Ebba
... ohne Kinder leben. Nur 46% halten es für unvorstellbbar ohne eigenen Nachwuchs zu leben. So konnte man es heute in der Tageszeitung lesen. Ist das so? Für mich stand die Frage, ob ich einmal Kinder haben würde nie zur Diskussion. Dass es dann "nur" eins geworden ist, ist Schicksal. Die über 40jährigen in meinem Bekanntenkreis haben bis auf zwei oder drei Freunde/Freundinnen, die nie einen passenden Partner gefunden haben alle mindestens ein Kind. In mehreren Fällen wurde das aber auch erst (weit) nach dem 40sten Geburtstag der Eltern geboren. Zwischen 30 und 40 jährige kenne ich nich so viele näher, aber hier haben, wenn ich's mir recht überlege, die meisten keine Kinder. Grobbetrachtet könnte das für die Statistik spreche. :-) Was meint ihr, stimmt die Statistik oder werden die Kinder einfach nur immer später geboren, vielleicht sogar erst dann, wenn die Elter Ü40 sind?
nur mal auf die schnelle. auf statistiken gerade in dieser hinsicht , geb ich persönlich nicht ganz so viel, denn es sind mit sicherheit nicht die paare aufgeführt, die kinder möchten, aber keine bekommen können, bzw. gerne mehr wie ein kind hätten und es klappt nicht. ich kenne nur ein Paar , welches wirklich keine kinder möchte, beim rest klappts aus diversen gründen einfach nicht. ich persönlich wollte nie kinder und nie heiraten, dass es dann im doppelpack kam ist wohl eher zufall. ich könnte mir auch jetzt noch ein leben ohne kinder sehr gut vorstellen, wobei ich meine auch nicht missen möchte.
ich (46) war der klassische fall halb mit dem hobby verheiratet und kinder wollte ich nie und nimmer im leben haben. tja und nun bin ich mutter von (eigentlich) 4 kindern und kann mir ein leben ohne meinen kleinen querkopp nicht mehr vorstellen. dinge ändern sich ganz oft im leben. und genauso ging es eigentlich alle meinen freunden die nie kids wollten und heute eltern sind. mein busenkumpel ist sogar 4 fach vater und inzwischen alleinerziehend
Als wir in der Landeshauptstadt wohnten, war mein ganzer Bekanntenkreis ohne Kinder; auch jetzt sind die, die noch dort leben, kinderlos. Gewollt. Ü20 Wir sind vor 14 Jahren aufs Land gezogen und dort haben fast alle Kinder. Zwei Paare können nicht und haben den Wunsch auch schon aufgegeben. Ü30 Meine Lebensvorstellung war auch ohne Kind - ist aber GsD anders gekommen. Hätte ja nie gewusst, was ich versäumt hätte. Eltern, die über 40 sind, wenn sie ihr erstes Kind bekommen, kenne ich nicht. Also: deine Statistik würde gut auf meinen Bekanntenkreis passen
Hier bei uns kein Einziger, der GEWOLLT kinderlos geblieben ist. Grob alle 35-55. Mir fällt echt niemand meiner früheren Freunde ein, auch keiner aus dem aktuellen Kreis. Insofern ein klares : Stimmt nicht! Vielleicht manchmal auch nur eine Schutzbehauptung. Finde solche Umfragen generell sinnlos, noch nie lebtren Kinder so sicher, was Krankheiten, Gewalt u.ä. betraf. Wer heute ein Kind bekommt, kann i.d.R. damit rechnen, es auch großzukriegen. Vor 60-70 (usw.) Jahren sah das schon anders aus. Nur scheint die Angst vor Verantwortung und/oder Zurückstellen der eigenen Interessen für eine Weile sehr erschreckend für die heutige Generation zu sein?
ich hab das in unserer Tageszeitung gaanz anders gelesen. Die meisten wollen Kinder, so um die 70 Prozent, sogar Männer mehr als Frauen, jedoch aus div. gesellschaftlichen Unsicherheiten,Job, Zwängen, kein Partner und weil das Leben eh schon hart genug ist, Männerüberschuss etc. bleibts oft beim unerfüllten Kiwu. Ich hatte nie so stark Kiwu, vielleicht wäre die Sehnsucht mit fortschreitendem Alter sicher noch gekommen. War immer der Meinung, ohne Kinder wird man selbst ein bisschen seltsam, alles dreht sich nur um sich selbst. Nun hab ich drei, wobei nur der gesundheitl. Aspekt und die Erkenntnis, dass meine Resourcen ausgeschöpft sind mich vor einem weiteren abhalten. Ansonsten hatte ich das Grück des richtigen Partners und einen einigermaßem sicheren Job auf beiden Seiten, also Hauptgründe dafür, für die meisten Menschen, sich überhaupt für Kinder zu entscheiden. Also, ich denke, die Politik müßte doch wissen, worans zumindest beschäftigungstechnisch liegt.
Ich habe Kinder - trotzdem kann ich es mir gut vorstellen, ohne Kinder glücklich zu sein. Das heißt doch lediglich, daß Kinder oft nicht mehr selbstverständlich dazugehören - und das finde ich weder verwunderlich noch schlimm. Das ist eine Frage, die man sich doch erst ab unserer Generation überhaupt wirklich stellt, denn wir sind mit der Kinderlos-Option aufgewachsen. Ich kann mir vorstellen, daß die Zahlen vor 100 Jahren durchaus vergleichbar gewesen wären, WENN das damals nicht nur eine theoretische Frage gewesen wäre. Gruß, Elisabeth.
Wenn man eine Zitrone hat, muß man eben Limonade daraus machen. Ich freue mich sehr darüber, Kinder zu haben und erfreue mich jeden Tag an ihnen. Mein Mann glaube ich manchmal noch mehr als ich (klar, das Glück derer, die mehr Vergnügen als Arbeit mit den Kindern haben). Nur: was wäre, hätten wir KEINE Kinder bekommen können? Wir wären auch glücklich, anders, und es würde vielleicht auch etwas fehlen, aber wenn man anders glücklich ist, muß man nicht zwangsläufig unglücklich sein. Nein, unvorstellbar wäre es für mich nicht, keine Kinder zu haben. Unvorstellbar wäre für mich lediglich gewesen, es nicht "zu versuchen". Daher denke ich, daß es durchaus daran liegt, daß ein großer Teil dieser Altersgruppe noch nicht in der Lebensphase angekommen ist, den theoretischen Wunsch zum praktischen Ziel zu machen und sich somit alternative "Glücksinseln" sucht, um nicht in ein tiefes Loch zu fallen, wenn es mit den Kindern, aus welchen Gründen auch immer, nicht klappt. Es hilft immer, eine gesunde Distanz zu nicht zwangsläufig erfüllbaren Wünschen zu halten.