Elternforum Aktuell

ich fass es nicht - Schule - mobbing

ich fass es nicht - Schule - mobbing

M&G

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Hallo, ich bin fassungslos, was alles passiert. Siehe Bericht. http://www.bild.de/BILD/news/2011/02/21/mobbing-an-der-schule/gemobbt-getreten-gefoltert-sind-unsere-kinder-sicher.html Haben heute ein Gespräch mit dem Klassenlehrer von meinem Sohn. Mal gucken, wie er sich heute dazu stellt. Am Telefon nahm er alles ganz locker. Jemanden volle Kanne mit dem Knie ins Gesicht treten und davon eine Schädelprellung ist ja nicht so schlimm.


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wird inzwischen fast jede körperliche auseinandersetzung in kiga und schule mit mobbing gleichgesetzt? bei mobbing geht es doch wohl eher um ein psychologisches phänomen...


Keksraupe

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also schlagen, treten, beissen, spucken, beleidigen, psychisch fertig machen etc pp, dann ist das MOBBING wenn man sich EINMAL an der Schule prügelt, ist das ne Prügelei wenn aber immer die gleichen Schüler von den gleichen anderen Schülern fertiggemacht werden, egal ob verbal oder körperlich, ist das mobbing...


Zwillingsmama04

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allerdinsg muss ich mich fragen, hat die mutter 3 jahre lang nichts gemerkt? wenn eins meiner kinder mit solchen verletzungen nach hause kommt, stände ich dort auf der matte. sie wären beim 2. auch den letzten tag dort gewesen. der direktor, wiederlich kann ich nur sagen. und nun frage ich mich mal wieder(wie so oft) in was für einer welt leben wir. ja mich kotz es an das es soetwas gibt, das es so menschen gibt, das es solche kinder gibt.


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Antwort auf Beitrag von Keksraupe

bei mobbing geht es eben nicht nur um einen körperlich ausgetragenen konflikt zwischen zwei menschen/kindern, sondern auch um die komponente der seelischen verletzung unter involvierung dritter. urspmüglich wurden sogar explizit gruppenangriffe durch einen "mob" mit diesem begriff beschrieben. fehlt der gruppendnamische aspekt ganz, handelt es sich eben nicht um mobbing...


Zwillingsmama04

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willst du damit sagen das wenn noch ein kind betroffen gewesen wäre dann wäre es mobbing gewesen, da es aber nur 2 betraf nicht? vielleicht steh ich aber auch gerdae auf dem schlauch


DK-Ursel

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Hej Malwinchen! Prinzipiell stimme ich Dirzu,. denn och denke ich, daß einzelne auch gnzlich ohne Gruppe mobben können. Denk nur an Chefs... Die Gruppe mag da insofern "mitmachen", als sie nicht aufmuckt gegen die Benachteiligung, das Mobben gegen einen anderen. Das muß aber noch kein eigenes (grupenndynamisches) Mobben sein, kein aktives, das kann ja auch "einfach" die Angst sein, sonst selbst dranzukommen - bzw. die Erleichterung, es eben nicht zu sein. Richtig ist aber ,daß Mobben über einen längeren Zeitraum gesciheht, von derselben/denselben Personen/en ausgeht und gegen dieselbe Person/en gerichtet ist - und daß es seelische Schäden hinterläßt. Gruß Ursel, DK


Zwillingsmama04

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Antwort auf Beitrag von DK-Ursel

Umgangssprachlich ausgedrückt bedeutet Mobbing, dass jemand – zumeist am Arbeitsplatz, aber auch in anderen Organisationen – fortgesetzt geärgert, schikaniert, in passiver Form als Kontaktverweigerung mehrheitlich gemieden oder in sonstiger Weise in seiner Würde verletzt wird. Eine allgemein anerkannte Definition gibt es nicht. Die meisten Forscher betonen laut Christoph Seydl folgende Gesichtspunkte aber am ende auch egal wie man das kind nennt. macht die sache weder besser noch schlechter


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Antwort auf Beitrag von Zwillingsmama04

denn mobbing ist inzwischen - ähnlich wie ADS und ADHS - ein modebegriff geworden, der mal schnell aus einer schublade gezogen wird, wenn man möglichst dramatisch eine situation darstellen möchte. natürlich fällt es dann schwer, eine einheitliche definition zu finden... @dk-ursel: ganz entscheidend für das vorliegen von mobbing ist, wenn man - analog zum konflikteskalatiolsmodell nach glasl - in einem konflikt nach abbruch der kommunikation nach koalitionen sucht. an diesem punkt geht es um macht und "gewinnen". ohne den gewinn von sympathissanten kann sich der darauf folgende gesichtsverlust des gegners garnicht einstellen... ergo: wer mobbt, braucht mitläufer und/oder geneigtes publikum... das ist auch beim bossing so, wo es darum geht, macht zu demonstrieren.


Zwillingsmama04

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mir ist es ende auch egal wie man es nennt und ich finde einfach man muss nicht ständig drüber diskutieren, ob dieses oder jenes jetzt so oder so heisst. ist ja schön, wenn es menschen gibt die jegliche definitionen kennen, aber manchmal finde ich es einfach nur anstrengend. ich finde man muss die situation nicht dramatisieren, ich finde sie dramatisch genug;-)) am ende geht es doch einfach nur darum wie schrecklich es ist, was an unsern schulen passiert.


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Antwort auf Beitrag von Zwillingsmama04

auf die konfliktgegner ihrer sprößlinge reagieren und was sie mit denen alles tun würden, dann wundere ich mich schon garnicht mehr über die härte der auseinandersetzungen an schulen... Eltern sind schließlich vorbilder. allerdings möchte ich doch arg bezweifeln, ob so manches kind, welches hier als mobbingopfer geschildert wird, tatsächlich so ein unschuldiges engelchen ist, wenn ich die beiträge der dazu gehörigen mütter mit den darin angekündigten aktionen gegen die kontrahenten lese... auch psychische gewalt gegen nicht mehr als menschenkinder wahrgenomme schwächere ist eindeuig gewalt. aber es ist ja inzwischen schwer unpopulär, ursachen suchen und lösen zu wollen...


Zwillingsmama04

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ich muss mich auch immer mal wieder zur vernunft rufen, mal nach der ursache zu gucken und dann vielleicht diese beheben;-))) nicht immer können eltern etwas dafür, aber sehr sehr oft. ich denke auch oft sind wir keine guten vorbilder! ich auch nicht immer darüber mag ich nicht urteilen, ob das opfer immer so harmlos ist, aber ich finde es rechtfertigt kein verhalten, dies körperl qualen.


DK-Ursel

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Hej Malwinchen! Du scheinst Dich intensiver als wir mit dem Thema befaßt so haben, jedenfalls in der Theorie. Und wen nDu bei mir nachliest, steht da ja auch, daß der Chef vermutlich eine Art gefolgschaft hat, die nicht aktiv mitmobbt, womöglich sich sogar u mden Gemobbten nach der Attacke nett kümmert, die aber aus diversen Gründen alles passieren läßt, statt sch für den anderen einzusetzen. So gesehen ist das durchaus, stimmt, gruppendynamisch. Bedeutet aber eben nicht unebdingt, daß andere aktiv mitmachen. Wen ICH manches in dt. Foren lese, vermute ich,daß sowohl Kinder als auch Eltern unter einem enormen Leistungsdruck stehen und einfach Ventiel aufschrauben --- leider mündet das eben in falschem Verhalten! Mobbing hat mich Macht ebenso zu tun wie mit asozialem Verhalten, geringem Selsbtwertgefühl und Konkurrenzkampf. Das Kind hat leider viele Väter. Ursachenforschung ist immer gut. Es müssen aber zur Ursachenbesieitigung viele daran arbeiten. Gruß Ursel, DK


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Zwillingsmama04

da wirst du in mir auch eine ganz engagierte verfechterin finden... es ist nicht immer leicht, kindern genau das immer wieder zu erklären und sogar vorzuleben. wer ist schon wie mahatma ghandi und ruht so sehr in sich selbst, dass er nicht auch einmal vor wut platzen möchte... und wer verhält sich in konflikten schon immer absolut richtig... aber genau darum geht es ja: ich kann meinen kindern zwar vorleben, wie ich selber versuche konflikte zu lösen OHNE sie eskalieren zu lassen. ich darf ihnen aber nicht vorleben, dass ich selber gewalt ausübe, um einen konflkt ungelöst zu beenden. ein machteingriff zur beendigung eines gänzlich eskaltierten konflikts darf nur von neutraler seite erfolgen und niemals durch anwendung von gewalt... denn sonst eröffne ich eine andere fortgeschrittene konfliktsituation, die nun ein anderes opfer hat. und natürlich können auch täter opfer sein - ich muss sie aber nicht selber dazu machen, oder? leider vergessen wir sehr oft, dass gerade kinder in kindergarten- und grundschulalter häufig in ermangelung von verbalen und psychologisch ausgefeilten möglichkeiten zum "zwergenrecht" greifen: wer zuerst seine meinung mit schlägen untermauert, hat recht! dann davon zu sprechen, dass kinder in diesem alter schon mobben würden, kommt zwar im naiven hintergrund dem ursprünglich von konrad lorenz mit diesem begriff bezeichneten verhalten der wildgänse bei einem gruppenangriff wieder näher, kriminalisiert aber nach heutiger begriffsgebräuchlichkeit unverhälltnismäßig. kinder müssen gestärkt werden und lernen, konflikte selber zu lösen. ist das schwer ohne einwirkung dritter möglich, dann müssen sie auch lernen, diese hilfe einzufordern und anzunehmen. zu solchen formen der hilfe gehört keinesfalls , dass mama sich den kontrahenten "zur brust nimmt" wie es unten zu lesen stand. das hat nämlich einige negative effekte: sie lernen nicht, wie konflikte "richtig" gelöst werden, sondern sehen, dass gewalt nur durch gegengewalt beantwortet wird...


Zwillingsmama04

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zb meine kinder sie wurden im kiga von einem jungen täglich geschlagen. ich habe meine kinder gestärkt, das kannst mir glauben. der kiga selbst hat gesagt, schaffen wir nicht. haben dann die eltern angesprochen, sie meinten können wir nichts machen. unsere kinder müssten das selbser mit ihrem kind regeln. sag mir was macht man da? zu gucken wie weiter täglich die kinder geschlagen werden? sie raus nehmen und weglaufen vor dem problem? ich habe meinen kindern gesagt, sie müssen sich wehren, auch körperl. sie sind nie weider in eine opferrolle gefallen, aber sie mussten dies nicht mit körperlicher gewalt durch setzten. ich denek es hat ihnen auch ein gutes gefühl gegeben im schlimmsten fall sich körperl zu wehren. allerdings haben sie auch gelrnt, was sie auch brav machen, erst den weg der anderne möglichkeiten zu gehen.


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leider ist das vielen nicht so bewusst und im bezug auf die eigenen kinder wird dann gerne zur keule gegriffen... irrwitziger weise wird gerne sofort der begriff "mobbing" gezückt, aber verneint, dass es beim mobbing sehr wohl um eine konfliktbeladene BEZIEHUNG gehen muss. mobbing kommt eben nicht mit einem zufallsopfer aus, da es zielgerichtet stattfindet und erst an einem bestimmmten punkt der konflikteskalation zur herausbildend der täter- und opferrollen kommt.


Mitglied inaktiv

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schön ist die "körperliche lösung" nicht... aber bei kiga-kindern häufig. die äußerungen der erzieherinnen finde ich bedenklich. gerade gute pädagogen haben in diesem kindesalter noch einige möglichkeiten... deine kinder sind durch ihr neues selbstbewusstsein aus der opferrolle "heraus gewachsen". wenn sie dann auch verstanden haben, dass sie - wie du schreibst - auch weniger drastisch agieren können, dann hat sich bei ihnen nicht der gewalt-gegen-gewalt-effekt eingestellt. das ist aber leider nicht immer so. "weglaufen" ist natürlich keine lösung, denn das verlagert das eigentliche problem nur. eine lösung ist ein gewaltpräventionskurs in kiga und/oder schule. wir eltern haben im kiga selber kurse organisiert und bezahlt... in der schule sind die kusre hier kostenlos.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Zwillingsmama04

Zwillingsmama, Definitionen mögen anstrengend sein. Letztendlich tragen sie zur Lösung bei. Das ist u.a. das, was uns von Tieren, auch Rüden :-) unterscheidet. Ansonsten reden wir alle am Ende aneinander vorbei. Wenn Sprache versagt, ist Gewalt nicht weit. Kinder, die schlagen, haben oft keine Sprache, vielmehr deren Eltern, bzw. ist die Kommunikation gestört. Was würdest Du sagen, wenn Du zum Metzger gehst, Hartwurst bestellst,aber Teewurst eingepackt bekommst und die Fleischereifachverkäuferin sagt zu Dir: "mir ist es egal, wie man es nennt, und ich finde einfach, man muss nicht ständig drüber diskutieren, ob dieses oder jenes jetzt so oder so heisst. ist ja schön, wenn es menschen gibt, die jegliche definitionen kennen, aber manchmal finde ich es einfach nur anstrengend. Ist doch egal ob Tee- und Hartwurst, ist doch Wurst." Du verstehen?


Zwillingsmama04

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auf du verstehen kann ich so gar nicht sorry find ich völlig daneben bin nicht blöd


Malefiz

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wenn das Kind immer wieder weinend nach hause kommt, Angst davor hat, in die Schule zu gehen, sehr augenscheinlich gehänselt, gedemütigt und auch geschlagen wird? Wie steht man hinter seinem Kind? Man will sein Kind beschützen und zwar unmittelbar, man will, das es sofort aufhört mit den größeren oder kleineren Quälereien. Ich bezweifle, dass es eine Mutter (oder einen Vater) gibt, der dann nicht das Bedürfnis hegt, den "Aggressor" "zur Brust zu nehmen". Was natürlich nicht heißt, dass diesem Bedürfnis nachgegeben wird. Aber ich glaube, wer einmal in dieser Situation war, während der eigenen Schulzeit oder das eigene Kind betreffend, macht sich keine Gedanken über Definitionen, oder ob jetzt für die spezielle Situation der mobbingbegriff auch stimmig ist. Der sieht die Angst und die Tränen. Und das ist verdammt schwer auszuhalten.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Malefiz

es soll auch menschen geben, die erst denken und DANN handeln... Und da ist es sehr wichtig, genauer zu erfahren, worum es eigentlich geht. die emotionale welt von kindern ist nun einmal etwas anders als die von erwachsenen - blöderweise haben wir erwachsenen das irgendwie vergessen. auch ich kenne sehr wohl diese situation... ABER: nach intensiven gesprächen mit der kiga-leitung und deren umsichtigen handeln, sind beide seiten gut diese lage hindurch gekommen. das andere kind hat es wirklich nicht leicht und wird immer noch gerne von anderen eltern bezichtigt, obwohl es sich sehr positiv entwickelt hat. eine stigmatisierung hält lange an. gemeiner weise hat das fragliche kind drei anderen kindern zeitlich unabhängig voreinander probleme bereitet. wenn man manche eltern hörte, hat er "den ganzen kindergarten" nicht nur grob angefasst, sondern regelrecht auseinander genommen. glaub' mal, dass mein mann auch am liebsten sofort durchgestartet wäre, um sich "das bürschchen zur brust zu nehmen"... genau so kannte er das. aber heute ist er froh, dass ich ihn gebremst habe und den weg über die erzieherinnen eingeschlagen habe. ach... und mobbing war das ganze natürlich auch nicht. genau so wenig wie die anderen hier so bezeichneten situationen.


Malefiz

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über Kigaleitung, Schule etc.. Würde ich auch tun. Doch was mache ich, wenn die versagt? Oder die Situation bagatellisiert? Auch das wurde in den Beiträgen beschrieben. Und natürlich sollte man dem Bedürfnis der Gewaltanwendung nicht nachgeben. Doch es ist durchaus legitim, dieses Bedürfnis zu haben. Und hier auch äußern zu dürfen. Was heißt denn eigentlich "zur Brust nehmen"? Das Recht heraus zu nehmen, dem anderen Kind klar und deutlich meine Meinung zu sagen, darf ich. Das mache ich auch auf dem Spielplatz, wenn ein Kind meinem Kind Sand in die Augen schmeißt. Umgekehrt dürfen das andere Eltern auch, wenn mein Sohn derjenige welche ist. Was frau frosch beschrieben hat, würde ich schon als mobbing bezeichnen. Zumindest wird es ganz schnell welches werden.