Mitglied inaktiv
Ich muß mal bissi Wut loswerden. Ich mache ja die Bibliothek an Temis Schule. Eigentlich war letzten Freitag der allerallerletzte Abgabetermin für die Bücher vor den Ferien. Aber weil es doch wieder einige nicht geschafft haben, haben wir heute noch mal einen "Lumpensammler-Termin" für die letzten fünf Kinder, die noch Bücher haben, eingerichtet. Jetzt fehlt noch ein Buch von einer Erstklässlerin. Die Eltern sind getrennt, das Mädel ist mit der ein Jahr älteren Schwester vor zwei oder drei Wochen von der Mutter zum Vater umgezogen. Das Büchereibuch liegt noch bei der Mutter. Die Mutter hat bei der Lehrerin angerufen und gesagt, daß sie es nicht einsieht, dem Vater (! - hey, das ist das Buch der Tochter) das Buch hinterherzutragen oder ihn auch nur anzurufen wegen einem "Übergabetermin" für das Buch. Er wollte unbedingt die Kinder, jetzt soll er sehen, wie er zurechtkommt. Der Vater hat angeblich keine Zeit (sagt die Tochter), um bei seiner Ex anzurufen und zu fragen, wie er an das Buch kommt. Und die Mädels schicken kann er auch nicht (die Eltern wohnen im gleichen Stadtviertel, nur ein paar Blocks voneinander entfernt). Aus Gründen, die wir nicht kennen, weil er nicht zu erreichen ist. Und wer sitzt weinend in der Schule, weil sie das Buch immer noch nicht abgeben kann? Die Tochter natürlich! Das Buch ist die eine Sache, notfalls schreiben wir das ab. Das wäre ärgerlich, aber verschmerzbar. Aber das Kind tut mir so leid. Da wird doch wieder mal irgendein dämlicher Beziehungskrieg auf dem Rücken der Kinder ausgetragen. Sorry, das hat mich gerade sooo aufgeregt, daß ich es loswerden mußte. Ansonsten wünsche ich Euch allen einen schönen Mittwoch. Gruß, Elisabeth.
und das Mädchen tut mir echt leid.wieviel Zeit hat sie den noch zum abgeben?Wenns noch ne Woche ist, wird sie ihre Mutter doch bestimmt vorher noch sehen. Gruss Chrissie Anstatt die Mutter das buch zur schule bring*kopfschüttel*
Klassisches Beispiel...da will man gar nicht wissen, was hinter den Kulissen läuft, wenn die Eltern sich noch nicht einmal nach außen hin einigermaßen zivilisiert benehmen können... Allein, daß die Mutter bei der Lehrerin anruft uns so ein Statement abgibt...läßt sehr tief blicken... Das arme Kind :-((((((((( lg heike
wenn die lehrerin schneller geschaltet hätte, hätte sie der mutter sagen können/müssen, dass diese derzeit de facto im besitz des buches ist und das bitteschön schnurstracks zur schule, dem eigentümer des buches, bringen solle. ich kann mir vorstellen, dass sie sogar rein rechtlich dazu verpflichtet ist. das kind ist ja noch nicht geschäftsfähig. denn wenn die eltern sooo blöd sind, dann sollte man ihnen auch blöd entgegenkommen und das ganze ganz stur auf der juristischen ebene durchziehen :-)
... das dürfte Wunder wirken. LG Ralph/Snoopy
denn sonst haben die Eltern wegen der paar Euro noch einen Grund mehr das Kriegsbeil auszugraben und das KInd steht voll dazwischen. Ist zwar ärgerlich, aber manchmal ist es besser so. Materielle Dinge sind doch meistens irgendwie ersetzbar, wenn es nicht gerade signierte Dinge oder Unikate sind. Grüße Roland
.... arbeiten wir mit der Bibliothek im Graubereich. Wir hatten überlegt, daß die Eltern der "Teilnahme" ihrer Kinder bei der ausleihe schriftlich zusagen müssen und damit die Verantwortung für die Bücher übernehmen (wie das z.B. bei einer öffentlichen Bibliothek der Fall ist). Allerdings haben wir es dann gelassen: Zum einen ist der Aufwand für uns sehr groß. Wir müßten den Rücklauf der "Erlaubnisse" überwachen, dürften die Kinder, die keine Erlaubniss haben, nicht an der Ausleihe beteiligen (die Ausleihe findet in der Unterrichtszeit statt - die müßten dann z.B. in der Klasse bleiben und dürften nicht mit), und wir hatten die Sorge, daß dann wieder genau die, die wir eigentlich erreichen wollten, draußen vor bleiben. Wißt Ihr: Wir haben hier den Gasteig mit der riesigen Kinderbibliothek nur 10 Gehminuten von der Schule entfernt. Denen können und wollen wir keine Konkurrenz machen. Sicher ein Drittel der Schüler hat einen Ausweis vom Gasteig und geht dort mit den Eltern öfter hin oder kann sogar alleine hingehen. Uns ging es immer eher um die Kinder, deren Eltern dort noch nie waren. Und die haben auch eine deutliche Tendenz, Zettel von der Schule oder vom Förderverein nicht zu unterschreiben. Also geben wir die Bücher an die Kinder ohne sichere Rechtsgrundlage heraus. Bisher haben wir das noch nicht bereut. Der Schwund ist minimal. Dieses Jahr fehlt nur das eine Buch von diesem Mädel. Bei rund 300 Schülern mit je rund 30 Ausleihtagen pro Jahr finde ich das einen akzeptablen Schnitt, das verkraftet der Förderverein. Wir haben dem Vater allerdings jetzt einen Brief geschrieben. Bis Freitag (letzter Schultag) muß es doch möglich sein, das Buch von der drei Blocks entfernt wohnenden Mutter abzuholen. Wir haben gedroht, das Kind sonst in Zukunft von der Ausleihe auszuschließen. Wir wissen aber, daß wir das im Ernstfall nicht durchziehen werden. Es war irgendwie nur das Einzige, was uns einfiel *seufz*. An die Eltern kommen wir eben mangels Rechtsgrundlage nicht ran. Wie gesagt: Das Buch ist verschmerzbar. Aber der Konflikt, der da zutage kommt - der tut mir irgendwie richtig weh. Vielleicht auch, weil da meine eigenen Ängste gespiegelt werden. Einerseits finde ich das eben ganz schrecklich. Andererseits bekomme ich mit meinem Ex ja auch keine anständige Kommunikation hin. Was unterscheidet mich also von diesen Eltern? Gruß, Elisabeth.
na DICH unterscheidet von den eltern mindestens, dass du bei dem problemfall deine emotionen hintan stellen und das verd... buch selber vorbeibringen würdest. die beiden elternteile haben doch eindeutig krasse reflexions- und selbstbewusstseinsdefizite.
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