TinaDA35
Gestern ist mein Vater gestorben (Lungenkrebs - er war Nichtraucher - meine Mutter hat immer geraucht). Er wurde nur 66 Jahre alt... Ich habe ihn noch sehen dürfen (er war gerade 5 Minuten tot)... habe mit meiner Mutter seine Sachen (er war in der Uniklinik Frankfurt) zusammengepackt und habe mich von ihm verabschiedet. Später als ich zu Hause war, war meine große Tochter so glücklich über ihre guten Noten die sie ins Zeugnis bekommt... ich konnte es ihr noch nicht sagen. Heute habe ich auch Geburtstag... es ist alles so schrecklich. Es gibt zwar nie den "richtigen" Zeitpunkt, aber wie sagt man es am "besten" den Kindern?
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Erst einmal mein Beileid. Wie du schon richtig schreibst: Es gibt nie den richtigen Zeitpunkt. Es gibt meiner Meinung nach auch kein "am besten Sagen" geben. Aber ich bin mir sicher, du wirst die richtigen Worte finden. Schiebe es nicht zu lange auf. Sag deinen Kindern, wie du dich fühlst. Du schaffst das!
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auch von mir herzliches beileid! deine kinder werden mitbekommen haben, dass opa sehr krank war. und darauf baust du das gespräch auf. sage ihnen, er ist nun im himmel und vor allen dingen, dass er nun keine schmerzen mehr hat und von oben auf euch alle aupasst. das hat bei unserem gut geholfen, als er die ersten todesfälle bewusst mitbekommen hat. seither istder tod ein ganz normales thema bei uns, egal ob ein tier gestorben ist oder ein mensch.
sag ihnen auch, wie traurig ihr seid und lass sie ein bild malen o.ä., damit sie ein ventil für ihre trauer haben. aber geht offen mit dem thema um, denn sonst entstehen ängste, die lebenslang prägend sein können.
ok - wie schon gesagt einen "richtigen" zeitpunkt gibt es nicht es ist aber dennoch wichtig bei der wahrheit zu bleiben-das der tod zum leben dazugehört das alles vergänglich ist- und du kannst es natürlich mit deiner eigenen einstellung zum tod verbinden- das traurigsein erlaubt ist-aber auch das man abschied nehmen kann- in dem man kleine zettel macht mit allen wünschen für den opa-diese dann an luftballons bindet und steigen läßt wichtig ist das du ihnen ihren weg läßt wie sie damit umgehen-verständlich machen das wenn sie darüber reden möchten du natürlich jederzeit bereit bist zuzuhören
Mein Beileid. Mein Sohn (damals 6) war dabei, als ich den Anruf erhielt, dass meine Oma gestorben ist, zu der wir ein sehr enges Verhältnis hatten, auch mein Sohn. Meine Eltern waren damals nicht zu erreichen, also rief der Bruder meines Vaters mich an (wie damals auch schon, als mein Opa starb) und erzählte es mir und ich solle zusehen, dass ich meine Eltern erreiche. Für meinen Sohn war das ganz schlimm. Anfangs begriff er überhaupt gar nicht, was los ist und war. Ich würde, auch wenn heute Dein Geburtstag ist (mein Glückwunsch dazu) und sich eins der Kinder über die tollen Noten freut, trotzdem nicht lange damit warten. Was, wenn eines der Kinder auf die Idee kommt, jetzt den Opa anzurufen und ihm vom tollen Zeugnis zu erzählen? Also setz Dich heute mit den Kindern hin, wie hier schon gesagt wurde, erkläre, dass der Opa ja sehr krank war und je nach Glaubensrichtung, dass er im Himmel ist oder sonstwas. Ich hatte mich damals hier auch umgehört und auch per PN bei einigen Leuten, wie ich das am besten meinem Sohn erkläre - da er mit auf der Beerdigung war und meine Oma/seine Uroma in einer URNE beerdigt wurde (unsere ganze Familie hats nicht so mit Grab und Sarg und so) Meine Oma war sehr schwergewichtig und mein Sohn wollte natürlich wissen, WAS in der Urne drin ist. Ich habe es dann so erzählt (mein Sohn glaubt an Engel und Gott, ich bin Atheist hoch 10), dass Oma von Engeln abgeholt wurde. Wie das alles passiert weiß ich nicht, da war nur die Oma dabei und kann ich nicht beantworten. In der Urne sind ihre liebsten Sachen drin und die beerdigen wir symbolisch. Das hat mein Sohn sehr gut aufgenommen und verstanden. Er hat meiner Oma dann noch ein Bild gemacht, sich und sie selbst mit einem Luftballon in der Hand. Das Bild steht heute noch in seinem Zimmer. Auch wenn wir uns aus örtlicher Entfernung bedingt nicht oft gesehen haben, meine Oma fehlt mir sehr und auch mein Sohn spricht oft mit ihr (z.B. wenn das Wetter doof ist oder wenn er einen wunderschönen Tag hatte... ) Ich wünsche Dir alles Gute. LG Sue Übrigens - weinen ist erlaubt!!!!
als meine mutter gestorben ist, war meine tochter 8. wir haben sie vom hort abgeholt und uns dann mit ihr zusammengesetzt. da ihr zustand schon 4 tage kritisch war, war es keine besonders große überraschung. ich hätte es nicht geschafft, meinen schmerz auch nur 5 minuten länger zu verbergen, insofern gab es nichts zu überlegen. sie hat erst sehr geweint, ist aber dann doch schnell zur tagesordnung übergegangen. bei der beerdigung hat sie durchgehend geweint. auch heute noch, 7,5 jahre später sehe ich immer tränen bei ihr blitzen, wenn wir von der geliebten oma sprechen.
Hej ! Erst einmal mein Beileid zum Tod Deines Vaters. Sicher haben deine Kinder bereits mitbekommen, daß Dein Vater krank war. Vielleicht (Hoffentlich) habt Ihr auch mal darüber gesprochen,daß die Lage ernst ist und der großvater sich vielleicht nie mehr erholt. Jetzt ist es soweit - er ist gestorben, sein leiden hat ein Ende. Er war zu krank,a ls daß die Ärzte ihm noch hätten helfen können, und er war müde und geschwächt davon und wollte vielleicht selber Ruhe. je nachdem, ob Ihr gläubig seid, kannst Du auf diesesThema ja auch noch eingehen. ich bin überzeugt davon, daß unsere Verstorbeneund von "da oben" beschützen und behüten und bei uns sind. Weinen ist durchaus bei allen erlaubt, keiner muß sich da verstellen. Unsere Kinder haben leider schon einige nahe Menschen durch Tod verloren - teilweise auch miterlebt, wie wir sie gepflegt haben. Als meine Große, damals 1. Kl., zu mir sagte, daß sie mein Weinen beim Abendgebet nicht ertrug, habe ich ihr versprochen, daß dies auch aufhören würde. Jetzt aber war ich zu traurig, und wenn man traurig ist, weint man eben. Und wie schrecklich, wenn wir beim Tod eines geliebten Menschen nicht trauern/weinen würden - es wäre ja, als hätte er nie gelebt, als würde er uns gar nicht fehlen! Und gib den Kindern Hoffnung. Meine kleine Tochter war beim Tod der Großmutter,die wir lange gepflegt haben, völlig versrört, sie litt eh ausu ns bekantnen gründen unter verlassensängsten, eine Welt brach für sie zusammen. da habe ich z.B. die mutter ihrer besten Freundin anegrufen, die zudem auch Krankenschwester und daher mit dem Tod "vertraut" ist, und gefragt, ob sie zum Spielen zu ihrer besten Freundin dürfe. Sie brauchte einfach das Gefühl, das sichere bewußtsein, daß die Welt sich weiter dreht, auch wenn ihre geliebte Großmutter nicht mehr da war; daß es auch gut und richtig und erlaubt war zu lachen, zu spielen, mit Freunden zusammen zu sein. Siem ußte erharen, daß es außerhalb unserer trauer weiterhin dasLeben und alles das gab, was sie kannte. Nur so verlor sie ein bißchen das gefühl, daß ihre sicheren rahmen 8wir, Elternhaus etc.) wegbrachen -wir zuhause waren ja erstmal von der pflege und Trauer völlig aus der Bahn. Das hat ihr gut getan. Und ansonsten. rede nicht drumherum, beshcönige nichts, zeig ruhig, daß auch Du traurig bist, warte vor allem nicht länger - laß ggf. Abschied nehmen und überleg, ob die Kinder nicht zur Beerdigung mit dürfen --- Abschiednehmen ist immens wichtig und gibt Kraft für die nächste Zeit! Gruß Ursel, DK - leider mit viel zu viel Erfahrung auf dem Gebiet!
Ja,die Antworten hier würde ich dir auch alle so geben.Eventuell könnt ihr euch am Himmel einen besonderen Stern aussuchen,den ihr symbolisch für den Oa nehmt.Das war für mein Kind gut,als die Lehrerin plötzlich bei der Geburt ihres Kindes starb.
Hallo, mein Beileid! Ich würde es ihnen so schnell wie möglich sagen, gerade wenn die Große sensibel ist, spürt sie doch eh, dass etwas nicht stimmt. Wir hatten diese Situation vor 3 Wochen, ich habe es den Kindern (7+9) sofort gesagt, habe mich direkt zu ihnen gesetzt und offen erzählt. Sie haben die Verstorbene auch noch einmal gesehen (circa 7 Stunden nach dem Tod), die ganze Familie hat sich getroffen und meine Kinder gehörten in diesem Momant für mich dazu. Sie wollten unbedingt noch einmal in das Zimmer, einige Leute (auch ich) blieben draussen, aber sie wollten es so. Ich wünsche Euch viel Kraft, Petra
Huhu! Erst einmal mein Beileid :( Der Zeitpunkt... Tja, es gibt weder einen richtigen Zeoitpunkt für den Tod noch über das Mitteilen darüber. Es fällt nur so unglaublich schwer. Vor allem bei Kindern, die man am liebsten vor allem beschützen möchte, auch vor dem Verlust eines geliebten Menschen. Aber mach Dir klar, dass das nun so ist, und dass deine Kinder ein Recht darauf haben, informiert zu werden. In dem Alter kann es Kinder durchaus verletzen, wenn ihnen bewusst wird, dass sie 2,3,4,5 ... Tage im Glauben gelassen wurden, der Opa würde noch leben. Der Wunsch, sie zu beschptzen kommt dann bei ihnen schnell nur als Lüge an. Als Vertrauensmissbrauch. Ich weiß, wovon ich rede. Man wollte mir damals die Klassenfahrt nicht vermiesen. Ich war verletzt, enttäuscht, wütend, traurig. Nicht nur, dass ich vom Tod des Opas nichts wusste, ich konnte nicht mal auf die Beerdigung! Die ganze Familie hat Abschied nehmen dürfen - nur ich nicht :( Für mich war dann nur die Message: Seit 1 Woche ist der Opa tot, wir wollten es dir nicht sagen... wenn ich mal deutlich werden darf: ein Schlag in die Fresse.