Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe eigentlich ein ganz anderes Problem, aber vielleicht kannst Du mir ein paar wichtige Infos geben :) Mein Mann möchte gerne, dass unser fast 3jähriger Sohn beschnitten wird. Wie alt ist denn Dein Sohn? Wie ist es ihm bei und nach der OP ergangen? Ich wäre Dir unheimlich für eine Antwort dankbar, da ich vor diesem Eingriff sehr zurückschrecke. Es besteht keine medizinische Notwendigkeit, sondern ist allein kulturell bedingt. Im voraus schon mal vielen Dank!!! Beatrice
Weil PK´s Sohn ja noch gar nicht beschnitten ist. Meiner wurde mit zweieinhalb beschnitten, aus medizinischen Gründen. Die OP lief super, er hatte auch beim Aufwachen keine Schwierigkeiten. Er lief ein paar Tage "unten ohne" und damit war auch schon alles ok. Schmerzen hatte er nicht wirklich, also weinte nicht, wollte nur nicht, das irgendetwas auch nur in die Nähe kam. Ich habe aber auch von ganz anderen Heilungsprozessen gehört. Vor allem, je jünger, je besser. Aber ich würde nie eine OP machen lassen wenn es nicht dringend nötig ist- zumindest nicht an einem Kind, wenn mir jemand zB Fettabsaugen anbieten würde, SOFORT. Allein den Gefahren der Narkose, möchte man sein Kind doch nicht grundlos aussetzen. LG Becky
Danke für Deine Antwort. Natürlich möchte ich mein Kind keinerlei Gefahren aussetzen. Mir ist bewusst, dass die Narkose nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist. Meinem Ex-Mann ist die ganze Sache sehr wichtig (er scheint aber auch immer noch davon auszugehen, wie es in Afrika bei ihm und seinen Brüdern gemacht wurde - dagegen ist der Eingriff hier ja deutlich "angenehmer") und ich versprach ihm, mich zumindest zu informieren. Allerdings bleibt es wohl bei meinem Nein. Nochmal danke und viele Grüße Beatrice
beatrice ich kann dir diensag mehr sagen. aber an deiner stelle würd ich beim nein bleiben!
Och,wenn`s nach mir ginge,würde ich auch alle in DE beschneiden lassen :-) Mein Kleinster wurde mit ich glaube 1 1/2 beschnitten.Nicht unbedingt medizinisch notwendig...aber wo man e gerade dabei war,konnte man auch komplett..natürlich in vorheriger Absprache mit mir. Nach der Narkose hat er geweint (haben aber alle meine kinder immer nach irgendwelchen Op`s) und dann war`s gut. War zwar erst heftigst geschwollen ne Woche oder mehr aber dann war`s ok und seitdem is er "wunderschön" -g- LG Sweety
Hey, ich wollte mich da eigentlich raushalten, aber sowas einem KIND anzutun, was sich NICHT helfen kann, finde ich ganz fürchterlich!!
Mein Ex-Mann wollte Temi auch beschneiden lassen. Als wir noch verheiratet waren, hätte ich es sogar zugelassen. Einzige Bedingung war: Er kümmert sich. Warum soll ich mich um etwas kümmern, was mir nicht wichtig ist, was ich sogar überflüssig finde? Nun ja, er hat sich nicht gekümmert, und Temi wurde nie beschnitten. Nach der Trennung wurde es ihm plötzlich doch wichtig. Aber dann habe ich gesagt, daß er seine Chance hatte, nu is vorbei. Eine ganze Weile hat er Temi dann ignoriert, ihm nichts zum Geburtstag geschenkt und so. Inzwischen hat sich das halbwegs normalisiert. Fumi ist immer noch die Prinzessin und Temi maximal "der kleine Bruder von der Prinzessin", er ruft Fumi am, Temi nicht explizit, aber das liegt halt auch daran, daß er auf unserem Festnetztelefon nicht anruft und Temi kein eigenes Handy hat. Gruß, Elisabeth.
Hallo, ich wollte schon einmal für Eure ehrlichen Beiträge danken. Es ist für mich nun nach der Scheidung auch leichter, nein zu sagen als vorher. Bei meinem Exmann fand ich es ja auch nicht schlecht, dass er beschnitten war, aber meinem Kind das anzutun, empfinde ich als grausam. Ich will es schützen und ihm nicht schaden. Elisabeth, hat Dir Dein Exmann denn irgendwelche Vorteile nennen können? Meiner konnte das nicht. Nur, dass es eben normal und gut sei. Nochmal danke und liebe Grüße Beatrice
seitdem ist er "wunderschön"?! Das schreibt eine Mutter über ihren Sohn, nachdem sie ihm ein Körperteil abgeschnitten hat, das die Natur da vorgesehen hat und nun ist er "wunderschön"?! Will ja nun nicht polemisch werden und von Verstümmelung sprechen, aber ich kann da nur den Kopf schütteln. In anderen Kulturen mag man das ja als "normal" oder eben auch als eine religiöse Notwendigkeit ansehen, aber hier bei uns mitten in Europa? Ich habe u.a. zwei Söhne und bei mir bräuchte kein Mann der Welt (auch der Papa nicht, der käme aber auch nie auf die Idee) mit so einem Schwachsinn anzukommen. Wenn die beiden Jungs das später gerne machen lassen möchten, klar, das ist ihre Entscheidung, ihr Körper. Aber ich als Mutter? No, never. Und Vorteile? Nun ja, bei angemessener Hygiene wohl keine. Bin da echt erschüttert. Anne
Es ist hygienischer und ein richtiger Mann ist beschnitten. Das waren seine Argumente. Wegen der Hygiene und dem Entsetzen mancher hier: In einem Land, wo sauberes Wasser schwerer zu kriegen ist als ein Stück Seife, kann ich den Gedanken an sich nachvollziehen. Es gibt auch Untersuchungen, die nahelegen, daß Frauen von beschnittenen Männern seltener mit dem HPV infoziert sind als Frauen von unbeschnittenen Männern. Sei es , wie es sei: Temi ist nicht beschnitten, sauberes Wasser ist hier frei zugänglich (noch!) und ich bin fähig, willens und in der Lage, meinem Sohn eine vernünftige Hygiene beizubringen. Aber zu einem grundsätzlichen "Oh Gott, wie grausam!" kann ich mich irgendwie nicht durchringen. Für mich war es auch ein Stück Egoismus: Temi ist schon zwei Mal unter Vollnarkose operiert worden, Fumi sogar schon drei Mal. Jedes Mal bin ICH tausend Tode gestorben. Das muß ich mir nicht ohne Not antun. Gruß, Elisabeth.
Dein Exmann hat die gleichen "Argumente" wie meiner. Deine Ansicht über die Hygiene teile ich voll und ganz. Ich glaube, lebten wir in Afrika, vielleicht in einem kleinen Dorf, könnte ich den Hygienegrund verstehen, aber hier eben nicht. Liebe Grüße Beatrice
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