Mitglied inaktiv
natürlich am freitag bekomme ich eine mail von meinem anwalt-post vom gericht. der kv bejammert mal wieder in einem handgeschriebenen brief an die richterin sein schicksal, schilderte die ereignisse seit der anhörung ( brief von ihm an valérie, sms von mir, telefonat mit terminabsage von ihm am 14.7. und neuer termin am 21.7. für einen kinobesuch mit der freundin, den mein anwalt am 18.7. abgesagt hat, mit der anmerkung, daß es in absprache mit den eltern der freundin wünschenswert wäre, wenn ein erwachsener die teenies begleiten würde ). er beklagt, daß sich valérie nicht bei ihm gemeldet hat und durch den anwaltsbrief alle seine träume zunichte gemacht wurden. die richterin hätte ihm doch einen umgang zugesagt, alles wären nur schikanen von mir. val würde sich durch meine negative beeinflussung gar nicht trauen, ihn anzurufen. nun muß ich ( bzw mein anwalt ) stellung nehmen und meine "meinungsänderung" begründen ( dem kv wurde lediglich die terminabsage mitgeteilt, mit der begründung, daß die freundin keine zeit hat. was für eine meinungsänderung eigentlich??? ) nun frage ich, was denkt sich dieser mensch eigentlich??? daß ein kind, daß ihn einmal gesehen hat, nichts anderes im kopf hat, als ihn zu treffen??? daß ich ihr verbiete, ihn anzurufen?? daß er nur weil er seinen samen zu ihrer entstehung beigsteuert hat, sie für ihn irgendwelche gefühle hat??? ER hat adresse, meine handy-und festnetznummer, warum MUSS sich das kind um einen neuen termin kümmern, ER will doch den umgang erzwingen??? er hat eine kopie seines briefes an valérie beigefügt, im original schrieb er im p.s. sie solle ihm eine sms schicken, daß sie den brief erhalten hat, nicht daß er zufällig verschwindet. dieses p.s. hat er rauskopiert...ich hoffe, daß man ihm das ankreiden kann... hab val gesagt, daß es neuigkeiten gibt, sie wollte es noch nicht mal lesen. ich habe mal wieder eine sauschlechte nacht hinter mir. dnake fürs zulesen!
ach vallie, das tut mir mal wieder leid *knuddel*, ich weiss gar nicht, was ich dazu sagen soll, ausser, dass der samenspender doch eine ziemliche pfeife ist. ich frage mich wirklich, wieso DAS KIND nicht das recht hat zu entscheiden, ob sie mitwill oder nicht. wenn ich so an meine teenagerjahre zurückdenke, hatte ich ab einem gewissen alter auch keinen bock mehr auf familienausflüge, sonntagsspaziergänge und verwandtenbesuche und grösstenteils haben meine eltern das respektiert. da hätte auch niemand mit dem anwalt gedroht. wir mussten auch nie essen, was auf den tisch kam (gut, es gab keine extrawürste, aber meine mutter hätte uns nie was ungeliebtes aufgezwungen), oder den teller leermachen, wenn wir das essen nicht packten. auch wenn meine eltern manchmal strange waren, unseren willen haben sie doch weitgehend respektiert, und das in einem immer grösseren maße, je älter wir wurden. wenn ich das auf deine tochter übertrage - dann denke ich, dass sie alt genug ist zu entscheiden, mit wem sie ihre wertvolle zeit verplempert und mit wem nicht. und wenn SIE keine lust hat, mit ihrem erzeuger in kontakt zu treten, dann sollte man das eben respektieren, auch von richterlicher seite. vielleicht sollte sie sich wirklich mal die mühe machen, sich hinzusetzen und zu schreiben, dass sie eben den kontakt nicht wünscht, und diesen brief dann in kopie an gericht, anwalt und jugendamt schicken (original eben an den werten herrn samenspender). es ist zwar viel verlangt von einem kind, und eine riesenverantwortung, aber vielleicht besser und "heilsamer" als diese zermürbetaktik des vaters, der im grunde genommen ja eine persona non grata ist. oder hast du auch nur im mindesten das gefühl, deine tochter möchte ihn nicht sehen aus "rücksicht" zu dir? lg martina
Guten Morgen:) ja, solche "guten" Nachrichten kommen immer pünktlich zum Wochenende - man hätte ja sonst nix zum Grübeln :( Aber im Ernst: "er beklagt, daß sich valérie nicht bei ihm gemeldet hat und durch den anwaltsbrief alle seine träume zunichte gemacht wurden. die richterin hätte ihm doch einen umgang zugesagt...." Das trifft es doch...Ich denke, daß er da wirklich in einer Traumwelt lebt...in der sich Valérie ihr ganzes Leben nur auf ihn gewartet hat... Eine Meinungsänderung sehe ich nur bzgl. des Termins und da ist er in der Holschuld...wir haben ja einen ganz guten Umgang, aber ich habe auch schon zu hören bekommen, daß ich ja dafür sorgen könnte, daß die Kleine öfter mal Papa anruft...hatte vor ein paar Tagen dann wegen ner anderen Geschichte ein Gespräch mit einem Berater bei der Caritas und das Thema Trennung und wie läuft´s mit dem Umgang haben wir da auch durchgesprochen und als ich sagte, daß da am Anfang auch seinerseits Telefonate waren mittlerweile aber nur noch ganz selten, meinte der Berater sofort, daß es in der Verantwortung des Vaters ist, wenn er mehr Kontakt wünscht...sollen wir denn die Kinder noch hinterhertragen? Hab´ ja sonst nix zu tun dank der großzügigen Unterhaltsleistungen *grrrrrrrrr* Durch das P.S. zeigte er zwar hauptsächlich, daß er Dir nicht traut, was ja bekannt ist, aber ich finde auch, daß es nicht besonders gut kommt, da er damit ja Valérie in euerer Mißtrauensverhältnis reinzieht...und das hat da nix zu suchen... Hattest Du Dich damals schon geäußter zu 2 teenies und ein "fremder" Mann...? Sonst würde ich ihm da doch den Wind aus den Segeln nehmen und das erklären, daß sich nicht Deine Meiunung geändert hat, sondern sich die Mutter der Freundin damit unwohl fühlt und Du ja schließlich keine Freundin zwingen kannst...und daß er jederzeit die Möglichkeit hat, einen neuen Termin vorzuschlagen, was er ja nicht getan hat... Habt ihr eine Alternative? Was schlägt Dein Anwalt vor? Stellungnahme heißt ja erst mal, daß sich die Richterin ein Bild machen will, aber sie scheint ja ein Herz für ihn zu haben... LG Heike
Mensch Vallie, sowas Aehnliches hattest Du Dir ja schon erwartet, oder? Und insgeheim gehofft, dass Deine Ahnung sich als falsch erweisen möge... Ich kann es soooo gut nachvollziehen. Und versteh auch total, dass Du durch den Wind bist, cool bleiben ist in solch einer Situation wirklich ein Zeichen, dass Du fast schon Zen-Meisterin bist *schiefgrins*. Lass Deinen Anwalt mal machen. Ihr habt NUR einen Termin abgesagt, weil die Freundin nicht konnte, sowas kommt vor, ist kein verhinderter Umgang. Und wenn ich mich recht erinnere, konnte ER ja einem anderen Termin nicht, weil er Freunden beim Umzug helfen sollte, oder? Sollte der Anwalt alles brav in seinem Brief auflisten und ich würde wirklich den betreuten Umgang als Alternative in Erwägung ziehen. Da wird dafür gesorgt, dass NICHT über den Ex-Partner gelästert wird vor dem Kind und es gibt eine klare Struktur. Nicht dieses Wischi-Waschi "wir gehen mal mit einer Freundin zusammen ins Kino". Ueberleg Dir, ob es nicht strategisch (oder ist es taktisch, das bring ich immer durcheinander :-)) besser ist, in die Offensive zu gehen, Deinen Goodwill zu beweisen, und klar zu sagen: "Für meine Tochter und mich käme ein EINMALIGER BETREUTER Umgang in Frage, damit meine Tochter DANACH (nicht sofort, sondern sie soll sich ein paar Tage Bedenkzeit ausbitten, damit sie nicht in der Situation selbst psychologisch unter Druck gesetzt werden kann) in Ruhe für sich abklären kann, ob sie weiteren Umgang wünscht oder nicht." Hätte den Vorteil, dass neutrale Dritte dabei sind, die den Verlauf des Umgangs im Notfall bezeugen können. Besprich es mit Deinem Anwalt, frage ihn, was er für Alternativen sieht und handle dann, damit diese Zermürbungstaktik ein Ende findet. Und vor allem: Atme tiiiief, tiiiief durch, jedesmal wenn Du an diese ganze Geschichte denkst. GlG Yola
Ach, vallie, immer freitags *stöhn*. Ich hoffe, daß Du Dich bis jetzt schon bissi beruhigen konntest. Mir hat es immer geholfen, meine Argumente aufzuschreiben für meine Anwältin. Ich weiß nicht, ob sie meine Wochenende-Traktate immer alle bis zum Ende gelesen hat *grins*, aber zumindest hatte ich mir erstmal meine Wut und Hilflosigkeit von der Seele geschrieben - und nicht an meinen Ex, der mir daraus nur Stricke dreht oder alles falsch versteht. Ich sah und sehe es dann als Aufgabe des Anwalts an, das in "legale" Formeln zu übersetzen. Außerdem hilft es, die eigenen Argumente zu sortieren und zu bewerten. Ich bin mir sicher, daß Dir Dein Awnalt morgen erklärt, daß nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht ist. Und dann soll er, bitte, einen wasserdichten, unemotionalen (!) und wunderschönen Brief zurück schreiben. Sehen wir uns morgen bei Ninas? Dann kannst Du ja berichten, was der Anwalt gesagt hat. Liebe Grüße, Elisabeth. P.S.: Kommt Valerie mit morgen? Fumi würde sich freuen!
Hi Süße, das tut mit leid. Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber wie wäre es denn, wenn man Vallie mal ein paar Zeilen schreiben läßt?! LG Sue
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