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Guttenberg möchte Doktortitel nicht mehr führen (Baldzeitung)

Guttenberg möchte Doktortitel nicht mehr führen (Baldzeitung)

Winterkind09

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LoL- mal schauen wie lange diese Stimmung bei ihm anhält. Habe gerade Männe befragt, ob er seinen Doktortitel nun auch nicht mehr führen möchte. Leider hatte er nach einiger Zeit erkannt, dass man damit Vorteile im Umgang mit "Nichtdoktorträgern" gewinnt. Daher besteht er auf seinen Dr... Nun frage ich mich, ob ich auch so reagieren würde? Ich habe mir ja immer eingeredet, dass ich soetwas niocht nötig habe. Lg Winterkind, die ihren Weg zum Titel kurz vor dem Ziel aufgegeben hat + dazu steht.


syko

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Antwort auf Beitrag von Winterkind09

Wieso? Hat dein "Männe" auch gepfuscht bei der Doktorarbeit?


momoo

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Antwort auf Beitrag von syko

würde mich persönlich schon extremst beeindrucken. Tut mir leid, ICH kann solchen Titeln nichts abgewinnen. Für mich sind die so nützlich wie Fußpilz. Und damit meine ich die rechtmäßig erworbenen Titel. Die anderen.... momoo


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von momoo

Ich finde einen Doktortitel gut und angemessen, wenn er von der Begeisterung für das Arbeitsgebiet herrührt. Mit Respekt reagiere ich allerdings immer auf den Menschen, nicht auf den Titel. Allerdings reagiere ich auch nicht negativ auf einen Titel. Wie gesagt, der Mensch zählt. Lg Fredda


Püminsky

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So seh ich es auch. Wenn man (wirklich!) etwas geleistet hat und es eine offizielle Beglaubigung dafür gibt in Form eines Doktortitels (oder Dipl. oder Prof oder oder oder), dann finde ich ech legitim und beachtenswert. Kehrseite: es gibt viele herausragende Leistungen, die nicht öffentlich sichtbar honoriert werden. Gut, es ist nicht zwingen und so mancher fände es unangenehm. Aber wie gesagt, ich finde es vollkommen okay, einen Titel zu tragen und auch ein bissi stolz drauf zu sein ;) Was den Respekt angeht: So mag ich da auch nichts mehr hinzufügen :)


Zero

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Antwort auf Beitrag von Winterkind09

... der muß einem aberkannt werden. Ob's stimmt ... ... ich habe keinen *g*.


Ebba

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Antwort auf Beitrag von Zero

Es stimmt :-). Aber, man kann's ja mal versuchen um Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen und der Uni in einigen Woche ihre Entscheidung zu erleichtern. Sollte sie ihm den Titel dann nämlich aberkennen ist es nur noch eine Randnotiz wert, wenn er selbigen schon vor Wochen abgelegt hat. Eine traurige Kommödie.


Minimonster

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Antwort auf Beitrag von Ebba

... wurde gerade im heute journal verkündet. Ob das noch hilft?! Ich find's sehr ernüchternd. Käßmann ist damals zurückgetreten, das hat mehr überzeugt... LG, M.


wauwi

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Antwort auf Beitrag von Minimonster

Und was würde das bedeuten? Dass die Uni die Prüfung abbricht und ihm den Titel einfach so aberkennt? Tja, das hätte er wohl gerne, so einfach wird es aber nicht sein. Ich denke um die Überprüfung und die Offenlegung der Ergebnisse wird er wohl nicht herumkommen....


bobfahrer

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Antwort auf Beitrag von wauwi

Naja, wer weiß was dort bei der Vergabe des Titels an den jungen Abgeordneten mit Adelstitel und vielversprechender Politkarierre gemauschelt wurde?! Wenn er den Titel behält ist er erledigt, das haftert ihm immer an.


fiammetta

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Antwort auf Beitrag von bobfahrer

Hi, der setzt auf das Flugschreiber-Hirn der Massen - und damit wird er möglicherweise sogar hinkommen. Hätte er auch nur einen Funken Anstand, dann würde er sich in aller Form bei denen, deren Ergüsse und Erkenntnisse er rücksichtslos kopiert hat ebenso entschuldigen wie auch beim Volk, das er für dermaßen blöd verkauft hat. Dummerweise ist aber der Feudalismus in unseren Breitengraden denkbar unmodern geworden (wenn auch ein 08/15-Adelstitel und mächtig Kies dahinter bei so manchem immer noch zu Kriecherei und Akzeptanz dessen führen, das sie bei ihrem Nachbarn gewaltig verurteilt hätten). LG Fiammetta


Ralph

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Antwort auf Beitrag von fiammetta

... nur haben er und seine Umgebung es noch nicht bemerkt. Der Spiegel hat höchst selbst recherchiert und ist bereits bei 62 Fällen in G's Dissertation gestoßen, nachweislich. In Frage steht für mich allerdings a) auch der Doktorvater (hat er die Arbeit seines Zöglings überhaupt gelesen?) und b) die Uni Bayreuth, denn die hat doch die Arbeit auch geprüft (hoffentlich!). Wie kann solch ein Pamphlet dann in Zeiten des Internets (das soll es 2006 schon gegeben haben, so hörte ich!) nicht nur bestehen, sondern auch noch ein "Summa cum laude" erlangen? Die Uni Bayreuth kann ihm eigentlich nur den Doktortitel aberkennen. Denn, so stand es kürzlich in einem Artikel, wenn sie Guttenberg seinen Titel beläßt, können sich künftig alle angehenden Doktoranden auf das "System Guttenberg" berufen mit dem Ergebnis, daß eine Dissertation künftig dramatisch an Wert verlieren würde, wenn ganz legal und ungeniert paiste and copy betrieben werden darf. Ergo bleibt nur die zweite Variante, und die heißt Entzug des Doktortitels. Auch wenn Guttenberg das für seinen verfaßten "Blödsinn" (Hallo, was hat er den für eine Meinung über sich und seine Arbeit?) inzwischen selbst fordert. Es geht aber um noch viel mehr. Herr "von und zu" hat sich des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages bedient und mindestens einen Wissenschaftler für seine Dissertation arbeiten lassen. Heikel, heikel, erstens überhaupt der Vorgang, und dann, natürlich, ungekennzeichnet übernommen. (Quelle: SPIEGEL, Heft 08/2011 Seite 20ff. "Doktor der Reserve") Nein, der Mann ist am Ende und zumindest für die Aufgaben eines Bundesministers nicht mehr tauglich. Da er sowohl den Generalinspekteur der Bundeswehr nach dem Kunduz-Fall und den Kommandanten der Gorch Fock in Rekordgeschwindigkeit ihrer Ämter enthoben hat... natürlich wegen laufender Verfahren und ohne bewiesene Schuld oder Unschuld... kann für ihn nur und ausschließlich der gleiche Maßstab gelten, und der führt zum... RÜCKTRITT!! Dieser Mann kann künftig weder Glaubwürdigkeit erwarten, noch von ihr oder über sie sprechen, er ist zudem seiner Urteilsberechtigung anderer in dieser Hinsicht beraubt... und damit im Ergebnis politisch mausetot! Wenn er überhaupt noch retten kann/will, was zu retten ist, dann erklärt er noch aus eigener Kraft seinen Rücktritt und Rückzug aus der Bundespolitik, bevor er gegangen wird. Vielleicht reicht es ja noch für einen Bürgermeistertitel im abgeschiedenen ahnungslosen bayerischen Bergweiler, für Berlin wird es in absehbarer Zeit für ihn keinen Job geben. Meine Einschätzung. Viele Grüße Ralph


carla72

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Antwort auf Beitrag von Ralph

Finde ich nicht zwingend und glaube ich nicht. Nur natürlich diese Heldennummer - unverbogen, Treue, Ehre, Klartext... die wird jetzt ganz schön schwierig. Aber wenn man sieht, wer schon was alles politisch überlebt habt, von Zimmermann über Schäuble, von Koch bis Hohlmeier, von Seehofer bis ich weiß nicht mehr, wie dieser CSU-Politiker heiß, der bei einer Trunkenheitsfahrt einen Menschen getötet hat - da wird ja wohl noch eine erschummelte Doktorarbeit zu verkraften sein. Eine kurze Zeit etwas leiser treten, mehr wird nicht nötig sein. LG, carla72


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Ralph

Hi Ralph, das sehe ich ähnlich wie du. Die Universität Bayreuth als Institution muss das Paper aber nicht prüfen, das obliegt dem Doktorvater und dem/den Zweitgutachter(n). Und die haben ihre Arbeit eindeutig schlampig gemacht. Aber auch an den Unis geht es politisch zu, und wenn ein Doktorvater die Arbeit nicht gelesen hat (so nach dem Motto: "das kommt ja vom Guttenberg, wird schon recht sein") und der/die Zweitgutachter wollen ihm nicht ans Bein pinkeln, dann merkt's halt keiner, dass da was faul ist. Natürlich werden sich die Herrschaften dafür einen Rüffel vom Rektor der Uni einhandeln (der jetzt mit dem Imageschaden umgehen und Stellungnahmen abgeben muss) und dürften sich für die nächsten Zeit der Häme ihrer Kollegen gewiss sein, aber passieren wird da sonst sicherlich nicht viel im Sinne von "Köpfe-Rollen". Aber Guttenberg ist definitiv untragbar geworden, und wenn er das nicht selbst einsieht, muss eben nachgeholfen werden - ich hoffe, das sieht Angie genauso. LG Nicole


Emmasmamma

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Angie siehtr das glaub ich nicht so. Die freut sich doch, dass sie ihn endlich unter der Fuchtel hat. Sie will nicht, dass ihm schon wieder ein Mann abhanden kommt, wo sie schon von so einigen verlassen worden ist.


fiammetta

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Antwort auf Beitrag von Winterkind09

Scham, Ehre und Anstand definiere zumindest ich anders - aber ich bin GsD auch nicht adlig. Wie kann man nur so machtgeil, letztlich jämmerlich und dermaßen von Realitätssinn verlassen sein? Merkt der nicht, dass ihm nur noch die Neidhammel die Stange halten? LG Fiammetta


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von fiammetta

Er hat "die Fehler nicht bewusst gemacht". Sagt er. Praktisch in seinem Job. Unbewusst schickt man junge Soldaten leichter in den Tod als bewusst.


Schniepie

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Oh weh, oh graus! Auf welcher Ebene wird denn hier diskutiert? "Er hat das Volk an der Nase herumgeführt"?!! So ein Quatsch. Mich jedenfalls nicht. Mir wäre es auch egal, ob er nun Doktor, Professor oder Dipl.psych wäre - was zählt ist, dass er nicht in seinem Amt sitzt, weil er einen Titel hat. Oder ist das Voraussetzung? Leistet er jetzt plötzlich keine gute Arbeit mehr? Ist er plötzlich unbrauchbar? Sollte er wg. solch einer Lapalie (das ist es in meinen Augen nämlich) vom Amt zurücktreten, so bin ich dafür, dass 90 % aller Politiker zurücktreten. Wäre er weniger klug, der Herr Guttenberg, wenn der Titel sogar nur gekauft wäre?? Ich finde ihn korrekt und symphathisch. Er geht gut mit der Sache um und wie er sagte: Das Original steht hier oben. (über sich selbst) Womit er wohl Recht hat. Viell. sollte Frau Merkel auch über einen Rücktritt nachdenken, weil sie als Kind einen Kaugummi im Konsum klaute. Wie man sieht, liegt das Böse ja schon in der Wurzel allen Ursprungs! So und nun alle mal vortreten, die Herr (Dr.) von und zu Guttenberg an der Nase herumgrführt hat! Und die mögen dann bitte noch einmal behaupten, ihnen persönlich bedeute ein Titel rein GAR NICHTS.... Schniepie (die sich alles selbst ausgedacht hat. Ähnlichkeiten mit Schriftstücken anderer Autoren sind reiner Zufall)


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Schniepie

Das Problem ist nicht, daß er keinen Titel mehr hat. Ein Titel ist tatsächlich keine Voraussetzung für den Job, den er macht. Das Problem ist eher, daß er einen Titel hatte. Wenn er von Anfang an keinen Titel gehabt hätte, dann wäre das alles kein Thema. Aber er hat so getan, als hätte er einen - bzw. als hätte er einen rechtmäßig erworben. An der Stelle hat er beschissen. Und wer sich so etwas Unwichtiges wie einen Titel kauft/erschleicht - was kauft/erschleicht der sonst noch alles? Fragst Du - gerade Du, die Du den Titel unwichtig findest - Dich das nicht??? Gruß, Elisabeth.


Emmasmamma

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Antwort auf Beitrag von Schniepie

Um den Titel gehts eigentlich schon lange nicht mehr. Mir zeigt es wo unsere Gesellschaft grade angekommen ist. Und dass die meisten Politiker ebenfalls Dreck am Stecken haben und uns verarschen kann ich nicht mehr hören. Auch in diesem Fall gibt es immer 2 welche die es machen und welche die es mit sich machen lassen. Ich kann ihn durch diese "Lapalie" einfach nicht mehr ernst nehmen. Für mich hat er nicht nur seinen Titel sondern auch sein Gesicht verloren. LG Claudia


fiammetta

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Antwort auf Beitrag von Schniepie

Hi, "korrekt und sympathisch"? Da haben wir offenbar ein unterschiedliches Wertesystem. Weißt Du, es gibt Menschen, die jahrelang hart arbeiten, studieren UND arbeiten, sogar putzen gehen, um sich, weil sie fachlich sehr gut sind, das Promovieren überhaupt leisten zu können. Menschen, die also eine echte Leistung erbracht haben, um die sie andere beneiden, was sie aber nicht zugeben wollen, denn sonst müßten sie ja auch Respekt vor dieser Leistung zeigen, was sie aber nicht wollen - diese leistungsfähigen Menschen werden durch so eine Tour ebenfalls in Mißkredit gebracht. Gut, kann womöglich nur der nachvollziehen, der weiß, was es heißt, eine wissenschaftliche Arbeit ordentlich und ehrlich zu verfassen und dafür tatsächlich Jahre seines Lebens aufzuwenden. Ist Dir wahrscheinlich erspart geblieben. Abgesehen davon: Wenn Du ein Projekt sehr gut und höchst engagiert ausarbeitest, dann aber miterleben mußt, wie Dein 08/15-Kollege sich Deine Ergenisse und Dein Können als Revers heftet, dann bist Du zu Recht sauer. Kommt`s dann `raus, dann drückt er ein Tränchen ab und damit ist auch Deine Welt wieder heil? Erzähl doch keinen Stuss. Wir leben in einer Demokratie und wenn der eine sich korrekt zu verhalten hat, dann gilt das für den anderen gleichermaßen. Wenn ich mich ständig in dem Mittelpunkt rücke und dabei unentwegt einen auf integer, anständig und sonst wie moralisch wertvoll präsentiere, dann muss ich mich a, grundsätzlich danach richten und b, die Konsequenzen ergreifen, wenn ich doch gefehlt habe. Was fällt ihm in Zukunft noch alles ein, wenn er jetzt keine Konsequenzen spürt? Gell, seltsam, dass manche Menschen doch immer wieder gleicher als die anderen sein wollen. Ich gebe auch meinen Vorrednerinnen Recht, dass eine Gesellschaft, die solche Touren bei den einen schmäht und bei den anderen lustig, lustig findet und dafür noch an den Haaren herbeigezogene Argumente anführt, ein gewisses Niveau zeigt. LG Fiammetta


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Schniepie

... denke ich eher, wenn ich lese, wie achselzuckend der Betrugstatbestand an sich hier von einigen gewertet wird. Natürlich ist es grundsätzlich mal wurscht, ob einer, der im Amt des Verteidigungsministers sitzt, einen Titel führt, aber darum geht es gar nicht. Es geht auch nicht darum, wie gut oder nicht gut der Mann seinen Job bisher gemacht hat. Es geht einzig und allein um die Tatsache, dass ein Mann, der sich bislang mit seiner (angeblichen) Rechtschaffenheit und Integrität geschmückt hat wie mit seinem erschwindelten Doktortitel, durch diesen Betrug nun eben doch als Lügner und Charakterschwein entlarvt worden ist. Es ist auch nicht "korrekt und sympathisch" oder "gut", wie er damit umgeht, sondern er betreibt eine vor diesem Hintergrund skandalöse Schadensbegrenzung, indem er die ganze Affäre nun allein auf das Führen des Doktortitels herunterspielt, in der Hoffnung, dass dann jeder gnädig darüber hinwegsieht, wie groß der Schaden tatsächlich ist. Von Format zeugt das keineswegs, eher davon, dass hier einer an seinem Stuhl klebt und sich beharrlich der einzig sinnvollen Konsequenz verweigert: Nämlich seinen Hut zu nehmen. LG Nicole


Schniepie

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für einige ein völlig neues Buch, von einem Politiker oder Jemandem, der etwas zu sagen hat, beflunkert und hintergangen zu werden? Ich kann das schon nicht mehr zählen. Und ich möchte auch nicht wissen, wer "dort oben" alles rechtmäßig einen Titel trägt und wer sich, wie hier geschrieben, "den Arsch aufgerissen hat" und in jahrelanger Kleineinarbeit etwas erarbeitet hat. Ich bin vollkommen eurer Meinung, dass gerade die Menschen, von denen er abgekupfert zu haben scheint, die Gelackmeierten sind. Mich würde das auch schrecklich wurmen, wenn einer meine Lorbeeren einheimst! Ich bin dennoch der Meinung, er übt sein Amt gut aus und ist ansonsten recht symphathisch. Er hatte eben nur das Pech, dass er wohl viele Neider hat und diese eben auch genauer hinsehen, als ein Laie wie ich es bin. Zugegeben, von Politik hab ich kaum eine Ahnung und auch eine Dissertation habe ich nicht geschrieben. Ich betrachte lediglich aus der menschlichen, unbefleckten, laienhaften Ecke. Ich lasse mich gern eines besseren belehrdn und kann all eure Argumente nachvollziehen. Aaaber, was denkt ihr, welch ehrliche politische Haut ins Amt treten würde, wenn Herr Guttenberg "seinen Hut nimmt"? Jemand, der sich ehrlich durch Abitur und Studium ins Amt gearbeitet hat? Oder ins Amt gearbeitet wurde, wie alle? Demokratie ist dufte - ne klasse Sache! Aber langsam glaube ich, uns geht es zu gut. Gehandelt wird nach: man reiche Ihnen den kleinen Finger und sie nahmen die ganze Hand. Ich bin keineswegs überrascht, das wir von Politikern für Narren gehalten werden. Ich persönlich bin zufrieden hier. Nur das Wetter, das könnte besser sein! ;)


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Schniepie

Ad 1 - wie ich bereits schrieb: Er ist angetreten als Lichtgestalt, als "ehrlicher Politiker". Insofern sehe ich einen gewissen Etikettenschwindel. Auf das Label hat keiner so gebaut wie er - also muß sich da auch keiner so stark dran messen lassen wie er. Ad 2: Wenn ich falsch parke und erwischt werde, dann kann ich mich auch nicht darauf hinausreden, daß mein Nachbar nicht erwischt wurde. Es gibt keine Gleichheit im Unrecht. Und wie man jemanden immer noch sympathisch finden kann, nachdem er sich inzwischen zwei Mal auf seine arme, leidende Jungfamilie herausgeredet hat, entzieht sich auch irgendwie meinem Verständnis. Wenn ich ihn nicht vorher schon schmierig gefunden hätte - spätestens jetzt würde ich es tun.


syko

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Sehe ich auch so. Seine Fans gehen wirklich sehr großzügig mit dem Tatbestand des Betrugs um. Und, ganz abgesehen vom offensichtlichen Betrug: WIE KANN MAN NUR SO BLÖD SEIN? Einen Dekodoktor aus Karrieregründen machen (der ihm - auch wenn ers noch bestreitet - wohl auch auf dem Weg zum Kanzlersesselchen hilfreich sein soll) und dann auch noch dabei bescheißen. Sollte dem schlauen Theodor doch klar sein, dass da irgendwann jemand gräbt. Die Nummer "Huch, da hab ich wohl ein Fehlerchen gemacht, gar nicht gemerkt *hihihi*" kaufe ich ihm nicht ab. Bzw. es würde mir leid tun, wenn ich ihn für SO dämlich halten müsste. ....naja, vielleicht auch nicht...


streepie

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Antwort auf Beitrag von Schniepie

Man mag zu Guttenberg und zu Dr.Titeln stehen wie man mag, Plagiat (das stehlen geistigen Eigentums) ist KEINE Lapalie. Das wird normalerweise streng geahndet, Studenten, die sich so etwas zu Schulde kommen lassen, koennen von der Uni verwiesen werden - und verbauen sich so die Zukunft. Zum ordentlichen wissenschaftlichen Arbeiten gehoert nun mal dazu, dass man Quellen, die man in seiner Arbeit benutzt, auch richtig zitiert - damit andere nachvollziehen koennen, worauf man seine Gedankengaenge stuetzt. Meiner Meinung nach haette er schon laengst zuruecktreten muessen. LG Connie


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Winterkind09

fürchterlich lächerlich machen - KT ebenso wie seine verbissenen kritiker. wenn ich hier so einige kommentare zu diesem thema lese, wird mir ob der selbstgerechten gehässigkeit echt schlecht. ich würde wetten, dass es in JEDER wissenschaftlichen arbeit textstellen gibt, die nicht ganz korrekt ausgewiesen sind. würden alle jetzt ihre diplom-. magister- und doktorarbeiten auseinander fusseln lassen wie es jetzt mit dem traktat von gutenberg geschieht, hätte hier so manche ein problem nach ihren eigenen vollmundigen hetztiraden gegen den delinquenten... man sollte eben nicht mit steinen werfen, wenn man im glashaus sitzt...


Alba

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It's the scale of it. Die eine oder andere Stelle, da wuerde ich auch mit der Schulter zucken aber in der Groessenordnung ist das nicht mehr entschuldbar und auch nicht mehr "nachlaessig".


syko

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Es geht nicht um schlampiges Zitieren, es geht darum, dass Zitate in großen Teilen der Arbeit überhaupt nicht kenntlich gemacht wurden. Und wenn im wissenschaftlichen Betrieb jeder so handeln würde, könnten die den Laden dicht machen. Das ist übrigens der Grund dafür, dass man ab dem ersten Semester eingeimpft bekommt, dass sowas hart bestraft wird.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Alba

interessant finde ich das beobachten der einstellungen aber schon...


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von syko

das eben keine zitate mehr... zitate sind nur solche, wenn sie wortwkrtlich übernommen werden. fußnoten für quellenangaben dürfen am ende eines absatzes ode rgar einer aus mehreren absätzen bestehenden textpassage gesetzt werden. genau genommen sind viele der im web aufgeführten "verfehlungen" garkeine... leider sind die "treiber" diesert hetzjagd anonym, denn sonst hätte sich auch so mancher experte einen schuss ins knie eingefangen...


DK-Ursel

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Hej Malwinchen! ich habe hier jetzt nicht jeden Beitrag gelesen, denn letztendlich wiederholt sich ja die Argumentation auf beiden Seiten. Trotzdem mag ich Deins so nicht stehen lassen. Ich habe auch mal eine wissenschaftliche Arbeit, damals wirklich noch in mühevoller Kleinstarbeit ohne Computer, abgeliefert. Und nach bestem Wissen und Gewissen zitiert und Fußnoten gesetzt. Wie die meisten meiner Kommilitonen damals, vor und nach mir. Natürlich wird immer mal gefehlt. Natürlich wird auch mal bewußt von einigen betrogen. Aber das rechtfertigt letztendlich nicht, einen entdeckten Betrug stehen zu lassen und zur Tagesordnung überzugehen und den Übeltäter womöglich noch zu bejubeln. Ich erziehe meine Töchter zu Ehrlichkeit, die erwarte ich von ihnen und es hat Konsequenzen, wenn betrogen und gelogen wird. Keine Familie kann auf Dauer damit existieren und funktioneiren. Wie dann erst eine Gesellschaft? Und daß es überall geschieht, macht die Sache doch nicht besser! Wenn im Sport gedopt wird, entrüstet sich die Nation auch zu Recht, zumindest der Sportler, der ehrlich für seine Leistung knockelt. Ich verstehe die Argumente derer wirklich nicht, die auf die anderen schwarzen Schafe verweisen und meinen, da "alle" das so machen, sei es eben nicht so schlimm. Was ist das für eine Gesellschaft, in der wir uns erst empören (um mal bei einem Beitrag von gestern abend zu bleiben), wo es an mein eigenes Eingemachte geht? Sll es mich also aufregen, wenn man mir mein Geld klaut, wenn meine Aktien verschleudert werden, wenn meine Rente verschwindet - aber nicht, wenn es die der alten Nachbarin nebenan sind???? Und wenn Betrug bei Abschlußarbeiten - ergo sicher auch Klassenarbeiten - geduldet wird und der gewinnt, deram besten lügen - und sich entschudligen - kann, was ist dann das nächste, das toleriert wird? Wo fangen wir an, wo hören auf? Welche Regeln sind nur dazu da, verletzt zu werden - und welche absolut nicht? Bis jetzt geht es dann nur um geistige Arbeit, die geklaut wird? Wann geht es um materielle Werte, diegestohlen werden? Und sind seelische Schäden, die mir zugefügt werden, dann das letzte oder landenwirauch bei Mord und Totschlag, unegsühnt, solange es nicht das eigene Leben ist. Und dann, Marwinchen, findest Du auch keinen Richter mehr. Mit der Einstellung: So machen es ja viele, und solange es mich nicht selbst betrifft ... kann ja kein Gericht der Welt mehr verurteilen, dnenes betrifft nun mal keinen Richter, wenn ein Nachbar den anderen betrügt oder totschlägt. Geht uns alle nichts mehr an. und Gesetze, Regeln, gelten ja nicht mehr, sind aufgehoben durch: MIR ist ja kein Schaden zugefügt worden. Ja, erstmal, heute geht es "nur" um geistige Arbeit. Wer beim Studium und Schreiben seiner Dissertation beim Betrug erwischt wird, spürt erhebliche Konsequenzen: Ausschluß vom Studium verbaut so manche berufliche angedachte Perspektive. Soll dann jemand, der - so er denn überführt worden ist - öffentlich (und erst auf Druck) Fehler einräumt, ohne Konsequenzen davonkommen? Mit welcher Begründung? Herrje --- wenn ich im Erziehungsforum lese, wie hart manche Mütter mit ihren Mitmenschen (auch ihren eigenen Kindern) ins Gericht gehen, bei kleineren Verfehlungen, dann wundert mich die Großzügigkeit derselben Menschenmasse schon sehr im Falle Guttenberg! Unrecht wird nicht dadurch besser, daß alle es begehen. Und Konsequenzen dafür darf man nicht unterlassen, weil mancher durch die Maschen schlüpft und sie nicht zu spüren bekommt. Über ANGEMESSENE Konsequenzen kann man diskutieren, so sie nicht festgelegt sind. Aber wieder: Wozu noch Regeln und Gesetze für ALLE, wenn die sowieso ausgehebelt werden mit dem Volksbescheid: Geht uns doch eigentlich nichts an, denn es ist ja nicht mir Schaden zugefügt worden! Die öffentliche Häme mag ich auch nicht, ich beteilige mich auch auch dementsprechend wenig an der öffentlichen Diskussion und eigentlich auch nur insoweit, als mir eben der Hut hochgeht, wenn auf einmal Recht nicht mehr für alle gilt und Unrecht salonfähig wird. Jedoch, selbst für die öffentliche Häme gibt es ja Gründe, die ein Herr Guttenberg kennt. Er selbst hat - wie andere Publikumslieblinge auch - ja durchaus von der Öffentlichkeit profitiert, sie zu nutzen gewußt und bewußt eingesetzt, als er sie brauchte --- nun hat diese Öffentlichkeit, die offenbar mit zweierlei Maß mißt und dementsprechend unberechenbar wird, eine Eigendynamik entwickelt, die er nicht mehr steuern kann. Wer sich auf das Spiel mit der Öffentlichkeit einläßt und daraus Nutzen schlägt, muß auch die Kehrseite schlucken. Er hat ja auch nicht abgelehnt, als er bejubelt und zur "Lichtfigur" ernannt wurde. Bis heute gefällt ihm diese Seite der Medaille... Vielleicht ist es eben letztendlich doch "einfacher" und angenehmer, durch ehrliche Arbeit als durch geschickte Pressehantierung - oder erschlichene Doktorarbeiten durch´s Leben zu gehen. Der Fall Guttenberg ist für "nur" insofern wirklich schlimm, als er zeigt, wie unmoralisch die Gesellschaft in Wirklichkeit schon ist, wie rücksichtslos sie eigene Interessen über das Gemeinwohl stellt und wie sogar allgemeingültiges Recht und das mir bislang "normale" Gefühl für Recht nud Unrecht umgekehrt werden. Traurig. Gefährlich. Gruß Ursel, DK --- wo gerade eine Miinisterin gehen mußte, weil sie zwar Genügsamkeit und Sparen predigte, selbst aber derart auf Pump lebte, daß ihr Mann jetzt sogar im Gefängnis gelandet ist


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Malwinchen, warst du mal auf der Guttenplag-Seite? Als ich zuletzt nachsah, waren knapp 67 % seiner Arbeit von anderen nahezu wortwörtlich abgeschrieben - es wurde mal ein Adjektiv etwas variiert oder ein Tempus verändert, aber ansonsten sind die Texte identisch. Auf kriminelle Energie lässt auch die Tatsache schließen, dass ein Teil der Fundstücke wörtliche Übersetzungen aus englischsprachigen Texten sind, die eben auch nicht als solche gekennzeichnet wurden, und es wurden Zitatstellen aus anderen wissenschaftlichen Arbeiten übernommen, aber die vorhandenen Quellenangaben herausgenommen. Es ist vollkommen schnurz, wie anonym die Leute sind, die das herausgefunden haben - wenn auch nur die Hälfte von dem stimmt, was ich da gelesen habe, kann ich es nur als entweder bodenlose Dreistigkeit oder völlige Verblödung werten, dass der Mann geglaubt hat, damit durchzukommen - und dass er jetzt meint, er könnte seine Kritiker mundtot machen und zur Tagesordnung übergehen, indem er nur auf den erschlichenen Titel verzichtet. Ich finde es nicht selbstgerecht so zu urteilen, sondern normal. Und Respekt abgenötigt hätte es mir, wenn Guttenberg versucht hätte, zu seiner Verantwortung zu stehen, statt sie erst abzustreiten und kleinzureden und selbst dann, wenn die Beweislast erdrückend wird, meint, er könnte sich mit einem Vergleich aus der Affäre ziehen. LG Nicole


syko

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Verstehe ich nicht: welche der im Web aufgeführten Vergehen sind keine? Bitte an Beispielen erklären!


Alba

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Das Ganze ist einfach auf sovielen Ebenen "wrong". Irgendwie gibt es dafuer kein gutes Wort im deutschen welches alles einschliesst, falsch, unethisch, verlogen... Es ist Betrug, es ist Diebstahl von intellektuellem Eigentum, es macht einen Witz aus akademischen Prozessen und in der Art und Weise wie die Affaere derzeit gehandhabt wird kann man sehr wenig Respekt fuer die eigenen Waehler und auch Nichtwaehler entdecken. Wenn man mir Plagiat in diesem Umfang in einer meiner Arbeiten nachweisen wuerde wuerde ich vor Scham im Erdboden versinken. Ich denke das ist was mich hier so stoert und auch enttaeuscht, das offensichtliche Fehlen von ethischen Anspruechen an sich selbst. Ist wirklich niemand mehr im Stande zu sagen "das habe ich wirklich vermasselt".


suchepotentenmannfürsleben

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Das liegt mir die ganze Zeit auf den Lippen. So manch einer merkt nur nicht, dass er im Glashaus sitzt. LG S


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Antwort auf Beitrag von Alba

Ich denke das ist was mich hier so stoert und auch enttaeuscht, das offensichtliche Fehlen von ethischen Anspruechen an sich selbst. Ist wirklich niemand mehr im Stande zu sagen "das habe ich wirklich vermasselt". Genauso sehe ichs auch.


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Antwort auf Beitrag von syko

ich gerne auf später verschieben, da ich jetzt nur kurz in der pause mitschreibe... mir sind gestern abend drei stellen aufgefallen, die fragwürdig aufgeführt werden...


Ebba

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Antwort auf Beitrag von Winterkind09

... die Homepage der Uni Bayreuth, dort die Links unter Aktuelles. Stand das dort alles immer schon, frag ich mich. http://www.uni-bayreuth.de/index.html


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Antwort auf Beitrag von Winterkind09

Er Tut so als hätte er gar nicht gemerkt daß er nicht korrekt zitiert bzw. abgeschrieben hat. Seine gönnerhafte Entschuldigung kann er sich stecken. Wäre ehrlicher gewesen zu sagen ja ich habe abgeschrieben. Tut mir leid. Das war unehrlich und betrügerisch. Aber so.


Patti1977

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dazu muss er sie nochmal lesen und braucht so lange dazu? wenn ich mich so intensiv mit einem thema beschäftige und es auch selbst schreibe (wovon ich jetzt mal ganz naiv ausgehe), dann brauch ich nicht so lange um zu wissen, dass ich mist gebaut habe. das weiß ich, wenn ich das teil schreibe. irgendwas bei 73% der doktorarbeit sollen abgekupfert sein ohne quellenangabe. davon 15 seiten einer ausarbeitung, die er als seine darstellt aber vom wissenschaftlichen dienst geschrieben wurde. ich finds ne schande von mister perfect. wer auch immer das teil ausgegraben hat und sich nun im hinterstübchen die hände reibt.


deischuhzu

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Antwort auf Beitrag von Winterkind09

das war nur ein taktischer Schachzug. Er gibt seinen Doktortitel zurück, bevor er ihm entzogen wird.