Mitglied inaktiv
der "dienstherr" BA wird in spätestens 2 Jahren bereits feststellen, dass die wunderbaren Unternehmensberater der freien Wirtschaft auf den Aufgaben- und Verantwortungsbereich einer Behörde schlichtweg nicht eingestellt sind. Unabhängig der Problematik SGB II- wie sieht denn die Personalplanung der BA aus? 650 qualifizierte MA der Eingangszonen scheiden zum Jahresende aus- jede einzelne EZ der BA wird unterbesetzt sein. In den SCs fallen durschnittlich 5% der Stellen weg- die Qualität der Scs ist, denke ich, jetzt schon unstrittig miserabel. Dann die Umstellung auf ELeisA in den LAs- das wird die größte Katastrophe. Ich hänge nicht sonderlich an meinem Job- im Februar beende ich mein Studium "Management von Arbeitsmarktintegration"- und glaub mir eins- ICH bewerbe mich im Bereich der ZA und externen Bildungsträger, die BA kann mir sonstwohin rutschen. Das ist alles nicht mehr normal und wo die BA sonst so gern Dienstleister sein möchte vergißt man den wichtigsten Aspekt der Kundenfreundlichkeit: Kompetenz. Btw.: die MA der Arge, die aus den Kommunen kommen, sind seit 2005 mit 6 Monatsverträgen, deren Verlängerung alle halbe Jahre wieder strittig ist, dabei. 15% der kompetenten MA haben sich bereits extern orientiert. Unsere Arge besteht fast nur noch aus externen, der Aufgabe nicht gewachsenen MA. Traurig! So, das mußte mal raus.
Hallo, bei uns ist es umgekehrt, da kommen alle "6monatige" fast ausschließlich über die BA. Allein in meinem alten Team sind in den letzten Monaten 3 Leistungssachbearbeiter "abhanden" gekommen. Einer war von der BA angeheurt, der Vertrag wurde nicht verlängert (s.oben). Aber jetzt, man fasse sich an den Kopf, hat er doch tatsächlich ein Angebot von der BA erhalten, er könne wiederkommen... als Vermittler. Die zweite ist Volljuristin, völlig überqualifiziert... es war klar, daß die geht, sobald sie ein besseres Angebot hat. Die dritte ist am Freitag nach Westphalen gezogen, der Liebe wegen. Gleich bei allen dreien ist, daß die Stellen nicht nachbesetzt werden und deren 750 Familien auf den Rest aufgeteilt wurden. Im anderen Team sieht es ähnlich aus. Das Schlimme ist, daß man den kommunalen ´Mitarbeitern mehr oder weniger direkt ins Gesicht sagt, daß sie zu teuer sind und es zuviele von ihnen gibt. Die Arbeiten können auch "FAchassistenten" machen. Die BA hat bis heute nicht begriffen, daß Sozialhilfe/Arbeitslosengeld II in der Leistungssparte eine hochkomplexe Angelegenheit ist, die nicht in 2-3 vierstündigen Crash-Kursen zu lernen ist. Bei uns ist es mittlerweile so, daß sich die "alten Hasen" mehr und mehr entziehen und die Einäugigen von den Blinden eingearbeitet werden. Folge: Diese Kollegen, allesamt an sich übrigens nette Leute, haben weder die Berufserfahrung und damit den Überblick, noch das Wissen, um einen Fall wirklich von A-Z zu überschauen. Selbst ich mit meiner Berufserfahrung habe letzte Woche einen Bock geschossen. Eine EU-Bürgerin war noch keine fünf Jahre hier, den Antrag hatte ich abgelehnt wegen fehlender Aufenthaltsdauer. Heute war sie mit einer Ablehnung vom Grundsicherungsamt wieder da (ich hatte sie zur Wohngeldstelle geschickt...). Außerdem bezog sie zwischenzeitlich geringfügig ALG I. Da fiel mir ein, daß es eine tiefversteckte Ausnahme im Freizügigkeitsgesetz/EU gibt, wonach sie Arbeitnehmerstatus erlangt haben könnte. Letztlich habe ich den Antrag heute aufgenommen, und sie wird aller Voraussicht nach auf aufstockend ALG II erhalten. Ich wollte damit eigentlich nur aufzeigen, wie vielfältig der Job sein kann, und wie tricky. Kompetenz der BA? Das mag im Bereich des SGB III noch angehen, was das SGB II angeht, hat sie versagt, auf ganzer Linie. Umgang mit dem Personal, vermurkste, weil unbrauchbare Ablauforganisation in den Job-Centern, seit 3 Jahren mehrere Software, die ihrer Aufgabe nicht gerecht wird. Vor 3 Wochen wurde eine neue Version implementiert, die deutschlandweit bereits erledigte Arbeit vernichtet hat, Zahlungen storniert.... vor ein paar Tagen wurde mir berichtet, das A2LL bereits Dinge "vergißt"..., Zahlungen selbstständig anweist... wie schön! Der Buschfunk meldet bereits, daß Verbis mit seinem betagten Alter von 1 1/2 Jahren (!!!) ausgetauscht werden soll... Kommentar überflüssig. Offiziell wird das, selbstverständlich, dementiert. Das alles verantwortet die kompetente BA! :-) Als Mitarbeiter denkt man sich sein Teil und sagt sich... nur noch gut 36 Monate... Viele Grüße Ralph/Snoopy
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