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Neues Unterhaltsrecht

Neues Unterhaltsrecht

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Hallo, was meint ihr, wenn das neue Unterhaltsrecht in Kraft tritt, wird es sofort für alle gelten oder werden "Altfälle" Bestandsschutz haben? Es geht mir um die Frage, ab wann Mutter verpflichtet ist, wieder zu arbeiten. Bisher war es ja so, dass bei 3 Kindern erst mit ich glaube 11 Jahren des jüngsten Kindes eine TZ-Tätigkeit zumutbar war. Diesen Begriff der überobligatorischen Erwerbstätigkeit gibt es dann ja wohl nicht mehr? Gruß fille


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hallo, hat deine frage einen bestimmten hintergrund? da ich nie verheiratet war, hätte mir eh allerhöchstens dieser unterhalt für max. 3 jahre zugestanden. bei meiner grossen bin ich jedoch nach 16 monaten wieder arbeiten gegangen, und wenn meine kleine jetzt auf der welt ist, werde ich nach dem mutterschutz sofort wieder in meinen job einsteigen. ein kind von 11 jahren braucht doch keinen babysitter mehr - ich finde, allerallerspätestens mit dem schulbeginn sind die kinder so selbständig und emotional so weit entwickelt, dass eine mutter wieder in den beruf zurückkehren kann. vor allem, wenn noch kinder da sind, die ggf. bereits eine hilfe sind. ist halt meine meinung, mir wäre es nur nie in den sinn gekommen, mich auf einer solchen regelung auszuruhen. dazu arbeite ich auch zu gerne und brauche das als "ausgleich" zum mutter-dasein. lg martina


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gestern hieß es 8 und das finde ich absolut lächerlichst, denn nach 8 jahren mit dem jüngsten bist du mind. 11 jahre aus dem job und dann gute nacht. hartz4. wer so lange wartet ist selbst schuld.


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Hallo, vallie, du hast vollkommen recht, wer so lange aus dem Berufsleben raus ist, wird es wohl schwer haben, dann auch wieder einzusteigen. Ich selber bin AE mit drei Kindern und arbeite seitdem meine Jüngste 3 Jahre alt ist auch wieder in meinem Beruf, allerdings Teilzeit. Bisher bekomme ich zusätzlich zu meinem Gehalt noch Unterhalt von meinem Ex, für die Kinder natürlich auch. Wir verstehen uns ganz gut und er ist ebenso wie ich der Meinung, dass einer von uns Eltern doch etwas mehr Zeit für die Kinder haben sollte, daher hat er auch kein großes Problem, mir weiterhin Unterhalt zu zahlen. Glücklicherweise hat er auch ein entsprechendes Einkommen, so dass auch für ihn noch genug übrig bleibt. Wir haben unsere Trennung einvernehmlich geregelt, nur für die eigentliche Scheidung habe ich den notwendigen Anwalt genommen, er gar nicht. Insofern läuft das bei uns alles sehr angenehm, wir haben uns bisher immer an der Rechtsprechung orientiert, nun wüßte ich eben gern, wie die "Altfälle" in Zukunft dastehen. Gruß fille


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hallo, wenn du arbeitest, fällst du ja gar nicht in diese kategorie, lach. klar ist es irgendwie schön, wenn eine mutter viel zeit für ihre kinder hat und einen verständigen ex-ehemann, der das auch unterstützt. für diese "altfälle" würde ich mir allerdings in zukunft wünschen, dass diese nach der gesetzesänderung neu berechnet werden, zumindest, wenn es um eine neue eheschliessung des unterhaltspflichtigen ex-ehepartners geht. unten hatte ich ja schon geschrieben, dass ein abgelegter ehemann, der ewig viel unterhalt für seine ex und die vorhandenen kinder abdrücken muss, für eine "zweitfrau" nicht wirklich attraktiv ist. vor allem, wenn diese ständig zurückstecken muss und sich ihre wünsche und ihre lebensplanung nicht verwirklichen kann... lg martina


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wenn ihr euch einig seid, ist doch die rechtssprechung egal. gartuliere zum "trotzdreikindernarbeiten"!!!


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Welche Kategorie meinst Du? :) Viel Zeit für die Kinder ist doch sehr relativ. Ich arbeite bis 14 Uhr, manchmal auch länger, erledige Einkäufe, was halt so zu tun ist und hole dann mein jüngstes Kind aus dem Kindergarten ab, so gegen 16-16.30Uhr, dann noch meine Mittlere aus der Schule. bis alle zu Hause sind, ist es meist so 17 Uhr. Dann Hausaufgaben nachsehen, die Kinder wollen oft ihren Tag mitteilen, Abendessen, häufig genug kommt es vor, dass Hausaufgaben auch noch zu Hause gemacht werden müssen - ich wüßte nicht, wie ich meinen Kindern einigermaßen gerecht werden könnte, wenn ich länger arbeiten müßte. Versteh mich nicht falsch, ich arbeite gern und möchte natürlich nicht auf Dauer von meinem Ex abhängig sein. Nun kommt mein ABER und das sehe ich nicht unbedingt auf mich bezogen: Warum soll ein Mann (meist ist es ja der Mann) nach drei Jahren die Verantwortung los sein, für eine in der Ehe getroffene Vereinbarung, wenn die Frau ihren Job wegen der Kinder erstmal aufgibt?? (ich weiß, dass jetzt einige von euch aufschreien, dass man seinen Job gar nicht erst aufgeben sollte - diese Diskussion will ich jetzt gar nicht anfangen - ich habe nach meinem ersten Kind nach 1 Jahr wieder angefangen, nach Nr. 2 und 3 dann aber erstmal aufgehört zu arbeiten, weil wir es für uns alle wichtig fanden, wenn zumindest einer von den Eltern Zeit für die Kinder hat). Für mich ist das nunn eher ein theoretisches Problem und steht nicht wirklich an, aber vielleicht hat ja jemand dazu was gehört mit diesen "Altfällen"? Vielleicht ist es dann ja so, dass man sich um eine Abänderung eines eventuell vorhandenen Titels kümmern muß? fille


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mit "kategorie" meinte ich jene frauen, die sich so lang wie möglich in der hausfrauen- und mutterrolle aalen auf kosten des ex, und die empört aufschreien: "waaaaaaaas? ich soll wieder arbeiten? mein kleinster schnuckel ist doch eeeeeeeerst acht!!" aber was das "verantwortung los sein" angeht - wie bereits geschrieben stehe ich halt auf der anderen seite. ich muss damit rechnen, dass ein potenzieller partner, den ich kennenlerne, eben solche altlasten mit sich rumschleppt wie eine ex und kinder. und da bin ich mir eben - sorry - selber am nächsten. ich möchte gerne mit meinem partner, so ich denn einen hätte, gerne noch diverse dinge erleben (wie z.b. reisen, tanzkurse besuchen, essen gehen, kino, ausstellungen etc.), die eben geld kosten. und da möchte ich nicht wirklich zurückstecken, bloss weil da noch ne ex im hintergrund rumspukt. da kann ich auch alleine bleiben und muss mich nicht ärgern. weiss nicht, ob du diese sichtweise nachvollziehen kannst - ich hab eben die andere seite (sprich: die der erst-ehefrau) nie kennengelernt... lg martina


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Wieso mußt du zurückstehen, wenn eine Ex da ist? Weil dein möglicher Partner kein Geld mehr für solche schönen von dir beschriebenen Dinge hat, weil er da Verpflichtungen hat? (Man könnte aus Deinem Posting auch heraus lesen, dass er dir/euch so was finanzierne soll, aber nach dem, was du bisher gschrieben hast, glaube ich das nicht?)Das kann ich schon verstehen, würde es aber konsequenterweise dann nicht an den "Altlasten" festmachen, sondern generell am Einkommen - hört sich jetzt ein bißchen überspitzt an, aber läuft es darauf nicht hinaus? Aber soll ein Mann die Verpflichtung und Verantwortung, die er in der Ehe eingegangen ist nach drei Jahren einfach abgeben können? Natürlich kann man sagen, dass jeder für sich selbst sorgen muß, aber wenn Kinder da sind, ist das ja nicht immer so leicht. Ich finde schon, dass auch Mütter sich nicht auf dem Unterhalt ausruhen sollten, dennoch würde ich den Mann aus seiner Verantwortung da nicht so schnell entlassen, wenn beide sich mal auf so ein Modell geeinigt haben. Wobei man ja wohl faierweise sagen muß, dass es bei einem Durchschnittseinkommen vielleicht schon schwierig ist, das auf zwei Haushalte zu verteilen. Na ja, ist ein sehr komplexes Thema, Gruß fille


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ja, es ist ein komplexes thema. es geht auch nicht um das finanzieren - oder irgendwie doch... hach, es ist schwer zu beschreiben. wie gesagt, ich bin halt der alleinverdiener für meine kleine familie, die derzeit aus tochter, au pair und mir besteht, in 2-3 wochen kommt noch ein baby dazu. das au pair reisst da natürlich schon ein riesenloch in die haushaltskasse, und manchmal wünsche ich mir halt schon, dass da ein zweiter verdienst da wäre, der eben einiges auffängt, wo es bei uns knapp zu werden droht. momentan ist auch so eine phase - unser lohnbüro bekommt es nicht auf die reihe, mir mein gehalt korrekt auszurechnen und auszuzahlen. vergangenen monat haben knapp 400 euro gefehlt, diesen monat fehlen (trotz nachüberweisung des betrages vom vormonat) knapp 700 euro. und auch wenn die dann das geld ggf. mit dem nächsten monat nachzahlen, fehlt es ja aktuell in meiner haushaltskasse. bei zwei verdiensten fällt das vielleicht nicht ganz so ins gewicht, weil man dann eben ein oder zwei monate überbrücken kann. und das, was ich aufgezählt habe, sind eben wünsche, die ich mir gerne mit einem partner zusammen erfüllen möchte. ob der interesse an reisen oder am tanzen hat, steht natürlich auf einem anderen blatt, und ob man es dann auch wirklich in angriff nähme, ebenfalls... aber allein der gedanke, dass man es überhaupt nicht ins auge fassen könnte, weil der mann sich eben grad selber so finanzieren kann, ist schon im vorfeld frustrierend. es geht halt nicht darum, dass er für diverse vergnügungen aufkommt, sondern dass man halt sagt: wir legen zusammen und gönnen uns gemeinsam was, zumal das dann für den einzelnen auch billiger wird. verstehst du, was ich meine? liebe grüsse, martina


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Ja, ich verstehe dich durchaus, würde das wahrscheinlich auch ähnlich sehen. Aber es führt ja letztlich zu der Diskussion, die vor einiger Zeit hier war: "kann ich einen Mann ohne Geld lieben", oder so ähnlich ;) Gruß fille