Elternforum Alleinerziehend, na und?

mein kleiner Sohn flippt völlig aus ...

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Mein knapp 3 jähriger Sohn flippt in letzter Zeit völlig aus und ich bin mit meinen Nerven am Ende. Er wird so jähzornig, dass er spuckt, beisst, haut und mit den Füßen tritt ... Ich erschrecke mich manchmal richtig, was so ein kleiner "Mann" für Kraft aufwenden kann. Ich weiß nicht was ich in diesen Situationen tun soll. Mein Vater sagt, er würde ihm an meiner Stelle den Hintern versohlen und nicht wie ich fragen "Was sollte das denn jetzt!?" ... einer sagt so, der/die andere so ... Woher soll man denn wissen was das Richtige in solch einer Situation ist ?... Ist es okay, wenn ich ihn in sein Zimmer verweise ? ... er kommt dann aber immer gleich wieder heraus. Wenn ich dann einfach keine Kraft mehr habe, schließe ich für einige Minuten einfach die Tür ab und fühle mich so schlecht, dass ich meist sitze und weine. Meine Mutter hat mich als kleines Kind auch oft weggesperrt, daran erinnere ich mich dann immer und bin total fertig. Ich hab so Angst, dass mir die Erziehung aus den Händen gleitet und zudem bin ich alleinerziehend und habe das Gefühl, dass ihm doch der Vater fehlt, der auch da ist. Seinen Vater sieht er nur alle zwei Wochen und momentan gar nicht. Was soll ich machen ? LG Cora


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ich weiß nicht, ob Du tatsächlich hier schreiben wolltest oder im Erziehungsforum aber ich antworte Dir trotzdem. Auf GAR KEINEN FALL darfst Du die Türe absperren!!! Das war mit das allererste, was man mir mal in der Erziehungsberatung erklärt hat. Das Kind fühlt sich, zu recht, weggesperrt und ausgegrenzt. Und gerade weil Du so etwas in der Kindheit ebenfalls mitgemacht hast, solltest Du es doch am Besten wissen, wie Dein Sohn sich dabei fühlt. Ich habe auch so ein Energiebündel daheim, der mich schon viel Kraft und Nerven gekostet hat. Als ich gar nicht mehr weiter kam, bin ich in ERziehungsberatung gegangen, damals beim S.O.S. Kinderdorf und das hat mir sehr geholfen, auch wenn ich es leider viel zu früh abgebrochen habe. Wie sieht denn so Euer Tag aus? Was machst Du mit ihm, wieviel Zeit verbringst Du intensiv mit Deinem Sohn? LG Sue


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Danke für Deinen Beitrag. Ja, wir haben nur sehr wenig Zeit miteinander, da ich berufstätig bin. Wir gehen morgens halb sieben aus dem Haus und dann hole ich meinen Sohn meist auch erst gegen 18.45 Uhr wieder von der Kita ab. Dann läuft´s auch ziemlich hektisch, da ich schnell das Abendessen vorbereiten muss, dann essen wir und dann muss er ja auch schon wieder schlafen, da wir morgen um 5 Uhr raus müssen. Abends schläft er meist bei mir, weil wir noch kuscheln und Sandmann schauen und ich das Gefühl habe, er braucht meine Nähe, weil ich den ganzen Tag nicht für ihn da sein kann. Ich habe nicht viel vom Tag und mache auch nicht oft etwas für mich, um genau zu sein gar nichts ... aber ich bin abends auch nur total erschlagen und möcht meine Ruhe. Dann genieße ich es mit meinem Sohn zu kuscheln ...


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hm, aber weißt Du, das könnte es schon sein. Dein Sohn bekommt, für seine Verhältnisse, vielleicht zu wenig Aufmerksamkeit. Benimmt er sich daneben, HAT er Deine Aufmerksamkeit voll und ganz, auch wenn sie negativ ist... Bei uns war das ähnlich. Ich kann leider auch stundentechnisch im Job nicht zurückgehen, sonst hätten Simon und ich mehr Zeit. Aber dann kann ich uns die Wohnung nicht mehr leisten (was eh schon schwer ist) Simon und ich haben auch nicht sooo viel Zeit füreinander, aber ich versuche immer, die so sinnvoll wie möglich zu nutzen. Wir sind um 8 Uhr im Kindergarten und von dort hole ich ihn auch erst immer gegen 17 Uhr ab. Gegen 20 Uhr sollte er normalerweise ins Bett. Wenn Dein Sohn nicht so früh aufstehen müßte, würde ich sagen, schieb die Schlafenszeit einfach ein Stück nach hinten. Ist es Dir denn möglich eventuell kürzer zu arbeiten? LG Sue


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... leider nein, da ich seit Mai über eine Zeitarbeitsfirma arbeite und so schon viel zu wenig verdiene... Die Firma, für die ich jetzt tätig bin, hat vor mich fest einzustellen. Da gebe ich natürlich ALLES - denn gerade als Alleinerziehende ist es nicht immer so leicht überhaupt eine Chance auf Arbeit zu bekommen. Und mein Sohn war seit Mai auch schon 2 Male krank (je 3 Tage+Wochenende). Aber der Chef ist tollerant, da er selbst 2 kleine Kinder hat. Nur will ich meine Chance wahrnehmen, um übernommen zu werden. Vielleicht ziehe ich dann mit dem Kleinen um nach POTSDAM. Denn ich fahre ja täglich auch eine Strecke von 130 km (Hin- und zurück), das ist super anstrengend und ich falle abends mit Lennart ins Bett und bin total erschöpft. Wo genau wohnt Ihr eigentlich, wenn ich fragen darf?