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Ich brauche mal eine große Mülltonne!

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Mitglied inaktiv

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Um einen knapp 2 Meter großen Ex reinzuhauen! Ich stelle gerade mal wieder fest, das man nach der Trennung die gleichen Streitpunkte behält. Als ich gerade die Kinder bei ihm abgegeben habe, war er so schlecht drauf, das er mir in weniger als 5 Minuten dreimal verbal einen übergebraten hat, meiner Tochter (6) dann auch noch einmal. Sie fing dann an zu heulen, ich habe ihr angeboten, sie wieder mitzunehmen (mein Fehler), sie dann aber doch dagelassen mit der Option, mich anzurufen, wenn es nicht geht. Meinem Sohn (2) macht das nicht so viel. Der ist da nicht so empfindlich, wird aber auch eher von seinen Launen verschont (ist noch zu klein dafür). Seit wir nicht mehr zusammen wohnen, wird mir klar, was mit ihm ist. Er ist depressiv. Nicht so, das er sich umbringen will, und auch nicht durchgehend. Auch nicht so, dass er seinen Job nicht mehr auf die Reihe bekommt, aber schon so, dass es ihn einschränkt. Er ist phasenweise sehr launisch, mindestens an 5 Tagen die Woche schlecht gelaunt. Er bekommt dann nichts geregelt und ist völlig lethagisch. Er rennt ständig zum Arzt wegen irgendwelcher körperlichen Beschwerden (Insektenstiche, Halsschmerzen...). Er braucht seine ganze Energie für seinen Job (ohne das er sich da übermäßig engagiert). Er reißt sich nicht gerade um die Kinder, obwohl ich weiß, dass er sie gerne öfter sehen würde, er lehnt aber immer öfter ab mit der Begründung, dass es ihm nicht so gut geht, er sich krank fühlt.... Er kümmert sich aber schon um die Kinder. Meine Tochter macht zwar manchmal Bemerkungen, aus denen ich entnehmen kann, dass er überfordert ist (Mahlzeiten, Haushalt, Organisation), aber er ist schon ein verantwortungsbewusster Mensch. Ich habe keine Bedenken, die Kinder bei ihm zu lassen. Ich glaube, er weiß nicht, dass er depressiv ist??? Ich spreche mit ihm nicht darüber. Er würde es als Einmischung empfinden. Es ist mir letztendlich auch egal, ich will nur die Kinder übergeben können, ohne das es solchen Stress gibt. Was meint ihr? Gruß, Sabri


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Depressiv oder ausgelebtes Selbstmitleid bis aufs Blut - das ist hier die Frage. Nicht jeder um Aufmerksamkeit heischende Hypochonder ist automatisch depressiv - manch einer geht da ja richtig in Krankheiten auf und läuft zu Höchstform auf, wenn man wieder über was NEUES absolut seltenes berichten kann, was man da wieder furchtbares hat..... uhhhh so Halsweh ist ja mal auch ne ganze böse Sache, die man nicht so ohne weiteres auf die leichte Schulter nehmen sollte.... ;-) Depressiv sein, ohne es zu wissen? Ohne es zu erahnen?? Hmm - so richtig kann ich es mir nicht vorstellen. Eine Zeit lang - aber irgendwann erkennt man doch: "Uhhhh Mist - da hab ich mich in etwas verrannt, das könnte eine Depression sein" (wenn man halt gar nicht mehr anders denken kann und nichts Positives sehen kann). Du kannst ihn mal vorsichtig drauf ansprechen, ABER ich glaube nicht, dass er da jetzt extreme Dankbarkeit raushauen wird, weil du ihn auf diese Möglichkeit hinweist. Sollte es so sein, halte ich es für arg unwahrscheinlich, dass er selbst noch nicht auf den Gedanken gekommen ist - grade da er ja so furchtbar gern zum Arzt geht ;-) Ich glaub er ist einfach nur unzufrieden und zu faul, etwas zu ändern und braucht durch die Arztbesuche so ein bissel Aufmerksamkeit und "Mitleid"... sorry, las sich für mich so an. LG Nina


Mitglied inaktiv

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Das kann schon sein. Aber sollte ihn nicht der Arzt auf diese Möglichkeit hinweisen? Auch wenn es kein Psychater ist, sollte er eigentlich entsprechende Symptome deuten können. Ich würde mich da eher raushalten, solange er ordentlich mit den Kindern umgeht. Du bist nunmal nicht (mehr) für ihn verantwortlich, in einer Beziehung kann man eher über sowas reden, denke ich. Aber ihr seid ja nicht mal befreundet, wie es klingt. LG