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Geschrieben von Silke mit Jörn + Raik am 21.01.2003, 9:05 Uhr

Zwickmühle

Hallo Ihr alle,
ich stecke im Moment echt in einer Zwickmühle.
Mein Chef (ich arbeite in einem Kleinberieb mit 7 Angestellten) hat mir am Freitag mitgeteilt, das wegen der Konjunkturlage und dem Auftragsrückgang, Personalkosten eingespart werden müssen.
Wir sind in der Planungsabteilung zu zweit, daher sieht er den Überhang bei uns.
Ich arbeite 30 Stunden mein Kollege jedoch Vollzeit plus freiwillig kostenlos erbrachter Überstunden. Also als 1,5 Kraft zum Preis von einer.

Da ich alle Sozialkriterien (höheres Alter, längere Betriebszugerörigkeit, schlechter Vermittelbar da zwei Kleinkinder, unterhaltsplichtig gegenüber diesen) erfülle, kann er mich nicht so leicht entlassen. Mein Kollege ist Jünger, erst seit zwei Jahren festangestellt, ungebunden.

So jetz kommts. Um meine Stelle zu erhalten müßte ich wieder auf volle Stundenzahl gehen, das heißt natürlich auch Pausenzeiten, die ich jetzt nicht habe. Also statt um 14:30 erst kurz nach 17:00 Uhr Zuhause sein. Er erwartet, das ich dann auch jederzeit Überstunden mache.
Alternativ stände Entlassung an. Mit dem Wunsch seinerseits, dass ich dann in der Arbeitslosigkeit für Ihn nebenbei arbeite (ich bin doch nicht Blöd, ich schaffe doch Grundlagen zu denen Er mich billiger haben kann) da er eigentlich mein Wissen nicht verlieren möchte. Er würde mich dann, wenn es wieder losgeht, erneut einstellen. Das Garantiert er aber nicht. Er hat betont, dass es nicht persöhnlich zu nehmen ist, sondern mit der finanziellen Lage der Firma zusammenhängt.
Zu beachten ist , dass Raik in zwei Jahren in die Kita soll. Die Anmeldung läuft dafür Ende dieses Jahres. Wenn ich dann keine Bescheinigung über meine Arbeitszeit vorlegen kann habe ich Null Chance und es geht soger noch weiter ich hätte noch nicht mal eine Chance auf einen normalen KiGa-Platz da er im August geboren ist. Das heißt bei uns KiGa mit 4 Jahren.
Bei Arbeitslosigkeit würde auch mein versorgungsnetz für Raik zusammenbrechen. Ich habe jetzt glücklicherweise eine preiswerte Tagesmutter (gelernte Kinderpflegerin) die zu uns nach Hause kommt und ganz prima mit Raik zurechtkommt. Würde ich so eine Tagesmutter nochmal finden.
Und so wie die Arbeitsmarktlage ist sind gutbezahlte, wohnortnahe Stellen sehr schwer zu finden. Das würde also warscheinlich dann raus aus dem Beruf heißen.

Also sagt mir doch einfach mal eure Meinung und was euch noch so dazu einfällt.


Silke

 
7 Antworten:

Re: Zwickmühle

Antwort von nana70 am 21.01.2003, 10:51 Uhr

Oje, das ist aber wirklich schwer zu entscheiden.

-ich weiß nicht, was Du genau machst, aber hast Du vielleicht die Chance, Dich selbstständig zu machen?
-oder wenn Du mehr arbeitest, kann dann Dein Mann evtl. reduzieren, dass er mehr bei den Kindern bleibt?
- Im Zweifelsfall erstmal zustimmen, aber parallel nach einer neuen Stelle suchen, wobei das natürlich nicht so nett wäre, insofern mit Vorsicht zu genießen.
Mehr fällt mir jetzt auf Anhieb auch nicht ein, außer Dir ganz viel Glück und alles Gute zu wünschen, dass Ihr bald eine nicht zu schlechte Lösung finden werdet.
Schöne Grüße
Nicole

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Re: Zwickmühle

Antwort von RenateK am 21.01.2003, 11:00 Uhr

Das ist wirklich eine fiese Situation. Ich würde erstmal auf ganztags gehen (mich dann, aber wenn es dazu kommen sollte, bei Überstunden aber ziemlich stur stellen), und parallel evtl. nach was neuem suchen.
Wurde ja eben schon gefragt, aber trotzdem, ist evtl. Dein Mann in einem größeren Betrieb und hat Anspruch auf Teilzeit und kann reduzieren. Dann wäre das Problem ja gelöst. Ich arbeite auch ganztags und mein Mann 25 Stunden, das geht ganz locker.
Gruß, Renate

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Nachtrag

Antwort von Silke mit Jörn + Raik am 21.01.2003, 11:52 Uhr

Ich bin Designerin und diese Stellen sind leider selten zu finden.
Mein Mann arbeitet auf dem Bau und in einem Kleinbetrieb. Reduzieren ist dort nicht möglich. Und zu Hause bleiben. Er war ein 3/4 Jahr arbeitslos als der Kleine geboren wurde. Hilfe. War das eine Katastrophe.
Silke

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Re: Nachtrag

Antwort von Ponka am 21.01.2003, 12:55 Uhr

Ich würde es nicht annehmen.
Wenn der Kollege unbezahlte Überstunden macht iat genug Arbeit vorhanden.DIeses würde ein Arbeitsgericht auch so sehen.

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Re: Zwickmühle

Antwort von Kölly am 21.01.2003, 14:14 Uhr

Einfachste Lösung - jeder von Euch beiden reduziert seine Stunden - damit behalten zwei Menschen ihren Arbeitsplatz, Dein AG spart an den Personalkosten und wenn es die Auftragslage erlaubt, wird eben wieder aufgestockt...
Ansonsten ist es wirklich eine Zwickmühle! Stellst Du Dich stur (was ich dann machen würde) und er muss Deinen Kollegen entlassen, werden sich Überstunden wohl nicht vermeiden lassen - wobei ich gleich klar machen würde, das es die nicht umsonst gibt (wäre ja noch schöner...)

Drück Dir jedenfalls die Daumen, das es eine für Dich akzeptable Lösung gibt...

LG
Anja

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Re: Zwickmühle

Antwort von eulalie am 21.01.2003, 15:42 Uhr

moin silke,

köllys vorschlag ist doch super. da hätte dein chef aber auch selber drauf kommen können. würde mich auch stur stellen, denn er hat doch nicht nur nachteile, dass du bei ihm arbeitest, oder *G*

du kennst die firmeninterna, du hast fachwissen ganz spezifisch bezogen auf seinen betrieb/konkurrenz, du bist zuverlässig, loyal, kreativ, angagiert, motiviert, ... sprich, du kostet nicht sein geld, du verdienst es :-)

wenns hart auf hart kommt, hast du das arbeitsgericht auf deiner seite.

*daumendrück*

lg
e.

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Re: Thema geht weiter

Antwort von Silke mit Jörn + Raik am 24.01.2003, 8:36 Uhr

Hallo Ihr alle,
ich habe meinem Chef gesagt, dass ich auf Vollzeit gehe. Auch um zu sehen wie ehrlich er es meint. Dabei ist Ihm die Klappe runtergefallen. Er fragte ob ich noch eine Alternative sehen würde, weil das mit den Kindern doch nicht so schön wäre.
Ich habe Ihm vorgeschlagen, dass ich 6 Monate in Elternzeit gehe und darin die Stunden nochmal reduziere.
Er hat mir dann einen Gegenvorschlag gemacht, den ich gestern mit Frau Bader besprochen habe. Sie meinte dazu, dass ich mich darauf auf gar keinen Fall einlassen sollte. Ich werde heute nochmal mit meinem Chef sprechen. Mal sehen wie es weitergeht.

Lieben Gruß
Silke

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