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Duales oder "richtiges" Studium? was ist höher angesiedelt?

Duales oder "richtiges" Studium? was ist höher angesiedelt?

ursel66

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Frage steht ja schon da. Mein Sohn macht grad Abi und könnte vermutlich bei Ford ein duales Studium (Maschinenbauingenieur) beginnen. Er bekommt aber vom Arbeitsamt gesagt, ein "richtiges" Studium (also an der Uni) ist besser angesehen. MIR wäre das duale Studium lieber (gibt von Anfang an richtig Geld). Aber stimmt es? Wer es zweigleisig schafft, ist doch besser? Ich wüsste leider niemanden, der mir diese Aussage vom Arbeitsamt bestätigt. Ich bekomme auch noch ein Studium meines Sohnes irgendwie bezahlt, er soll seinen Traumjob mit viel Einkommen verwirklichen. Also her mit Pro und Kontra.


Reni+Lena

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Antwort auf Beitrag von ursel66

duales ist höher angesehen weil er da kein Theoretiker mehr ist nach dem Studium sondern schon sehr viel Praxiserfahrung hat. nachteil...so einfach umsatteln wenns ihm nicht gefällt geht da nicht...ist aber auch von Firma zu Firma verschieden. Diese Werksstudien sind sehr gefragt..die nehmen auch nicht jeden:)))) lg reni


TinaDA35

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Antwort auf Beitrag von Reni+Lena

Duales System würde ich besser finden, schon alleine wegen der Praxis. Wenn dein Sohn bei Ford sein Studium macht, wird er wahrscheinlich auch übernommen...


ursel66

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Antwort auf Beitrag von TinaDA35

Das ist ja auch meine Meinung. Gut, er ist nicht sicher, ob er Maschinenbauingenieur oder ein anderer Ingenieur werden will. Ford wäre in meinen Augen ein "lebenslang". Meine persönliche Meinung ist auch, dass ein "Dualer" mehr Biss (blödes Wort) hat! Einfach mehr Leistung bringt - bringen muss?! Aber die vom Arbeitsamt meint das Gegenteil wäre der Fall?!


Reni+Lena

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Antwort auf Beitrag von ursel66

und was sind ihre Argumente??? ich kann dir nur sagen, dass die firmen wie Siemens, BMW etc hier in der gegend aus Tausenden von bewerbern aussieben. Die nehmen nur die besten..und wer da einmal seinen fuß in der tür hat, der wird auch übernommen und weiter gefördert. die zahlen ja nicht umsonst jahrelang und investieren in den studenten. Lg reni


Silke11

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Antwort auf Beitrag von ursel66

Ein Universitätsabschluss ist höher angesehen als ein dualer an einer Berufsakademie oder ähnlichem. Nur mit Uni-Abschluss kommt man bspw. in den höheren öffentlichen Dienst, mit Fachhochschulabschluss oder Berufsakademie nur in den gehobenen. In der freien Wirtschaft mag man auch ohne Uni-Abschluss aufsteigen können, höherwertig ist ein Uni-Abschluss aber auf jeden Fall. Und da Ingeniuere bereits jetzt gesucht werden, dürfte die Jobsuche auch kein Problem werden, auch wenn die Ausbildung an einer Universität weniger praxisnah ist, dafür aber breiter und tiefer.


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Antwort auf Beitrag von Silke11

auf den ganz hohen Gehaltsstufen / Posten können nur Uni-Absolventen einsteigen, der "Duale" muss sich dorthin hocharbeiten. Aber "Duale", sprich Praktiker, die nicht soo viel kosten, braucht man halt in der Masse mehr.


tweenky

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Antwort auf Beitrag von ursel66

Hat beides Vor- und Nachteile. Das "richtige" Studium ist Voraussetzung, wenn jemand wirklich einen hohen Posten haben will - falls er es denn überhaupt schaffen kann. Vorstände etc. haben immer voll studiert und i. d. R. auch promoviert. Für die anderen guten Jobs ist aber auch sicher ein duales Studium eine sehr gute Voraussetzung. Die Bewerber müssen durch ein relativ hartes Auswahlverfahren, da die Studien-/Ausbildungsplätze rar gesät sind. Wer ein duales Studium schafft und in dem Ausbildungsunternehmen einen guten Job gemacht hat, hat sehr gute Chancen. Ich selbst habe mich vor fünfzehn Jahren für ein duales Studium (BWL) entschieden. Viele meiner Kommilitonen sind mittlerweile in guten Jobs, teilweise Geschäftsführer in mittelständischen Unternehmen, mindestens mit gutem Assistenzposten. Mittlerweile bilde ich selbst ebenfalls im dualen Studium aus. Und "meine" Azubis können sich sehen lassen. Ich kann es nur sehr empfehlen! Viel Erfolg!


Kaka_b

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Antwort auf Beitrag von tweenky

Vorausgesetzt, er hat grundsätzlich Interesse an der Automobilindustrie und kann sich vorstellen in dem Bereich erst einmal zu arbeiten (nicht notwendigerweise auf Ewigkeiten bei Ford, aber ist doch ein Supereinstieg!), dann ist in diesem Fall das duale Studium dem "richtigen" Studium vorzuziehen, weil diese Firmen die Praxiserfahrung sehr schätzen. LG Katia


ursel66

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Antwort auf Beitrag von Kaka_b

Also hat er schon Recht, wenn er den Worten vom Arbeitsamt glaubt? Naja, dann soll er das richtige Studium wählen. Er will nach ganz oben und hat sicher auch den Ehrgeiz dazu. Ich hätte eher gedacht, dass ein "Dualer" höher angesehen wird, da er zeitgleich doppelt lernt. Aber dann soll es so sein. Das schaffen wir auch noch.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von ursel66

wenn dein sohn zur studienberatung geht, begleite ihn bitte einmal. dir werden die ohren schlackern, wenn du die heutigen studienpläne siehst, in denen auch für das erreichen bestimmter zwischenziele zeitlimits eingebaut sind. heute ist es in vielen studiengängen so gut wie nicht zu schaffen, sein studium durch jobben selbst zu finanzieren. ein duales studium ist einfach völlig anders aufgebaut und sehr viel spezialisierter (somit also weniger breit aufgestellt) als ein universitätsstudium. die abbrecherquoten liegen bei unisversitären studiengängen etwa 4 prozentpunkte über den FH-studiengängen... wenn dein sohn also richtig karriere machen möchte, sollte er schon ein universitäres studium in weniger als der regelstudienzeit mit super notenschnitt schaffen... und das ist sauschwer. alles gute für ihn...