Hallo, bei unserem 10jährigen steht der Schulwechsel an. Er bekommt zwar die Empfehlung für`s Gymnasium, ist aber leicht ablenkbar und schnell überreizt, dann auch nicht mehr aufnahmefähig (atypischer Autist in Verbindung mit ADS). Übrigens fällt er nicht gleich als Autist auf, nur als etwas seltsam und verträumt. An der Realschule wäre er auf jeden Fall unterfordert, da brauche ich nicht weiter drüber nachzudenken. An der Gesamtschule könnte er je nach Tagesform arbeiten, wäre aber aus meiner Sicht durch die Freiarbeitsphasen und die dadurch bedingte Unruhe überreizt. Gut für ihn wäre es, keine Hausaufgaben mehr erledigen zu müssen, wenn er von der Schule kommt. Am Gymnasium haben alle das gleiche Ziel, müssen die gleichen Aufgaben lösen. Für ihn aus meiner Sicht mehr Sicherheit als an der Gesamtschule, wo er sich wahrscheinlich immer fragen würde, wo er denn nun steht. Aber wenn ich an die Menge an Stoff denke, die täglich bewältigt werden muss, ganz zu schweigen von den Hausaufgaben, die sich jetzt schon über Stunden hinweg ziehen, sehe ich schwarz. Inwiefern er das durch einen etwaigen Nachteilsausgleich kompensieren kann, weiß ich nicht. Seit er dieses Schuljahr eine Schulbegleitung hat, "flutscht" es sehr viel besser. Er kommt wesentlich entspannter nach Hause und muss auch kaum noch nacharbeiten, was er in der Schule nicht geschafft hat. Seine Schulnoten waren auch ohne Begleitung passabel und sein soziales Verhalten den Umständen entsprechend gut. Jetzt ist er von den schulischen Leistungen noch besser, und sein Sozialverhalten so gut, dass nichts mehr zu bemängeln ist. Ich werde mir natürlich zu den jeweiligen Schnuppertagen gemeinsam mit unserem Sohn die Schulen anschauen, aber vielleicht kann mir bis dahin schon jemand helfen, die für ihn richtige Schulform zu finden. LG FM
Antwort auf Beitrag von Frau Maus
Gymnasium 100 %
Antwort auf Beitrag von Frau Maus
Gym, lass dir ja nichts anderes einreden Cristina mit einem 21 aspie der nun informatik studiert
Antwort auf Beitrag von kikipt
Puh - schwer! Unsere ist 11 und auf einem Gymnasium! Als super Schülerin ist nun echt abgerutscht. Ich muß auch schauen nach den Ferien wie es weitergehen soll ... Ich habe über Gesamtschule nachgedacht .... Weiß aber nicht ob es gut wäre sie wechseln zu lassen. Anfang Januar treffe ich mich wieder mit unserer Autismusbeauftragten und dann gibt es einen runden Tisch in der Schule!
Antwort auf Beitrag von Jamu
Vielleicht Sekundarschule eine Option? Immerhin soll da auf Schwächen und Stärken eingegangen werden, etwas weg vom sonst streng vorgegbenen Schulsystem. ABER dort findet man halt jedes "Lernniveau"....
Antwort auf Beitrag von SchwesterRabiata
Magst du erklären? Aus welchem Bundesland bist du, weil ich das hier noch nie gehört hab! LG jamu
Antwort auf Beitrag von Jamu
Hi, hier das sachliche zu Sekundarschulen (NRW)... persönlich interessant, Klassen bis 25 Kinder (keine 30) und verschiedene Wahlmöglichkeiten mit mehr Blick auf Interessen aber auch Schwächen der Kinder... naja, es läuft jetzt erst das erste Jahr mit dieser Schulform... allerdings unsere 4. Klässlerin wird dort angemeldet werden (wenn sie genommen wird)... Ahso, ich glaube auch typisch für die Sekundarschule ist der Ganztag..... http://www.tresselt.de/sekundarschule.htm LG Die Schwester
Antwort auf Beitrag von SchwesterRabiata
Schlussendlich bleibt mir also nur, jede Schule einzeln unter die Lupe zu nehmen und die Rektoren zu interviewen. Vielen Dank für eure durchweg hilfreichen Ausführungen. LG FM
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