Malefiz
Meinen wirklich einige hier, Kinder wären heute lauter als früher? Das kann ich nicht wirklich bestätigen. Fakt ist, dass sich die Einrichtung der Wohnung stark verändert hat. Früher waren (auch noch zu meiner Kinderzeit) dicke Teppiche oder schwere Gardinen Usus, die die Schallübertragung innerhalb der Wohnung stark gedämpft haben. Es war generell mehr Leben in den einzelnen Häusern und nicht unbedingt üblich, dass ein bzw zwei Leute allein auf 100 qm2 sitzen. Außerdem konnte sich Kinderleben auch viel im Freien abspielen. Ich finde es auch nicht schlimm, neben einem Kindergarten zu wohnen, und da spreche ich aus Erfahrung. Warum auch? Lärm beginnt nachgewissenerweise im Kopf. Es ist eine Frage der inneren Haltung, ob mich laute Kinderspiele stören. Und es ist meine Angelegenheit, wenn dem so ist, dem zu begegnen. Immerhin gibt es ja heutzutage so etwas wie Ohropax und Schallschutzfenster. Das Hauptproblem besteht m.E. darin, dass jeder auf seine vermeintlichen Rechte pocht und keine Bereitschaft besteht, sich auch mal zurückzunehmen. Und daraus dann zu erkennen, dass auch eine "Horde" von Kindern nicht ununterbrochen schreit und tobt, sondern dass es immer um Augenblicke geht, in denen es eben lauter zu geht. Ein Preßlufthammer fällt da ja wohl schon in eine andere Kategorie. Doch wie kann man von Senioren erwarten, Kindergärten und spielenden Kindern in der unmittelbaren Nachbarschaft gelassen und aufgeschlossen zu begegnen, wenn dies nicht mal Mütter bzw Eltern mit Kindern fertig bringen ? Fragt sich Malefiz
auch elterngehör hat eine schmerzgrenze..................... ja , wir waren leiser, denn uns wurde rücksichtnahme beigebracht und wir haben uns z.b. nicht grade vor den häusern ausgetobt, bzw. spiele gespielt, die keinen pressluftlärm erzeugten. man könnte denken, bei dir haben alle anderen rücksicht zu nehmen , nur damit die lieben kleinen sich ungestört ausbrüllen dürfen??
Außerdem sehe ich wenig Kinder, die sich "vor den Häusern" austoben. Entweder sie sind in der Schule oder Kita oder was weiß ich. Das könnte Teil des Problems sein. Die Leute sind den unmittelbaren Umgang nicht mehr gewöhnt. Ich bin Jahrgang 69 und ich bin mir ganz sicher: wir waren garantiert nicht leiser! Aber jetzt sind wir mittendrim in einem gamz anderen Thema: die pösen, pösen anderen Eltern, die ihre Kinder so schlecht erziehen...
ich wusste nicht, dass ich in diesem Thread nur dann schreiben darf, wenn ich dir zustimme.... es ging hier auch nicht um böse Eltern, aber das tut jetzt auch nix zur Sache. Guts Nächtle
wir waren anders. das geht schon mit dem anstand beim grüssen los. das ist das erste was ich meinen kindern beigebracht habe, da haben die meisten eltern enormen nachholbedarf. ich sehe es bei uns hier , die kinder sind kaum ncoh in der lage miteinander zu spielen. früher waren wie grüppchen von bis zu 10 kindern, jetzt gibts streit, wenn ein dritter oder vierte dazukommt. ich denke das ist alles generell ein problem unserer gesellschaft, jeder bekommt die ellbogenmentalität mit und das wird auch auf die kinder reflektiert. und ja, ich habe gerne nach einem stressigen arbeitstag meine ruhe im garten. kinder dürfen auch mal laut sein beim spielen, aber nicht schreien wie abgestochen und das können mädchen besonders gut.
früher wussten sich viele Kinder einfach "zu benehmen". Sie waren ruhiger und höflicher. In der heutigen Zeit sind viele Eltern schlichtweg überfordert mit der Erziehung ihrer Kinder. Die Kinder reagieren dementsprechend respektloser auf ihre Umwelt, als es noch vor 30 Jahren war. Und ich glaube, diese Respektlosigkeit vieler Kinder ruft eine gewissen Unsympathie bei Erwachsenen hervor und lässt daher deren Geduldsfaden deutlich früher reissen.....
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Früher waren Kinder ruhiger und höflicher ? ach so, na denn...
wie alt bist diu?? vielleicht zählst du zu einer *jüngeren* generation?
Ich spreche von der Allgemeinheit. Ich rede nicht davon, das jedes einzelne Kind heutzutage kein Respekt mehr hat oder unhöflich ist. Es ist nunmal so, dass sich in den letzten Jahren sehr vieles verändert hat.
ot
Hallo, ja, wir waren früher leiser. Sonst gab es schlicht welche hinter die Löffel. Es gab eben noch Respekt und sei es darum das man sonst Abends einen auf den Hintern bekommen hat, wenn sich Nachbarn beschwerten. Ich bin weit davon entfernt das Kinder wieder geschlagen werden. Aber ganz ehrlich. Wenn man weiss, das man welche auf den Hintern bekommt, wenn es nicht so läuft wie es soll, hält man sich halt zurück. Das müssen die Kinder heutzutage nicht mehr. Sie bekommen allenfalls mal ne Stunde Fernsehverbot oder das Taschengeld wird gekürzt. So, wie meine Jungs sich mir gegenüber benehmen, da hätten meine Eltern aber was ganz anderes gemacht. Woanders haben ich die nettesten Kinder der Welt aber hier sieht es schon ganz anders aus. Und meine Jungs und die Nachbarskinder spielen auch lautstark draussen und sogar mich nervt es teilweise wenn man im Sommer nicht auf dem Balkon sitzen kann, weil ein Lautstarkes Fussballspiel auf dem Rasen ausgetragen wird. Vor allem wenn unsere Kinder im Bett liegen und die Nachbarskinder mit Migrantenhintergrund bis Abends um 22.00/23.00 noch draussen sind. Während der Woche wohlgemerkt. Ich kann beide verstehen, die Senioren und die Kinder. Aber wenn beide etwas Rücksicht walten lassen würden, z. B. Mittagszeit einhalten bei die den Kindern, Abends bis spätestens 20.00 Uhr Krach machen, dann wäre es vielleicht besser. Und die Senoren sollten halt mal ein Auge zudrücken. Mein alte Nachbarn haben früher auch immer gemeckert. Ich habe zu ihnen gesagt, sie sollen mal mit den Kinder persönlich reden und denen ihre Lage erklären. Nun läuft es wunderbar. Meine Jungs "versuchen" Rücksicht zu nehmen und es klappt mal mehr mal weniger und die alten Leutchen im Haus sind viel freundlicher geworden. Lieben Gruss Pinky
wir waren auf der straße laut und richtige rabauken, aber diie älteren nachbaren
mochten schon 1960 keine kreischende meute vor ihren häusern, da wurde geschimpft, bälle zerschnitten und sogar draufgehauen.
meine ur großmutter beschwerte sich ständige bei unseren eltern, was in der regel eine strafe nach sich zog.
wir rächten uns. machten *musik* auf allen blechteilen die wir erwischen konnten, aber immer nur dann wenn uri mittagsschlaf hielt.
jede straße hatte früher ihren eigenen *kindergarten* vor den häusern, aber die wenigsten.älteren menschen mochten uns, die meisten keiften und schwärzten uns bei unseren eltern an. wir spielten ihnen dafür immer wieder neue streiche.
nur in gegenwart unserer eltern mutierten wir zu den reinsten engelchen, waren höflich, freundich, eben gut erzogene kinder..
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die kinder früher höflicher und braver waren als heute: die ältere generation weis das es früher mehr schläge gab als heute, da durften nicht nur die eltern schlagen, sondern auch die lehrer, nachbarn u.s.w., was heute ja strafbar ist und damals wars eben üblich.
was ich beobachtet habe ist, dass viele Kinder heute gar nicht mehr die möglichkeit haben sich richtig auszutoben. Wenn sie dann mal draußen sind wird natürlich übermäßig getobt. man karrt sie von der huastür bis zur Schultür und wieder zurück, dann gehts mit dem Auto in die tennisstunde oder zum Klavierunterricht. Wunderts da jemanden wenn die aufdrehen wie blöd wenn sie sich mal bewegen dürfen? Ich scheuche meine 3 jeden morgen bei Wind und Wetter zu fuß in die schule..ist nicht so weit, aber wenn sie dort ankommen sind sie frisch, wach und haben erstmal ausreichen bewegung gehabt um still zu sitzen. Und hier merkt man durchaus welche Kinder viel draußen sind und welche den halben tag vor der Konsole sitzen. Ruhiger und ausdauernder spielen die die es gewohnt sind..aufgedrehter, hibbeliger und lauter sind die fernsehprofis. lg reni
Moin, hab ich auch festgestellt. Meine Jungs müssen morgens zur Schule laufen. Sie machen Fussball und Judo im Verein. Wir haben jeden Tag Termine und alles ohne Auto. Ich leih mir das Auto meines Vaters für Turniere die in anderen Stadtteilen stattfinden. Komischerweise sind meine Jungs und der Nachbarjunge der eh immer bei mir ist, die Einzigen die draussen regelmässig spielen. Immer wenn schönes Wetter ist, scheuch ich die raus. Wir haben eine Parzelle und sind auch oft da draussen. Also meine Jungs spielen viel draussen und sind komischerweise auch nie Krank. Mal ein Magen-und Darmvirus aber sonst Pumperlgesund. Meine Nachbarin hat jetzt ein paarmal mit mir gemeckert, weil soviel Dreck im Flur ist, ich hab das die Kinder selber sauber machen lassen. Vorgestern hat sie sich die Kinder selber vorgeknöpft, ich stand dabei und hab sie schimpfen lassen. Sie war Gerecht aber hat die Kinder hart ran genommen. Das hat gesessen. Die Kinder lernen, wenn wir Mist bauen, steht Mama zwar hinter uns aber wir müssen trotzdem dafür einstehen. Viele Müttern können es ja schon gar nicht mehr vertragen wenn andere schimpfen. Und genau das ist der Fehler. Klar, wenn meine Kinder böse oder ungerechtfertig angegriffen werden, geh ich da auch zwischen. Aber diesmal was gerecht. Es ist wirklich superdreckig. Wir wohnen oben und die Jungs schleppen die ganze Matsche rein. Ich hab ihnen oft genug gesagt, zieht unten die Schuhe aus, wenn sie es nichtmachen, müssen sie halt putzen. Achja, bei uns fahren Unmengen an Kindern mit Fahrrad zur Schule die in der NÄhe wohnen, von den Eltern die ihre Kinder mit Auto bringen fang ich gar nicht erst an. Meine Kinder wollen immer, aber ne, die müssen laufen, ich böse böse Rabenmutter. Lieben Gruss Pinky
das ruft bei mir als 31jährige sogar oft Unsympathie hervor. Scheint so als ob man alle Fehler der vergangenen Jahrzehnte ausbügeln möchte und nun extrem tolerant, extrem offen und extrem nachsichtig in der Erziehung sein muss.
Naja, ob wir damals so viel ruhiger oder höflicher waren *hüstel* kann ich so im Nachhinein nicht beurteilen... Was aber stimmt: ein Anschiss der Nachbarin, weil wir zu laut sind, hat uns schon beeindruckt und nicht zur Folge gehabt, dass Mutti sich auf den Weg macht und sich verbittet, dass die Entfaltungsmöglichkeiten der lieben Kleinen eingeschränkt werden.
sorry, dass ich da deine Meinung nicht teilen kann, aber auch ich bin wie viele meiner Vorschreiberinnen der Ansicht, dass heute viel Kinder zu wenig Respekt, Anstand und ein Gefühl für Rücksichtnahme haben, dass diese Kinder heute zu wenig Bewegung und zu wenig Erziehung im Elternhaus haben...oft einfach, weil den Eltern die Zeit dazu fehlt. Wir leben in einer sehr sehr kinderreichen Siedlung und wenn man hier so das Geschehen mal beobachtet, kann man auf so einiges Rückschlüsse ziehen. Kinder aus Familien, in denen Arbeit, Hort, Fernseher und Playstation den Alltag bestimmen, sind häufiger laut, egal ob draußen oder drinnen, sind häufiger resistent gegen Wünsche anderer. Kinder aus Familien, in denen zwar auch oft Arbeit, aber dann gemeinsame Freizeit und Hobbys eine große Rolle spielen, sind ruhiger, ausgeglichener, streiten sich nicht so häufig im Hof. Ich wage also zu behaupten, dass es wirklich an unserer viel zu schnell und viel zu viel konsumierenden Gesellschaft liegt, dass Kinder heute anders sind. Ich habe versucht meine Kinder ein wenig anders zu erziehen und muss jetzt erleben, dass sie immer mal wieder in Situationen geraten, in denen ihnen mehr Ellenbogen gut täte....schade! lg schneggal
Hallo Wir wohnen auf dem Land, richtig ländlich:) Hier sieht man keine Kinder um 15 Uhr auf den Straßen!! Leider! Ich hoffte dort meine Kinder ( so aufwachsen zu lassen wie ich es erlebt hatte) Aber die Kinder sind im Haus, lernen, oder sind im Nachmittagsprogramm! Keiner macht hier Lärm! Hier ist alles leise , still! Ich merke jeden Hund der hier vorbei läuft ! Sogar die Hundebesitzer lassen ihre Kinder zu Hause und gehen bei jedem Wetter mit ihren Hund raus..aber net mit ihren Kinder! Hier wird noch auf höfliche Umgangsformen geachtet: Grüß Gott sagt man! So lernt das jedes Kind hier:) Bei Danke und Bitte wird bei Bäcker ein Keks verteilt:) Ist ja egal...aber Kinder sieht man nur wenn sie zur Schule gehen und wieder heimkommen! Aber der Trend sie zu fahren ist hier auch schon aufgekommen! Trotz guter Bus und Zugverbindung!! In den Sommerferien fast das gleiche Bild! Alle in Urlaub, oder in Freizeiten. Ich muss ins Auto steigen und meine Kids auch zu anderen Kids fahren:) Muss also den Trend mitmache...ich fahre zum wandern...Spielgelegenheiten, Freizeiten...usw. für meine Kinder ...Aber sie hätten alles vor der Türe..nur keine Kinder...
"...aber auch ich bin wie viele meiner Vorschreiberinnen der Ansicht, dass heute viel Kinder zu wenig Respekt, Anstand und ein Gefühl für Rücksichtnahme haben, dass diese Kinder heute zu wenig Bewegung und zu wenig Erziehung im Elternhaus haben...oft einfach, weil den Eltern die Zeit dazu fehlt." Ich kann aus meinem Umfeld hier nicht bestätigen, dass viele Kinder zu wenig Respekt oder ein Gefühl für Rücksichtnahme hätten - vielleicht kommt es aber auch darauf an, wie man den Kindern begegnet? Bei manchen Erwachsenen denke ich jedenfalls, so, wie die mit Kindern umgehen, ist es kein Wunder, wenn manche Kinder da ihr gutes Benehmen vergessen, so, na ja, motzig und pampig, wie manche Erwachsenen sind, die anscheinend selbst so grundlegende Worte wie "bitte" und "danke" oder wenigstens ein freundliches Lächeln verlernt zu haben scheinen. Allerdings, die meisten Kinder und Jugendlichen, die ich hier kenne, sind oft viel freundlicher und umgänglicher als ihre Eltern, die teilweise schon etwas muffelig sind - die Kinder nicht, die grüßen fröhlich und erzählen mal was - finde ich immer wieder richtig klasse!
hallo ich habe die anderen beiträge nicht groß gelesen - aber wie schon gesagt ich bin einfach der meinung das die toleranz gegenüber kindern ist heute weniger wie früher - kinder verhalten sich in jedem jahrhundert / lebensphase gleich aber die toleranz ist ihnen gegenüber geringer kinder dürfen nicht mehr kinder sein - habe in dieser form gar nicht mehr die möglichkeit sich auszutoben ( schule usw. usw. ) wenn sie dies tun oder auch mal etwas lauter werden wird dies gleich mit mangelndem benehmen gleich gesetzt - ungeachtet dessen ob sie vorher zig stunden ruhig in der schule verbracht haben und danach nachmittagsunterricht hatten usw. wehe wenn kinder mal laut werden - ach,ja unweit von uns ist ein altersheim - tja die lassen es manchmal auch ganz schön krachen ungeachtet dessen was die nachbaren sagen vielleicht sollte ich eine petition gegen das alterheim auf die beine stellen - der lärm kann einem ganz schön auf die nerven gehen - alleine schon diese rollatoren mfg mma
Es ging mir nicht darum, jeglichen Lärm und Verhaltensweisen von Kindern zu tolerieren, nicht um mangelnden Respekt, Anstand und Rücksichtnahme. Es stellt auch einen Unterschied her, ob ich mit Schulkindern oder Klein - bzw. Kindergartenkinder zu tun habe. Man kann von einem Dreijährigen nicht verlangen, Mittags - oder Sonntagsruhe einzuhalten oder leise übers Parkett zu schweben, damit sich die unten drunter wohnenden ja nicht gestört fühlen. Das kann man einem Siebenjährigen begreiflich machen, aber auch nicht mit der Erwartungshaltung, dass es immer und zu jeder Gelegenheit funktioniert. Und diese Erwartungshaltung innerhalb der Umgebung ist einfach da. Diesbezüglich erlebte ich in den letzten Monaten zu viel, sowohl was uns angeht, als auch in der unmittelbaren Umgebung, bei Freunden und Bekannten. Daher bin ich etwas sensibilisiert, was dieses Thema angeht. Und das meinte ich damit, als ich sagte, dass wenig Bereitschaft darin besteht, sich selbst mal etwas zurückzunehmen. Ich habe einmal ein Lärmprotokoll angefertigt und kam auf insgesamt ca. 40 minuten täglich, wo ich sagen würde, es ist laut. Ist das so unzumutbar, wenn man bedenkt, dass der Tag 24 Stunden lang ist? Und dann diese verbreitete Einstellung: Kinderbetreuung muss unbedingt ausgebaut werden, ganz wichtig, es fehlen so und so viele Kita- und Krippenplätze. Doch daneben wohnen, never! Das ist doch ein Widerspruch in sich, oder nicht? Gruß, Malefiz
ja doch - ich sehe es auch so - die toleranz ist weg - tja und hinzukommt das sich jeder wundert das die geburtenrate zurückgeht und ja jeder der mehr als die statistisch gesehenen die üblichen 1 1/2 kindern hat schief angeschaut wird - nicht immer aber fast immer mfg und einen schönen sonntag noch mma
Die Lebensformen haben sich geändert, Der Mensch an sich nicht. Freche, brave Kinder gabs, gibts immer. Muttis, die ihre Kinder eisern verteidigen, oder eben nicht, auch. Arbeitende Eltern, die ihre Kinder sich selbst überlassen, gabs früher auch, noch viel mehr wahrscheinlich. Und Hausrauen, die ihre Kinder an der Kandarre hielten, ebenso. Böse Nachbarn, die Kinder hassten, waren auch gut und quasi gleichmäßig auf die Wohngegenden verteilt (eine solche Hexe machte meiner Mutter das Leben zur Hölle); aber auch welche, die den Kindern Schokolade schenkten, weil sie ihnen beim am Fenster-Sitzen im hohen Alter beste Unterhaltung auf der Straße boten. Nichts neues unter der Sonne. Aber man kann sich mal wieder auslabern, im Forum (analog rote Lederhose....). Früher musste jeder seinen Vorurteilsschrott für sich behalten bzw. hats in begrenzteren analog-Foren (Bäcker, Tante-Emma-laden) zum besten gegeben. Der Kramer hat es zum Glück nicht archiviert.
...soll man von einem 3jährigen nicht erwarten können, dass der mal leise übers Parkett schwebt?? Hältst du 3jährige nicht für fähig zu spüren, was anderen Menschen gut tut und was nicht? Ich habe meinen immer versucht ein Gefühl für andere zu geben und es zog bei meinen mit 3 Jahren und sogar früher auch schon sehr wohl, dass ich sie jetzt wirklich darum bitten möchte nicht zu hüpfen, weil das Baby unter uns gerade schlafen möchte. Wo ist das Problem? Ich frage mich manchmal, ob es denn wirklich so schlimm ist, mit seinen Kindern auf einer Ebene zu reden, die sie verstehen, fühlen und verinnerlichen können. Ich erlebe so oft entweder das Extrem, wo die Eltern am liebsten nur rumbrüllen würden, weil die Kinder ja so furchtbar sind, oder die Eltern, die nur in Tätschelsprache reden und sofort zur Hyäne werden, sollte man ihre Kinder nur schief anschauen, wenn sie gerade mit einem Stein versuchen eine Scheibe kaputt zu schlagen, da es ihre Entfaltung einschränkt. Warum gibt es das Normale nur noch so selten? Irgendwo weiter oben schrieb jemand, dass Kinder heute nicht mehr Kinder sein dürfen und sich austoben, wenn sie stundenlang in der Schule saßen.....ja aber täten sie es denn? Immer mehr verschwinden die Kinder aus den Höfen, sitzen lieber in der Bude und lassen sich von TV,Nintendo und Co berieseln....und drehen dann abends auf und hüpfen kreischend durch die Wohnung, während sich die Eltern über die Einschlafstörungen ihrer Kinder beschweren...komisch!! Meine toben draußen, sind zu normalen Uhrzeiten auch mal laut ( aber nicht zu laut).....dafür abends hundemüde und schlafen fast immer sofort ein. Wahrscheinlich wirke ich jetzt wie die voll strenge Übermutter-Spießerin, die den ganzen Tag nichts besseres zu tun hat, als ihre Kinder zu belehren...komisch, wenn man meine Kinder so ansieht und sie fragt, sehen sie es ganz anders :) Ich bleib dabei, ich finde es toll, wenn Kinder Anstand und Mitgefühl lernen und bin stolz darauf, dass ich das meinen Kindern immer ebenfalls mitfühlend und mit Anstand beibringen konnte. So geht es nämlich tatsächlich auch :) lg schneggal