Mitglied inaktiv
du scheinst dich damit ja ganz gut auszukennen...deshalb dachte ich frage ich dich einfach mal... es geht um meine tochter jana (16) sie hat das ganze letzte jahr sehr schlecht verkraftet...war sehr depressiv und fing auch an sich zu ritzen und zu verkriechen...als ich es gemerkt habe, habe ich mit ihr gesprochen, ob sie mit einer jugendpsychologin einverstanden wäre...das war sie, und sie geht seit oktober regelmäßig einmal die woche hin...sie hatte auch schlimme alpträume, und schlafstörungen. im november hat sie ein antidepressiva verschrieben bekommen (doxepin dura) und da bin ich echt unsicher, ob das gut ist in dem alter schon antidepressiva zu nehmen. ich habe angst, dass sie auf jahre an den tabletten hängt... ich erzähle erstmal was alles war in dem jahr, damit du nachvollziehen kannst wie es jana geht.... es fing an im november 06, da ist ihre oma an ihrem lungenkrebs gestorben..erstickt...bei uns zu hause, und jana hat es mitbekommen. dann hatte mein mann von januar bis märz eine affähre, und hat - als ich es rausgefunden habe- jana alles erzählt (auch den "grund" dass ich ja nicht mehr mit ihm ins bett gehe etc.) ende märz/ april ist mein mann arbeitslos geworden... dann kam im mai meine diagnose brustkrebs, im juni die op, bestrahlung im juli+august, im september die reha...ich konnte für sie einfach nicht genug da sein in der zeit. und mein mann hat ihr alle seine probleme immer wieder aufs auge gedrückt, egal ob finazielle oder dass eben im bett nichts läuft mit mir...ich habe es ihm mehrfach gesagt, dass er das zu lassen hat...aber er hat es trotzdem gemacht... sie hat unter dem ganzen druck natürlich ihr schuljahr nicht geschafft...das hat sie auch sehr mitgenommen...ja, und am 7 oktober habe ich mich dann von meinem mann getrennt...ich konnte einfach nicht mehr. sie war auch erleichtert, aber als er dann schon innerhalb von wenigen tagen eine neue freundin hatte, die dann auch mit ihren beiden mädels ein paar tage nachdem wir ausgezogen sind dort eingezogen ist...das hat sie auch wieder runtergezogen..sie fühlt sich einfach "ausgetauscht" und kann es nicht verstehen. und zu guter letzt bekam ich am 2.12 auch noch die diagnose gebärmutterkrebs...das muss sie nun auch noch verarbeiten seit wir in unserer eigenen wohnung wohnen (seit 15.11) geht es ihr deutlich besser...aber die tabletten soll sie trotzdem weiternehmen...was hälst du davon? sorry....ist voll lang geworden jetzt :o/ lg mic
Hallo mic, ich bin selber seit Jahren wegen Depressionen in Behandlung. Letztes Jahr war ich deswegen auch im KKH, in einer Tagesklinik. Ritzen ist eigentlich ein Symptom von Boderline. Verkriechen ist Depression. Aber die Therapeutin wird das schon richtig diagnostiziert haben, mit Ritzen in der Depression habe ich mich halt noch nicht so beschäftigt. Sie mußte tatsächlich ganz schön viel Tragen in der letzten Zeit. Aber sieh' es mal so: Durch die Symptome der Depression bekommt sie jetzt Hilfe. Wenn sie das alles oberflächlich weggesteckt hätte, bekäme sie jetzt keine Hilfe. Das Medikament, daß Du genannt hast, kenne ich nicht. Aber auch da die Frage: Was wäre die Alternative? Klingt Selbstmord, Ablehnen der Therapie, vollstationärer Aufenthalt wirklich besser? Nee, gelle? Die meisten Psychopharmaka lassen sich am Ende der Behandlung gut wieder ausschleichen. Fumi hat gerade ihr Methyphenidat ausgeschlichen und kommt gut damit zurecht. Ich vermute mal, daß es für junge Menschen sogar eher leichter geht, aber ich weiß es nicht. Bekommst Du auch psychologische Hilfe? Ich weiß, daß bei Krebs da unglaubliche Erfolge erzielt werden. Spätestens nach der OP solltest Du Dich darum kümmern. Ich habe bisher eine Tante und zwei Onkel durch Krebs verloren, ein weiterer Onkel kämpft noch. Gerade bei meiner Tante, die 20 Jahre mit dem Brustkrebs gekämpft hat, war psychologische Hilfe ganz wichtig. Ohne hätte sie nicht so lange überlebt, und vor allem nicht zwischendurch noch richtig schöne Jahre gehabt. Wichtig wäre mir auch, mit dem Therapeuten Deiner Tochter zusammenzuarbeiten. Ich bin erwachsen, trotzdem habe ich schwer damit zu kämpfen gehabt, daß meine Eltern die Zusammenarbeit mit meinem Therapeuten im KKH verweigert haben. Ich weiß nicht mal, ob es wirklich was geändert hätte, wenn sie zumindest mal mit ihm gesprochen hätten. Aber diser Unwille, sich mit meiner Krankheit auseinanderzusetzen hat mich schwer getroffen. Ich weiß jetzt, daß zumindest meine Mutter es einfach nicht kann. Wahrscheinlich würde es bei ihr Prozesse in Gang setzen, die sie dann selber nicht mehr kontrollieren kann, und das hält sie nicht aus. Ich kann damit leben, inzwischen. Aber Deine Tochter ist ja fast noch ein Kind, und Du hast die Chance, auch diesem häßlichen Teil ihres Lebens Anteil zu nehmen. Tu es, und sehe es auch als Chance für Dich. Ihr könnt diesen Weg nicht zusammen gehen, aber gemeinsam, nebeneinander. Macht das! Du bist stark, Du kannst das! Wenn Du magst, kannst Du mich jederzeit anmailen. Addy ist oben. Liebe Grüße und jetzt erstmal viel Kraft für die OP. Mach einen Schritt nach dem anderen. Gruß, Elisabeth.
dass sie erstmal eine weile allein mit jana arbeitet...und dann will sie mich mit einbeziehen ab und zu... selbsverständlich werde ich alles machen, was jana hilft...das ist für mich gar keine frage... ich persönlich brauche noch keine psychologische unterstützung. meine krankheit(en) schafft es nicht, mich mental zu schwächen...ich weiß, dass ich es auch diesesmal schaffen werde den krebs zu besiegen... aber wenn ich merke, jetzt geht es allein nicht mehr, dann werde ich mich auch nicht scheuen mir hilfe zu suchen...ich habe schließlich 2 kinder die mich brauchen... lg mic
...... ist lange nicht nur ein Symptom von Borderline. Das wird leider viel zu häufig gleichgesetzt. Die häufigsten Ursachen für Selbstverletzungen sind: . Borderline - Persönlichkeitsstörung · Narzisstische Persönlichkeitsstörung · Kombinierte Persönlichkeitsstörung · Chronisch komplexe posttraumatische Belastungsstörung · Dissoziative Störungen / Dissoziative Identitätsstörungen . Depressionen Selbstverletzung ist meist die einzige Form der Selbstfürsorge, so paradox das auch klingen mag. Es kann aber auch eine Art Selbstbestrafung sein. Falls Du mehr wissen magst über Selbstverletzungen, dann kannst Du mich gerne anmailen. Eine ganz gute Internet Seite zum Thema ist auch noch: rotelinien.de LG Kerstin
hallo mic, ohne dir angst machen zu wollen - das verhalten deines mannes irritiert. dass er sie wie eine gleichaltrige, wie eine PARTNERIN behandelt, mit der er sogar über seine sexualität spricht. das ist höchst unangebracht und KÖNNTE ein symptom für was wirklich unangenehmes sein. ich kenne einen ähnlichen fall aus meinem umkreis. gut, dass deine tochter in behandlung ist, unterstütze sie dabei so gut wie möglich, dass sie zu ihrer therapeutin wirklich offen sein kann/soll. ansonsten hoffe ich, dass du bald gesund bist und ihr ruhe findet. alles gute, shopgirl
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