kikipt
Er ist 80 und gebrechlich. Doch für ein Pflegeheim in Deutschland hat er kein Geld. Seine Kinder weigern sich, zu bezahlen, weil sie sich von ihrem Vater vernachlässigt fühlten. Jetzt schickt ihn die Tochter zur Betreuung in die Slowakei. Allein und ohne Wiederkehr. Der stern hat ihn begleitet, die Geschichte lesen Sie im aktuellen Heft. Würden Sie Ihre Eltern im Ausland pflegen lassen? darf ich das mal als diskussion in den raum stellen?
Äh - habe ich noch nicht gelesen, aber NEIN! Meine Eltrn bleiben entweder in ihrem Haus bis zum Ende oder kommen zu uns ...
Sehe es so wie Jamu. Ich könnte es auch nicht ertragen, meine Eltern so weit weg zu haben. Bei einer schwerwiegenden Erkrankung, die man nicht gut selbst versorgen und pflegen kann, könnte ich mir höchstens ein Pflegeheim in der Nähe vorstellen. Ist bei einer Nachbarin meiner Eltern nun der Fall. Sie ist schwer dement und seit ca. 6 Monaten nicht mehr zu Hause zu versorgen. Sie ist inzwischen 88 und ihre gleich alter Mann lebt noch bei der Tochter, wo sie vorher auch lebte. Manchmal muss man halt auch ein Heim in Betracht ziehen, würde aber niemals meine Eltern so weit weg geben.
ich würde mich evtl zur pflege selbst ins ausland verfrachten. thailand zb. sah da letztens einen bericht. seriosität nicht gewährleistet, aber die medizinische versorgung dort soll spitzenmäßig sein. und erschwinglich. allerdings weiß ich nicht, ob ich mich als bayrischer weißwurschtdimpfi wirklich dort wohlfühlen würde. meine eltern haben das leben schon hinter sich, darüber kann ich nichts sagen.
Da fällt mir spontan der Film ein: http://www.kino.de/kinofilm/best-exotic-marigold-hotel/139996 Ich will den unbedingt anschauen, aber meine Kinder wollen nicht mit mir rein *seufz*. Ich habe auch den Bericht über Thailand gesehen und halte das für eine Option für mich. Vallie, wir sitzen dann gemeinsam auf der Terese und scheuchen kleine Thais durch die Gegend *lach*. Meine Eltern haben selber finanziell vorgesorgt. Im Falle eines Falles wäre es eher eine Option, eine Osteuropäerin oder so zur Pflege einzustellen - bis dahin ist hoffentlich auch der gesetzliche Verhau dazu geklärt.
das könnte ich mir dann doch sehr gemütlich vorstellen. eine gute freundin von mir träumt von einer alters-wg in downtown munich. die preise kann sich kein mensch leisten, auch das tertianum in der klenze ist keine option. ja, warum eigentlich nicht die thailandterese, den aldischokolikör lassen wir dann einfliegen, vll finde ich bis dahin gefallen daran. meine kinder würde ich nicht fragen. die sollen ihr leben leben.
Ich würde meine Kinder auch nicht fragen. Aber wenn KindGroß so weitermacht, läßt sie mich nicht fahren *seufz*. Wir hatten kürzlich eine Diskussion darüber, wo ich begraben werden möchte. Ich habe gesagt, ich will ein anonymes Urnengrab oder sie sollen mich irgendwo ins Meer werfen - mir egal, Hauptsache es gibt kein Grab, das zu pflegen sich irgendwer verpflichtet fühlen muß. Das fand sie ganz schrecklich. Sie will ein Grab!
will ich auch für mich. also da kann ich das große kind schon verstehen. ich bin nicht oft am friedhof bei meinen eltern, da 25km einfache fahrt und selten kann ich alleine hin, aber ich weiß, da sind sie und ich kann hin. gibt mir trost.
Hmm, ich weiß nicht. Ich finde diese ganze Organisation nervtötend. Meine Eltern leben noch, aber meine Großeltern väterlicherseits sind an einem Ort begraben, zu dem keiner von uns noch einen Bezug hat und in dessen Nähe keiner wohnt. Ständig muß geschaut werden, ob der Grabpflegevertrag von der Gärtnerei eingehalten wird, kosten tut es auch - aber keiner hat was davon. Mein Vater war vor 2 Jahren das letzte Mal am Grab seiner Eltern, weil das so komplett ab vom Schuß ist. Meine kleine Schwester ist zwei Mal im Jahr da - jeweils im Frühjahr und im Herbst, um die Bepflanzung zu "prüfen". Sie wohnt noch am nächsten dran - aber sogar von ihr aus sind es rund 150 km.
Nehmt ihr mich mit nach Thailand? Ich hab letztens auch einen Bericht drüber gesehen, da wäre ich mit meiner Mini Rente der König! Die Pflege scheint einen hohen Standard zu haben. LG ahm
Dann komm nach Stuttgart und geh mit mir ins Kino. Ich möchte den nämlich auch gerne sehen.
Nein, das würde ich mit meinen Eltern nicht machen, es sei denn es wäre ihr Wunsch. Aber ich könnte mir für MICH vorstellen, im Alter mal ins Ausland zu ziehen und demzufolge auch dort gepflegt zu werden. LG S
Ich weiß nicht, wie ich reagiere, wenn meine Eltern ins Pflegeheim müssten. Seit Jahren kein Kontakt, vorher viel Vorgefallenes und eine Kindheit, die den Namen nicht verdient - ich würde Stand jetzt keinen Cent freiwillig zahlen, damit sie hier ins Pflegeheim könnten. Ob das später anders ist, kann ich nicht sagen. Käme heute der Anruf, wäre ihnen ein Platz im günstigsten Pflegeheim im Ausland sicher. Wenn überhaupt... Für mich hat der Spruch "Aber es sind doch immernoch deine Eltern" keinerlei Bedeutung, denn damals sagte niemand zu ihnen "Aber es sind doch immernoch deine Kinder". Das mag engstirnig klingen, und grausam, aber so ist es. Ich kenn die Geschichte im Stern nicht, kann mir aber Konstellationen vorstellen, bei denen ich die Kinder verstehen kann. In halbwegs intakten Eltern-Kind-Beziehungen steht das Thema vermutlich nicht zur Debatte, denke ich. Gruß, M
wird wohl bei meiner mutter so sein, die lebt ja schon in ö, ich befürchte aber dass ö nichts zahlen wird und hab da so gar keinen plan. fakt ist, ich bin die einzige die einkommen und eigentum hat, daher MÜSSEN meine kinder dringend ganz lange finanziell von mir abhängig sein. ich lehne es ab sie zu pflegen, oder gar zu finanzieren.
Nein, das kann ich mir mit meinen Eltern nicht vorstellen. Sie sollen solange es geht bei uns im Haus wohnen und für den Fall der Fälle (schwerste Demenz) gäbe es bei uns im Ort ein Pflegeheim wo wir sie immer besuchen könnten. Meine Eltern sind auch in der glücklichen Situation daß drei ihrer vier Kinder und ein Shwiegersohn eine pflegerische Ausbildung haben, ich denke, es ist zu packen. Allerdings nur unter Vorbehalt, daß wir Kinder gesund bleiben. Ich kann es allerdings verstehen, wenn man seine Eltern nicht pflegen kann oder will. Wir haben ein inniges Verhältnis zueinander und das ist die Vorraussetzung um die ganzen Strapazen der Pflegebedürftigkeit auf sich nehmen zu können. Wir (meine Mutter, meine Schwester und ich) haben schon gemeinsam die Pflege meiner Großeltern gestemmt. Es war eine harte Zeit ( 3 Jahre), für uns war es selbstverständlich.
http://www.seniorsgarden.de/index.html ....betreibt ein freund von mir auf den phillipinen...
ich glaub mir gehts ganz plötzlich extrem schlecht...ich brauch Pflege !!!!!!
Ich habe den Artikel gelesen und fand es irgendwie... gruselig. Meine Eltern wohnen im gleichen Haus. Wir haben ein inniges (wenn auch manchmal stressiges) Verhältnis. Sie kümmern sich jetzt um meinen Sohn, wenn ich arbeite - und ich werde mich um sie kümmern, wenn es soweit ist. Eine solche emotionale Entfernung zu meinen Eltern, das ich sie ins Ausland "abschieben" würde, kann ich mir nicht vorstellen. Am grausamsten am Bericht fand ich, dass die Fahrer, die den alten Herren abgeholt haben, in der Raststätte aßen, während er bei -4,3°C im Auto schlottert...
Ich hab den Artikel auch gelesen - und ich fand am gruseligsten, wie der Mann als Vater war! Ist nachts mit neuer Freundin in das Zimmer seiner kleinen Tochter geschlichen, um sich eine Uhr, die er früher der Tochter geschenkt hatte, zurückzuholen um sie der Geliebten zu schenken. Manchmal muss man sich nicht wundern über das, was man im Alter erntet.... Der Mann war zeitlebens nicht in der Lage, die Gefühle anderer wahrzunehmen. U.a. hielt er lt. Bericht ja auch seine ca. 50jährige Tochter für "irgendwas um 30".... Und seinen Sohn hätte er "am liebsten erschossen".
Ich liebe schlaue Sprüche. In der Beziehung von Eltern zum Kind gilt: Man erntet was man sät.
Trotzdem wird m.E. beschrieben, wie dem Mann (zumindest wartend im Auto) der letzte Rest würde genommen wird. Und das geht gar nicht. Egal was für ein A*** er ist oder war.
ok, ein Flug wäre sicher besser gewesen.
meine Mutter lebt bei uns im Haus in einer eigenen Wohnung.Ich werde sie ...soweit ich es dann noch selber KANN,selber pflegen bis zum ende. Sie war immer für mich da,auch als ich mit 17 Mama wurde konnte ich dank ihr meine Ausbildung zu ende machen.Und auch sonst ist sie immer soweit es machbar ist für uns da.Ich lasse sie nicht hängen..ist meine Mama..
Erst mal - den Artikel habe ich mangels ´Stern` nicht gelesen. Aber: wenn der Mann noch soweit fit ist, dass er über sich selber entscheiden kann, kann ihn NIEMAND zwingen, in die Slowakei zu ziehen, Kosten hin oder her. Das macht dann das Amt mit den Kindern aus. Ansonsten (Demenz, totale Orientierungslosigkeit, kein soziales Netz - das spricht ja auch für sich): es ist doch völlig egal, ob das Heim in Hamburg, München oder in der Oberpfalz steht. Es ist nicht Zuhause, groß Dinge unternehmen wird der Mann nicht und die Pflegekraft kommt hier im Zweifel auch aus Polen. Die Slowakei ist von uns aus nicht mal weiter weg als Hamburg. Und wenn man sich ohnehin seit Jahren nichts zu sagen hat...? Und das Essen an der Raststätte: warum kann der Mann nicht eine Viertelstunde allein im Auto sitzen? Geheizt wird das Auto gewesen sein - ist es angenehmer, für die Zeit in die Raststätte gerollt und ausgestellt zu werden? Und die Fahrer müssen schließlich irgendwann mal essen (der alte Mann auch - aber je nachdem wieviel Hilfe er braucht, geht das nicht unbedingt gleichzeitig). Den (oder einen anderen) Artikel über Thailand habe ich auch gelesen. Ich fand es eher gruselig. Sicher gibt es kulturelle Unterschiede - aber muss man jeden Menschen, nur weil er alt/dement/krank ist gleich in den Arm nehmen? Es war wirklich so, diese Betonung des körperlichen Kontakts, streicheln, umarmen - und ich musste an den thailändischen Prostitutionsmarkt denken. Es entwertet doch völlig echte Intimität und körperliche Vertrautheit zwischen Menschen, die sich kennen/mögen/lieben. Ich möchte auch nicht von jedem abgefummelt werden, wenn ich denn mal gaga bin und wieder Windeln brauche (es hat sich doch gerade einigermaßen rumgesprochen, dass kleine Kinder nicht von jedem gern angefasst werden wollen (müssen) ).
Herzlichen Dank für deinen wirklich erfrischenden Beitrag und die Bereitschaft, die breit gelatschten Denkwege zu verlassen. Also ich hab jetzt schon mal neue Ansätze für mich daraus entnehmen können. Wie war das noch mal: Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können...? Während der Arbeit nun fleißig weiter am rumspinnen: M (der Artikel im Stern ist aus dem gleichen Grunde recht lesenswert. Man vermutet sich immerzu im vertrauten Muster (alter verzweifelter Mann, Vater von Familie im Stich gelassen, herzlose Kinder, kaltherzige Pflege im Ausland... und wird bei jeder Gelegenheit damit in die Irre geführt: der Mann ist nicht verzeifelt, die Tochter bzw. deren Mann (!) hat den Vater bereits lange gepflegt, der Mann ist selbst ein Blödbommel, undundund... ich mag das, wenn ich gezwungen werde zum neu Überdenken.)
>>Und das Essen an der Raststätte: warum kann der Mann nicht eine Viertelstunde allein im Auto sitzen? Geheizt wird das Auto gewesen sein - ist es angenehmer, für die Zeit in die Raststätte gerollt und ausgestellt zu werden? Und die Fahrer müssen schließlich irgendwann mal essen (der alte Mann auch - aber je nachdem wieviel Hilfe er braucht, geht das nicht unbedingt gleichzeitig). Nein, das Auto war nicht geheizt, es war Arschkalt und irgendwann hat der Mann die Alarmanlage ausgelöst, weil er Angst hatte.
Shinead, die Crux an der Geschichte ist doch die: der Mann, um den es geht, hat jahrelang sehr extrem gelebt, hat mehrere Hunderttausend Euro verjubelt, ein ganzes Erbe an Freunde und Liebhaberinnen verschenkt, und dann billige Pflege von der Tochter bzw. deren Ehemann erhalten. Der Schwiegersohn hat den Mann fast 2 Jahre lang gepflegt! Die Tochter hat dem Vater eine Eigentumswohnung vom eigenen Geld (!) gekauft. Irgendwann war aber eine Grenze erreicht! Das musst du auch alles erzählen - das kannst du nicht ausblenden und ein 80 Jahre langes Leben auf diese Viertelstunde in Eiseskälte reduzieren! Du erntest, was du gesät hast - und hier kannst du niemandem noch einen Vorwurf machen. Einzig vielleicht unserem System, das Krankheit fördert (je kränker, desto höher die Pflegestufe) und Gesundheit nicht gerade belohnt.
dieses Thema ist bei mir Top-Aktuell. Ich bringe meinen Vater nächste Woche hoffentlich dauerhaft im Pflegeheim unter. Mit hoffentlich meine ich - er bekommt hoffentlich die Pflegestufe 1. Ansonsten muss ich ihn nach Hause holen...
Er hat bis Dezember in Thüringen alleine gewohnt. Im Dezember - zu Besuch bei uns in Hessen hat er einen Schlaganfall bekommen. Der Schlaganfall hat eine Demenz ausgelöst und er hat insgesamt fast 20 chronische Krankheits-Diagnosen. Nächste Woche wird er 76 und ich bin mit 34 nicht bereit, mein ganzes Leben umzustellen.
Ich bin mit 16 freiwillig in ein Azubi-Wohnheim gezogen um zu Hause raus zu kommen. Meine Kindheit war nicht so toll - musste ein paar Therapien machen um besser damit umgehen zu können.
Wir gehen beide arbeiten und haben eine 9jährige Tochter. Mein Vater mischt sich wenn er bei uns leben würde zu sehr in unser Leben ein. Beispiel: habe Sonntags bis halb 11 im Bett gelegen - ob wir denn spinnen würden so spät aufzustehen... Ja gehts noch?????? Jedes mal wenn wir das Haus verlassen - wo geht ihr hin - wann kommt ihr wieder...
Neeee ich habe auch nur ein Leben - und ich will nicht das Risiko eingehen, dass ich ihn hier in meinem Haus noch 10 Jahre an der Backe habe. Ich werde wegen ihm auch nicht aufhören zu arbeiten - seh ich gar nicht ein.
Das Pflegeheim ist 12 km von uns weg. Hier im Ort ist zur Zeit kein Zimmer frei - sobald eins frei wird zieht er um (beide Heime haben einen Träger).
Ich habe kein Problem damit ihn ins Heim zu geben, wobei er mir manchmal auch leit tut.
Allerdings möchte ich meiner Tochter später auch nicht zur Last fallen, meinem Mann auch nicht - ich würde freiwillig in ein Pflegeheim gehen - oder natürlich mit nach Thailand ![]()
Würde es wahrscheinlich machen, da es ja mittlerweile Pflegeheime in Osteuropa gibt, die sich gezielt an deutsche Interessenten richten. Zum Beispiel direkt an der deutschen Grenze in Swinemünde (Polen). http://www.pflegeheim-osteuropa.de . Hier spielt die Entfernung demnach keine große Rolle mehr und das Pflegepersonal ist idR motivierter und besser ausgebildet (sehr hoher Anteil an Fachkräften in Pflegeeinrichtungen)... Man könnte die Eltern also jedes Wochenende besuchen und könnte sich ne Menge Geld sparen...