Annika03
Ich habe am Donnerstag beim Jungendamt angerufen die hat dann am Freitag mit der Schule telefoniert. Kurz darauf hat mein Mann (der kann da ruhiger bleiben als ich) in der Schule angerufen und wollte den Direktor sprechen. Der ist natürlich einerseits etwas "angepisst" wegen des Jugendamtes, er kann uns aber andererseits verstehen. Nachdem am Freitag wieder extreme Vorfälle waren: Der Junge hat (die Lehrerin war 2 Minuten aus der Klasse weil sie was vergessen hatte) 3 Mädels (meine war mit dabei) auf den Kopf gehauen. Das dritte Mädel so lange bis sie geweint hat. Als die Lehrerin kam, war der Direktor schon in der Klasse (hat im Nebenraum Unterricht) und der Junge war gerade dabei den Dirktor in den Arm zu beißen. Auf Nachfrage warum das Mädchen weint, meinte der Junge dass xxx es geschlagen hat. Leider hatte er da aber 22 Kinder gegen sich. Später (das weiß ich aber nicht genau wann das war) hat der Junge dem Direktor einen Stein an den Kopf geschmissen. Das hat der Dirketor im Gespräch mit meinem Mann erzählt. Nächste Woche ist Projektwoche, davon ist er ausgeschlossen. Ein Schulausschluss verfahren läuft. Nur dauert sowas eben. Wir haben auch ein Gespräch mit Eltern des Jungen, uns und der Schule angeboten. Das hat der Direktor abgelehnt weil es in diesem Fall nichts bringt. Da ich mittlerweile die Einstellung der Familie kenne, kann ich das voll und ganz verstehen. Wir haben für uns beschlossen, wenn der Junge auch in der zweiten Klasse noch hier sein wird wird unsere Tochter die Schule wechseln. Ein Klassenwechsel bringt leider nichts, da die Kinder sich ja in der Pause (und da passieren die meisten Übergriffe) weiterhin sehen würde. Ich bin mir sicher die gesamte Schule hätte den Jungen lieber heute als morgen gerne los, aber da gibt es halt Gesetzte und Verordnungen die genau vorschreiben was zu geschehen hat. Wenn der Direktor auch nur einen winzigen Fehler macht ist der Junge schneller wieder drin als man bis drei zählen kann. Wir wissen jetzt, dass die Schule tut was sie kann und hoffen das der Spuk bald vorbei ist.
wie ist denn die einstellung der familie?
"Der arme Kerl kann doch nichts dafür, der hat im letzten Jahr so viel durchmachen müssen. Alle haben sich gegen ihn verschworen und lügen. Und unsere Tochter ist die Böse, weil die Oma sie ja schon von der Krabbelgruppe kennt und da wäre ihr Enkel ja so brav gewesen und meine hätte nie gehörte"
was hat er denn durchmachen müssen? versteh mich nicht falsch, es wird alles seinen gang gehen und deine tochter wird sich wieder wohl fühlen können in der schule, mich interessiert aber auch der junge, was mit ihm passiert, denn ganz schnell kann man zur tätermutter werden. was ist dann? ( bin immer wieder froh um meine weiber! )
Weisst du das vom Kind selber oder nur vom Hören/sagen?
Ich finde es blöd, dass ihr nicht das Gespräch mit den Eltern gesucht habt. Oft kursieren viele Vorurteile im Bekanntenkreis. Auch wenn der Junge offensichtlich Probleme im Umgang mit Regeln und Sozialverhalten hat, sollte man versuchen, ein Gespräch mit den Eltern zu suchen. Wir hatten hier auch 2 Schlimme Geschwisterkinder, die immer Ärger gemacht haben. Immer wieder haben Eltern die 2 ins Gebet genommen und schließlich ist einer Mutter der Kragen geplatzt und hat die Eltern informiert. Die Mutter der Kinder ist aus allen Wolken gefallen und war entsetzt über das Verhalten der Kinder. Sie hat lange mit den beiden geredet und sie ins Gebet genommen. Jetzt funktioniert der Umgang mit anderen Kindern. Ganz so harmlos ist das bei Euch zwar nicht, aber einen Versuch wäre mir die Sache aber wert. Kk
toll, eine ganze schule gegen einen kleinen jungen, nun wird der *spuk* ausgelagert. traurig!
Wenn die Schule selbst nicht in der Lage ist einem Kind, das offensichtlich Probleme hat, zu helfen, geschweige denn den "Opfern", ist es dann nicht besser für alle, insbesondere für das Kind mit Problemen, das es dorthin kommt, wo ihm geholfen wird? Das ist das, was ich als "Opfermutter" noch beobachten würde: Wie wird dem "Problemkind" geholfen? Oder soll das "Problemkind" weiter in der gleichen (inkompetenten) Schule beschult und die "Opfer" ausgelagert werden? Mein Sohn wurde Anfang des Schuljahres auch gemobbt! Die Schule reagierte richtig und das Mobbing hörte auf! LG Bettina
gut dass ihr was getan habt! Vielleicht braucht der Junge einfach mehr Aufmerksamkeit als andere und vielleicht habt ihr auch so einen STein ins Rollen gebracht......ev. denken auch die Eltern noch kräftiger nach. Schön für deine Tochter...wirst sehen sie wird bald wieder angstfrei zur Schule gehen können.
Hallo allerseits,
also mein Sohn (2.Klasse) hatte ein ähnliches Problem, wie das von Annika beschriebene ...., Tätlichkeiten, Schubsen, Schlagen, mit dem Stuhl auf andere losgehen, trotz ausdrücklichen Verbots im Pausenhof Stöcke mitnehmen und andere Kinder damit schlagen und und und, Tätlichkeiten im Klassenzimmer übrigens auch immer in Abwesenheit der Lehrerin (komisch, dass die Lehrer so "vergesslich" sind
)
Wir haben das Gespräch gesucht, es hat nichts gebracht ausser Vorwürfen der Familie, ihr Kind werde gemobbt, obwohl einmal sogar mehrere betroffene Familien anwesend waren, deren Kinder übereinstimmend das Gegenteil vorgebracht haben.
Ich habe sogar erfahren müssen, dass die Eltern ihren Sohn angewiesen haben "zurück zu schlagen", nur, wenn man anfängt, kann von Zurückschlagen wohl keine Rede sein ...
Einmal ist mein Sohn auf dem Nachhauseweg von dem 4 Jahre älteren Bruder des Kindes bedroht und in den Schwitzkasten genommen worden; und das in Anwesenheit der Oma der beiden, die übrigens meinem Kind Karateschläge angedroht hat
.
Da ist mir dann endgültig der Kragen geplatzt; ich habe mir zuerst die Oma geschnappt und ihr Bescheid gegeben, dass ich sie anzeigen würde, falls sie mein Kind in dieser Weise noch einmal anspricht; dann habe ich den Eltern klipp und klar gesagt, ihr Engelchen solle sich von meinem Kind fernhalten, oder sie bekommen eine Anzeige beim Jugendamt (... ich weiß, leere Drohungen ...) aber seitdem ist seit ein paar Wochen Ruhe! Fragt sich nur, wie lange ... Hoffe sehr, das der Kinderpsychologe, der nächste Woche in die Klasse kommt (auf Anraten der Eltern; Gott sei Dank hat sich die Lehrerin überzeugen lassen!), was bringt ...
Was ich aber sagen wollte ist folgendes:
Es hilft nicht immer, mit den Eltern zu reden; die haben meist ihre eigene Meinung und sehen ihr eigenes Kind als das Opfer (was es im Grunde ja auch ist, jedoch das Opfer der Nicht-/Erziehung der Eltern); demgegenüber steht aber die Sicherheit des eigenen Kindes, die wiegt eindeutig schwerer ...
Im Falle von Annika ist das schon richtig so, wie es gelaufen ist ...
VLG Wildkatze
Hallo! In gewisser Weise hast du schon recht, aber auch das auffällige Kind ist Opfer. Warum benehmen sich manche Kinder so? Weil sie nicht akzeptiert werden, nicht im Klassenverband integriert sind, eine Aussenseiterrolle eingenommen haben und auffallen wollen/müssen. Für mich ist dieses Kind zutiefst verzweifelt (zumal wir von einem Kind in der Grundschule sprechen). Das soll jetzt nicht seine Taten entschuldigen, denn die sind zweifelsohne nicht in Ordnung, doch es soll verdeutlichen, dass das Kind dringend Hilfe braucht. Ich für mich verstehe nicht, weshalb die Schule nicht reagiert. Es gibt so viele Möglichkeiten, zu helfen. Das fängt beim Elterngespräch an (u.a auch wiederholt) und geht bis hin zum Schulpsychologen, wo sich Eltern, Lehrer UND Kind rat holen können. Das Schlimme an der Sache ist, dass das Kind schon seinen Ruf weg hat und man es bereits "absägen" will. Ich verstehe dich gut (mein Kind wurde von Klasse 1-3 auch oft gehänselt und geschlagen), dennoch brachten wiederholte Gespräche mit Eltern und Schule Besserung. Grüße Kk