Elternforum Alleinerziehend, na und?

Doch noch mal Quasi AE

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Ihr Lieben, ich musste mich noch mal dazu räuspern. Bin ich die einzige der es so geht? Steffi http://www.rund-ums-baby.de/alleinerziehend/mebboard.php3?step=0&range=20&action=showMessage&message_id=116467&forum=109


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ich stelle mich nicht auf eine stufe mit einem ae, obwohl ich mich mit meiner großen tochter ein bißchen so betrachte. was mir auffällt, ist der futterneid, genauso wie zwischen hausfrauen und berufstätigen müttern. der ae findet, das ehepaar hat es ja sooo toll. es ist nicht immer alles gold, was glänzt. es hat beides sein seine vor-und nachteile. hast du keine freunde, die dir zur not mal einen nagel in die wand schlagen??? wo ich dir absolut recht gebe, ist der austausch, wobei man dem im idealfall auch ahben kann/sollte und was ae-mütter auch im idealfall mal haben...ist ein kindfreies woe...das haben paare normalerweise nicht.


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hallo steffi, vermutlich kann man beide situationen nicht wirklich miteinander vergleichen. ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass so manche ehefrau und mutter sich von ihrem gatterich doch in vielerlei hinsicht "vernachlässigt" vorkommt - wenn's denn in der beziehung nicht so optimal läuft, wie sie sich das in ihren kühnsten träumen vorgestellt hat. da ich ja schon seit der geburt meiner grossen mit ihr alleine bin, kenne ich es gar nicht anders als die verantwortung für alles selber zu tragen. natürlich habe ich mir früher öfters (und heute noch gelegentlich) jemanden gewünscht, der mir zumindest mal gelegentlich ohr und schulter zum ausweinen leiht, aber ich kenne es ja wirklich nicht, wie es ist, mit mann und kindern zusammen zu leben, im schlimmsten fall auch verheiratet zu sein (*grusel*). und eine scheidung hab ich auch noch nicht durchlaufen... ich stell es mir inzwischen viel anstrengender vor, in einer partnerschaft zu leben (insb. mit dem vater des kindes/der kinder) - weil da ja eine emotionale komponente dabei ist, die frau so nicht hat: auf die befindlichkeiten des partners rücksicht nehmen, ständig zurückstecken, kompromisse finden, auch wenn man selber eigentlich was ganz anderes will, sich mit dem partner in punkto erziehung auseinandersetzen (vor allem, wenn die kinder dann anfangen, vater und mutter gegeneinander auszuspielen) etc. etc. dazu ist frau aufgrund der erwartungen des mannes auch zeitlich immer mehr eingebunden als eine AE - der mann erwartet saubere, gebügelte wäsche, warme mahlzeiten, eine aufgeräumte wohnung (selbst wenn egon mithilft, der löwenanteil bleibt doch meist an der frau hängen, emanzipation hin oder her)... früher habe ich sowas in meinen beziehungen auch gerne gemacht, und oft habe ich mich darüber noch nicht mal beschwert, weil es einfach zu einer beziehung dazu gehört. jetzt, nach so vielen jahren alleine, denke ich eher, dass ich das gar nicht mehr könnte und irgendwo beziehungsunfähig geworden bin. ausserdem habe ich an hausarbeit (ausser KOCHEN!!) so wirklich gar keinen spass und das verlangen, selber den putzlappen zu schwingen, wird auch mit einem partner bei mir nicht unbedingt grösser... von daher kann ich den aaaaarmen, gestressten "quasi-ae's" nicht wirklich zürnen. sie kennen es ja nicht anders - und tauschen möchte ich mit denen nicht wirklich... (bis zum nächsten mann *gg*) lg martina


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so ist es. für mich ist es auch eine ganz neue erfahrung, daß ich mich mit dem kv auseinandersetzen muß ( aktuell: kriegt sie ohrringe oder nicht, natürlich kriegt sie keine, aber allein die diskussion....). gesamt gesehen haben wir zwar mehr geld, weil wir beide arbeiten, aber natürlich auch mehr kosten ( 2.auto, mein schöner raucht etc ) und wenn ich mal weg will, muß ich mir auch einen babysitter nehmen, weil mein mann oft spätdienst und momentan nachtdienst hat.


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War ja mit meiner Großen auch 3 Jahre ae, jetzt seit 3 Jahren wieder verheiratet und zusätzlich die Zweijährige. Unterm Strich muss ich sagen, klar ich bin auch öfter allein mit den kids, wenn mein Mann abends lang arbeiten muss oder dienstlich irgendwo auf dem Globus rumjettet. Trotzdem... ich finds jetzt viel leichter, allein die finanzielle Angst, morgen keine Windeln mehr kaufen zu können. Mir gings damals finanziell die erste Zeit extrem schlecht und ich fand diese existentielle Angst ums nackte überleben richtig beklemmend. WM


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Ihr habt recht, natürlich gibt es auch in Partnerschaften Probleme und Konflikte, die ziemlich zermürbend sein können. Ich spreche auch niemandem ab, sich beschweren zu dürfen. Nur ist es so, dass ich auch die Variante mit Partner kenne und eben nun vergleichen kann. Die Mütter, die meinen, sie seien mindestetns so gebeutelt wie AEs (wenn nicht gebeutelter), kennen den umgekehrten Fall i.d.R. nicht. Ich kann aus Erfahrung sagen, das Leben als AE ist ungleich umständlicher und anstrengender (z.B weil man ständig andere leute um etwas bitten muss), und vor allem belastet die Verantwortung (finanziell und insgesamt), die man allein tragen muss. Natürlich gibt es auch schöne Momente, keine Frage, aber wenn ich die Wahl hätte, ich würde 1000 Mal lieber in einer (halbwegs funktionierenden) Partnerschaft leben. Sorry, aber ich glaube, mit diesem "ich bin so zufrieden allein, komme viel besser zurecht, mich nervt keiner und ich habe weniger Abeit"-Habitus, machen sich viele selbst etwas vor. Was ok ist, wenn man damit gut zurecht kommt. Unterm Strich meine ich: ich will keine nicht-ae Frauen volljammern, aber ich möchte bitte auch nicht eben von diesen ständig hören, was sie für arme Schweinchen sind, und dass es keiner so schwer hat wie sie. Da komme ich mir nämlich verar... vor. Steffi


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ich stimme dir voll zu Steffi. mich stört sowas auch extrem. Oder wenn Hausfrauen (oder TZ arbeitende Frauen in Partnerschaften oder Ehen) mich volljammern was sie nicht für einen Stress haben. Sorry, da steig ich aus. Letztens hat mich eine Freundin vollgesudert, sie dreht durch, kriegt einen Herzinfarkt weil - ja weil die Waschmaschine eingegangen ist und der Kundendienst erst in ein paar Tagen kommen kann. Hab ich ihr gesagt, es gibt doch beileibe schlimmeres. Ich mein, ich jammer auch niemanden voll wie arm ich nicht bin oder was ich für einen stress hab. Und mir sind Diskussionen über Erziehung wesentlich lieber als wenn ich mit niemanden drüber reden kann zumal Lisas Papa da gern mitredet.G ut, manchmal treibt er mich zur Weißglut mit gutgemeinten Ratschlägen aber im großen und Ganzen bin ich froh drüber. Ganz allein könnt ichs mir nicht vorstellen aber Partnerschaft wär natürlich noch besser. Und das finanzielle sollte man nicht außer Acht lassen, da kann man sich dann auch leichter mal einen Babysitter leisten zumal frau ja viell. auch mal außerturlich und nicht nur am Papa WE weggehen mag. lg max


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Recht gebe ich dir in dem Punkt, daß man mal eher was auswärts erledigen kann, wenn noch jemand zu Hause ist. Gut, da habe ich den Vorteil, das die Eltern fast um die Ecke wohnen. Alles andere kann ich zumindest in meiner Situation nicht bestätigen. Finanziell ist es schwerer, aber ich habe auch keine Diskussionen mehr darüber warum es schwer ist... Reparaturen ...da helfen mir wenigstens jetzt Freunde oder Bekannte. Solange ein Mann auf der Couch sitzt, der es einfach nicht tut - hilft auch verständlicherweise sonst keiner... und ich sage nochmal: in einer schwierigen Partnerschaft zu zweit innerlich allein zu sein oder sich emotional alleingelassen zu fühlen ist auch eine Anstrengung die nicht zu unterschätzen ist. Ich denke das alles kommt viel auf andere, äußere Umstände an. Da ich hier ländlich wohne, viele Bekannte, Freunde habe und die Eltern in der Nähe kann ich vielleicht auch nicht wirklich mitreden.