jake94
Bin irgendwie noch etwas durch den Wind.
Also nach ewiger Warterei folgte eine Untersuchung und es ist wohl tatsächlich ein Äderchen verstopft, wodurch die Sauerstoffzufuhr behindert wird und dadurch dann halt die Sehstörungen entstehen (ich lag also mit meiner Vermutung Augenthrombose nicht so ganz daneben).
Leider war der Arzt leicht genervt, als ich ihn auf evtl. Ursachen ansprechen wollte (z.B. Antibabypille) fiel er mir ins Wort 'also wissen sie, draussen warten noch 18 Leute, also, ich mach' Ihnen eine Überweisung für eine Augenklinik fertig und da können sie sich mal intensiv durchchecken lassen, das dauert ca. 10 Tage
. Soll ich anrufen, dass Sie heute noch dahin fahren?'
Ich dachte, ich fall um. Erst mal ist diese Klinik fast 80 km von uns entfernt und zweitens fahr ich doch nicht mal eben so zum durchchecken für 10 Tage ins KH!? Wollte noch sagen wegen Kind usw. aber dafür hatte der keine Zeit.
Ich schaffte es noch so zwischen Tür und Angel zu fragen, ob solche Untersuchungen nicht auch ein hiesiger Internist ambulant machen kann (da es dabei eben um die Ursachenforschung, die Richtung Durchblutung, Herzrythmusstörungen etc. geht).
Antwort, Tür weit aufhaltend: 'Na ja, aber in einer Augenklinik ist das ganze halt konzentrierter, die können evtl. auch was gegen die Sehstörungen tun und ich arbeite mit denen zusammen'.
Aha, daher also, oder bilde ich mir da jetzt nur was ein?
Ich werde jedenfalls nicht einfach so in ein 80km entferntes KH gehen, sondern lasse mir jetzt erst mal einen Termin bei unserem ortsansässigen Internisten geben. Mal schauen, was der zu sagen hat.
Vielleicht hat hier jemand noch eine andere Meinung dazu!?
Irgendwie fühle ich mich jetzt so abgefertigt. Hätte noch tausend Fragen gehabt, aber das war ja nicht möglich.
Ich kann jetzt gleich nicht mehr schreiben, weil ich ja noch zur Beerdigung muß.
So, jetzt ging gerade noch das Telefon: Die Augenarztpraxis, sie würden gerne noch etwas untersuchen, ob ich am Montag noch mal kurz reinkommen könnte?
Ich, äh ja, aber da habe ich nicht schon wieder 3 Stunden Zeit.
Nööö, dauert nicht lange, ich bräuchte auch nicht zum Doc rein (so ein Segen).
Tssss...
Werde wohl heute abend wieder mal hier reinschauen. Lese gerne, was Ihr wohl so davon haltet!
Danke Euch allen noch mal wegen dem Arschtritt, denn den hatte ich wirklich nötig!
LG
Kerstin
Ist echt schade, dass Ärtze offensichtlich keine Zeit mehr haben, sich mal wirklich um ihre Patienten zu kümmern. Hm. Gibt's sonst keinen kompetenten Anprechparner in deiner Gegend? Anderer Augenarzt? Zur Augenthrombose kann ich dir leider nichts sagen. Wenigstens weißt du jetzt ca. woran du bist
Nö, der nächste AA ist zu weit weg (leben auf dem platten Land). Werde auf jeden Fall zum Internisten gehen. Kann ja nicht schaden, denke ich mir. Muß jetzt leider los, sonst verpasse ich den Bus! Bis später. LG Kerstin
Hej Kerstin! Erstmal: Gut, daß Du da warst! Mir bestätigt sich einmal mehr, daß man bei sowas - wie bei so vielem auch - das Internet eben nicht als der Weisheit letzten Schluß ansehens oltle. Nicht umsonst ist ein medizinisches Studium nötig - enn es so leicht wäre, müßte ja keiner mehr so ein langees Studium und wir könnten gleich mit Diagnose selbst Rezepte ausstellen unsw. Ich arbeite in der Apotheke und bekomme eben auch mit, wieviel Verzweigungen manchmal für die richige Meidkamentierung wichtig sind - das kann ein Laie kaum überblicken,denn der schlägt womöglich die falschen Seiten auf, wird nicht wieterverwiesen etc. Also - sowas machtur Panik, und wie kontraproduktiv die ist, habenwir ja bei Dir gesehen! Zum Arzt: bei uns habendie Augenärzte auch sehr viel druck, einen termin bekommen man höhstens ien halbes Jahr im vroaus, aber ich habe es durchaus auch schon in Dtld. erlebt, daß ich vom Augenarzt sofort in die Klinik muß´te und dort blieb. Mein Mann durfte mir noch die Sachen von zuhause holen - die lassen einen bei gefährlichen Sachen dann gar nicht mehr weg. Ich kann nun nicht beurteilen, was bei Dir der Fall ist, aber ich würde auf jeden Fall die Augenklinik oder einen anderen Augenarzt aufsuchen. Ein Internist kann Dich durchchecken udn evtl. Ursachen finden, aber doch nichts amAuge machen - und darauf kommt es ja auch an, oder? Nach der geschobenen Panik reagierst Du mir jetzt fast zu ruhig. Vielleicht ergibt sich ja am Montag noch was? Alles GUte - Gruß Ursel, DK
Hallo, ich würde schon erstmal in die Augenklinik fahren und mit denen besprechen, wie es weiter gehen kann. Oder eben alternativ einen anderen Augenarzt aufsuchen. Ich glaube nicht, das mit Durchblutungsstörungen im Auge zu spaßen ist und für mich gäbe es das Arugument: "zu weit weg --- will ich nicht" nicht. Aber das ist meine Haltung. Gerade bei Augen-Geschichten würde ich auch nur zu einem Augenarzt gehen und nicht zu einem Internisten oder Hausarzt. Aber das ist meine Meinung. Und ja es ist leider so, dass die meisten Fachärzte kaum noch Zeit haben und das man als Patient darunter leiden muss. LG K erstin
Also für mich klingt das nicht, als wollte er dich "mal eben so" aus Spass für 10 Tage ins Krankenhaus stecken. Dafür, dass die Klinik so weit weg ist, kann er ja wohl auch nichts und die Diagnose, die er da gestellt hat, hört sich auch nicht wirklich harmlos an. Den Arzt, bloß weil er unhöflich und genervt war und dir was verordnet, was vielleicht gerade unbequem für dich ist, so hinzustellen, als würde er dich schikanieren wollen, ist eher kindisch. Natürlich kann dich keiner zwingen, das zu machen, aber, wenn dir dein Augenlicht lieb ist, dann wirst du vermutlich nicht drumherumkommen. Wie ein Internist dir dabei helfen soll, erschließt sich mir auch nicht unbedingt.
... blöd abgefertigt fühlen, ich verstehe Dich! Gibts bei Euch nicht noch einen anderen Augenarzt/-ärztin, der/die sich mehr Zeit nimmt? Oder halt wirklich Augenklinik - aber das mit den 10 Tagen ist doch Quatsch, sorry. So lang kann das "Durchchecken" doch nicht dauern! Ich würde versuchen, eine Zweitmeinung einzuholen von einem weiteren Arzt - Augenarzt, aber evtl. auch Internist. Und bei der Terminvereinbarung am Telefon gleich sagen, dass ich gerne ausführlicher über Ursachen und mögliche Behadlungsmöglichkeiten beraten werden würde... einfach, dass klar ist, sie müssen sich Zeit nehmen. Viel Glück!
Also, die Art des Arztes geht mal gar nicht, aber das ist leider kein Einzelfall. Man sollte einfach mal ganz laut und deutlich sagen, dass man bitte noch zuende angehört werden will, und es geht schließlich um deine Gesundheit. Auch ein Arzt ist letztlich Dienstleister... Ok, aber zum eigentlichen Thema: Ruf wenigstens in der Augenklinik an und schildere die Diagnose. Ich würde da jetzt keine Zeit mehr verstreichen lassen. Wenn das verstopfte Äderchen platzt, kann das ganz schlimme Folgen haben und du brauchst doch dein Augenlicht, oder nicht? Der Internist wird dir nicht so sehr weiterhelfen können... Nach der Panik gestern finde ich die momentane Haltung viel zu relaxt, ehrlich gesagt.
Entweder bin ich "durch den Wind" und besorgt um mein Augenlicht ( was ich bei dieser Diagnose sehr wäre !! ) oder mir geht es am Ar....vorbei was der, zugegebenermassen unfreundliche, Augenarzt sagt. Meinst Du nicht, wenn es genügen würde das ein Internist sich das anschaut, das er Dir eine Überweisung dafür mitgegeben hätte ? Ich finde Dein Verhalten paradox und unlogisch. Erst die Pferde scheu machen und dann kneifen, weil das Ergebnis nicht passt.
gute besserung
Hallo, Hatte ja nun ein paar Stunden Zeit das ganze mal zu verdauen und nein, relaxed bin ich keinesfalls. Ich bin lediglich erleichtert, dass ich nun Gewissheit habe (auch wenn das von mir befürchtete eingetroffen ist, es nennt sich 'anteriore ischämische optikusneropathie', s. auch auf Wikipedia und ist eben ein Augeninfarkt). Ich mache mir Sorgen und weiss, dass ich handeln muss. Inzwischen weiss ich aber auch, dass es statt in über 80km Entfernung von hier auch eine Augenklinik, die gerade mal 20km entfernt ist, gibt und auch einen sehr guten Ruf hat (aber damit 'arbeitet' der AA nicht zusammen). Zweitens kann man an den Folgen eines Augeninfarkts aber i.d.R. nichts mehr machen, sondern es geht in erster Linie um Ursachenforschung und -bekämpfung. Und dafür kann man sich in der Tat auch an einen Internisten wenden. Ich für mich habe folgendes entschieden: Am Montag zum Internisten, seine Meinung anhören, sowie Besuch eines anderen AA's regeln (ist wie gesagt leider etwas weiter weg, aber auch das lässt sich irgendwie regeln). Ich schließe den Besuch einer Augenklinik nicht völlig aus, sollte es keine andere Möglichkeit geben! Ich war heute auf der Beerdigung meines ältesten Cousins. Er war lebenslustig, intelligent, ein Weltenbummler, stand mitten im Leben, hatte noch so viel vor. Er war wegen Herzbeschwerden zum KH gefahren und ist dort noch am selben Tag an einem Infarkt gestorben. Plötzlich, völlig unerwartet. Das hat mir natürlich auch schwer zu denken gegeben - wie schnell es vorbei sein kann... Habe inzwischen auch einige sehr informative Augenforen im Netz gefunden, bei denen man sich auch mit Betroffenen über Behandlungen und Behandlungserfolge austauschen und wirklich sehr viel Interessantes über dieses Thema lesen kann. Nein, relaxed bin ich nicht. Ich kann jetzt lediglich wieder klar denken, relativieren und handeln. Was wiederum dazu führt, dass ich mich nicht mehr so hilflos und ausgeliefert fühle. Und ja, Eure Antworten, Meinungen und auch Kritiken haben mir wirklich sehr geholfen, DANKE noch mal dafür! Werde Euch weiterhin auf dem laufenden halten! LG Kerstin
ach mensch, das hört sich nicht gut an. hat der arzt dir denn gar nichts verschrieben? lg