Elternforum Aktuell

Ich habe mich geirrt!

Ich habe mich geirrt!

Lauch1

Beitrag melden

Es geht wohl los, Israel und die USA befreien die Welt von den Mullahs & Revolutionagarden. 


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lauch1

"Etwas" (ich meine das sarkastisch und schreibe das lieber mal dazu) unangenehm stößt mir allerdings auf, dass die israelische Bevölkerung bereits vor potenziellen Gegenschlägen gewarnt wurde und sich in Sicherheit bringt, während die iranische Bevölkerung jetzt in Panik flieht - zumindestens habe ich das über Teheran gelesen. Ich freue mich auch, wenn das Mullah-Regime in Teheran fällt, sage ich noch mal sicherheitshalber dazu. Warum man dann aber nicht gezielt diese Leute bombardiert (Khamenei ist z. B. in Sicherheit gebracht worden), sondern Städte, wo es wieder viele zivile "Kollateral"-Schäden geben wird, wundert mich bei Trump und Netanjahu zwar kein bisschen, aber so richtige "Freude" oder gar "Spannung" will bei mir da nicht aufkommen.


Lauch1

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Dieselbe iranische Bevölkerung die seit Nächten Trump um Hilfe anfleht weil sie von den Islamischen Revolutionsgarden ermordet werden meinst Du? 


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lauch1

Natürlich möchten die Menschen von den Mullahs befreit werden, wer stellt das denn in Frage? Ich ganz sicher nicht. Trotzdem sind Trump und Netanjahu (offenbar unter Einbeziehung westlicher Regierungen, Merz und Wadephul waren jedenfalls informiert, dafür wurde der US-Kongress mal wieder bei der Entscheidung für den Angriff übergegangen, genau wie in Venezuela) sicherlich für die Menschenrechtsaktivist*innen und Feminist*innen in Iran keine Wunschpartner - für Reza Pahlavi sind sie das selbstverständlich. Und auch wenn ich Pahlavi nicht vorverurteilen und ihm unterstellen will, dass er den Iran wieder in eine konstitutionelle Monarchie mit diktatorischen Anwandlungen verwandeln will (wie Banu das kürzlich getan hat), stört mich doch massiv, dass er den Kampf der Frauen, die die Widerstandsbewegung in Iran überhaupt erst so groß gemacht haben, nicht nur ignoriert, sondern dem Slogan "Frau, Leben, Freiheit" eine männliche Variante gegenübergestellt hat, so als sei er der große Retter des Landes aus dem Ausland. Das hat schon ein massives Geschmäckle, dass da jetzt jemand die Gunst der Stunde nutzen will, um endlich wieder an die Macht zu kommen, und die Demokratiebewegung, insbesondere die Frauen, hätten wieder das Nachsehen.


Lauch1

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Geschmäckle haben für mich jahrelanges Hofieren und Gratulationen zum Jahrestag der Islamischen Revolution.  Ich freue mich jedenfalls für den Iran.


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lauch1

Solche Formalien gehören halt zur Diplomatie. So ein bisschen Ambiguitätstoleranz sollte man von demokratisch gewählten Staatschefs erwarten dürfen, auch wenn die Achse Israel-USA-Westen gerade unter konservativen Regierungen natürlich eindeutig die stärkere ist. Aber gut, Diplomatie kann und will Trump ja auch nicht, sondern immer nur selber und immer nur mit dem Kopf durch die Wand. Netanjahu ist natürlich froh, wenn er Unterstützung gegen seinen Hauptfeindesstaat bekommt, und Pahlavi freut sich, wenn er als Monarch und Heiland in Personalunion in seine Heimat zurück darf. Aber dass es Trump um die iranische Bevölkerung ginge, musst du geträumt haben. Begründet hat er den Angriff damit, dass die Iraner ihr Atomprogramm wieder aufgenommen hätten, eine unbelegte (und reichlich an den Haaren herbeigezogene) Begründung, um eine militärische Intervention im Alleingang zu rechtfertigen. Das Völkerrecht hat mal wieder Pause. Auch wieder so ein Fall von Ambiguität: Man (oder in meinem Fall frau) kann das Mullah-Regime als faschistischen Dreckshaufen verachten und trotzdem der Ansicht sein, dass sich Trump wenigstens einmal völkerrechtliche und innenpolitisch-demokratische Aspekte berücksichtigt in seiner Politik. Pure Träumerei, ich weiß.


Lillimax

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lauch1

Es ist zweischneidig, wenn die USA sich als Weltpolizei aufspielt, denn dann können irgendwann auch für ihn unliebsame Demokratien dran sein. In einem muslimischen Land, das nicht demokratieerfahren ist und in dem es keine etablierte Opposition gibt, reicht es oft nicht, einfach die Mullahs "abzuschaffen". Denn dann gibt es danach oft eine Militärregierung, die kein bisschen besser ist, so dass der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben wird. Einfach und schnell ist da gar nix zu lösen. Schauen wir mal.


Caot

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lillimax

Ich sehe das sehr ähnlich. Allerdings macht weder Israel noch die USA unter ihren Präsidenten etwas für Fremde. Israel tut es für sich. Ein Sturz bedeutet erst einmal "Ruhe" im besten Fall für ein paar Jahrzehnte, aus dem Land woraus sich Israel bedroht fühlt. Ob da dann demokratische oder erneut autoritäre Kräfte etabliert werden, ist der USA und Israel wohl vollkommen egal.


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lillimax

Ich habe ja eher die Befürchtung, dass das ablaufen wird wie in Afghanistan. Dass Trump "Deals" mit dem Iran macht wie mit den Taliban (entweder mit den Mullahs oder mit Pahlavi, je nachdem, wer zuerst "hier" schreit), am Ende mischt auch noch Putin in der Gleichung mit, weil er wieder einen Absatzmarkt für sein Uran gefunden hat und die Bevölkerung (und vor allem die Frauen) guckt möglicherweise am Ende genauso in die Röhre wie der Schah-Sohn, der für die USA und Israel als Galionsfigur zur Rettung des Iran letztendlich überflüssig ist, wenn er keine Rohstoffdeals mitmachen sollte. Immerhin kann Trump jetzt wieder sagen, dass er keine Zeit hat, sich mit solchen "Nebensächlichkeiten" wie seiner Beteiligung am Epstein-Skandal zu befassen.


Neverland

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lillimax

Danke, genau das. Seit wie vielen Jahrzehnten führt sich die USA dort in den muslemisch geprägten Ländern nun als "Retter" auf? Haben wir nach über 40 Jahren wirklich nicht mehr gelernt? 


Neverland

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Caot

Nö, es bedeutet vor allen Tote. Und mehr Gewinne für die, welche an dem Krieg verdienen werden - also allen voran der USA. 


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Neverland

Doch, "wir" - also die Völkerrechtsexperten und die internationale Gemeinschaft - haben schon daraus gelernt. Trump setzt sich halt darüber hinweg, weil er nichts von der UN hält. Man kann die Funktionsfähigkeit der Vereinten Nationen ja kritisieren, sie aus der Zeit gefallen finden, etc. pp. Und man kann natürlich diesen "Präventivschlag" als gewissermaßen "moralisch legitimiert" ansehen, weil Iran selbst massiv gegen das Völkerrecht und die Menschenrechte verstößt. Aber der US-Präsident sollte sich dennoch erstens nicht leichtfertig ohne Vorankündigung über Völkerrecht hinwegsetzen und dies zweitens nicht tun, ohne die demokratischen Prozesse in seinem eigenen Land zu beachten.


Shanalou

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lauch1

Wünschenswert wäre es, aber so schnell sind die Mullahs nicht gestürzt! Bin gespannt, wie weit Trump wirklich bereit ist zu gehen. Um Menschenrechte geht es ja dabei sowieso nicht, sondern nur um die Atomgeschichte. Meine Euphorie hält sich sehr in Grenzen. Wir werden sehen, was dabei rauskommt.


Zwergenalarm

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Shanalou

Das "Gute" an der ganzen Sache könnte sein, dass sich Trump damit innenpolitisch selber das Wasser abgräbt. Immerhin ist mehr mit dem Wahlversprechen "andere Nationen mehr sich selbst zu überlassen" in die 2. Amtszeit gestartet. Dass er jetzt gemeinsam mit Israel Krieg führt wird auch von seinen Anhängern teilweise eher kritisch beäugt. Wird wohl davon abhängen, wieviele amerikanische Soldaten in diesem Krieg zu Schaden kommen werden.


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lauch1

https://www.instagram.com/reels/DVTFmsADAB1/ (Gilda Sahebi) Ich fasse mal kurz zusammen, was sie gesagt hat: Die Lage in Iran ist unübersichtlich, Trump hat allerdings die US-Bevölkerung darauf eingestimmt, dass US-Soldaten sterben werden. Das lässt lt. Sahebi darauf schließen, dass die USA "all-in" gehen werden, um das Regime zu beseitigen, dementsprechend heftig ist aber auch die Antwort des Mullah-Regimes in Form von Gegenschlägen. Aktuell sollten wir wohl vor allem hoffen, dass auf beiden Seiten möglichst wenige Zivilist*innen sterben. Von einem Regime Change mit Befreiung der iranischen Zivilbevölkerung zu träumen, ist es zur Zeit also einfach noch viel zu früh.


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lauch1

Khamenei soll tot sein...


hamburg74

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Wir sind  so froh, dass eine Freundin meiner Tochter, noch nicht nach Dubei geflogen ist. Eigentlich sollte es heute losgehen. LG


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von hamburg74

Ich habe die Reisewarnungen noch gar nicht angeguckt, aber klar - im Nahen Osten und den Emiraten wird es jetzt natürlich auch brenzlig. Alles Gute für die Freundin deiner Tochter - wollte sie aus schulischen/studienbedingten Gründen oder privat nach Dubai?


hamburg74

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Hamburg hat jetzt 14 Tage Ferien. Also, nur privat...


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von hamburg74

Alles klar - dann ist es zwar schade, aber zu verschmerzen. Der Ex meiner Chorfreundin hat noch ältere Verwandte in Iran - ich hoffe, die bleiben alle unversehrt. Über mir wohnt ein Pärchen - er säkular, sie und die Kinder liberal jüdisch, die setzen sich für die Befreiung der iranischen Zivilbevölkerung ein. Vor allem sie, sie arbeitet in einem Frauen-Projekt. Mal sehen, vielleicht sehe ich sie nachher draußen mit den Kindern im Garten und frage sie mal, wie sie die Lage aktuell einschätzt.


hamburg74

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Ja...gut das sie nicht in Dubai am Flughafen festsitzen. Dann berichte doch bitte....meine Lütte ging ein Jahr auf eine jüdische Schule. Das war sehr interessant und eine tolle Zeit. Aber auch immer mit Gedanken machen verbunden...


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Vor lauter nettem Geplauder unten mit Maxi ganz vergessen: Jetzt ist es also offiziell, Khamenei ist tot, 40 Tage Staatstrauer sind angeordnet. Na, mal gucken, was Trump und Netanjahu in dieser Zeit machen. Boots on the Ground sind ja wohl eher nicht geplant. Mit wem regiert Reza Pahlavi jetzt übergangsweise? Mit den Revolutionsbrigaden? Wie sorgt er (ohne echte Unterstützung von außen, auch dafür wäre ein UN-Mandat sinnvoll gewesen) dafür, dass die machen, was er will und nicht mehr Hisbollah unterstützen? So sehr ich die Menschen verstehe, die jetzt feiern und auf den Straßen tanzen - ich hätte Khamenei ja lieber vor einem Gericht gesehen, vor dem er sich hätte verantworten müssen für die Gräuel, die er angeordnet hat. 


Lauch1

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Wofür sollte man ein UN Mandat haben? Zeit diese sinnlose Organisation aufzulösen. Und Dein ständig 1 Haar in der Suppe zu finden ist angesichts der Bilder der feiernden Menschen im Iran überflüssig. 


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lauch1

Du, ich habe größtes Verständnis für die Menschen in Iran oder die iranische Diaspora. Dass das für die ein Moment des Aufatmens ist, ist doch klar, wieso sollte ich daran herumnörgeln? Ich finde nur, dass es ein ziemlich dickes "Haar in der Suppe" ist, wenn jetzt überhaupt noch nicht geklärt ist, wie es überhaupt weitergehen soll. Wird Pahlavi jetzt überhaupt an die Macht kommen? Er hat sich angeboten, klar, aber die Übergangsregierung ist ja jetzt von den Mullahs schon festgelegt. Meinst du ernsthaft, dass Trump da größere Bemühungen zeigen wird, wenn er Druck von seiner Bevölkerung bekommt, die "Boys" wieder nach Hause zu holen und einen lukrativen Deal angeboten bekommt, wenn er sich möglichst schnell zurückzieht? Läuft das jetzt wie im Irak oder wie in Afghanistan ab? Ich will nicht zwingend ein Haar in der Suppe finden, ich versuche, einen kühlen Kopf zu bewahren in einer Situation, wo du vor lauter Netanjahu- und Trump-Verzückung offensichtlich den gesunden Menschenverstand irgendwo an die Garderobe gehängt hast.


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lauch1

Übrigens ist Trump zu Hause (in Kansas) gerade dabei, Trans-Menschen die Führerscheine abzunehmen, wenn sie diese nicht auf ihr Geburtsgeschlecht umtragen lassen. Kommt dir das mit dem Einsperren zu Hause oder das Einschränken des Bewegungsradius von Menschen mit "nicht-gottesfürchtigen" Lebensmodellen nicht irgendwoher bekannt vor? Ich muss sagen, dass mir Klerikalfaschismus, egal, ob er jetzt evangelikaler oder islamistischer Prägung ist, in beiden Spielarten Angst macht. Für Trump hätte das Führerschein-Abknöpfen wahrscheinlich den angenehmen "Nebeneffekt", dass sich solche Menschen dann gar nicht erst für die Midterms registrieren lassen können...


Lauch1

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Klerikalfaschismus weil das Geschlecht der Geburt nicht eingetragen ist? Sonst geht es noch? Menschen können gerne tun und lassen was sie wollen aber nicht andere damit behelligen. Ich will sicher keine Rotlichtfigur, die aus Gründen meint plötzlich Frau Waltraud zu sein bei mir am WC haben und das ganze noch mit behördlichen Lichtbildausweis bestätigt. 


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lauch1

Ach, da isse wieder, die böse Trans-Frau, mit wir "echten Frauen" uns plötzlich die Toilette teilen müssen, und natürlich arbeiten alle Trans-Frauen im Rotlichtmilieu. Das ist so ein albernes Klischee, Lauch, und davon, dass es ständig wiederholt wird, wird es auch nicht wahrer. Die einzigen mir bekannten Fälle, wo das Recht auf Änderung des Geschlechtseintrags tatsächlich missbraucht wurde, waren einschlägig bekannte und vorbestrafte Rechtsradikale, die sich auf diese Weise Vorteile im Strafvollzug erschleichen wollten. Und nein, Trans-Abgeordnete, die über Frauenquoten in die Parlamente kommen, sind damit NICHT vergleichbar, auch wenn ich da die Konkurrenzsituation noch ansatzweise verstehe. Klerikalfaschismus ist, wenn eine Regierung religiöse Vordenker hat, die definieren, welche Minderheiten politisch und gesellschaftlich nicht mehr zu tolerieren sind und diese in Bezug auf ihre Persönlichkeits- und Bürgerrechte diskriminieren und benachteiligen, und genau das ist ein (nicht geringer) Teil von Project 2025.


Lauch1

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Davor haben alle echten Feministinnen gewarnt: Gib übergriffigen Männer die Möglichkeit und die machen es. Der ist übrigens tatsächlich rechtskräftig verurteilt rechtsextrem. Und Liebich wird Dir auch was sagen, oder? https://www.heute.at/s/wiener-aendert-geschlecht-und-darf-frueher-in-pension-120135347


Lauch1

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

"Waltraud freut sich laut "Krone" jedenfalls schon "besonders aufs gemeinsame Duschen und Spazierengehen mit den Frauen. Ich mache mir dort mit den Damen eine gute Zeit." Die Behörden boten eine Fußfessel an, doch "Waltraud" lehnte ab. "Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon ein zweites Gutachten gemacht, dass ich nicht allein liegen kann", erklärt sie."


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lauch1

Ich wusste nicht, dass es "echte" und "falsche" Feministinnen gibt. Aus meiner Sicht gibt es eher konservative und progressive Feministinnen. Alice Schwarzer hat sich jedenfalls kürzlich erst in einem Interview mit Markus Feldenkirchen vor allem als eins geoutet: selbstzufrieden. Sie hört sich halt gern reden, ist aber medizinisch und soziologisch einfach nicht mehr auf dem neuesten Stand. Sven Liebich meinte ich mit "rechtsradikale Vorbestrafte", diese "Waltraud" kenne ich nicht. Aber fangen wir jetzt an, jedes Recht auf Selbstbestimmtung sicherheitshalber einzuschränken, weil es Kriminelle gibt, die solche Rechte potenziell missbrauchen? Sollen wir private PKW verbieten, weil es volltrunkene Jugendliche gibt, die damit tödliche Rennen in Innenstädten veranstalten? Oder gar Leute, die Autos als Waffe benutzen? Trans-Frauen unter den Generalverdacht zu stellen, sie wären potenzielle Straftäterinnen oder dem Rotlichtmilieu zugeneigt, ist jedenfalls diskriminierend und genauso falsch, wie jedem Muslim zu unterstellen, so "kulturfremd" zu sein, dass er sich nie und nimmer in diese Gesellschaft wird eingliedern können.


Lauch1

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Also Dein Selbstbewusssein möchte ich für 5 min haben und die Gewissheit anderen dermaßen moralisch überlegen zu sein. Wenn Du etwas nicht weißt dann google eben vorher oder informiere Dich: JK Rowling hat etliche Fälle übergriffiger Männer recherchiert.  Was das Ganze mit dem iranischen Regime zu tun hat ist mir ohnehin nicht klar und die Feiern der iranischen Diaspora weltweit sprechen ohnehin für sich.


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lauch1

Es geht weder um mich noch um mein Selbstbewusstsein, sondern es ging - ursprünglich - um den Vergleich zweier klerikalfaschistischer Systeme. Das des Iran (vollendet und alle Ebenen des Staates sowie der Wirtschaft und der geopolitischen Beziehungen durchdrungen) und beginnend (USA, zu Glück gibt es hier noch genug demokratischen Widerstand).. Die Trans-Frau, die "echten Frauen" auf dem Klo auflauert, hast du ins Spiel gebracht. Wo du Recht hast: Es geht um den Iran, ich sollte mir also tatsächlich einen inneren Reminder einbauen, dass es (vor allem im aktuellen Foren-Format) nicht sinnvoll ist, jeder noch so überflüssigen Verästelung des Threads zu folgen. Heute kann ich leider nicht mitdiskutieren, ich bin viel außer Haus und muss außerdem jetzt zur Arbeit.


Daffy

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lauch1

>... die Feiern der iranischen Diaspora weltweit sprechen ohnehin für sich. Klar - Regimegegner, wackere Kämpfer für einen ´freien Iran`, die sich selber in Sicherheit gebracht haben und jetzt für ihre sie alimentierenden Gastgeber die Jubelperser geben. Die wütenden Demonstrationen gegen amerikanische Botschaften hast Du aber auch mitbekommen? Wieviele tote Zivilisten hat es bisher gegeben durch die Raketen des Wertewestens? Wieviele werden es wohl noch? Kriegen wir dann auch herzzerreißende Berichte der überlebenden Väter, Mütter, Ehepartner, wie aus der Ukraine? Natürlich nicht; gab es ja aus dem Irak und Afghanistan auch nicht (oder allenfalls in homöopathischen Dosen und schnell wieder in der Versenkung verschwunden). Ich wundere mich nicht mehr über muslimische Terroristen und ihre Motivation. Dumm nur, dass es auch dieses Mal nicht die Amerikaner sind, die die Wut und den Hass ausbaden werden, sondern die Menschen in der Region und wahrscheinlich auch wir in Europa.  


Silvia3

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Daffy

Ich würde mich freuen, wenn du dich genauso entschieden gegen den Angriff der Russen auf die Ukraine wie hier für den Iran einsetzen würdest. Dort baden die Menschen seit 4 Jahren den Angriffskrieg der Russen aus. Es gab unzählige Tote durch die Drohnen der "Werte"russen.  Jeder Krieg ist einer zu viel. Aber wenn schon, dann sollte man bei der Wahrheit bleiben. Der Angriff der USA und Israel auf den Iran ist eine Dummheit und die Motive sind unlauter, aber Russland ist keinen Deut besser, und die verteidigst du ständig und mit allen Mitteln.


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Silvia3

Ich bin ehrlich gesagt auch über den "Wertewesten" in Daffy Text gestolpert. Denn es ist nicht der "Wertewesten", der da gerade den Iran angegriffen hat, sondern zwei innenpoltisch verbrannte Staatschefs, die ihre Macht mit außenpolitischen Manövern absichern, bei denen viele ihrer Soldaten und Zivilisten zu Tode kommen werden (da gibt es übrigens sehr deutliche Parallelen zu Wladimir Putin). Und die ebenfalls innenpolitisch verbrannten Mullahs schlagen zurück. Das wird ein Flächenbrand und ein Abnutzungskrieg genauso wie zwischen Russland und der Ukraine. Ich kann da leider so gar nichts Positives entdecken.


Jana287

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Daffy

Danke Daffy, genau so ist es. Das vielbeschworene Völkerrecht ist praktisch tot, wenn man es immer nur von anderen einfordert. Ich bin schockiert, was Trump da losgetreten hat. Trump will im Iran die ungerechten Herrscher abschaffen? Nun Putin will die Ukraine von den Faschisten befreien. Ich sehe da keinen Unterschied. Schauen wir mal wann China Taiwan " befreit ", oder wann jemand auf die Idee kommt  Berlin zu bombardieren, um Deutschland von seiner Regierung zu befreien.


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Jana287

"Berlin zu bombardieren, um Deutschland von seiner Regierung zu befreien." Warum sollte jemand das tun? Aus wirtschaftlicher Perspektive wäre das für alle in Frage kommenden Autokraten ein Schuss ins eigene Knie. Die verdienen sich gerade dumm und dusselig an uns.


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Jana287

Ach so, und die Amis würden ohne Ramstein ganz schön blöd aus der Wäsche gucken.


Daffy

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Silvia3

Ich habe hier weder gelesen (und schon gar nicht geschrieben), dass die Ukrainer ihre Toten/Verstümmelten quasi als Vorboten neuer, besser Zeiten begrüßen sollen. Der angebliche Jubel ´der Iraner` soll einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg legitimieren, für liberale Werte und Women`s Lib. Klappt ganz sicher...🤪 Und von unseren angeblich werteorientierten Politikern kommt kaum ein aufsässiges Piep.  Die Frage, inwieweit vermeintlich eigene ´Sicherheitsinteressen` einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg nicht legitimieren, aber erklären können, ist eine ganz andere. Bzgl. Ukraine/Russland brauchen wir gar nicht anfangen; da gibt es die eine offizielle Wahrheit (die Du teilst). Ob die Amerikaner im Nahen Osten ihre legitimen Sicherheitsinteressen verteidigen, ist dagegen ausreichend heikel und wird deshalb kaum gefragt (im Westen).  Was Du als Verteidigung Russlands meinerseits bezeichnest, ist einfach meine Unlust, in den heuchlerischen Refrain von den ´Kinder tötenden, Frauen schändenden, ein imperiales Reich anstrebenden Russen` einzustimmen. Ja, böse Russen & böse Amis - wir hätten uns auch 2022 auf das Narrativ vom ´leider nicht alle Herausforderungen abdeckenden Völkerrecht` einigen können (gerne mit ein paar tausend Helmen).


Jana287

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Warum sollte das jemand tun?  Das ist doch kein Argument?!  Warum sollte jemand den Präsidenten von Venezuela entführen?  Weil er es kann? Und gut findet?  Und wenn genau dieser nun findet, Alice Weidel wäre die bessere Kanzlerin? 


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Jana287

Wenn Trump allein entscheiden würde, würde ich dir möglicherweise sogar Recht geben, weil er nicht weiter als bis zur gegenüberliegenden Tischkante denkt. Aber was für uns an der Politik der US-Regierung teilweise erratisch und unverständlich aussieht, ist es nicht - zumindest nicht unbedingt.  Die verfolgen schon Pläne, deren aktuellen Stand sie nur nach Möglichkeit nicht durchblicken lassen wollen. Friedrich Merz zu entführen und Alice Weidel an seine Stelle zu setzen, würde nicht nur in Deutschland und der EU, sondern auch international einen Eklat und den NATO-Bündnisfall auslösen. Abgesehen davon ist Deutschland volkswirtschaftlich ein Schwergewicht, über uns werden große Mengen Erdgas und Erdöl abgesetzt, sowohl aus den USA als auch aus den Golfstaaten als auch aus (teilweise) Russland. Die erschießen doch nicht die Kuh, an deren Zitzen sie hängen. So meinte ich das.


Silvia3

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Jana287

"Trump will im Iran die ungerechten Herrscher abschaffen? Nun Putin will die Ukraine von den Faschisten befreien." Auch wenn ich das Vorgehen der USA für falsch und unlauter halte: Aber wenn man den Unterschied zwischen den Regimen in Kiew und Teheran nicht erkennt, dann sollte man sich mit seiner Meinung besser bedeckt halten. 


Silvia3

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Daffy

Ich verurteile den Angriff auf den Iran genauso wie ich den Angriff auf die Ukraine verurteile. Die Iraner sind aber im Gegensatz zu den Ukrainern wenigstens echte Schurken (Terrorregime vs. friedliche Demokratie), da kann man noch ein gewisses Verständnis dafür aufbringen, dass die Israelis langsam mal die Nase voll haben. Von daher könnten die Israelis ein legitimes Sicherheitsinteresse geltend machen, wenn wir auf dieser Ebene diskutieren wollen. Legitime Sicherheitsinteressen der Russen gab es im Zusammenhang mit dem Einmarsch in die Ukraine nicht. Zu keinem Zeitpunkt hatte die Ukraine oder die NATO geplant, Russland militärisch anzugreifen. Putin hatte einzig und allein Angst, dass die Demokratiebewegung aus der Ukraine nach Russland überschwappen und ihn seiner Macht berauben könnte. Das war sein persönliches Sicherheitsinteresse, aber bei weitem kein legitimes Sicherheitsinteresse.  Und ja, die bösen Russen begehen permanent Verstöße gegen das Völkerrecht. Sie beschießen Krankenhäuser, Schulen und sonstige zivile Einrichtungen, um die Bevölkerung der Ukraine zu terrorisieren und zu demoralisieren. Du wirst sicher gleich argumentieren, dass bei dem Angriff im Iran eine Mädchenschule zerstört wurde. Das ist schlimm, aber wahrscheinlich ein bedauerlicher Kollateralschaden und kein böswillig gezielter Angriff, wie ihn die Russen tagtäglich begehen.


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Silvia3

"Du wirst sicher gleich argumentieren, dass bei dem Angriff im Iran eine Mädchenschule zerstört wurde. Das ist schlimm, aber wahrscheinlich ein bedauerlicher Kollateralschaden und kein böswillig gezielter Angriff, wie ihn die Russen tagtäglich begehen." Es ist, glaube ich, auch noch gar nicht geklärt, was da überhaupt passiert ist. Israel sagt, in der Gegend hätten gar keine Angriffe stattgefunden. Es gibt sogar Vermutungen, dass es iranische Sprengkörper gewesen sein könnten, also wirklich ein Unfall. Genaues kann man im Moment jedenfalls noch nicht dazu sagen.


Shanalou

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Jana287

Das ist mal wieder Äpfel mit Birnen verglichen. Die ungerechten Herrscher abschaffen im Iran stehen doch gar nicht wirklich auf der Agenda, das ist doch nur Beikost und das wird auch durchaus kommuniziert. Es geht um Israel und Atombomben. Außerdem ist die USA noch nie durch Achtung des Völkerrechts aufgefallen, siehe die Irakkriege.  Grundsätzlich ist es aber immer die Frage, wie weit das geltende Völkerrecht sinnvoll ist, wenn die Bevölkerung massiv unterdrückt wird. Im Fall der Ukraine war das nachweislich nicht der Fall. Afghanistan wäre auch so ein Land in dem man grundsätzlich eingreifen könnte, zumindest moralisch. Praktisch sollte man tunlichst die Finger davon lassen, wie die Erfahrung lehrt. 


Silvia3

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Ich würde dem Iran durchaus zutrauen, die Mädchenschule selbst gesprengt zu haben, um die Bevölkerung und die Weltmeinung gegen die USA aufzubringen. Sind ja schließlich "nur" Mädchen, die zu opfern war sicher eine leichte Entscheidung. Ist jetzt aber nur meine persönliche Verschwörungstheorie, ich habe nichts Substanzielles in dieser Richtung gelesen.


Daffy

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Silvia3

>   Die Iraner sind aber im Gegensatz zu den Ukrainern wenigstens echte Schurken (Terrorregime vs. friedliche Demokratie) Es geht nicht um Demokratie vs. Terrorstaat; kein arabischer Staat ist eine Demokratie, und sie sollen es aus westlicher Sicht auch nicht sein (das kurze Experiment in Ägypten hat gereicht). Demokratie funktioniert nur unter sehr speziellen Voraussetzungen (wenn es sie überhaupt gibt), eine Verfassung ist wertlos in einem Umfeld, wo die eigene Konfession, Stammeszugehörigkeit oder sonstige Gruppenidentität über der Loyalität zum Staat steht. Außerdem sind die Möglichkeiten der Manipulation endlos und die meisten Menschen recht wankelmütig in ihren Überzeugungen. Edward Bernays hat das sehr schön beschrieben und man sieht es immer wieder - die verhassten oder dysfunktionalen ´demokratisch gewählten` Regierungen in afrikanischen Ländern, Irak oder Afghanistan oder auch der Klage von ´Reporter ohne Grenzen` nach der Einstellung von ´USAID` - 90% der ukrainischen Medien wurden gefördert, oft als Hauptgeldgeber. Total frei, ganz sicher 🙂 Zu ´friedlich` - wenn man sich an den Arm des ´biggest bully in the playground` hängt, ist man nicht friedlich. Natürlich hat die Präsenz der Army und CIA in der Ukraine russische Sicherheitsinteressen berührt. Und Russland hat daraufhin das Völkerrecht ignoriert, so wie die USA das im Nahen Osten nach Belieben tun (wenn der Einfluss nicht reicht für UN-gestützte Aktionen); die Monroe-Doktrin ist natürlich auch unvereinbar mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker. Die Entmenschlichung von und Verachtung für Bewohner missliebiger Regime (wie Du es auch weiter unten zeigst mit dem Spruch über ´leicht geopferte Mädchen`) unter dem Deckmantel des Kampfes für Freiheit und Menschenrechte führt zu massenhaft leichten Herzens geopferten Zivilisten. Und wir stehen dabei an der Seite der USA (und Israels). Da nehmen sich beide Großmächte nichts; die USA töten, zerstören und zündeln seit Jahrzehnten, habe keine Berührungsängste mit Terrororganisation und Folterern (´Al Qaeda is on our side in Syria`). Kein Terrorstaat, natürlich 😂 ("If it looks like a duck, swims like a duck, and quacks like a duck...") Kurden bewaffnen gegen den Iran oder die Hisbollah gegen eine mörderische, ständig UN-Resolutionen ignorierende israelische Regierung - ich sehe keinen Unterschied.    https://imi.org.ua/en/news/oksana-romaniuk-90-of-ukrainian-media-survived-thanks-to-grants-i66314 https://www.reporter-ohne-grenzen.de/artikel/pressemitteilungen/2405/schwerwiegende-folgen-fur-medien-weltweit


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Daffy

"eine Verfassung ist wertlos in einem Umfeld, wo die eigene Konfession, Stammeszugehörigkeit oder sonstige Gruppenidentität über der Loyalität zum Staat steht." Bist du sicher, dass das in hiesigen Breiten so viel anders ist? Ich frage das in Zeiten, in denen die amtierende bayrische Landesregierung seit einigen Jahren ebenfalls eher an Befindlichkeiten und Stammtischgrunzen appelliert als an Vernunft. Und die baden-württembergische und sächsische Provinz (die ich ja nunmehr beide teilweise live und in Farbe erleben durfte/darf) ist da nicht viel besser. Wie sonst kommt man als CDU sonst auf die Idee, einen Manuel Hagel als MP-Kandidaten aufzustellen? An Kompetenz liegt es wohl eher nicht. Und Michael Kretschmer tut seit Jahren nichts anderes, als die "Unzufriedenen" (von denen die meisten selbst nicht so genau wissen, warum sie eigentlich so unzufrieden sind) mühsam einzufangen. Das mit der Manipulierbarkeit der Menschen würde ich unterschreiben (auch wenn ich das vor zehn Jahren noch energisch bestritten  hätten), aber die zivilisatorische/demokratische Decke ist tatsächlich sehr dünn, wenn Menschen eher mit Religion und Unterhaltung bei Laune gehalten als vernünftig informiert zu werden. Was Putin und deine Einschätzung der Situation in der Ukraine betrifft, sind wir aber nach wie vor anderer Meinung, das walze ich hier jetzt aber nicht weiter aus. Da gäbe es viel zu sagen zu gesellschaftlichen Themen, die du selbst energisch verteidigst. 


Zwergenalarm

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Ich würde sagen zwischen dem Hindukusch und Bayern oder Baden-Württemberg liegen immer noch Welten. Und werden auch in Zukunft weiterhin Welten liegen, was eine demokratische Staatsform, wie wir sie verstehen, betrifft. Den Hindukusch kannst du übrigens mit jeder beliebigen Region im nahen Osten tauschen. Sogar in mehreren ehemaligen Ostblockstaaten sind die EU Gelder näher als die EU samt Werten selbst. So sehr ich den Osten liebe, aber dort habe ich lieber gute familiäre Verbindungen, als Verbindungen zum Staat. Denn das sind sehr zerbrechliche Bande.


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

"Ich würde sagen zwischen dem Hindukusch und Bayern oder Baden-Württemberg liegen immer noch Welten." Wer bestreitet das denn? Die Lebensumstände sind doch nicht zu vergleichen, genauso wenig, wie du "den Hindukusch" (ich denke jetzt an arme, rurale, bergige Länder wie Kirgistan, Tadschikistan o.ä.) mit Ländern mit bedeutenden Hochkulturen wie in Iran oder Afghanistan vergleichen kannst, die wegen ihrer Bodenschätze unermesslich reich sein und kulturell und bildungstechnisch auf Augenhöhe mit Europa sein könnten, wenn sie nicht seit dem 20. Jahrhundert Spielball von internationalen fossilen Interessen wären. Es ging mir aber um das grundlegende Vertrauen in Politik und Demokratie. Da sehe ich Parallelen. Also in der Tendenz, sich ins Private zurückzuziehen und zu glauben, man könne nur noch seinem direkten Umfeld oder denen vertrauen, die den gleichen "Stallgeruch" haben, und alles außerhalb davon wäre feindselig, bedrohlich, und man müsse sich dagegen mindestens mal mit verbaler, teilweise aber auch mit brachialer Gewalt, verteidigen. In einer kippeligen Demokratie, wo in den Hauptstädten eine Politik gemacht wird, die weit weg vom Leben eines - sagen wir mal  - kleinen Anbieters von Pferdetrekkingtouren für reiche Westeuropäer ist - kann ich das ja sogar noch nachvollziehen. Aber hier? Wie kommen Leute hier auch nur ansatzweise auf die Idee, sie würden in keinem funktionierenden Staat leben, müssten sich in Parallelgesellschaften zurückziehen und könnten öffentlichen Institutionen nicht mehr vertrauen? Ich bin auch nicht zufrieden mit unserer Regierung, aber wie macht man von da den Sprung zu sagen, es sei vollkommen egal, was man wählt, "die da oben" würden uns sowieso ins Verderben führen und nur radikales Protestwählen könnte noch irgendetwas bewirken?


Zwergenalarm

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Ich weiss nicht. Ich finde es halt fatal falsch, dass wir glauben, man müsse nur einen Mullah wegsprengen und schon ist der Weg frei für mitteleuropäische Verhältnisse. Das ignoriert doch komplett völlig anders gewachsene Strukturen und Kulturen. Und lässt den "Westen" völlig überheblich dastehen.  Abgesehen davon geht es derzeit im Iran ja sowieso nicht um einen Regimewechsel, sondern darum, dass der Weg zur A Bombe möglichst verlängert wird. Und bei aller Überheblichkeit.....für die langfristigen Machtverhältnisse im nahen Osten ist es vermutlich gut, dass dort keiner mit DER Bombe drohen kann.


Daffy

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

>  Bist du sicher, dass das in hiesigen Breiten so viel anders ist? Dieses ´Das gibt es hier auch...` mit irgendwelchen ins Absurde extrapolierten ´Beispielen` geht völlig an der Tatsache vorbei, dass es die Normen einer großen Mehrheit sind, die eine Gesellschaft stabilisieren.  Ich bin mir sicher, dass es anders war; aber daran wurde so eifrig gesägt, dass m. E. die Verfallserscheinungen im öffentlichen und privaten Raum immer offensichtlicher werden.  Deine Appelle an die ´Vernunft`, verbunden mit der arroganten Unterstellung, die Unzufriedenen wüssten gar nicht so recht, womit sie unzufrieden seien, werden daran nichts ändern, weil es letztendlich auf noch mehr ´progressive` Umerziehung hinausläuft.   >  Das mit der Manipulierbarkeit der Menschen würde ich unterschreiben (auch wenn ich das vor zehn Jahren noch energisch bestritten  hätten) Ja - es lief doch so gut! Immer mehr Identitätsgruppen, deren Befindlichkeiten in politischem Diskurs und Alltag berücksichtigt werden müssen; Politik, Gerichte, Verfassungsschutz, steuerfinanzierte Meldestellen und NGOs ziehen an einem Strang, der Block der 80% von konservativ bis ganz, ganz links marschiert durch die Straßen, um ´unsere Demokratie zu retten` - und trotzdem lassen die Unzufriedenen sich immer weniger einhegen, sind Rekordschulden und das Verbot einer 20% Antiblock-Partei der einzig verblieben Hebel - was ist nur schiefgegangen?! 😢 The worm turns... und die heraufbeschworenen russischen Horden sollen für Einigkeit sorgen (Klimaapokalypse hat es irgendwie nicht gebracht?). 


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Daffy

Du, ich "extrapoliere" nicht ins Absurde, ich sehe gesellschaftliche Tendenzen, die mich besorgt machen, weil sie zunehmen. Und denke mir: lieber rechtzeitig hingucken und darüber nachdenken, statt hinterher von der Entwicklung "überrascht" zu sein. Klar, es sind die Normen von Mehrheiten, die Gesellschaften stabilisieren, aber Normen verschieben sich auch, wenn sich Mehrheiten ändern. Das ist ja doch wohl ein zentraler Punkt der Besorgnis, dass sich Menschen weit rechts der politischen Mitte vor einem schleichenden "Bevölkerungsaustausch" fürchten, oder? Gesellschaftliche Normen sind das eine, Demokratie und Rechtsstaat sind das andere. Denn Demokratie und Rechtsstaat gelten für alle, auch und gerade für Minderheiten. Deshalb kann es hoffentlich nicht die Lösung sein, sich eine immer autoritärere Staatsform zu wünschen, nur damit die Rechte von Minderheiten keine Rolle mehr spielen. Genau an dem Punkt befinden wir uns aber gerade, dass sich fast ein Drittel der Bevölkerung (etwas über 20 Prozent in Westdeutschland, 35-40 Prozent in Ostdeutschland, ich weiß nicht, ob man das ländliche, tschechiennahe Bayern schon dazu zählen kann?) wünscht sich eine "harte Hand, die durchgreift". >>> Politik, Gerichte, Verfassungsschutz, steuerfinanzierte Meldestellen und NGOs ziehen an einem Strang, der Block der 80% von konservativ bis ganz, ganz links marschiert durch die Straßen, um ´unsere Demokratie zu retten` "Steuerfinanzierte [...] NGOs" - du weißt schon, dass das Quatsch ist? Der Volksverpetzer hat gerade erst einen Prozess gegen die "Nachdenkseiten" gewonnen, diesen Hassprediger-Haufen, der ihm genau das vorgeworfen hat - dass "Volksverpetzer" staatlich finanziert wäre, also über unser aller Steuergeld. Jetzt dürfen sich die Nachdenkseiten freuen, offizielle Förderer des Volksverpetzers zu sein, sie müssen nämlich Strafe für ihre Behauptung zahlen. Die "Unzufriedenen" lassen sich immer schlechter einhegen, gerade WEIL ihnen so viel Mist erzählt wird, statt Politik für sie zu machen. Und daran sind letztendlich Union und FDP schuld, weil die schon immer vor allem Identitätspolitik gemacht haben, statt konstruktive Politik für die Bürger. Die können nämlich keine Wirtschaftspolitik (und stellen sich eine Gaslobbyistin in ihr Energieministerium, die seelenruhig abgeschossen werden kann, wenn der Bürger zu unzufrieden wird, damit die Gesichter, die politisch noch etwas vorhaben in dieser Republik, weitermachen können mit ihrem Murks. Ich kann (zumindest vom Kopf her) Überfremdungsangst und Befremden nachvollziehen, wenn Menschen mit traditionellem Wertekanon, gerade im ländlichen Raum, mit Leuten konfrontiert werden, die ganz anders sind als sie. Gerade im ländlichen Raum funktioniert aber die Integration sehr gut, wenn sie politisch und von den Bürgern angenommen wird. Dann gibt es auch in der Regel keinen Grund mehr, Angst zu haben. Und die Lösungen zum Umgang mit Migration sind ja da. Gerade erst hat der Bundestag über GEAS abgestimmt. Die Bundesregierung (und die EU) sollten jetzt halt auch so konsequent sein zu sagen, dass wir nicht bereit sind, in einem Krieg, der wohl vornehmlich auf israelischen Impuls hin ausgelöst wurde (und mit Israel meine ich in dem Fall die Regierung um Netanjahu, nicht dass mir wieder jemand antisemitische Motive unterstellt), die humanitären Folgen dieses Krieges allein abzufangen. Wenn Donald Trump Deals mit den Mullah schliepen möchte, dann soll er das tun, dann soll er aber auch zusehen, dass die Opfer dieses Krieges in den mit ihm verbündeten Nachbarstaaten des Iran aufgenommen und vernünftig versorgt werden, am Geld liegt es ja nicht, das ist bekanntlich vorhanden. Die Delegitimierung von Gerichten, Institutionen und Presse, die treiben ja auch die Unionler selbst voran, wenn sie von "politischen Prozessen" gegen sich selbst sprechen, so wie Andreas Scheuer. Oder wenn Herr Huber, Landesfraktionsvorsitzender der CSU, neuerdings genau wie Frau Storch lieber Hetzportale wie NIUS konsumiert, statt die "Quellen dahinter" zu prüfen. Wenn unsere Volksvertreter selbst nicht mehr medienkompetent sind, wie können sie dann diese Erwartungshaltung an die Bürger richten. Oder Jens Spahn, der seinerzeit auf die Kampagne gegen Frau Brosius-Gersdorf erst reagiert hat, als es viel zu spät war und das Kind längst in den Brunnen gefallen? Was ist mit Freiheit der Gerichte, Pressefreiheit, Kunstfreiheit, Wissenschaftsfreiheit? Alles Bereiche, an denen die Union selbst sägt, aus Kulturkampf- und Identitätspolitik heraus. Und weil ihr - das ist jetzt meine persönliche Meinung - der Allerwerteste auf Grundeis geht. Auf das mit dem A*D-Verbot und der angeblichen Klimahysterie gehe ich jetzt nicht näher ein, das hatten wir hier schon zu oft. 


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Du, da bin ich voll bei dir und halte diesen Krieg inzwischen auch für ganz großen Käse. Zumal Donald Trump sich da offensichtlich hat beschwatzen lassen, seine Pfeife von Kriegsminister sieht sich auf einer "heiligen Mission", und die US-Bürger fangen an, dagegen zu protestieren, in einen Krieg hineingezogen zu werden, von dem sie finden, dass er sie nichts angeht. Uns Europäter geht er aber noch viel weniger an, Donald Trump hat wenigstens Verbündete in der Region, die ihm seinen Petrodollar absichern und sein Finanzsystem stabilisieren. Friedrich Merz fällt jetzt die undankbare Aufgabe zu, Trump genug über das schüttere Haupthaar zu streicheln, dass der die NATO nicht im Stich lässt (da wird er für die Ukraine gebraucht), und sich gleichzeitig vor einer motzenden Bevölkerung dafür zu rechtfertigen, weshalb er sich nicht so heldenhaft positioniert wie der spanische Ministerpräsident. Tja, warum wohl - Spanien ist viel energieautarker als Deutschland, und Spanien ist nicht so stark in die Verteidigung der Ukraine eingebunden wie wir. Gleichzeitig darf der arme Herr Wadephul Kreuzfahrtpassagiere aus der Straße von Hormuz befreien (oder sind die schon wieder zu Hause, ich habe es in den letzten zwei Tagen nicht so richtig verfolgt), die ganzen überheblichen Steuerflucht-Influencer, die jetzt in Dubai festsitzen, sind jetzt quasi an der Front und können sich ein zweites Standbein als Kriegsreporter aufbauen, und die ganzen Handelsschiffe, die (auch von uns) in der Straße von Hormuz festhängen, die dürfen zusehen, wie sie ihre Ware und die Besatzung da wieder herausbekommen (für die Reedereien ist das alles hauptsächlich ein Kostenfaktor) Schöner Schlamassel, jedenfalls. Man kann nur hoffen, dass ein paar MAGA-Leute mit Rest-Gehirnzellen (sorry, wenn ich so böse Sachen schreibe, aber ich bin wirklich sauer, wenn ich an die ganzen Opfer denke), z. B. Leute wie JD Vance oder einer der Trump-Söhne, jetzt einen Plan ausarbeiten, wie die USA ihrerseits ganz schnell ein Ende der Operation vorbereiten. Natürlich werden dann die Mullahs bleiben. Aber wenn Iran komplett unter die Räder kommt, können wir uns hier schon mal auf eine neue Fluchtwelle gefasst machen. Putin kann die nicht aufnehmen, er hat gar nicht das Geld und die Infrastruktur dafür. Und die Golfmonarchien werden sich herzlich bedanken und den USA einen Vogel zeigen.


Daffy

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Die selbsternannten Progressiven/einzig wahren liberalen Demokraten haben nicht wirklich ein Problem mit autoritären Anwandlungen oder Freiheitseinschränkungen; aber sie fahren zweigleisig, indem Gewalt und Einschüchterung gegen ´Rechts` als zivilgesellschaftliches ´Wehret den Anfängen` und vermeintlicher Bumerang-Effekt relativiert werden. >  Der Volksverpetzer hat gerade erst einen Prozess gegen die "Nachdenkseiten" gewonnen, diesen Hassprediger-Haufen, der ihm genau das vorgeworfen hat - dass "Volksverpetzer" staatlich finanziert wäre, also über unser aller Steuergeld.  Interessant, aber etwas verkürzt? Anscheinend haben die NDS auf eine andere Seite verlinkt, wo der VV (fälschlicherweise) Teil einer langen Liste (war der ÖRR dabei? Die beglücken ´uns Frauen` gerade wieder verschärft mit GenZ-Männern und ihrem Hang zu ´überholten Werten`, der Gefahr ´toxischer Maskulinität -> rechter Gesinnung` aus Bauwagen-Jugendzentren im ländlichen Raum und, unvermeidlich, die drittwichtigste Meldung in den Nachrichten, Politikerinnen, die den beklagenswerten Mangel an Frauen in Vorständen als Engagement für ´die Frauen` verkaufen - als wäre die Zahl der Posten in EU/UN nicht groß genug für die Versorgung abgehalferter Politiker*innen 🙄).  https://www.nachdenkseiten.de/?p=146396 > dann soll er aber auch zusehen, dass die Opfer dieses Krieges in den mit ihm verbündeten Nachbarstaaten des Iran aufgenommen und vernünftig versorgt werden Macht er ganz sicher 😂 Die Golfstaaten zeigen deutlich, dass unkontrollierte Zuwanderung eben doch verhindert werden kann. Und es ist nicht ´GEAS`, dass u. U. eine Wiederholung von 2015 verhindert, sondern die Türkei: "„Was Migration betrifft, sehen wir keine Bewegungen von Iran ins Ausland“, sagte EU-Innenkommissar Magnus Brunner am Rande eines Treffens der EU-Innenminister heute in Brüssel. ... Die Türkei habe ihre Grenzen zum Iran geschlossen, sagte Brunner. Die Kommission pflege in diesem Zusammenhang einen „intensiven“ Austausch mit der Türkei. Europa sei „besser vorbereitet als vor einigen Jahren“, sagte er mit Verweis auf den EU-Asylpakt." Es waren weder die Amerikaner noch die Russen, die uns die Flüchtlingskrise eingebrockt haben (auch wenn der Sturz Saddam Husseins für ein Erstarken sunnitischer Terrororganisation, u. a. in Syrien, gesorgt hat); es waren europäische und besonders deutsche Naivität und Schwäche. Daran hat sich nichts Wesentliches geändert. Wir bezahlen andere dafür, dass sie uns das Problem vom Hals halten, während wir weiter unsere Werte feiern können. 


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Daffy

>>> Interessant, aber etwas verkürzt? Anscheinend haben die NDS auf eine andere Seite verlinkt, wo der VV (fälschlicherweise) Teil einer langen Liste war. Da ich dem Volksverpetzer und Thomas Laschyk folge, war ich nur über diesen einen Prozess informiert. Möglicherweise hat auch der Volksverpetzer das Glück, bekannt genug zu sein, um per Crowdfunding Anwälte für solche Prozesse bezahlen zu können, vielen weniger bekannte, die von den Nachdenkseiten bezichtigt wurden, kommen auf die Art möglicherweise auch unter dei Räder. Die Klagemöglichkeit ist für mich übrigens inzwischen auch ein Kriterium bei der Auswahl von NGOs, für die ich mich engagiere, weil die stärkste Fraktion unserer Bundesregierung ja eher bestrebt ist, demokratische Prozesse, die der Transparenz, Bürgernähe und Freiheit der Meinungsäußerung dienen, zu unterbinden. Da braucht es eine gewisse Größe oder Sichtbarkeit, um sich wehren zu können. Übrigens werde ich heute gegen das, was etwas holzschnittartig als "toxische Maskulinität" bezeichnet wird, selbst demonstrieren gehen, auch wenn ich mich nicht als Opfer sehe, ich bin nämlich - wie man mir möglicherweise anmerkt, durchaus kämpferisch unterwegs. Ich habe nämlich zur Genüge Erfahrungen mit dem gemacht, über das du dich so süffisant erhebst, und ich kenne inzwischen auch genug Frauen (vor allem nicht-deutsche, aber auch Deutsche und Österreicherinnen), die neben struktureller Gewalt in Familie und Gesellschaft auch Coercive Control erleben mussten. Wenn du das nachher liest, darfst du mal googeln, was das ist, ist übrigens ein neuer Straftatbestand, der im Begriff ist, auch hierzulande anerkannt zu werden. >>> Die Golfstaaten zeigen deutlich, dass unkontrollierte Zuwanderung eben doch verhindert werden kann. Ja, wenn man unbedingt in einer absolutistischen Monarchie mit Hang zu Foltermethoden und Sklavenarbeit leben möchte, dann kann man das Modell so nachmachen. Den Saudis geht's ja nach deinen Maßstäben gut damit, die haben Brot und Spiele und müssen nur aufpassen, dass sie sich nicht den Mund verbrennen und irgendwelche Fakten über den Kronprinzen in der Öffentlichkeit herausplappern, um nicht einen Kopf kürzer gemacht zu werden. Ich hoffe, ich muss jetzt nicht dazu schreiben, dass das Sarkasmus war. >>> "Was Migration betrifft, sehen wir keine Bewegungen von Iran ins Ausland“, sagte EU-Innenkommissar Magnus Brunner am Rande eines Treffens der EU-Innenminister heute in Brüssel. ... Die Türkei habe ihre Grenzen zum Iran geschlossen, sagte Brunner. Die Kommission pflege in diesem Zusammenhang einen „intensiven“ Austausch mit der Türkei. Ja, schauen wir mal, wie lange das hält, bis uns die Türkei wieder mit irgendetwas erpressen möchte und damit droht, Leute weiterzuschicken. Wie du weißt, sind mir diese Drittländer-Lösungen selbst ein Dorn im Auge, nicht zuletzt aus humanitären Gründen, genauso wie ich GEAS schlecht gemacht finde. Aber die Mehrheit der EU-Bevölkerung will es ja offensichtlich so, also will ich als Demokratin mal nicht so sein. >>> Es waren weder die Amerikaner noch die Russen, die uns die Flüchtlingskrise eingebrockt haben. Ursächlich irrst du da aber ganz gewaltig. Es war natürlich Wladimir Putins Eingreifen in den Syrienkrieg, der eine Massenflucht ausgelöst hat und die dazu geführt hat, dass Schleppernetzwerke aufgebaut wurden, um die, die es sich leisten konnten und körperlich und intellektuell fit genug waren, nach Europa überzusetzen. Mit Naivität hat das nicht viel zu tun, die Alternative wäre gewesen, sämtliche Küstenstreifen DDR-ähnlich mit Todesstreifen auszustatten, damit niemand die "Festung Europa" stürmen kann. Und das wäre ein massiver Verstoß gegen die Genfer Menschenrechtskonvention gewesen.  Natürlich bezahlen wir andere dafür, dass sie uns Migranten vom Leib halten, aber die eigentlichen Ursachen für Fluchtbewegungen aus dem Globalen Süden in Richtung Westen liegen größtenteils weit in der Geschichte zurück (Kolonialgeschichte, Imperialismus, fossile Brennstoffe, strategische Interessen, Kalter Krieg, Staatenbündnisse aus dem 19. und 20. Jahrhundert). Und heute kommt noch hinzu, dass die meisten Menschen lieber in Demokratien leben wollen als repressiven Regimen - gut, außer den Wählern rechtsradikaler Parteien vielleicht, weil die nicht blicken, dass das, was sie heute anderen aufbürden, irgendwann auch auf sie selbst zurückfällt.


Lauch1

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Daffy

Na dann bedanke Dich doch bei denen, die jahrelang jeden nach Europa gelassen haben. Warnungen gab es genug und Anschläge haben vor allem die US und Israelischen Dienste verhindert.


Nadine 12345

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lauch1

...


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lauch1

Gerade gelesen: Khameneis Sohn soll als neuer Staatschef des Iran gewählt worden sein. Tja, so was schaffen wohl nur Mark Rubio und Pete Hegseth: Khamenei durch Khamenei ersetzen zu lassen.


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Symbolbild (Quelle: The Other 98%)

Bild zu

Shanalou

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Jede wichtige Person hat eine  4 fach besetzte Nachfolge. Da müssen die Amis und Israelis noch viele Bomben werfen. Die Struktur des ganzen Regimes ist außerordentlich robust. Allein die Revolutionsgarden sind über 100000 Mann. Ein konsequentes Vorgehen erfordert den Einsatz von Bodentruppen. Das würde Trump innenpolitisch das Genick brechen. Das Einzige, was eventuell möglich ist, ist eine angepasste Regierung, die mehr Zugeständnisse macht. Einen Regimewechsel halte ich in der Zwischenzeit für utopisch. 


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Shanalou

Ich habe mich sowieso gefragt, als ich die Bilder gesehen habe, wie Trump den Krieg angekündigt hat (im Keller seines Anwesens in Mar-a-Lago, ohne Krawatte, nur mit schnell mal so übergezogenem USA-Cap), ob er nicht selbst von dem Angriff erst in letzter Minute erfahren hat und dann nur vor die Kamera musste, um ihn bekannt zu geben. Es liefen ja bis kurz vorher Verhandlungen über eine friedliche Beilegung des Atomkonflikts. Also dass quasi Rubio und Hegseth ihn vor vollendete Tatsachen gestellt haben. Hegseth plant ja offenbar so eine Art "Armageddon". Ich fürchte jedenfalls, dass dieser Krieg (neben der Ablenkung von den Epstein Files) eine sehr passende Begründung liefern könnte, weshalb im November auf keinen Fall Midterms stattfinden können. So schnell wird das nämlich nicht beigelegt sein.


Lauch1

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Gut gealtert der Post. Aber verständlich: Wenn das iranische Fußballteam in Australien aufzeigt wie freiwillig Verhüllung und andere Islamische Repressionen dann wirklich sind muss man eben in Verschwurbelungstheorien a la: Die machen das nur wegen Epstein/Midterm/sonstwas flüchten.


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lauch1

Ich weiß nicht, auf welchen Post du dich beziehst, ich sehe das nicht mehr in der Ansicht. Ich will aber nicht ausschließen, dass manche Sachen, die ich geschrieben habe, schlecht gealtert sind, das passiert logischerweise immer, wenn man sich direkt zum Geschehen äußert. Weshalb man normalerweise lieber ein wenig abwarten sollte, bevor man sich zu einer Situation äußert - ich erlaube mir an der Stelle, das auch über deine Begeisterung über diesen Angriff generell zu sagen. Der Ausgang ist nämlich völlig ungewiss, die Gründe, weshalb Donald Trump überhaupt mitgemacht hat, sind zumindest eunem Gros der US-Bevölkerung (und der europäischen ebenfalls) nicht so richtig klar, weil das ständig wechselt. Dessen unbenommen MUSS den Iraner*innen dringend geholfen werden. Aber so, wie die Dinge aktuell liegen (was Netanjahus und Trumps Schuld ist) kann Europa da keine eigenen Leute hinschicken außer UN-Blauhelmen, die Hilfe leisten. Die aktuelle (!) humanitäre Lage haben nicht nur Iran, sondern auch Netanjahu und Trump verbockt.


mariaT

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Lauch1

In deiner pathologischen und überschwänglichen Kriegseuphorie solltest du wissen, dass Abschiebungen in den Nahen Osten unmöglich geworden sind. Das dämpft deine Freude jetzt sicher, sollte aber erwähnt sein.


Zwergenalarm

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von mariaT

Du nervst unendlich und ziehst sogar Nurmalsoebens Argumentationen in's Unlesbare. Weil's uninteressant wird, sobald dein Name drunter auftaucht. Nurmalsoeben hat immerhin Meinung, du quakst einfach nur 🤮


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht so richtig, warum hier so ein Kontaktschuld-Prinzip zu gelten scheint. Kann man nicht jede Posterin für sich allein betrachten und das, was sie inhaltlich schreibt? Ich habe keine Ahnung davon, wer gerade wohin abgeschoben werden darf, ehrlich gesagt. Was nicht heißt, dass es nicht auch Leute geben kann, die so etwas wissen. Was ich mache, ist quasi ein Pressespiegel des Teils, den Lauch bewusst unter den Tisch fallen lässt. Weil ich Die Zeit, das WSJ und France Culture abonniert habe und in unregelmäßigen Abständen die "Daily Show" gucke. Daraus speise ich meine Schlussfolgerungen, die nicht unbedingt immer meine "Meinung" widerspiegeln, es ist eher so eine Mischung. Lauch hat aber definitiv einen Netanjahu- und Trump-Bias, auch ganz unabhängig davon, wie weit jemand politisch "links" steht, es genügt wie gesagt, der internationalen Tagespresse zu folgen.


Zwergenalarm

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Bitte tu nicht so, als würdest du Maria's Gequake nicht genauso bemerken! Man kann "Meinung haben", und man kann einfach "abfeuern". Maria unterstelle ich Letzteres. Inhaltlich kommt da nämlich wenig Eigenständiges. Deshalb mag ich das gerade im äusserst volatilen Social Media so nicht stehen lassen, nur weil's gerade ins eigene (dein) Spektrum passt. Mag Lauch irren, oder auch nicht. Aber da handelt es sich um Meinung. Maria bedient eindeutig die Hetzvariante.


mariaT

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Echt? Du tust dir schwer meine Meinung zu erkennen? Dafür kann ich leider nichts. Arbeite an dir, wenn dich dein Leseverständnis nicht weiterbringt, oder reg dich einfach nicht mehr auf. Aber, netter Versuch 😀


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Hör doch mal bitte auf, mir irgendwelche Sichtweisen unterzuschieben, die du gerne hättest, weil sie in dein Denkraster passen. Ich schreibe hier das, was ich denke (oder mir zusammenreime aus dem, was ich gelesen habe), weil's hier trotz allem immer noch ein paar stille Mitleserinnen gibt. Ich tue das nicht auf der Suche nach inhaltlicher Zustimmung durch Likes, die finde ich anderswo wesentlich müheloser. Und ich wehre mich dagegen, von dir für Proteste eingespannt zu werden, die von deiner Warte aus gerechtfertigt sind, mach das bitte selbst, ich bin da raus. Wo hier die "volatilen" sozialen Medien sein sollen, wüsste ich auch gerne, und vor allem würde mich interessieren, wie du das beurteilen willst, da du selbst soziale Medien ablehnst (obwohl du sie nur vom Hörensagen und von außen kennst). In diesem Forum hockt zu mind. 80% ein konservativer, teilweise auch rechtsäußerer Haufen von Frauen Ü55 - mit vereinzelten jüngeren Ausnahmen vielleicht. Ich bin vielen ja auch deshalb so verhasst, weil ich zwar auch Ü55 bin, aber politisch anders ticke. Um zumindest so etwas wie Ausgewogenheit zu haben, falls dir das wirklich wichtig wäre, bräuchte es hier ganz andere Stimmen und auch jüngere Frauen, die habt ihr mit eurem Old-Girls-Club schon lange vergrault. Das lässt sich übrigens an der Like-Verteilung schon oberflächlich leicht ablesen. Ob mariaT hier gegen Lauchs politische Haltung stichelt, spielt da überhaupt keine Rolle, und Lauch kann sich, wie man letztens gesehen hat, ihrer Haut prima erwehren, wenn es ihr zu blöd wird.


Zwergenalarm

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Also manchmal bist du mir echt ein bissl unheimlich. Ich habe Maria unterstellt, und nicht dir. Oder willst du bestreiten, dass du 'Meinung hast'? Oder ist Maria gar dein Alter Ego? Dafür spräche zumindest die gemeinsame Herzchenphobie. Dass du jetzt so in den Saft gehst, regt jedenfalls zu Spekulation an, zumindest lässt es tief blicken. Was die reduzierte Anzahl an Usern hier betrifft, könnte man genauso sagen, dass deine Endlostiraden auch leicht abschreckend wirken könnten..... Die Wahrheit dafür ist vermutlich aber sehr viel banaler. Die Diskussionsoberfläche ist extrem nutzerunfreundlich geworden, und das Diskussionsforum ist für jüngere Jahrgänge vermutlich sowieso komplett unattraktiv. Egal was ich oder du hier schreiben. Ich hab jedenfalls null Problem zur Gen X zu gehören. Du vielleicht? Aber lass gut sein. Die Welt dreht sich komplett unabhängig von uns beiden. Aber zumindest wird sie von Diskussionen belebt und das ist doch auch was Feines, oder?


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

"Also manchmal bist du mir echt ein bissl unheimlich. Ich habe Maria unterstellt, und nicht dir. Oder willst du bestreiten, dass du 'Meinung hast'? Oder ist Maria gar dein Alter Ego? Dafür spräche zumindest die gemeinsame Herzchenphobie." Ich sag's ja, du hast keine Ahnung von Social Media und interpretierst dann aus der Forumsmentalität heraus irgendwelche komischen Sachen. Was MICH nervt, ist dass du mich in einen Topf mit einer Userette wirfst, weil sie eine ähnliche politische Meinung vertritt wie ich, und dass du behauptest, ich würde eine "Meinung" äußern, die neben der "Meinung" von Lauch stünde. Denn das stimmt nicht. Lauch bedient in Bezug auf Trump und Netanjahu einen rechtskonservativen Bias, dem ich etwas entgegensetze, egal, wie sehr das dann Leute wie dich als "Tirade" nervt. Da kann ich nämlich sehr geduldig sein (andere würden vielleicht sagen, stur). Ich weiß gar nicht, ob ich noch GenX oder schon Boomerin bin, ich bin jedenfalls fast 60 und habe daraus auch noch nie ein Geheimnis gemacht. An meinem Alter nervt mich höchstens, das mir die Zeit ausgeht für all die Sachen, die ich noch gerne machen würde, da bin ich Realistin. Was ich meinte, ist auch nicht das Alter auf dem Papier, sondern das Verknöcherte im Kopf. Da habe ich bisher (Klopf auf Holz, weiß frau ja nie, wie lang das hält, meine Eltern sind beide früh gestorben) Glück. "Die Welt dreht sich komplett unabhängig von uns beiden." Ach guck - wie gut, dass du das jetzt geschrieben hast, Mrs. Obvious. Was würde ich bloß ohne dich machen? 🙏


Caot

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

"Was MICH nervt, ist dass du mich in einen Topf mit einer Userette wirfst, weil sie eine ähnliche politische Meinung vertritt wie ich, ...." MariaT poltert. Und zwar auf der Beziehungsebene. Du ignorierst das. Ich hätte bis jetzt interpretiert, dass Du dich da heraus halten willst, aber Du verteidigst das jetzt mit der politischen Ausrichtung.  Ich höre ab und an den Podcast zwischen Gysi und Gutenberg. Es geht durchaus vernünftig, auch wenn der politische Hintergrund nun absolut verschieden ist. Was ich mich allerdings immer wieder frage, wie man seine eigenen Kinder erzieht, wenn man poltert. Das ist tatsächlich keine Meinung. Wenn ich so in meiner Familie poltern würde, auch wegen den politischen Ausrichtungen, wäre es sehr einsam um jeden Einzelnen. 


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Caot

Auch wenn wir schon wieder vom Hundertsten ins Tausendste kommen, weil du wieder mit deinen Kommunikationsmodellen um die Ecke kommst und ich mir langsam Fusseln an die Finger schreibe: Ich streite doch nicht ab, dass mariaT - um es mit deinen Worten zu sagen, "poltert", ich nenne es weiter oben "stichelt". Ich weiß nur nicht, warum Zwergenalarm das stellvertretend für Lauch bewerten muss - Lauch kann sich super selbst wehren - in anderen Stichel-Zusammenhängen aber keinerlei Eingreifpotenzial sieht. Und DAS hat sehr wohl was mit der politischen Ausrichtung zu tun, Zwergenalarm ist da extrem einseitig unterwegs. Wie du aus der Tatsache, dass mariaT hier ruppig mit Lauch umspringt, allerdings gleich auf ihre Kindererziehung schließen kannst - Respekt, das verlangt ja schon fast hellseherische Fähigkeiten. Ich verhalte mich gegenüber Rassisten im Netz auch anders als gegenüber meiner Katze, das sollte meines Erachtens für einen erwachsenen Menschen auch in das normale Spektrum angemessener Verhaltensweisen im Umgang mit verschiedenen Lebenssituationen gehören. Was ich übrigens tatsächlich nachvollziehen kann, ist dass einen die Realitätsresistenz in diesem Forum irgendwann aggressiv macht. Geht mir manchmal auch so, ich haue dann nur nicht direkt in die Tasten.


mariaT

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Ich bewundere deine Geduld. Wenn jemand euphorisch wird, weil ein pädophiler Wahnsinniger ohne Ziel, Sinn und Verstand einen Flächenbrand auslöst, dann will ich nicht mehr freundlich "rüberkommen".  Lauch ist fanatisch, wenn's um "ihre" Sache geht, solche Leute sind gruselig. 


Caot

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

 "Ich verhalte mich gegenüber Rassisten im Netz auch anders als gegenüber meiner Katze,......" Ich nicht. Ich löse mit poltern oder sticheln null Probleme. Wenn ich meine Katze sticheln würde, krallt die zurück.  Ich kann auch tatsächlich zuhause nicht einen auf normal machen und im Internet mich auskotzen. Das schauspielerische Talent habe ich leider nicht mitbekommen. Vor allem lehrt mich die Erfahrung, dass ich nicht voran komme um etwas zu lösen. Und mir fehlt dann das Wollen den Gegenüber überhaupt noch zu verstehen. Und das Ergebnis führt zu nix Gutem.  Ja, Lauch hätte selber etwas sagen können. Aber wenn der Gegenüber in der Beziehungsebene poltert oder stichelt, würde ich auch nicht reagieren. Wenn ich aber sage, dass ich mein Wort bei Ungerechtigkeiten erhebe, dann muss man es nicht nur auf für einen selbst nur angenehme Dialoge angehen. Also unabhängig vom politischen Hintergrund, sind die Beiträge von @maria nur provozierend und ohne Argumente. 


mariaT

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Caot

Lauch muss auch nix dazu sagen und deine Meinung interessiert mich auch nicht. Mach dir mal um meine Kinder keine Sorgen, ich würde zum Beispiel niemals einen Pädophilen nacheifern und wünsche mir tatsächlich eine Welt ohne Kriegstreiber, Frauenhasser und religiöse Fanatiker. Lauch halt nicht.


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Caot

Es geht mir auch nicht um das Lösen von Problemen, das geschieht eher in der konkreten Praxis. Es geht mir um Präsenz im öffentlichen (sozial-)medialen Raum. Ich finde, man kann nicht nur permanent in ÖRR-Formaten und Talkshows bei Meta-Diskussionen zusehen, die das Problemfeld "Diskriminierung und Desinformation im Internet" von allen Seiten beleuchten und analysieren. Es lässt sich ja trotzdem nicht leugnen, dass das Problem weiter zunimmt. Und das hat sehr viel mit Präsenz und Reichweite zu tun. Laut werden gegen Rassismus und Diskriminierung kann frau überall, auch im Netz. Nicht gegenüber Botkommandos, das ist sinnlos - inzwischen scheinen übrigens die meisten A*D-Wähler auf Social Media im südostasiatischen Raum zu sitzen, wenn man sich die Metadaten ihrer Profile so ansieht. Aber trotzdem sollten ausgewiesener Unfug und Diskriminierung nicht einfach so unwidersprochen stehenbleiben, da werde ich auch hartnäckig bleiben. Für mich gehört das zur Zivilcourage. Ich bin da auch in guter Gesellschaft, es gibt viele, die genauso denken. Das, was hier abgeht, ist einerseits harmlos (weil das Forum aus verschiedenen Gründen abstirbt), andererseits aber auch irgendwie nicht, weil hier Eltern von künftigen Generationen unterwegs sind. Deshalb finde auch ich es gelinde gesagt verstörend, wenn der einzige politisch-tagesaktuelle Bereich dieses Internetauftritts von Trump-Propaganda dominiert wird. Nur deshalb mache ich mir überhaupt die Mühe gegenzuhalten. Ich muss übrigens nicht schauspielern, um mich in verschiedenen Situationen verschieden zu verhalten, ich bin ja kein Social-Bot, der in jeder Situation und auf jedes Lebewesen gleichbleibend ruhig und freundlich reagiert. Der Vergleich mit der Katze war natürlich an den Haaren herbeigezogen, denn ich behandle ein Tier nicht wie meinesgleichen. Ich bin meiner Katze ja von der geistigen Ausstattung und vom abrufbaren Verhaltensrepertoire haushoch überlegen. Deshalb begebe ich mich auf die Stufe herab, von der ich weiß, dass sie damit umgehen kann. Bei Rassisten, Frauenverächtern und sonstigem Gesindel im Netz ist das anders. Da setze ich zwar nicht immer Bildung und Intelligenz, aber immerhin eine menschliche Grundausstattung voraus, und dementsprechend gehe ich auch mit ihnen um. Und ich finde, man kann am Schreibstil sehr gut unterscheiden, ob jemand im Grunde genommen empfänglich ist für Argumente und eine Diskussion an bestimmten Punkten noch möglich ist oder ob es vor allem darum geht, im Sinne der Zivilcourage gegenzuhalten. Und letzteres geht mit verschiedenen Mitteln, auch mit Sticheln.


Zwergenalarm

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Das sehe ich anders. Wer stichelt, wertet sein Gegenüber von vorneherein ab, gerade auch im politischen Bereich. Egal, ob rosa, grün oder himmelblau, ob Rastafari, Jedi oder Shaker. JEDER, wirklich JEDER hat mindestens 3 Sätze verdient, die nicht ins Lächerliche oder Schlimmeres gezogen werden. Sticheln ist der kleine Bruder der Entmenschlichung, der mit jeder Toleranz desselben wächst. Man kann nicht einerseits Sticheln und andererseits für gegenseitigen Respekt der anderen Meinung/Lebensauffassung/etc. einstehen. Das geht für mich nicht zusammen. Ich hab dich weiter oben nicht mit Maria in einen Topf geschmissen. Du hast dir den Schuh nur recht schnell angezogen.


Nurmalsoeben

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

"Sticheln ist der kleine Bruder der Entmenschlichung, der mit jeder Toleranz desselben wächst. Man kann nicht einerseits Sticheln und andererseits für gegenseitigen Respekt der anderen Meinung/Lebensauffassung/etc. einstehen." Entmenschlichung? Geht es auch eine Nummer kleiner? Vor allem vor dem Hintergrund, dass diese Diskussion in Zusammenhang mit einem größenwahnsinnigen Diktator und verurteilten Steuerhinterzieher und Frauenhasser aufgekommen ist? Entmenschlicht werden hier im Forum regelmäßig Muslime (und zwar regelmäßig pauschal), manchmal auch Juden (ebenfalls pauschal). Ich bin übrigens der Ansicht (die dir nicht gefallen muss), dass nicht jede Meinung denselben Respekt verdient hat. Eine Meinung ist außerdem kein Mensch, Meinungen kann man immer kritisieren, so lange man nicht unter die Gürtellinie zielt. Und es ist nicht unter die Gürtellinie gezielt, wenn Userinnen hier mit früheren Aussagen konfrontiert oder aufgezogen werden. Die jüngeren Personen in meinem Bekanntenkreis nennen dieses schnelle Beleidigtsein übrigens Snowflaking - ein Begriff, den sie sich wieder angeeignet haben, nachdem sie selbst oft als "weinerliche" oder "wehleidige" Generation hingestellt wurden. 


mariaT

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Dass die Entmenschlichung durch Netanjahu und dem kriminellen Pädo-Ami stattfindet, geschenkt! Täter-Opferumkehr in seiner reinsten Form.


Zwergenalarm

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Nurmalsoeben

Ich weiss ja nicht, ob du in dem Strang noch nachliest.... < < Bin übrigens der Ansicht (die dir nicht gefallen muss), dass nicht jede Meinung denselben Respekt verdient hat.>> Und genau da liegt für mich der Hase im Pfeffer (das muss jetzt DIR nicht gefallen) Wenn ich mir nicht die Mühe mache den Weg nachzuvollziehen, warum jemand einer (meinetwegen fehlgeleiteten) Meinung ist. Wie kann ich dann je das Gesamtbild verstehen? Und das ist, was ich dir (oder den "Marias" hier) "vorwerfe". Ihr hört nur innerhalb eurer Schublade hin. Äussert sich ein aus eurer Sicht "proletuides" Wesen, dann klappt man schon die Ohrendeckel an. Denn damit will das 'gebildete' Wesen sich nicht beschmutzen. Und das finde ich gelinde gesagt als ziemlich 'bäh'. Mein Job führt mich in schönster Regelmässigkeit an die diffusesten Gesellschaftsränder. Aber seltenst treffe ich da auf schlechte Menschen. Nur sind sie nicht immer so eloquent, wie sich das der "Akademiker" in uns wünscht. So what?! Geht ja nicht drum, was wer sagt, sondern, was er tut. Du sagst, ich hätte keine Ahnung von Social Media. Ich sage, du bewegst dich eindeutig zuviel in deinen Bubbles. Trotzdem.....schönen Osterurlaub wünsch ich dir => Joyeuses Pâques


Nurmalsoeben-mobil

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Ich habe diese Antwort gerade mehr durch Zufall entdeckt. Ich glaube, du kommst zu diesem Fehlschluss wegen der Art, wie ich schreibe. Weil ich hier ohne Punkt und Komma schreibe. Das liegt aber weniger daran, dass ich Leute hier "belehren" möchte (oder nicht lese, was sie schreiben, das tue ich nämlich in aller Regel sehr wohl, auch wenn ich jetzt im Urlaub vielleicht etwas oberflächlicher zu Werke gegangen bin) als daran, dass ich mich schwer damit tue, mich während des Schreibens zu konzentrieren, aber unheimlich viel angelesene Info aus mir in sehr hohem Tempo heraus"kullert". Deshalb mache ich, wenn ich mich nicht konzentriere, auch viele Flüchtigkeitsfehler, oder die Satzanschlüsse passen nicht mehr richtig. Das hat weniger mit Respektlosigkeit zu tun als mit einer eigenen Schwäche. Nachdem ich hier so oft angegriffen oder nicht für voll genommen werde, gerade WEIL ich so schreibe, habe ich oben versucht, das Tai zu erklären. Ich habe eine leichte Spektrumstörung, die ich über intellektuelles Erlernen oder Einüben bestimmter Verhaltensmuster kompensiere, das funktioniert aber nicht immer zuverlässig. Und es hat für Foren wie dieses (in denen immer wieder Getratsche, Hinterfotzigkeit oder Schulhofbullying stattfinden) andererseits den Vorteil, dass mich das nicht lange tangiert, weil ich es wieder vergesse. Und weil mich die Personen hier, die ich bis auf wenige Ausnahmen nicht näher oder real kenne, nicht interessieren, sondern nur die jeweiligen Inhalte, die sie schreiben. Das ist vielleicht auch der Grund, weshalb du mich "unheimlich" findest. Ich denke einfach ziemlich analytisch, während mir der affektive Aspekt beim Formulieren meist ziemlich zweitrangig ist. Ich kann das bewusst aktiv einschalten, aber wenn ich zum Beispiel in einem Strang permanent blöd angemacht werde, schalte ich das auch genauso bewusst wieder aus. Das heißt aber nicht, dass ich im realen Leben nicht mit Menschen, denen du einen "niedrigeren Intellekt" unterstellst, sprechen könnte, das ist Quatsch. Ich bin - anders als viele andere Menschen mit Spektrumstörung - ziemlich extrovertiert und kommunikativ, manchmal vielleicht sogar eher etwas distanzlos, und ich passe mich meinem Gegenüber kommunikativ ziemlich schnell an. Es klingt jetzt sicher wieder überheblich, wenn ich das sage, auch wenn ich nur versuche, es zu beschreiben, aber ich erkenne sprachliche (und manche anderen kommunikativen) Muster sehr schnell und instinktiv und stelle mich dann darauf ein. Ich war übrigens gerade in Österreich und habe bei der Gelegenheit ziemlich viele Anlässe genutzt, um mit Menschen (im Café oder in Läden) ins Gespräch zu kommen, das ist einer der großen Vorteile am Alleinreisen. Und ich habe bei der Gelegenheit auch Gespräche über Politik geführt, und zwar nicht "von oben herab", sondern im gegenseitigen Austausch. Ich glaube, ich werde von den meisten als ein bisschen "nerdig", aber nett wahrgenommen. Ist zumindest mein Gefühl. Dass mich hier so viele blöd finden, liegt daran, dass hier prozentual viele (und mehr als im realen Leben, zumindest scheint es mir so) unterwegs sind, die sich in ihrer rechtskonservativen Blase sehr gemütlich eingerichtet haben und es als Zumutung empfinden, wenn man ihnen sagt, dass diese oder jene Äußerung heute als rassistisch/frauenfeindlich/diskriminierend gilt. Mit mehr oder weniger Bildung hat das übrigens überhaupt nichts zu tun, ich kenne "einfache Menschen", die politisch eher links und progressiv sind und die A*D verabscheuen. Genauso wie ich schon Akademiker gehört oder gelesen habe, die auf rechtskonservativen, ideologischen Quatsch hereinfallen. Was du meinst, ist, denke ich, Respekt und Augenhöhe in der Kommunikation. Du bist aber auf dem falschen Dampfer, wenn du glaubst, ich könnte nicht respektvoll und auf Augenhöhe mit anderen kommunizieren. Für Maria kann ich - wie gesagt - nicht sprechen, ich weiß nicht, ob sie Akademikerin ist oder nicht. Aber deine Gleichung "geringe Bildung, einfache Herkunft = prollige Ausdrucksweise, rechtskonservativ bis AfD-Wähler" stimmt einfach nicht. Dazu kenne ich zu viele Gegenbeispiele.


Nurmalsoeben-mobil

Beitrag melden

Antwort auf Beitrag von Zwergenalarm

Damit es nicht wieder heißt, ich würde hier jemanden nicht für voll nehmen, weil ich nicht auf alles antworte (und mir ein Vorwurf daraus gemacht wird, ich würde "selektiv" lesen), antworte ich auch noch hierauf: "Und das ist, was ich dir (oder den "Marias" hier) "vorwerfe". Ihr hört nur innerhalb eurer Schublade hin. Äussert sich ein aus eurer Sicht "proletuides" Wesen, dann klappt man schon die Ohrendeckel an. Denn damit will das 'gebildete' Wesen sich nicht beschmutzen. Und das finde ich gelinde gesagt als ziemlich 'bäh'.Mein Job führt mich in schönster Regelmässigkeit an die diffusesten Gesellschaftsränder. Aber seltenst treffe ich da auf schlechte Menschen. Nur sind sie nicht immer so eloquent, wie sich das der "Akademiker" in uns wünscht. So what?! Geht ja nicht drum, was wer sagt, sondern, was er tut.Du sagst, ich hätte keine Ahnung von Social Media. Ich sage, du bewegst dich eindeutig zuviel in deinen Bubbles. Trotzdem.....schönen Osterurlaub wünsch ich dir => Joyeuses Pâques" Erst mal: Dir auch frohe Ostern, ich bin schon wieder zurück aus dem Urlaub, weil ich mir die Osterfeiertage weder in Venedig noch in Salzburg vorstellen will, es war dort so schon voll genug. Als ich in Salzburg abgereist bin, wurden gerade zwei Touristenbusse vor meinem Hotel "ausgeladen". Ich bin also wieder in Leipzig, wenn auch mit dem geänderten Nick, weil ich mich mit dem alten nicht mehr einloggen kann - Firefox hat meine Login-Daten für alle Geräte selbstständig "synchronisiert" - vielen Dank, liebe KI. Dann zu deinem Text: Das Verblüffende finde ich hier ja immer, dass mir, nur weil ich eine andere Sichtweise und politische Einstellung habe als die meisten, Realitätsfremdheit unterstellt wird. Und mir dann daraus auch noch der Vorwurf gezimmert wird, ich würde so tun, als hätte ich die allein richtige Sichtweise. Dabei bestehen gut zwei Drittel meiner Texte hier aus Angelesenem, von dem ich nie behauptet habe, ich hätte es mir selbst ausgedacht. Meistens verweise ich ja sogar auf die Leute, die ich gelesen habe oder zitiere sie direkt. Natürlich ist das, was ich da beschreibe, "intellektueller" als das, was z. B. auch ich selbst formuliere - es stammt größtenteils aus Fachartikeln von Wissenschaftlern oder politischen Analytikern. Das ist das eine. Das andere ist, dass das scheinbar viele hier nicht von meiner Person trennen können, auch du offenbar nicht. Du bist doch genauso Akademikerin wie ich, aber wer sagt denn, dass dein Ausschnitt der Wirklichkeit - die Begegnungen auf dem Bau mit Vorarbeitern oder Kunden - der "richtigere" Ausschnitt aus der Realität ist als meiner? Im Gegensatz zu dir habe ich ja neben meinem Homeoffice auch immer noch externe Arbeitsplätze mit Kundenverkehr, an denen ich täglich ebenfalls "verschiedensten Menschen" begegne, aber eben anderen als du. Wer sich als Ausländer Urkunden übersetzen lässt, ist z. B. in der Regel kein gerade angekommener Geflüchteter oder Asylantragsteller mehr, sondern will hier eine Ehe schließen oder eine Ausbildung beginnen und braucht dafür Übersetzungen; wer (jetzt im neuen CoWorkingSpace) eine Gründungsberatung oder eine Marketing-Agentur aufsucht, ist natürlich anders gestrickt als jemand, der 15 Holzständerkonstruktionen für die Unterbringung von Geflüchteten plant oder die Bauausführung macht. Oder als deine Eltern, die offenbar auf dem Land leben. Ich kann mich auch nicht entsinnen, hier jemals irgendjemandem unterstellt zu haben, er oder sie sei "ein schlechter Mensch". Es gibt hier einige, die sind bemerkenswert schlecht gebildet, was die Funktionsweise unserer behördlichen Institutionen und unserer politischen Organe angeht, aber erstens nicht alle, und zweitens lege ich mich mit diesen Leuten nicht deshalb an oder blicke auf sie herab. Aber ich erlaube mir, sie mit ihren (faktisch belegbaren) Irrtümern zu konfrontieren. Und ich erlaube mir, deutlich gebildeteren, aber hier mit rechtskonservativ geprägten Fake-Narrativen aufwartenden Userinnen wie Tai, Benedikte oder Lauch, diese damit zu konfrontieren, dass das eben nur Erzählungen sind, die sie blindlings glauben, weil sie diese Denkweise gewohnt sind. Dass die das nicht mögen und mich deshalb für überheblich halten, damit muss ich wohl leben. Die fühlen sich ja auch deshalb belehrt, weil ich ihnen konsequent widerspreche an den Stellen, wo ich weiß, dass sie falsch liegen und es eben keine Sache der politischen "Meinung" ist, was sie schreiben. Ich nehme auch in Kauf, dafür als "unmöglich" oder "lästiger Störenfried" angesehen zu werden. Wie gesagt, mich tangiert das weniger als andere Leute. Ich halte auch die Wähler von Parteien wie der A*D oder der FPÖ nicht für "böse" oder "schlecht", das sind für mich kindliche Kategorien. Aber ein Großteil davon ist politisch ungebildet (und noch dazu nicht willens, das zu erkennen oder daran etwas zu ändern), gefrustet, missgünstig und ja, auch wohlstandsverwahrlost, weil ihnen nicht (mehr?) bewusst ist, wie wichtig Freiheit und Demokratie sind. Und dass das etwas ist, für das man kämpfen sollte, und zwar nicht, indem man einem Nachwuchshitler oder einer Rosa-Luxemburg-Imitatorin stumpf nachplappert, nur weil die einem das Trotzköpfchen streicheln und einen darin bestärken, das "wahre Volk" zu sein. Die A*D und die FPÖ (und in einigen Teilen auch das BSW) werden von korrupten, skrupellosen, demokratiefeindlichen Demagogen geführt, die genau den Aspekt an Kommunikation bis aufs I-Tüpfelchen beherrschen und ausnutzen, dem ich mich hier verweigere: Sie argumentieren affektiv, nicht logisch und nicht faktenbasiert. Und die meisten ihrer Wähler fallen auf diese emotionsheischenden Lügen herein, die sie da abgeholt haben, wo sie stehen: Bei ihrer unterschwelligen Missgunst, ihrem Frust, ihrem verkappten Rassismus und ihrer Weigerung, sich mit der Realität auseinanderzusetzen. Freundlicher kann ich es leider nicht formulieren. Das hat Nullkommanull mit einer "Bubble" zu tun, in der ich m ich natürlich genauso bewege wie alle hier, die "Bubble" trägt jeder mit sich herum, sogar bei Auslandsbesuchen. In meiner Bubble als Übersetzerin (deren Job bekanntlich Kommunikation und Sprachmittlung ist) gehört übrigens dazu, sich eigener Vorurteile IMMER bewusst zu sein, sie zu hinterfragen und allen grundsätzlich zuvorkommend und respektvoll zu begegnen, sonst könnte ich als Sprachmittlerin und Dienstleisterin nämlich einpacken. Trotzdem muss ich in diesem Forum oder auch anderswo nicht so tun, als wären Rassismus kein Rassismus und mangelhafte politische Bildung keine mangelhafte politische Bildung. Ich bin einfach ehrlich, manchmal auch schonungslos.