, weil es ihm zu laut ist (die Schüler denen es zu unruhig im Klassenraum ist, schickt die Lehrerin übrigens auf den Flur um ihre Aufgaben da zu erledigen. 3xdürft ihr raten, was da im Flur abgeht!) Die Kinder bekommen einen Wochenplan mit der Ansage, daß es bis Freitag zu erledigen ist, aber keinerelei Anleitung wie ein achtjähriger sich das einteilt! Mit dem Ergebnis, daß mein Sohn es an 2 Schultagen schafft ein Weihnachtsbild auszumalen und evtl. eine Matheaufgabe zu lösen! Den ganzen Rest macht er nachmittags jeweils ca. 2Std.bei mir zu Hause, ich mache sozusagen momentan den Job der Lehrerin. Vielleicht sollte ich Ihr im Gegenzug mal meine Bügelwäsche oder so vorbeibringen, komme ja zu nix mehr... Eine Hand wäscht die Andere...
Ich kenne aus auch so wie Spiky, und zwar nicht nur an der GS, sondern auch an Der Realschule: Es wäre nett, wenn die Eltern die HA auf Vollständigkeit überprüfen, aber sie sollen definitiv NICHT korrigiert werden. Aber irgendwie ist das ja schon sehr deutsch, oder? In Deutschland sind die Mütter die Hilfslehrer der Nation - und das regt mich auch schon lange auf. Ich habe das nicht studiert. Ich kann es auch nicht. Ich kann andere Sachen gut, aber Kinder unterrichten ist definitiv nicht meine Stärke. Deswegen zahle ich Steuern an die Lehrer. Aber genau aus dem Grund ist der soziale Gradient in Deutschland auch so hoch: Selbst wenn ich es noch halbwegs hinbekomme mit der HA-Kontrolle - die Mutter, die kaum Deutsch spricht und/oder selber kaum die Hauptschule geschafft hat, die kann das sicher nicht. Gruß, Elisabeth.
Danke Elisabeth, sehr gut geschrieben. Spiegelt meine Meinung wider. Ich hab mich wirklich geärgert über den Beitrag von Inini. Schule ist momentan grad wirklich ein Reizthema für mich!! Liebe Grüße! Ulli
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