Cata
Hab unten den Beitrag ueber Jesus gelesen und festgestellt, dass ich das alles auch nicht wirklich genau weiss. Aber ich bin auch nicht glaeubig, insofern hat es fuer mich auch keine Relevanz. Findet ihr, das ist Allgemeinwissen? Und wenn ja, sollte man soviel Grundwissen dann auch ueber die anderen Weltreligionen haben? Waere es demnach sinnvoll meinen Kindern irgendwann etwas Religion zu vermitteln? Und welche Buecher koennt ihr fuer die Allgemeinbildung empfehlen? Religion gibts hier in der Schule nicht, und meine Kinder (zumindest die beiden Juengeren) haben wohl noch nie was von Jesus oder Allah gehoert und waren noch nie in einer Kirche.
Es ist halt das Problem dass auch in der Schule immer mehr der Religionsunterricht abgeschafft wird...leider. DA sollte sowas gelehrt werden. Vor allem mal das Christentum, auch andere Religionen selbstverständlich. Was man tun in Religion heutzutage ist Mandalas malen, Entspannungs CDs hören und auch gar nicht hingehen.....das ist leider schade.
ich finde auf jeden Fall, dass die großen und größeren Religionen zum Allgemeinwissen zählen. Judentum, Hinduismus, Buddhismus, Christentum, Islam, da sollte man schon grundlegende Ahnung von haben, da sie ja auch für viele weltpolitische themen eine Rolle spielen. Ich hatte als Kind ein Buch "Meine Religion, Deine religion" und von WiesoWeshalbWarum gibts sowas auch.
ich denke schon, dass ein grundwissen über alle religionen zur allgemeinbildung gehört. gerade WEIL wir derzeit permanent mit negativen meldungen über den islam berieselt werden, sollte man sich die zeit nehmen, über diesen glauben auch bescheid zu wissen und zu verstehen, dass nicht alle moslems radikale bombenleger/selbstmordattentäter sind.
Ich denke, man sollte auch als Nichtgläubige den Kindern die Grundzüge der unterschiedlcihen Religionen vermitteln. Das Christentum gehört eindeutig zu unserem Kulturkreis und zu unserer Kulturentwicklung. Islam und Judentum gehören ebenfalls mit in die Allgemeinbildung, zumindest in Grundzügen. Dazu noch Buddismus und Hinduismus.
Ich denke das Grundwissen über die fünf großen Religionen sollte gelehrt werden und dazu das Basiswissen zu Sekten verschiedenster Art. Die eigene Religion und/oder die Religion im persönlichen Kulturkreis sollte eingehender betrachtet und studiert werden. LG Kügelchen
meine mutter sagt ja, ich sage nein. wobei ich einen ganz groben überblick jetzt nicht ausschliesse, aber im grunde genommen interessiert es mich nicht die bohne , ob nun der flasche oder richtige am kreuz hing, (mal überspitzt)
aber gerade heutzutage werden kriege angeblich aus glaubensgründen geführt, werden gläubige diffamiert und getötet. da sollte man sich schon ein wenig bilden, um überhaut zu verstehen, was die kernpunkte der religion sind. gerade bei den angeblich radikalen moslems ist vieles erstunken und erlogen. sprich mal mit einem gelehrten des islam, da wird einem vieles klar.
einen groben überblick habe ich ja, aber setze mich ungern damit auseinander. weiss nicht,das ganze thema bereitet mir unbehagen. dafür ist mein junior fit in reli.;-)
Hi, wir leben in einem christlichgeprägtem Kulturkreis. Ich kann - auch als Agnostiker - diesen Kulturkreis nur verstehen und damit neben kulturellen Werken auch politische Gedankengänge, wenn ich weiß, worauf das alles aufgebaut ist. Ich finde es gruselig, wenn ich in einem Museum stehe und dort das Werk eines alten Meisters ausgestellt wird, das das abgeschlagene Haupt von Johannes, dem Täufer zeigt und dann die Person neben mir fragt, wer das war und was das soll. So etwas ist peinlich. Ohne dieses Wissen kann ich mir auch kein Urteil zu anderen Werken der Kunst (im weitestens Sinne gemeint) erlauben, da ich auch den historischen Kontext nicht wirklich verstehen werde. Die Vermittlung dieses Wissens umfasst also nicht nur das Lesen der Bibel und die Vermittlung christlicher Grundsätze und warum es diese gibt, sondern auch der Kultur und der Geschichte, aus der all dies erwachsen ist und dessen, was sich daraus entwickelt hat. Ein Teil der Allgemeinbildung ist auch, sich mit den anderen Religionen auseinanderzusetzen. Das bedeutet nicht, dass ich deswegen jeweils daran glauben muss, sondern dass ich mir einen intellektuellen Zugang dazu verschaffe. Auch hier ist es so, dass ich ohne ein wenigstens grundlegendes Wissen über z.B. den Hinduismus das indische Kastensystem nicht - wertungsfrei - erklären kann. Wenn ich keinen blassen Dunst vom Buddhismus habe, dann werde ich auch Gebetsfahnen für folkloristische Dekoration halten usw. Ergo: Da gibt`s nur eines: Aufholen! LG Fiammetta
"Ich finde es gruselig, wenn ich in einem Museum stehe und dort das Werk eines alten Meisters ausgestellt wird, das das abgeschlagene Haupt von Johannes, dem Täufer zeigt und dann die Person neben mir fragt, wer das war und was das soll. So etwas ist peinlich." Sieh's positiv - immerhin fragt die Person neben Dir, wer das war und wieso der Kopf da auf dem Tablett herumliegt etc., da ist also immerhin ein gewisser Bildungswille vorhanden! ;-) Wir waren mal in der Stadt spazieren mit einer guten Freundin und derem neuen Freund, kamen dann an einem Schiller-Denkmal vorbei - und der neue Freund schaute sich versonnen das Denkmal an und fragte dann, wer denn Schiller war... da tröste ich mich dann auch nur noch damit, dass er zumindest fragt und sogar eine Antwort haben will. *seufz* Schiller kennt übrigens auch mein ältestes Kind - mit dem Kopf von Johannes dem Täufer wird es enger, fürchte ich, zumindest bis vor kurzem... aber unser Jüngster, 11 Wochen alt, heißt Johannes, da haben wir zumindest über diesen Teil der Bibel also aus gegebenem Anlass schon gesprochen. :-)
Ich finde auch, Wissen nicht nur ueber die eigene (hier im Kulturkreis das Christentum) Religion, sondern auch ueber die anderen Weltreligionen, gehoert zum Allgemeinwissen. Religionsunterricht in Schulen sollte sich deshalb nicht auf die eigene Konfession beschraenken. Fuer wen brauchst du das Buch? Fuer dich oder deine Kinder? Es gibt aus der Reihe "Frag doch mal die Maus" ein Buch ueber Weltreligionen. LG Connie
Fang doch hiermit mal an http://www.chronologs.de/chrono/blog/hinter-grunde/allgemein/2011-01-25/theologie-um-des-menschen-willen
Ich bin selber katholisch, habe Religionsunterricht erhalten, mit meiner Omi gebetet, die Erst-Kommunion erhalten und die Firmung. Dann war für mich religiöser Feierabend. Meine Eltern legten keinen Wert drauf, aber meine Oma. Ich hab mich bereits als Kind mit verschiedenen Glaubensrichtungen auseinander gesetzt und den Katholizismus hinterfragt. Und fand es besonders schön und hilfreich, dass zumindest mein katholischer Religionsunterricht sich nicht auf das Christentum beschränkte, sondern auch EInblicke in die anderen 4 großen Religionen gewährte. Natürlich gänzlich vorurteilsfrei. Ebenso erbaulich war die tatsache, dass ich mit meiner Lehrerin über den Glauben an sich stets diskutieren konnte (gläubig war ich nämlich nie, zumindest nicht im herkömmlichen Sinn). Ja, ich bin absolut der Meinung, dass es zur Allgemeinbildung gehört, über Religion Bescheid zu wissen, besonders über die, die unsere Kultur prägt/geprägt hat. Religion ist gesellschaftsbestimmend. Unabhängig vom Glauben und den Terminen mit Gott in der Kirche, beim Abendessen oder zur nächtlichen Ruhe sollte man nicht vergessen, welch wichtige Säule die Religion und ihre Historie für die Gesellschaft bildet. Daher habe ich meinen Sohn bewusst NICHT taufen lassen, er besucht aber einen christlichen Kindergarten, und soll auf jeden Fall den Religionsunterricht besuchen, wenn er in der Schule ist. Es ist seine Entscheidung, wie er mit der Religion umgehen will. Ob sie ihm Verständnis oder einen Glauben vermittelt. Taufen lassen kann er sich noch sein ganzes Leben, wenn erforderlich. Aber Bescheid wissen sollte er schon. Wenn er will besuche ich auch mal einen Gottesdienst mit ihm (für regelmässige Besuche würd ich ihn aber einem Kirchengänger anvertrauen, wir haben einige im nähreren Freundeskreis). In die Kirche als "Gebäude" gehen wir eh 1-2 mal die Woche, weil die ihn unendlich fasziniert.
das ich leider nicht besitze.... Wichtig wäre es aber aus den bereits genannten Gründen; eigentlich sogar unverzichtbar. Auch das ist ein Grund, weshalb ich für den umfassenden bzw. alle (wichtigen) Religionen einbeziehenden Religionsunterricht wäre. Eben statt nur EINE (die eigene) Religion zu unterrichten. Aber auch in der Schule, auf die meine Kinder demnächst gehen werden, gibt es leider nur evangelischen, katholischen oder Islamunterricht. Letzteres wusste ich bisher gar nicht....
Da wir in einem Land leben, dass vom christlichen Glauben geprägt ist (Weihnachten, Ostern, Pfingsten und all die anderen Feiertage) sollte man m.E. schon mindestens rudimentäre Grundzüge der Religion inne haben. Man sollte also wissen warum etwas gefeiert wird. Die anderen Weltreligionen sollten auch in Grundzügen bekannt sein. Gerade das Wissen um die Religionen zahlt sich spätestens bei Geschichtlichem Grundwissen aus. Gruß Corinna