tafkei
Ich eröffne ein Haus für Kinder ( 1 Krippengruppe und 1 Hortgruppe) in München. Ich habe die mündliche Zusage mit Zeuge vom Vermieter seit Anfang Oktober. Bis Dezember wurden mir Schlüssel ausgehändigt, der Vermieter hat ein Umbaugutachten bezahlt, die Hausverwaltung wusste um jeden Schritt. Im Wissen der Hausverwaltung habe ich den Antrag eingereicht, somit läuft das Genehmigungsverfahren. So weit so gut. Jetzt der Supergau: Nun kommen die Nachbarn (Kinderwunschzentrum im Stockwerk unter mir und Pränatalpraxis auf dem selben Flur) im Haus um die Ecke und machen Front gegen mich, weil eine Kita ein zu hohes Infektionsrisiko darstellt. Der Vermieter will mir nun absagen. Im Haus ist ein privater Kinderarzt, der zwar hauptsächlich Osteopathie anbietet, aber auch den normalen Service - so schreibt er im Internet. Bin ich nun GAGA und sehe die Gefahr nicht? Was meint Ihr? Viele Grüße
Infektionsrisiko durch einen _benachbarten_ Kindergarten??? Dann sollen sie ihre werdenden Mütter bitte die Monate bis zur Entbindung am besten unter Quarantäne stellen. Ehrlich, so einen Unfug habe ich ja noch nie gehört. Im Stockwerk unter deiner Einrichtung und auf dem gleichen Flur gibt es doch praktisch keinen Kontakt zu Kindern, die bei dir betreut werden. Rein statistisch und durch logisches Überlegen ist die Ansteckungsgefahr nahe NULL. Das Risiko, sich in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Supermärkten anzustecken wäre rein von der Möglichkeit des Kontaktes um ein Vielfaches höher. Ich vermute, dass die Pränatal- und Kinderwunsch- Ärzte sehr wohl wissen, dass kein wirkliches Risiko besteht, aber einen Umsatzverlust fürchten, weil die Patientinnen sich sorgen. Das sollte aber deren (Aufklärungs-) Problem und nicht deines sein. Ich bezweifle stark, dass die dir irgendwas können. LG S
Das ist ja wohl ein Witz... allein der Kinderarzt wäre doch ein vielfach höheres Risiko, weil faktisch dort NUR kranke Kinder hingehen. Hab den Logig-Scanner mal durchlaufen lassen, bin aber nur bei 0 % gelandet... ;) Frage: Hast du die Zusagen schriftlich? Bist Du rechtschutzversichert? Es entstehen Dir ja nun Kosten wg. Ausfallzeiten, neuer Suche usw. Das würd ich dem Vermieter dann mal einreichen... Gutes Gelingen!
...der Wahnsinn, oder? die können leider schon. Die sind Großmieter und ich habe noch keinen endgültigen Mietvertrag. Im Moment ist der Investor am Überlegen ob er sich es mit denen verscherzt oder mich rauskegelt...
Nein, ich habe noch keinen schriftlichen Vertrag, aber eben eine Zusage unter Zeugen, 4 Monate gemeinsamer Planung und "im Glauben lassen". Die Architektenkosten bekomme ich bestimmt zurück. Aber ich bin sooo fertig - mir hat es den Boden unter den Füßen weggezogen. Es ist so schwer eine geeignete Immobilie zu finden und dann sowas....
Ich würde mal in die Offensive gehen und einen Termin mit besagten Pränatal- und Kinderwunschpraxis- Inhabern vereinbaren und dir die genauen Befürchtungen erklären lassen. Vorab wirst du natürlich einen schriftlichen Ratschlag von einem Infektions- Spezialisten einholen, um das Risiko fachmännisch kalkuliert zu haben. Relevant für Schwangere sind ja im Wesentlichen Zytomegalie und Ringelröteln. Mit beiden steckt man sich meines Wissens nicht durch geschlossene Türen und über ganze Etagen an. *kopfschüttel* Und ich bin sicher, das wird dir jeder Fachmann bestätigen. Lass dir doch ruhig mal in Ruhe die Gründe darlegen, genau betrachtet haben die doch _gar keine_ Argumentation. Absoluter Wahnsinn. Sowas hab ich noch nie gehört.
Ich würde mal in die Offensive gehen und einen Termin mit besagten Pränatal- und Kinderwunschpraxis- Inhabern vereinbaren und dir die genauen Befürchtungen erklären lassen. Vorab wirst du natürlich einen schriftlichen Ratschlag von einem Infektions- Spezialisten einholen, um das Risiko fachmännisch kalkuliert zu haben. Relevant für Schwangere sind ja im Wesentlichen Zytomegalie und Ringelröteln. Mit beiden steckt man sich meines Wissens nicht durch geschlossene Türen und über ganze Etagen an. *kopfschüttel* Und ich bin sicher, das wird dir jeder Fachmann bestätigen. Lass dir doch ruhig mal in Ruhe die Gründe darlegen, genau betrachtet haben die doch _gar keine_ Argumentation. Absoluter Wahnsinn. Sowas hab ich noch nie gehört.
... nur weil unter oder über der Praxis, wo sie hingehen, eine Kinderbetreuungseinrichtung ist??? Versteh ich nicht! Ich meine, wenn jemand so panische Angst vor "Infektion" hat, kann er doch gar nicht mehr auf die Strasse, in den Supermarkt, mit Bus und Bahn fahren - denn DA ist man ja u.U. Menschen (Kindern wie Erwachsenen) "ausgesetzt", die einen mit irgendwas anhusten oder so... Und nicht in einer KiTA, die zufälllig im selben Haus untergebracht ist wie der Arzt, wo man hingeht. Ich würde da mal sehr genau wissen wollen, was das Ganze soll und "woher der Wind weht". Denn das kommt mir total konstruiert und vorgeschoben vor, kann mir nicht helfen. Und ich denke deren Vorwurf ist unhaltbar!
shit. nur mündlich? die praxis hat, fürchte ich, keine angst vor infektionen, sondern vor krach und kinderlärm, ganz einfach. und sie haben vermutlich auch mehr kohle, um den vermieter bestechen zu können. so klingt es in meinen ohren. ich drück dir die daumen!!
Das ging mir auch noch durch den Kopf. Schon pervers. Kohle schefflen mit künstlicher Reproduktion, aber BITTE keinen Kinderlärm!!! Mal ehrlich, wie sollen die Embryonen da auch ihren Tiefkühlmittagsschlaf halten können... tststs... ;)
ja, und die begründung der praxis ist doch eine leichte: man kann es den hoffnungsvollen eltern nicht zumuten, jedesmal mit fröhlichen kindern konfrontiert zu werden. vor allem, wenn die repro nicht klappt.
ich denke auch: wer sich für 20000 € ein baby machen lässt, hat sich bestimmt alle titer testen lassen und vollständig.
Das könnte sogar hinhauen, auch wenn es wirklich pervers wäre. Die Gefühle der verzweifelten Paare will ich damit nicht treten, ich weiß selber, wie man sich mit der Diagnose "unfruchtbar" fühlt, habe es Jahre lang mit mir rumgeschleppt. Aber NIE, neverever, hätte ich negative Gefühle gegenüber fröhlichem Kinderlachen entwickelt. Wenn dem so wäre, bräuchte ich nen Psychologen, der mich wieder herrichtet. Aber auch dann kann das nur MEIN Problem sein, nicht das aller anderen. Tja, man steckt halt nicht drin. Upps, das ist bei einem KiWi - Thema aber doppeldeutig :)))
Nunja, einen Immunschutz für Zytomegalie und Ringelröteln kann man auch mir Geld nicht "erzwingen", den hat man oder eben nicht. Ich denke auch, dass es u.a. mehr um andere Befürchtungen geht. Drücke dir die Daumen. LG
Hm, schon blöd. Könntest du versuchen mit denen zu sprechen? Erfolgreiche Patienten haben höhere Chancen auf einen Platz bei dir oder so? Ich denke in München sind die Krippen und Hortplätze ähnlich rar, wie hier, bei uns wäre das auf jeden Fall ein Argument. Wir hatten das Problem auch, hatten die mündliche Zusage, auch vor Zeugen, sogar die Genehmigung vom JA war da, dann zog der Vermieter die Zusage zurück, weil "Krippenkinder Windeln brauchen und dann zuviel Müll anfällt". Ich drücke dir die Daumen! LG Becky
vielen dank für eurer entsetzen :-) das gibt mir aufwind ein wenig stunk zu machen. was haltet ihr davon: die sollen mir schriftlich erörtern, warum sie von einem infektionsrisiko ausgehen. einen infektionsspezialisten werde ich so schnell nicht auftreiben können, die sind meistens ganz oben auf der leiter in irgendwelchen renomierkliniken...
Nutzt Dir aber nichts, wenn der Vermieter bereits streikt. Ich würde denen bei der Begründung "Infektionsrisiko" eher wegen des Kinderarztes auf die Pelle rücken. Der müsste ja auch seine Praxis dicht machen... Und wie gesagt, juristischen Beistand holen. Wir alle haben keine Ahnung, was du tatsächlich noch für Karten in der Hand hast. Wenn Du Dich selbstständig machst, solltest Du eh eine Berufs-Rechtschutzversicherung abschliessen.
:-)
Oh man, das ist ärgerlich für dich. Die Infektionsgefahrt kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich kann aber (als ehemaliger Patient eben einer solchen Praxis) nachvollziehen, dass die Praxis sich einen anderen Nachbarn wünschen würde. Wenn man am zittern ist, man wieder mal einen negativen Test bekommen hat, man sowieso am Boden zerstört ist usw. ist das letzte was man sehen möchte glückliche Eltern die ihre gesunden Kinder in eine KITA bringen. Wenn direkt neben meiner damaligen Praxis eine KITA gewesen wäre, weiß ich nicht, ob ich mir nicht eine andere Praxis gesucht hätte.... und ich hatte schon ein gesunden süßes Kind zu Hause! Gruß Julia
Ich kann nur bei Julia unterschreiben (und das als Erzieherin!).
...wir haben auch lange an unserem 1. kind gebastelt, daher kenne ich das gefühlswirrwarr. aber: in der praxis geben sich auch glückliche hochschwangere die klinke in die hand, weil sie zur vorsorge dort hin gehen. natürlich gilt den ungewollt kinderlosen mein mitgefühl, aber es gibt nunmal nur diese eine immobilie (fast wortwörtlich) und ich bin eh schon so sozial - ich kann es doch nicht allen recht machen :-( die praxen haben auch eine gewisse erfolgsqoute und wie gesagt, die pränataluntersuchung ist oben - da sind auch lauter schwangere.
Ich verstehe dich ja! Aber ich verstehe auch die Praxis. Erfolgsquote, ja etwa 20%. Das heißt von 5 Frauen, die dort wegen Kinderwunsch behandelt werden gehen 4 mit dem Ergebnis "wieder nichts" raus.
... ehrlich gesagt. "Nur" weil man kein eigenes Kind haben kann bzw. es bisher nicht klappt, ist man sozusagen "allergisch" auf den Anblick von anderen Kindern, die in die KitA gehen? Sehr befremdlich für mich, die Vorstellung... :-/ Und über oder unter der Praxis eines Diätologen mit Spezialisierung auf die Behandlung von Übergewicht darf nach dieser "Logik" auch kein Fitness-Studio sein, wo man evtl. schlanke, sportliche Leute im Treppenhaus trifft, oder wie?!
Nein, das Argument ist nicht merkwürdig. Die Zeit ist für die Paare eine extreme Belastung. Und ich war immer sehr froh, wenn ich wenigsten noch paar Minuten hatte um mich wieder zu sammeln bevor ich meinen Sohn (den ich zu der Zeit schon hatte) wieder in die Arme schliessen würde. Über das Beispiel mit dem Fitnesstudio kann ich mir nur bedingt ein Meinung bilden, da ich noch in der Situation war. Ich würde aber z.B. auch auf die Barrikaden gehen, wenn in das Gebäude einer KITA ein Bordell einziehen würde. Ich bin da selber sehr zwiegespalten, kann aber nachvollziehen, dass die Praxis keine KITA im selben Haus haben möchte. Ich denke schon, dass sie das finanziell merken würden.
die rahmenbedingungen sind fragwürdig. auf ihrer internetseite werben sie für das jährliche kinderfest... wie gesagt, ich kann mit ungewollt kinderlosen mitfühlen - ich bin ja kein unmensch. aber im ernst - wie hoch ist die wahrscheinlichkeit bei einer bring und abholzeit von jeweils 1 stunde, dass genau die psychisch labile frau, einem glücklichen krippenkind von 12 kindern über den weg läuft...
ausgerechnet die "produkte" ihrer arbeit wollen die werten damen und herren nicht in der nähe haben? irgendwie auch kafkaesk, oder? hast du schon einmal einen "runden tisch" mit allen betroffenen entscheidern angeregt? dazu würde ich einen redegewandten menschen mitnehmen, der es versteht, deine position argumentativ gut zu verfechten. bei einem solchen direkten austausch wirst du sehr schnell die wahren gründe für diese ablehnung heraus kitzeln können, denn die "offizielle" begründung ist doch absoluter blödsinn. hoffentlich hast du erfolg und kannst dich durchsetzen.
s.o.
Naja der Diäten-Fitnesstudiovergleich hinkt ja wohl auch etwas...Wie kann sich jemand ein Urteil erlauben, der sich nicht in die Lage solcher "Patienten" versetzen kann? Auch absurd!
das argument, dass kinderwünschende paare belastet würden, wenn sie fröhliche kinder sehen in allen ehren. aber in dem haus ist auch ein kinderarzt. dann müßte er seine praxis auch schließen.
... - aber ebenso hinkt der obige Bordell-Vergleich, und zwar ganz gewaltig!
Ich glaube, das Kinderwunschzentrum ist sowohl auf "Paare mit Kinderwunsch" als auch auf die "Betreuung von Patientinnen mit wiederholten Fehlgeburten" spezialisiert. Ehrlich gesagt, ich glaube wirklich, für das Kinderwunschzentrum wäre es finanziell ein ziemlicher Super-GAU, wenn in ihrem Haus da eine Kinderkrippe eröffnet würde. Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Gutteil der Patientinnen dort psychisch sehr wohl Probleme damit hätte, bzw. emotional schwer damit umgehen könnte. Zumal man das Spielen der Kinder wahrscheinlich auch in der Praxis hören könnte, das Schild an der Tür würde einen bei jedem Besuch erinnern,... wäre zumindest eine sehr, sehr unglückliche Kombination, das glaube ich wirklich. In manchen Situationen kann man mit manchen Dingen eben nicht wirklich umgehen. So unverständlich..?
... die Vorstellung, dass jemand anscheinend den Anblick und die Geräusche von Kindern nicht ertragen kann, solange er/sie keine "eigenen" hat. Und dann auf einmal ist man von Kindern hin und weg, total begeistert?! Ich weiss nicht, irgendwie ist mir das wirklich wenig verständlich, kann mir nicht helfen... Damit meine ich nicht, dass ich nicht die schwierige Situation von Menschen verstehe, die sich Kinder wünschen, es aber nicht klappt und sie es deshalb mit Hilfe vn Spezialisten versuchen. Ich denke schon, dass ich das verstehe - aber andererseits, auch bei Müttern, die ich kenne, wo es lange gedauert hat mit dem Schwangerwerden, war es nicht so, dass sie es vorher nicht vertragen konnten, an Kindereinrichtungen vorbeizugehen, egal ob auf dem Weg vom Arzt oder sonstwo unterwegs. Aber das ist wohl individuell und manchen macht es anscheinend doch etwas aus.
...ist leicht schizo. Und diese Einstellung bei sog. KiWu-Experten? (wenn die Vermutungen von Tafkei zutreffen). "Wunscheltern", die den Anblick von Kindern nicht ertragen können, statt ihn als anspornend und erfrischend zu sehen, sollten ihren Wunsch und dessen Gründe überdenken (vielleicht werden sie GENAU DESHALB nicht Eltern; da ist eine gewisse und fürs Schwangerwerden unerläßliche Balance gehörig aus der Mitte geraten) und/oder psychologische Hilfe erwägen.
wer verkrampft versucht, ein kind zu bekommen, hat mit sicherheit schlechtere chancen als ausgeglichener mensch. ich sage ja: kafkaesk - da werden drohbilder heraus stylisiert, die eigentlich keine sind. was bin ich froh, dass niemand kurz nach dem tod meines sohnes darauf kam, mich vor anderen kindern "zu beschützen"...
Na, den Absatz mit dem " 'Wunscheltern', die den Anblick von Kindern nicht ertragen können, statt ihn als anspornend und erfrischend zu sehen, sollten ihren Wunsch und dessen Gründe überdenken (vielleicht werden sie GENAU DESHALB nicht Eltern; da ist eine gewisse und fürs Schwangerwerden unerläßliche Balance gehörig aus der Mitte geraten) und/oder psychologische Hilfe erwägen" finde ich schon etwas heftig, vor allem den Teil mit "vielleicht werden sie genau deshalb nicht Eltern" - schöne "Schuldzuweisung", macht die ganze Sache bestimmt viel, viel einfacher. *ironieoff* Dem fraglichen Kinderwunschzentrum ist ja offensichtlich die Bedeutung der Seele bei dem ganzen Thema sehr wohl bewusst, dass es wehtun kann, schier endlos auf ein Kind zu warten oder eben "zu versagen". Ich habe einfach die Erfahrung gemacht, dass Paare, die sich über Jahre erfolglos um eigenen Nachwuchs bemühen, öfters wirklich unter ihrer Situation leiden, und wenn sie dann noch vorgeführt bekommen, wie andere Menschen da mit ihren Kindern reinspazieren und sie vielleicht zur Betreuung auch noch "abgeben", wenn sie die Kinder der anderen Menschen fröhlich lachen und spielen und toben hören... das kann verdammt bitter sein, und dass sich etliche Patientinnen dann eher ein Kinderwunschzentrum suchen würden, bei dem genau diese "psychische Zusatz-Belastung" wegfiele, könnte ich sehr gut verstehen. Denn ob es dann als hilfreich empfunden wird, wenn man andere Leute sieht, die Kinder haben und glücklich sind, während man selbst genau deises Glück nicht hat und es eh vielleicht verdammt an der Seele und dem Selbstwertgefühl nagt... Und das hat absolut nichts mit "leicht schizo" zu tun.
sicherlich gibt es unterschiedlich schwierige fälle in einem kiwu-zentrum... dennoch ist es doch nicht von der hand zu weisen, dass es nicht ausreichen dürfte, schlicht einen bogen um kinder zu machen, um einigermaßen psychisch stabil zu sein.
ab einem gewissen punkt muss man manchmal eben auch realisieren, dass eine psychologische unterstützung durchaus zielunterstützend sein könnte. wer so etwas ablehnt, weil er sich dann also "schizo" abgestempelt wähnt, hat tatsächlich ein etwas gravierenderes psychisches problem...
Was haben die Bedürfnisse eines Menschen in einer ganz bestimmten (Extrem-)Situation mit den Bedürfnissen anderer Menschen in einer anderen Situation zu tun? Wobei ich auch insoweit die verschiedenen Situation nicht vergleichbar finde, weil Du ein ganz konkreten Menschen verloren hast, ganz konkret um genau diesen Menschen getrauert hast. Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch trauern aber oft nicht um einen ganz bestimmten Menschen, sondern sie trauern quasi einem "Wunschbild" nach.
Ich denke, wir sind uns alle einig, der Grund ist vorgeschoben. eine liebe mutter hier schrieb mir, es gibt in einem anderen kiwu in münchen eine kita... ich habe inzwischen meine grauen zellen aktiviert und dabei ist mir eine weiter verschwörungstheorie eingefallen. die wollten damals meine hälfte der etage mieten, haben sich aber dagegen entschieden, weils zu klein ist. nun zieht wahrscheinlcih die pränatalpraxis aus, die frau hatte bei mir privat angerufen und wollte wissen, was ich nun miete bezahle - sie hätte ein sehr gutes angebot für einen neubau. so: nun zieht die aus, sagt unten bescheid und die riechen eventuell lunte nun doch den gesamten stock dazu zu mieten. können sie aber ja nicht, weil ich ja die zusage schon habe. also muss ein weg gefunden werden, mich wieder los zu bekommen. ich war gerade in einem anderen leerstehenden bürokomplex, der ist gar nicht mal so übel... drückt mir ganz fest die daumen, dass da innerhalb der nächsten 2 wochen was geht und dann mach ich noch ein bisschen rabazz, mit einer schönen pressemeldung und zieh ein paar straßen weiter. liebe grüße und vielen dank für die vielen antworten.
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mag ja alles sein. aber in dem gebäude ist doch auch ein kinderarzt. belasten die kleinen patienten nicht die psyche der kinderwünschenden paare?
Im Grunde ist für die betroffenen Paare jeder Ort Mist um nicht schwanger zu sein. Da lebt man in einem Mietshaus und die Nachbarin bekommt ihr 3. Kind, einfach so. Oder in einer netten Neubausiedlung und neue kleine Familien sprießen wie Pilze aus dem Boden und nutzen ausgiebig den mehr als nahen Spielplatz oder kurven mit dem schmucken KiWa wieder und wieder am häuslichen Küchenfenster vorbei. Und das kommt dann sogar mehrmals am Tag vor. Man steht im Supermarkt an der Kasse und mehrere Familien stehen ebenfalls mit ihrem erledigten Wocheneinkauf an. So gefühlstragisch die KiTa für die Betroffenen sein mag, so unwesentlich ist die Argumentation: Kinder mit ihren Eltern können ihnen überall begegnen. Und damit muss das betroffene Paar umzugehen lernen. Allein oder mit professioneller Hilfe.
welche schlüsse ziehst du aus deiner klassifizierung?
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Ich drücke dir auch die Daumen!
...ich könnte mir vorstellen, dass ein Kinderarzt doch eine andere Dimension ist als ein Kinderhort. Wenn gesunde Kinder spielen, bekommt man das ansonsten in dem Haus bzw. dem Umfeld doch meistens ganz anders mit bei kranken Kindern, die im Wartezimmer warten, oder..? Meine Güte, ich weiß es doch auch nicht, ich sag doch nur, was ich mir vorstellen könnte! *seufz* Ich könnte die Argumentation, dass ein Kinderhort in demselben Haus direkt über dem Kinderwunschzentrum für etliche betroffene Paare bzw. Frauen eine zusätzlich psychische Belastung sein könnte, mir halt vorstellen, nachdem, was ich im Freundeskreis zu dem Thema so mitbekommen habe - was tatsächlich in dem hier konkreten Fall die Beweggründe von wem-auch-immer sind, habe ich doch auch keine Ahnung!