Mitglied inaktiv
ich bin ziemlich ratlos. Seit fast vierzehn Tage geht es mir rapide schlechter. Gehen wird mit jedem Tag mehr zur Qual und arbeiten kann ich mit diesen Schmerzen auch nicht. Die Medikamente machen mich dazu auch noch total schläfrig... Und den ersten Neurologentermin den ich überhaupt ergattern konnte ist am 9.10. Allerdings habe ich eine Klinik gefunden, die Polyneuropathie wenigstens behandelt, müsste aber mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit alles selbst zahlen und wäre mindesten 3 Wochen von den Kindern weg. Da müsste dann halt meine Mutter ran, sie sind ja in der Kita, aber 3 Wochen ist schon lang und meine Mutter kann nicht so weit Auto fahren bis in diese Klinik (oder Zug fahren mit den Jungs - kommt auf's Gleiche raus)um mich mit den Kindern zu besuchen. Habe schon mit dem dortigen Arzt gesprochen und als ich ihm den Sachverhalt geschildert habe, hätt er mich am liebsten sofort dort aufgenommen. Aber ich wollte ja noch wenigstens versuchen, eine Kostenübernahme zu bekommen, aber das dauert mindestens 6 Wochen und wenn es so weitergeht wie jetzt, dann kann ich mir bis dahin einen Rollator besorgen. Oh mann... Und daran wie's weitergehen soll denk ich lieber gar nicht. Ich glaube wirklich nicht, dass ich meinen Beruf noch ausüben kann, der Stress ist einfach zuviel und mit Schmerzen und bedöstem Medikamentenkopp pack ich's nicht... Tut mir leid, wenn ich jammere, ich kämpfe wo ich kann, um die richtigen Aerzte, Kliniken, was weiss ich Ueberweisungen zu finden, aber manchmal habe ich das Gefühl, die Leut sitzen alle nur da wie mein letzer Neurologe der so in etwa meinte, ich sässe ja (noch) nicht im Rollstuhl, ich solle mich also nicht beklagen. Ach Mensch, sch... Lieben Gruss von einer ratlosen Yola Yola
Liebe Yola, Deine Zeilen machen mich ganz betroffen, wir haben hier schon soviele Tipps gegeben und das was Du jetzt vorhast hört sich wirklich gut an, außer dass Du Deine Jungs nicht oder nur selten sehen kannst in der Zeit. Aber ich glaube wirklich, dass Dir dort in der Klinik geholfen werden kann und die Zeit kannst Du auch nutzen um neue Kraft zu tanken. Du mußt nur auch dahinter stehen! Ich wünsche Dir von Herzen, dass es besser wird, oder zumindesten erträglich, und das die Ärzte alles tun was sie können! Lieben Gruß von Cat
ach yola, auch von mir ein dicker drücker (((yola))) - und bitte, lass dich durch solche stolpersteine bitte nicht davon abhalten, konsequent hilfe zu suchen und auch einzufordern! wenn du "nur" drei wochen erst mal zur behandlung in die klinik fährst, ist das eigentlich ein ziemlich überschaubarer zeitraum, auch für deine jungs. die werden dich bis dahin schon nicht vergessen! die einzige frage ist natürlich: packt deine mutter diese beiden, oder geht das auch über ihre kräfte? vielleicht spüren die kleinen allerdings auch den ernst der lage, reissen sich zusammen, und alles geht besser als erwartet?? liebe grüsse, martina
Hi Spiky und Cat, vielen Dank für den Zuspruch. :-))) Meist geht's ja ganz gut, aber heute habe ich einen Durchhänger. Ich sitze wirklich nicht untätig rum. Psychisch geht es mir auch erstaunlich gut, ich habe nicht vor, mich unterkriegen zu lassen, aber man hat schon das Gefühl gegen eine wahnsinnig träge Maschinerie kämpfen zu müssen, nur um die Gesundheit zu erhalten. Oder auch die berufliche Neuorientierung und wie ich das alles überhaupt finanziell schaffen soll... ich habe heute soviel telefoniert, u.a. mit der Sozialhelferin, die ich um Orientierungshilfen bitte und die mir doch glatt sagt, sie wüsste nicht, ob sie überhaupt Infos für mich hätte oder mir sagen könnte, wo ich mich hinwenden soll... Ja wen soll ich denn fragen, der Arzt sagt, ich weiss nicht, die Sozialhelferin sagt, ich weiss nicht, der Neurologe legt die Hände in den Schoss. Das ist nicht schön. Und die finanziellen Konsequenzen machen mir natürlich auch Angst - als Freiberuflerin ist man da ja sehr exponiert. Ich denke, ich werde nächsten Montag in der Klinik anrufen und fragen, ob ich sobald wie möglich kommen kann und eben alles selbst bezahlen. Die KK hier ist so starr, da sind die Chancen eh minimalst und das einzige Resultat ist, dass ich länger warten muss, bis sich jemand kümmert. Ich habe sogar bei der Klinikbuchhalterin dort nachgefragt, ob es für andere Luxemburger eine Kostenübernahme gegeben hat, aber die gab es nur für eine die eine Privatversicherung hatte, d.h. EU- oder Nato-Beamtin o.ä. Ich bin nur ganz banale Kassenpatientin. Meine Mutter die muss es halt einfach packen. Und die Jungs merken schon, dass was los ist, sie sind teilweise wie ausgewechselt - im positiven Sinn. Ich ärgere mich über dieses System. Man wird mit Pillen zugedrönt, damit man nur ja arbeitsfähig bleibt und soll noch arbeiten bis man auf allen vieren in die Kabine kriecht... Aber einem Menschen, der wirklich alles andere als arbeitsscheu ist helfen, seine Gesundheit zu erhalten... da ist man dann auf sich gestellt. War gestern noch beim Akupunkteur und da war eine Frau die auch nur dank der Akupunktur ohne teure Medikamente leben kann, aber wer bezahlt's? Nicht die Kasse, sondern sie selbst... Und ob's was nutzt in der Klinik, weiss ich ja auch nicht... vielleicht setze ich ein kleines Vermögen in den Sand... So, ich hör jetzt auf. Positiv: Meine Kinder schlafen!!! Dem lieben Herrgott sei's gejubelt und getrommelt! Die Erziehungsberaterin hatte ja sacht darauf hingewiesen, ich solle das (anhängliche) Temperament meiner Jungs als solches akzeptieren und weniger streng sein (ja, das gibt's) und seit sie in meinem Bett schlafen ist (meist) Ruh. Und manchmal denke ich, sie sind über Nacht ausgewechselt worden. Unsere Konflikte sind um mindestens 60% reduziert, die Erziehungsberatung (mit ihrem erstaunlichen Rat) hat geholfen. Also, das sind auch ganz wichtige positive Entwicklungen, auch alles in den letzten 2 Wochen. Irgendwie wird's schon gehen. Aber mein "altes Leben" mit DEM Beruf, das werde ich vergessen können. LG Yola
Liebe Yola, ich bin sehr erschrocken. Umso mehr freue ich mich, dass ich von Dir lese, dass Du kämpfst und Dich durchbeißt! Ich wünsche Dir viel Kraft und von Herzen gute Besserung! Liebe Grüße, Ulli
Hallo Yola, das hört sich ja fürchterlich an. Du Arme!!!! Sind die Krankenkassen in Lux wirklich so besch....eiden? Du gehst am Stock und die zahlen nix außer 'ner Tagesdröhnung? Mannomann, und dann schimpfen wir immer auf die deutschen Krankenkassen :-(. Du hast keine Chance, bei einer deutschen Versicherung was geltend zu machen, oder? Und wenn Du - nur jetzt, bis die Behandlung mehr oder weniger abgeschlossen ist - über die Grenze ziehst? Du könntest zumindest vorübergehend hier ALG2 beantragen und wärst dann auch hier versichert. Immerhin hast du zwei halbe deutsche Kinder (macht also ein ganzes *grins*). Ach, wie doof. Liebe Grüße und gute Besserung, Elisabeth.
Hi Elisabeth, lachen ist immer gut! Zwei halbe deutsche Kinder macht ein ganzes. Klingt wie die Logik meiner beiden Burschen... Max heute, nachdem er ermahnt wurde doch keine Dummheiten zu machen und doch lieber mal vorher nachzudenken: "Wenn ich Dummheiten mache, denke ich nicht nach!" Wie wahr! LG Yola
lass dich mal feste drücken auch von mir. Wenn du die Möglichkeit hast es selber zu bezahlen dann mach es. Ich denke deine Kinder werden vernünftiger sein, als du jetzt vielleicht so vermutest. LG Roland
Hallo Roland, Du hast wahrscheinlich recht. Es ist halt mein Notgroschen, jahrelang zusammengespart für ein neues Auto. Und es gibt halt keine Garantie. Die haben in der Klinik Studien gemacht und bei 30-50% der Fälle erzielen sie eine Verbesserung... Klar, wenn ich das so bei jemand anders lesen würde, würde ich auch spontan sagen: Spinnt die denn? Selbst die Chance auf Verbesserung (Gesundung???) ist doch schon diesen Einsatz wert... Danke für den Denkanstoss. Ich werde das in den Verhandlungen mit meinem inneren Finanzminister in die Argumentation aufnehmen. ;-) Und Danke an Euch alle für's Knuddeln. LG Yola
Hi Elisabeth, ja, vom Ausland aus gesehen sind Eure KK recht grosszügig. Allerdings schreiben unsere dafür schwarze Zahlen *schiefgrins*. War ja heute nochmal beim Hausarzt, der hat mir jetzt Gott sei Dank das Attest für die Familienhilfe geschrieben (gibt es ja auch nicht, wenn man "nur" erschöpft ist, man muss schon richtig krank sein), sage und schreibe einen Ueberweisungsantrag (!!) für die Klinik in Deutschland (was noch nicht viel heissen mag, aber schon mal einen Schritt weiter), und dann hat er mir noch einen weiteren Entzündungshemmer/Schmerzmittel verschrieben und meinte, wenn der nicht wirkt, dann gibt's nur noch Morphine... und mich - jetzt halt Dich fest- fünf Tage krankgeschrieben. Ich grinse nur noch LG Yola die zwar kräftig auf's System schimpft aber ansonsten guter Dinge ist
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