Elternforum Aktuell

ich habe gerade aus dem Spiegel-Archiv den Artikel "Maskierter Müll" gelesen.

ich habe gerade aus dem Spiegel-Archiv den Artikel "Maskierter Müll" gelesen.

Mitglied inaktiv

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http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-72370236.html sehr interessant, es geht u.a. um den Haustiermarkt, mit diesem Geld allein könnte man den Welthunger halbieren...


Mitglied inaktiv

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sehr interessant, wußte ich gar nicht. an mir verdient die branche allerdings keinen cent, ich bin bekennender tiernichtmöger und finde geschildertes mehr als krank.


Butterflocke

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Schließe mich vallie an! Ich bin zwar kein ausgesprochener Nichttiermöger, kann aber auf ein Haustier ganz vorzüglich verzichten. WENN ich aber eines hätte, würde ich sicher nicht die im Artikel beschriebenen Dinge konsumieren!!!! Dass für Tiernahrung in Deutschland so horrend viel ausgegeben wird und für Babynahrung nur ein Viertel davon, ist doch bezeichnend. Meine Familie ist das beste Beispiel. Zuerst kommt der Hund, dann kommt eine Weile NICHTS, dann kommen die Enkelkinder..... LG


kanja

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Ich fand das auch sehr interessant. Auch unter dem Aspekt, dass wir eine Nachbarin haben, die Hundehalterin ist und ziemlich genau in die Klientel passt, die im Artikel beschrieben wird. Und die uns das Leben schwer macht, weil wir zwei Kinder haben ......... Ganz oft sind es kinderlose ältere Damen, die sich mit dem Haustier quasi den Kinderwunsch erfüllen. Es ist ziemlich krank. Wir hatten früher auch Katzen und einen Hund, und meine Mutter hat, soweit ich mich erinnern kann, das Futter meist selbst zubereitet (der Metzger war gleich nebenan). lg Anja


Chatilia

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ich wundere mich auch oft, weshalb alle immer jammern, dass alles zu teuer wird, zigaretten, alkohol, ferien ... aber ich habe in meinem ganzen leben noch NIE eine klage gehört, wie teuer das tierfutter ist. meine schwiegermama KOCHT jeden tag frisch. für die tiere. wenn ich für mich was aufwärme (ich koche oft vor, denn jobbedingt komme ich nicht immer dazu, frisch zu kochen), dann kommen mir unweigerlich die tiere meiner schwiegermama in den sinn, die jetzt einen dampfenden napf vor sich haben nun, jeder muss seine 24 stunden pro tag rumbringen, jeder hat ganz viel liebe zu verschenken, da sucht man sich die tätigkeiten und die objekte je nach vorhandensein und budget aus.


Leena

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...tja, vieles davon habe ich auch wirklich nicht gewusst. Und manches empfinde ich schon als "Auswüchse", ich habe letztens z.B. mal extra Hunde-Weihnachtsbaumkugeln getroffen und Hunde-Festtags-Knochen, vom Weihnachtsmannkostüm für Hunde, den Hunde-Weihnachts-Strümpfen und der Weihnachtsdecke mit Nikolaus drauf mal ganz zu schweigen... Andererseits - wo zieht man die Grenze, inwieweit kann man auch als Tierhalter noch ein gutes Gewissen haben? Wir haben Meerschweine, die futtern ganz überwiegend Heu, Hafer und Gemüse, aber wenn es sie nicht gäbe, könnte man natürlich ihre Gurken und Karotten zur Halbierung des Welthungers nutzen, bzw. die Gurken und Karotten müssten gar nicht produziert werden und die frei werdenden Resourcen könnten zur Halbierung des Welthungers genutzt werden. Ich will unsere Schweine aber trotzdem behalten! Sie bekommen auch keine Schweine-Weihnachtsbaum und ich hänge auch keine Meerschwein-Kugeln auf.


Häsle

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Antwort auf Beitrag von Leena

Da gibt es schon echt viel Unnötiges. Andererseits steckt auch sehr viel unnötiges Geld in Tabak, Alkohol, Mode, Reisen, Hobbys, Kinderspielzeug, etc. Ich kann mich da nicht mehr drüber aufregen als über Leute, die sich z.B. Designer-Klamotten für einen Abend kaufen. Das lässt mich alles kalt. Sogar der Normal-Bürger verpulvert viel zu viel Geld. Ich denke, keiner hier behält nur ein Minimum seines Geldes für sich und spendet den Rest. Und wofür jeder das Geld dann ausgibt, ist doch auch wieder wurscht. Tut ja keinem weh.


fiammetta

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Hi, meine mondäne Großmutter hat vier Kinder, die sie lieber der Kinderfrau überließ als sich selbst um sie zu kümmern. Inzwischen ist sie fast 90, dement und die noch lebenden Nachkommen überlassen sie lieber dem Pflegepersonal des Seniorenheims als sich selbst um sie zu kümmern... Meine Großmutter hatte über Jahrzehnte hinweg vier Boxer - ein Köter (hier bitte künstlich aufregen) pro Kind und so behandelte sie auch, d.h. die Liebe, die ihre Kinder nicht bekamen, kriegten die Hundchen. Für diese war auch kein Schwachsinn zu teuer. Am Ende hatte sie Glück, dass die Hundchen sie nicht aufgefressen haben... (was ihr bei ihren Kindern wohl kaum passiert wäre). Ich habe für eine amerikanische und eine italienische Firma gedolmetscht, die jeweils Tierprodukte produziert und vertrieben haben. Was für ein Stuss da auf den Markt geworfen wurde und sich auch noch sehr gut verkauft hat, war schier unglaublich. Ich glaube, dass diese überbordende Tierliebe eine Form von Krankheit ist. Menschen widersprechen, sind nicht ständig gehorsam, schlappern einem nicht die Zehen ab und verändern sich im Laufe ihres Lebens und dasnicht immer so, wie man das mit seiner eigenen Dominanz gerne hätte. Tiere bleiben letztlich auf dem Stand eines zu versorgenden Kleinkindes und damit bleibt eine gewisse Abhängigkeit, Unterordnung und Treue erhalten. Klar, wer einen füttert, den beißt man - vorerst - nicht. Ich verstehe, dass Tiere unterschiedliche Charaktere haben und dass man an ihnen hängt. Ich verstehe aber nicht, wenn man selbst so unreif ist, dass man dem Tier den permanenten Vorzug vor dem Menschen gibt und damit das Tier zu etwas erhöht, was es nicht ist. Natürlich soll auch ein Tier weder frieren noch hungern noch irgendwie sonst gequält werden. Ist aber das Mäntelchen, das Bettchen und das Deluxe-Futter für das Tier wichtiger als das gesunde Essen für`s Kind, dass sind solche Menschen für mich ein Fall für den Psychiater. LG Fiammetta


Butterflocke

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Antwort auf Beitrag von fiammetta

...werde ich meinen Eltern zum nächsten Weihnachtsfest "schenken"....;-) Ob diese Art der "Aufklärung" wohl gut ankommt...???? LG


Sternspinne

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Natürlich treibt das wirklich seltsame Blüten. Aber es zeigt eben auch das Bedürfnis des Menschen an, nach Beziehung, nach Lebendigem. Letzendlich fehlt das vielen Menschen und das Thema Haustiere erfüllt eben Teile davon auf einfache Weise. Klar greift das die Industrie auf um Geld zu scheffeln. Ich finde übrigens den menschlichen Umgang am anderen Ende des Extrems - Fleischherstellung, Massentierhaltung, auch nicht besser. Beides sind Auswüchse, die sich nur reiche Länder leisten können. Und bei manchen Menschen ist man doch froh, wenn sie eben keine Kinder großziehen, sondern sich an Haustieren austoben, ober?