Mitglied inaktiv
... nochmal loswerden wegen meinen Eltern heute. Ihr müßt auch gar nicht antworten. Ich erwarte es auch nicht, aber es muss raus! Mich belastet das ganze so, das kann ich Euch gar nicht sagen. Dass ich so eine Situation jetzt ein zweites Mal erleben muss, einmal mit 9 Jahren und heute mit 41 Jahren, warum? Es wird dadurch, dass ich heute erwachsen bin nicht leichter für mich. Gut, meine Mama und mein Stiefvater sind wie Feuer und Wasser, sie konnten noch nie wirklich miteinander und nie ohne einander und sie hatten vor 20 Jahren schon einmal so eine ähnliche Situation, aber mir tut das so unendlich weh und sie haben es auch immer wieder geschafft. In diesem Zusammenhang habe ich festgestellt, dass sie ja schon 31 Jahre (mit 3 Jahren Unterbrechung vor 20 Jahren) zusammen sind. Mich hat es heute so erschüttert meinen Stiefvater in einem solchen Zustand in der Arbeit zu sehen. So kenne ich ihn nicht. Meine Mutter als sie ins Büro kam, total cool ohne Emotionen, aber 2 Stunden später rief sie mich tränenerstickt an und sagte, dass sie einfach noch nicht darüber reden könnte. Ich sitze hier tränenüberströmt und fühle mich gerade wie ein kleines Kind, desse Eltern sich trennen. Mein Stiefvater ist vom Gefühl her mein Vater, der immer für mich da war (im Gegensatz zu meinem leiblichen Vater), der mich immer als seine Tochter (obwohl nicht adoptiert) betrachtet hat und Feli ist für ihn sein Enkelkind. Mein Verstand sagt mir, dass ich ihn nicht verlieren werde, auch weil ich ja für ihn arbeite. Wie sagte er heute so schön, dass ich ja jetzt weitestgehend eingearbeitet bin und jetzt die meisten Aufgaben der Firma übernehmen könnte, weil er keine Lust mehr hat. Wenn er mit meiner Mama weiter zusammengearbeitet hätte, wäre der heutige Schritt von ihm so nie möglich gewesen, da er insbesondere der organisatorische und verwaltungstechnische Teil von meiner Mama erledigt wurde. Gerade seit bekannt ist, dass die Gesundheit meiner Mama auf der absoluten Kippe steht, hat er sich besonders um sie gekümmert. Klar konnte er seinen Charakter nicht ändern und damit seine Demütigungen etc. abstellen, dennoch ist er irgendwie einfühlsamer geworden. Meine Mama hingegen sieht seit dem alles nur noch schwarz, es gibt nur noch das Böse, Hinterhältige. Sie läßt an fast keinem Menschen mehr ein gutes Haar und somit läuft bei ihr auch alles schief was nur schief gehen kann, nach dem Motto "Der/das kann ja gar nicht gut sein". Sie dramatisiert alles und sieht nur noch das Schlechte. Wirklich positiv denkend ist sie kaum noch. Wir haben oft darüber gesprochen und diskutiert, aber sie kann nicht aus ihrer Haut, sie kann nicht alle viere gerade sein lassen, denn dann könnte etwas passieren etc. Sie regt sich über alles und jedes auf und andererseits meint sie für alles und jedes die Verantwortung übernehmen zu müssen. Jetzt weiß ich endlich woher ich das habe (das wurde mir aber erst jetzt als ich etwas Ruhe heute Abend gefunden habe bewußt). Mein Stiefvater erzählte mir heute was so in den letzten Tagen abgelaufen ist und wenn das so in der ganzen letzten Zeit war, weiß ich warum er nicht mehr kann, ohne sein Verhalten ihr gegenüber (das ich zu genüge kenne) in Schutz zu nehmen. Es ist egal wie alt man ist, es tut einfach weh, wenn sich die Eltern trennen und dieses Mal bin ich mir fast sicher, dass es bei den beiden endgültig ist. Die Hoffnung stirbt jedoch zu letzt. Ich werde auf alle Fälle noch einmal mit beiden zusammen versuchen zu reden und versuchen, dass die beiden vielleicht einen Mediator einschalten. Aber wenn das nicht hilft, dann ist das so. Für mich stellt sich halt jetzt die Frage, wie das Feli zusätzlich verkraften soll neben all dem was sie schon erlebt hat und neben dem was sie sonst noch an Veränderungen (neue Partnerin des Vaters, Halbgeschwisterchen beim Vater) dieses Jahr erleben wird. Die Maus hat schon genügend mitgemacht, warum jetzt auch noch das? Wie wird sich der Alltag, auch für mich gestalten. Ich war schon immer Ansprechpartner Nr. 1 für meine Mama. Ich bin noch genügend mit meiner eigenen Vergangenheit beschäftigt und muss mich um Feli`s Zukunft (insbesondere um ihre psychischen Schwächen) kümmern, wie soll ich da noch genügend Kraft für meine Mama haben und gleichzeitig für meinen Stiefvater da sein und beruflich Höchstleistung bringen? Wie soll ich Feli beide Großeltern erhalten ohne im wöchentlichen Familiensumpf zu landen. Wie kann ich vermeiden, dass meine Mama sich zu sehr an uns klammert, weil sie jetzt alleine ist? etc. Wie wird es bei Familienfeiern, z.B. Weihnachten? Ich kann mich doch nicht dreiteilen (Feli`s Papa, meine Mama und meinen Stiefvater)? Ich stehe derzeit Kopf. Versuche jetzt mal nicht weiterzudenken, sondern erst einmal abzuwarten. Über ungelegte Eier sollte man sich keine Gedanken machen, ich weiß, aber das ist nicht leicht. Zudem der bereits gebuchte Urlaub ab nächstem Wochenende. Werde Montag mit meinem Stiefvater darüber reden wie wir es machen. Aber wenn das feststeht, muss ich mit Feli reden. Ich fahre auf alle Fälle mit ihr! Warum tut es so weh, auch wenn man erwachsen ist und bereits eine eigene Familie (wenn auch nur Ein-Eltern-Familie) hat? Danke einfach fürs Zulesen. Mir hat es zumindest schon einmal geholfen, das zu schreiben! Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende. Liebe Grüße Claudia
Also ich bin ja auch so ein "Scheidungskind" (allerdings sind meine Eltern nicht geschieden, nur getrennt lebend!). Ich war damals 17...und ich muß sagen , ich habe mich da voll raus gehalten. Naja 17...da hatte ich eh andere "Sorgen" . Jedenfalls änderte sich für mich ja nichts. Außer das mein Vater dann nicht mehr bei uns wohnte. Aber da ich sowieso selten zuhause war.... Naja was ich damit sagen will, vielleicht muß man sich "einfach" auf sein eigenes Leben konzentrieren. Vielleicht geht es bei dir nicht, weil ihr zusammen arbeitet oder du sowieso ein sehr großer Familienmensch bist. Aber mir hat es geholfen, mich einfach raus zu halten. Meine Schwester hat ein halbes Jahr nicht mit meiner Mutter gesprochen, weil sie sich ja wegen einem anderen getrennt hatte, aber ob es ihr dadurch besser ging..!? Heute nach 16 Jahren sind alle wieder glücklich. Meine Eltern leben zwar weiterhin getrennt, aber verstehen sich wieder sehr gut und kümmern sich gegenseitig. Aber der Anfang ist natürlich immer schwer.... Alles Gute für dich!
Hallo, es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht! Aber ich kann es nicht wirklich nachempfinden. Wenn meine Eltern sich trennen würden, dann wäre es ihre Entscheidung, ich hätte damit kein tiefergehendes Problem. Ich bin erwachsen und sie auch und ich halte eine Partnerschaft für nichts heiliges, was man auf Teufel heraus erhalten muss. Wenn deine Mutter sich mit dem Mann so unglücklich fühlt, ist die Trennung vielleicht sogar wie eine Befreiung für sie. Und das heisst ja nicht, dass man sich Weihnachten nicht mehr treffen kann oder die Enkel keinen Kontakt mehr haben. Mal dir besser nicht schon vorher Probleme aus, die vielleicht nie eintreten und ggf. sicher lösbar sind. Ich habe das Gefühl, dass du dich nie wirklich abgelöst hast von deinen Eltern. Dass heisst nicht, dass sie einem gleichgültig werden oder man ihnen in schwierigen Situation nicht hilft oder umgekehrt. Aber man ist auch nicht mehr abhängig von ihnen und gesteht ihnen zu, ein eigenes Leben zu führen, wozu auch Veränderungen in der Beziehung gehören. In erster Linie ist das ihre Angelegenheit, lad dir das nicht auf. LG Berit
Liebe Claudia, ich maße mir mal an zu behaupten, Du hast die Trennung Deiner Eltern damals nicht wirklich verarbeitet und nun kommt das alles nochmal hoch, wahrscheinlich auch sehr intensiv, da Du gefühlsmäßig noch das 9-jährige Mädchen von damals bist und nun dasselbe nochmal durchleben mußt! Vielleicht solltest Du Dich, unabhängig davon was die Beiden nun machen, um eine Gesprächstherapie für Dich entscheiden. Vieles läßt sich dadurch aufarbeiten und Du bekommst auch den richtigen Blick für das was gerade um Dich herum passiert! Du hängst da halt leider auch viel zu sehr drin, in diesem Netz aus Familie und Firma, dass es schwer sein wird, sich aus einem von Beidem rauszuhalten. Mit Eurer Konstellation ist es noch viel umständlicher, sodass Du den obigen Rat sicher kaum annehmen kannst. Ich erlebe Familie und Firma selbst schon mein ganzes Leben und wurde schon oft für verrückt erklärt, dass ich mich nicht abkapseln kann, aber das versteht wohl wirklich nur der, der selbst schonmal in so einer Situation war. Wenn Du da einen Ansprechpartner brauchst, kannst Du mich gerne anschreiben, ich kann Dich nämlich wirklich verstehen! Alles Gute und Gruß von Cat
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Ich Dir auch... ![]()
Claudia, das tut mir sooo leid. Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Versuche, neutral zu bleiben und Dich von keinem auf eine Seite ziehen zu lassen. Natürlich ist es schwerer, wenn Dein Vater "nur" Dein Stiefvater ist, da meint man, man müßte zum leiblichen Elternteil halten. Aber dem ist nicht so. Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächsten Wochen. Und vielleicht hilft die Sorge um Feli Deinen Eltern, das Ganze erwachsen zu regeln. Denn genau so, wie ein Scheidungskind beide Eltern behalten kann, wenn die beiden das nur wirklich wollen, genauso kann Feli beide Großeltern behalten, wenn die beiden das wollen. Feli ist es egal, ob sie zusammenwohnen. Wichtig ist, daß beide für sie da sind. Gruß, Elisabeth.
Es hat mir gestern viel geholfen hier einfach meine Gefühle loswerden zu können, um das ganze besser verarbeiten zu können. Somit hatte ich heute morgen den Kopf wieder weitestgehend frei, um Feli gegenüber unbefangen zu sein. Gestern war es kein Kunsstück, da wir nach dem KiGa bis sie ins Bett gegangen ist, mit ganz vielen Kindern und deren Eltern spontan zusammen waren. Danach kam dann einfach das Loch! Aber jetzt geht es wieder. Danke Euch allen! Und noch einen schönen Tag! Feli wurde ja vorhin von ihrem Papa abgeholt und nachher geht es ja mit ihm auf die Yoga-Abschlußfeier mit Vorführung. Er hat aber schon angekündigt, dass er früher weg muss wegen einem sog. geschäftlichen Termin, der sich kurzfristig für heute Abend ergeben hat. Wie immer halt! So, dann werde ich jetzt die Zeit nutzen hier Ramba-Zamba zu machen, den Obstsalat herzurichten etc. Vg Claudia
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