77shy
Der Arzt war ein Belegarzt im KH. Seine Praxis ist direkt nebenan.
Er und sein Kollege sind die einzigen Urologen dort und sie operieren nur dienstags (wir haben 4 Monate auf den Termin gewartet).
Laut den Schwestern (Stationsschwester und nicht *sorry* Oberschwester) gab es keinen Notfall. Es sollte insgesamt 6 OP´s geben heute, aber nur 2 wurden durchgeführt.
Der Arzt war definitiv erst seit heute früh im Dienst, denn ich war vor ihm da und in der Praxis wurde mir gesagt: "Der Arzt ist noch zu Hause, kommt aber gleich."
Etwa 30 Minuten vor seinem "Feierabend" (also gegen 11:30 Uhr) kam er nochmal zu mir und sagte, dass sein Kollege gleich käme und dann ginge es los. Als ich vorhin nochmal in der Praxis angerufen habe, weil ich wissen wollte, was da heute schiefgegangen ist, sagten die mir, dass der Kollege wie immer erst um 15 Uhr gekommen ist, dann aber die Sprechstunde in der Praxis gemacht hat und nicht operiert (die anderen 4 Wartenden sind dann nämlich auch gegangen). Anscheinend fehlt es hier nicht nur an Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten, sondern auch zwischen den zwei Ärzten......
Die Sprechstundenhilfe konnte mir zwar nichts genaues sagen, aber sie versprach mir, sofort mit dem Doktor zu sprechen und mich auf jeden Fall heute noch anzurufen. Tja, auf den Anruf warte ich auch noch........
Auf jeden Fall war das das letzte Mal, dass ich in dieser Praxis war. Wir werden uns nun einen neuen Urologen suchen und die OP, wenns klappt, in den Osterferien machen lassen.
MfG
Naja, aber wenn er Belegarzt ist hat er den OP halt bis 12Uhr gemietet und danach MUSS er ihn räumen..., klar darf er noch fertig operieren aber was neues anfangen halt nicht. Evtl gab es komplikationen bei den andere OPs, Zeitverzögerungen usw... - das kommt halt vor, oder würdest du das gut finden wenn bei der OP deines Kindes was nicht so klappt wie es soll und er hört auf weil ja draußen noch andere warten? Dann werden die halt heimgeschickt. Also ich hab echt kein Verständnis für deine Reaktion, sorry!
Das wurde uns schon so bei der Terminvergabe gesagt. Er selber hat ja auch zu uns gesagt, dass sein Kollege gleich operieren würden. Die Sprechstundenhilfe allerdings sagte vorhin, dass das nicht stimmte. MfG
Ohne hier jemanden entschuldingen zu wollen, weißt du wie es in einem OP so über Tag abläuft? Was weiß die Sprechstundenhilfe der benachbarten Praxis über die Abläufe im OP? Ganz ehrlich: gar nichts!!!! Nichts desto trotz würd ich auch wissen wollen, wo der Hase im Pfeffer liegt. Nicht das es etwas ändern würde, aber ich wollte es wissen. Das kannst du am ehesten beim OP Koordinator, bzw beim Op Personal erfragen. Meine Theorie! Es kam ein Notfall dazwischen, für den ein OP Saal benötigt wurde. Gemietet hin oder her, Leben geht vor! Der Operierende Arzt wurde davon in Kenntnis gestetzt, machte dann Feierabend. (er hätte sich allerdings um seine wartenden Patienten kümmern müssen!!!!) Der nachfolgende Arzt (die Geschichte hab ich nicht so recht verstanden) wurde nur davon informiert, dass keine OP´s mehr stattfinden und hat Sprechstunde gemacht. Falls es so war, trägt der Operateur des Tages die Verantwortung. Auch bei Belegärzten hab ich die Erfahrung gemacht, dass sie schon wissen, was für sie noch auf dem Programm steht. Und sich darum auch kümmern! Solche fälle wie von mir beschieben gibt es häufig, häufiger als uns lieb ist. Aber der zuständige Arzt (persönlich, grad als Belegarzt) muss hier die Informationen weitergeben. Und die würde ich auch einfordern! LG Näppi
Der Doc, der gestern früh operiert hat, hat mir etwa 30 Minuten vor seinem Feierabend gesagt, dass sein Kollege gleich käme und dann ginge es los mit der OP, weil der dann operiert. Als ich gestern, am späten Nachmittag, allerdings dies in der Praxis erzählte, meinte die Sprechstundenhilfe, dass dieser Kollege erst um 15 Uhr kam (wie immer) und dann aber die Sprechstunde machte (auch wie immer) und nicht operierte. Das heisst, wenn wir weiter gewartet hätten und nicht nach diesen 6 Stunden nach Hause gegangen wären, hätte die OP trotzdem nicht stattgefunden. Über all das hat aber niemand mit UNS gesprochen. Wir haben ja selbst entschieden, dass wir nach der langen Wartezeit nach Hause gehen. NIEMAND hat gesagt: "Es tut uns leid, die OP findet nicht statt." Ich hab auch nur aus einem Grund gestern Nachmittag in der Praxis angerufen: Weil ich einfach nur wissen wollte, was da so schief gelaufen ist. Warum niemand mit uns gesprochen hat. Warum wir über nichts eine Info bekommen haben. Warum wir 6 Stunden in diesem Krankenzimmer lagen (mein Sohn schon im OP-Hemd) und niemand irgendwas gesagt hat. Ich bin einfach der Meinung, dass DAS nicht geht! MfG
Hallo, Du hast den Arzt gar nicht gekannt bzw. gesprochen, der Deinen Sohn operieren wollte? Mein Sohn wurde an der Blase operiert. Unser Arzt hat die Untersuchung gemacht und uns genau erklärt, was gemacht werden musste und wie es gemacht wird und auch die OP durchgeführt. Was muss denn bei Deinem Sohn gemacht werden? Gruss M&G
Nein, bei dem Arzt, der meinen Sohn operieret hätte, waren wir vorher nicht. Sein Kollege hatte entschieden, dass die OP gemacht werden muss. Die Vorhaut ist etwa 1/4 am Penis angewachsen und mein Sohn hat dort immer wieder Entzündungen deswegen. Und da mein Sohn schon fast 11 Jahre alt ist, können wir nicht davon ausgehen, dass sich die Vorhaut von allein löst. Das sollte operativ gemacht werden. MfG
Ich finde die Reaktionen hier wirklich erstaunlich. Generell, keine im Speziellen. Da ist etwas schief gelaufen und wäre das in einer Musikschule, beim Steuerberater oder einem sonstigen Dienstleister passiert hätte es hier wahrscheinlich Formulierungsvorschläge für Reklamationsschreiben gehagelt. Aber: Es war ein Arzt. Schwupps war man mit Entschuldigungen dabei und hat überlegt an was es gelegen haben könnte. Egal wie, da ist gehörig was schief gelaufen. Immerhin hatte ein Kind schon Medi intus. Beschweren sollte man sich m.E. immer dann, wenn man mit der Leistung nicht zufrieden ist. Nur so können die Betroffenen davon lernen und Prozesse optimieren. Zumindest erhält man so meist eine Entschuldigung und eine Erklärung. Ja, ich würde eine Beschwerde schreiben. Verlängert sich eine OP ruft normalerweise eine OP Schester auf Station an und gibt den Hinweis, dass es noch dauert. Erst wenn dann grünes Licht gegeben wird vom OP werden die Beruhigungspillen ausgeteilt. Ich musste auch mal länger warten, aber mir wurde es rechtzeitig gesagt... Vielleicht einfach nur gute Orga vom KH? Vielleicht. Aber dann können das andere auch umsetzen! Gruß Corinna
Hallo, ich finde das ganze auch ungeheuerlich. Notfälle können sein. Ein ohnmächtiger Arzt kann sein. Explodierte Op-Tische, hyperventilierende Schwestern und so weiter, kann alles sein. Aber: Dann hat man Euch darüber zu informieren. Und zwar zeitnah. Ist ja nicht so, dass man für höhere Gewalt kein Verständnis hat, aber Euch im Dunkeln zu lassen, das Kind sechs (!) Stunden warten zu lassen (er hatte bestimmt auch ein bisschen Angst, oder?), das geht gar nicht. Ich würde mich an Deiner Stelle auch beschweren - mit der Kommunikation haben die es vielleicht nicht so in dieser Klinik und wer weiß, wenn sich keiner traut, was zu kritisieren, denken sie, es wäre okay. Alles Gute für Deinen Sohn und Dich. Gruß Susi
Ihr habt 6 Stunden gewartet, dein Sohn im OP-Hemd im KKH-Bett, der 1. Arzt hat sich entschuldigt (?), dass es dauert, aber sein Kollege kommt gleich (11:30) und dann wird operiert? Und dann ist nichts passsiert!? Der 2. Arzt ist 15 Uhr zu seiner normalen Sprechstunde in der Praxis erschienen anstatt 12 Uhr im KKH zu den angesetzten OPs und niemandem, einschliesslich der Schwester in der Praxis, kam das komisch vor? Obwohl doch OP-Tag ist (Meine Ärzte haben an ihren OP-Tagen keine Sprechstunde, eben weil das nicht planbar ist!)? Hab ich das richtig verstanden? Da fragt man sich doch, ob die beiden Ärzte sich nicht leiden können, da sie offensichtlich keinerlei Kommunikation pflegen. Nicht untereinander, nicht mit den Patienten.... Find ich ungeheuerlich! V.a. dass Euch niemand informiert hat, sondern Du noch hinterher telefonieren musstest! DAS ist keine Art und Weise! Auch wenn man sich nicht für den Nabel der Welt halten sollte, aber das geht ja mal gar nicht! Ich würde persönlich in der Praxis auflaufen und die Sache klären! Was ist denn mit deinem Sohn? Hat er das verkraftet? Alles Gute! Und berichte mal, wie es weiter geht. LG Jana
Ja, du hast das genau richtig verstanden.
Mein Sohn war gestern nur sehr sauer, weil er höllische Angst vor dieser OP hatte und froh gewesen wäre, wenn er es nun endlich hinter sich gehabt hätte. Nun hat er das Ganze wieder vor sich.
MfG
Oh je, der Arme! Kann ich gut verstehen! Uns geht es so mit der Leberfleck-OP an Töchterchens Fuß. Das wird (HOFFENTLICH!) am Freitag vor den Winterferien erledigt! Berichte mal, wie es bei Euch weitergeht! LG Jana