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Geschrieben von Ingrid72 am 14.08.2003, 20:22 Uhr

zum Thema Tagesmutter

Hallo zusammen,

seit längerer Zeit besuche ich nun schon hier das Forum.
Leider muß ich immer wieder feststellen, daß Tagesmütter hier ziemlich angegriffen werden.
Sind denn wirklich alle so schlecht ?

Man bekommt den Eindruck viele Tagesmütter arbeiten nur des Geldes wegen als solche.
Halt ! Stopp !!!
Natürlich gibt es auch hier schwarze Schafe ! Aber ich denke, daß man sehr schnell herausfinden kann ob eine Tagesmutter ihre Tätigkeit ernst nimmt !

Reich werden kann man bestimmt nicht, denn wer würde denn heute noch für einen Stundenlohn von oftmals weniger als 3 Euro (incl. Nebenkosten) einen Finger krumm machen ???
Selbst eine Putzfrau verdient mindestens das Doppelte !

Und wenn Ihr ehrlich seit, dann ist ein Stundenlohn von 3 Euro bestimmt viel zu wenig. Ihr wollt doch, daß Euer Kind gut aufgehoben, liebevoll, flexibel und zuverlässig betreut, beschäftigt und versorgt wird. Was ist Euch das Wert ???

Es gibt mit Sicherheit eine vielzahl von Tagesmüttern die Ihre Tätigkeit ernst nehmen. Ihr müßt diese nur mit Hilfe des Jugendamtes bzw. eine Tageseltern-Vereins ausfindig machen und wenn es dann trotzdem mal Ärger gibt, dann solltet Ihr das auch melden.

Falls Ihr noch Fragen zum Thema Tagesmutter habt, dann würde ich mich über einen Besuch auf meiner Tagesmutter-Homepage und regen Austausch sehr freuen.
http://www.baumannweb.de


Mit lieben Grüßen

Tagesmutter Ingrid mit Familie & Co.

 
9 Antworten:

Re: zum Thema Tagesmutter

Antwort von bastiswusi am 14.08.2003, 21:22 Uhr

hallo ingrid,
na da müsstest mal hören, was so über lehrer geredet wird *kicher. ne im ernst: wir haben 2 mal glück und einmal pech gehabt. umsere erste tamu war ne perle und im verein engagiert (war da im vorstand). leider sind wir dann aus hh rausgezogen und einen verein gabs da nicht und prompt haben wir danebengegriffen. unsere 2. tamu hier war auch in ordnung und hat sich intensiv um die kinder bemüht.
zu den kosten: da gibts ja nun 2 seiten, wir haben in hh für 1 kind 560 DM gezahlt (jeden monat) und für 2 dann 900 DM, wenn es mehr gewesen wäre, hätte ich nicht mehr arbeiten gehen müssen (hätt sich nicht gelohnt). unsere tamus hatten auch immer mehrere kinder, und dann rechnet es sich schon, oder ???? sonst würd das doch auch keiner machen. soviel dazu.
liebe grüße
conny

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Re: zum Thema Tagesmutter

Antwort von KaMeKai am 15.08.2003, 7:24 Uhr

Hallo,
ich habe meiner Tagesmutter schon vor 2 Jahren 10 DM die Stunde gezahlt. Ich finde 3 € auch extrem wenig. Lehrer verdienen nicht gerade extrem wenig.
LG
Kathrin

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Re: zum Thema Tagesmutter

Antwort von RenateK am 15.08.2003, 9:33 Uhr

Unser Kind geht in die Kita und nicht zu einer Tagesmutter und für uns wäre eine Tagesmutter auc hnur als absolute Notlösung in Frage gekommen. Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich denke, dass die meisten Tagesmütter ihren Job schlecht machen, sondern damit, dass wir für unseren Sohn keine Ersatzfamilie gesucht haben, sondern wollten, dass er in einer Gruppe aufwächst - auch schon mit einem Jahr. Insofern kam für uns nur eine Kita in Frage (die auch sonst noch Vorteile hat, meiner Meinung nach, Kontinuität der Betreuung, professionelles Personal, viele Angebote für die Kinder). So geht es vielen, die eine Kita vorzeihen, das aber nichts mit einer Geringschätzung der Arbeit von Tagesmüttern (oder Tagesvätern) zu tun.
Gruß, Renate

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Re: zum Thema Tagesmutter

Antwort von marit am 15.08.2003, 9:36 Uhr

Hallo Ingrid,
ich finde 3 Euro auch zu wenig, gebe aber auch zu bedenken, daß meist ja mehrere Kinder betreut werden, man die Betreuung der eigenen Kinder nicht extra bezahlen muß (ist eben ein familienfreundlicher Job), man durch die Arbeit zu hause keine Anfahrtswege einplanen muß und in der Regel das Geld steuerfrei ist. Wenn man nur 3 Halbtagskinder betreut sind das schon mindestens 900 Euro, mehr hat mein Mann bei Steuerklasse V auch nicht verdient...und da gehen dann KEINE Kinderbetreuungskosten mehr ab.

Das mußt du eben auch sehen, daß die, deren Kinder du betreust, nach Abzug deines Gehalts auch nicht mehr haben als du...

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Re: zum Thema Tagesmutter

Antwort von paulita am 15.08.2003, 12:12 Uhr

liebe ingrid

na, da hast du aber manche mails im forum nicht so intensiv gelesen: immer wieder "verteidigen" manche von uns auch die tamus und bringen unsere guten erfahrungen ein. ich gehöre zu denen, die sehr gute erfahrungen gemacht haben und gebe das immer wieder weiter.
wichtig scheint mir nur, dass jede familie das passende für sich finden muss. und das es bei tamus enorme unterschiede gibt - wie bei kitas oder kigas oder schulen eben auch. ich kann schon verstehen, dass viele beim modell tamu sich sorgen machen, weil die kinder in der regel sehr klein sind, wenn man sie dorthin gibt und weikl es so privat ist. ich hatte vorher - wenn ich ehrlich bin - auch mal gedanken von missbrauch und so im kopf. wer überwacht schon, was dort bei einer tamu passiert? und die kinder können das nicht formulieren, weil sie eben so klein sind. deshalb war mir die vermittlung einer tamu über das jugendamt wichtig. dort besteht zumindest eine höhere chance, dass die tamus "kontrolliert" werden, dass es viel erfahrung mit ihnen gibt, das ich mich auch mit anderen eltern austauschen kann, dass die tamus versichert sind und so.
unsere tamu hatte vier eigene größere kinder und hat 3 pflegekinder betreut. war also zeitweilig schon ein kleiner kiga. und es war toll!
klar finde ich, dass die arbeit VIEl wert ist und sich das im lohn ausdrücken muss. wir haben unserem einkommen entsprechend auch nicht wenig gezahlt. das jugendamt hat auch seinen teil dazu getan.
also: super, dass es tamus gibt!
lg
paula

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Re: zum Thema Tagesmutter

Antwort von Kölly am 15.08.2003, 14:10 Uhr

Also ich möchte auch mal was positives über meine Tagesmutter sagen - sie ist einfach ein Goldstück. Ich arbeite 2 Tage in der Woche, Pia freut sich schon immer auf "Ela" und geht dort wirklich gerne hin. Ich zahle auch "nur" 3 € die Stunde, aber das zahle ich gerne und ich runde den Betrag auch schon mal nach oben auf. Ich kann mich 100%ig auf meine Tagesmutter verlassen - wenn ich mal außer der Reihe mehr arbeiten muss - kein Problem, dafür hatte ich auch schon den Anruf: "Brauchst Du Dein Kind heute nachmittag??? Wir wollen alle an den Strand, wollen Pia gerne mitnehmen, aber vor 19:00 Uhr sind wir nicht wieder zu Hause" Also es muss jeder für sich entscheiden, welche Lösung die Beste ist - aber bis zur KIGA-Zeit werde ich die Tagesmutti behalten...

LG
Anja

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Re: zum Thema Tagesmutter / Marit

Antwort von Ingrid72 am 15.08.2003, 18:41 Uhr

Liebe Marit,

vielen Dank für Deine Antwort.
Aber leider muß ich hier noch was richtig stellen.
Als Tagesmutter ist man Selbstständig tätig uns sehr wohl steuerpflichtig.
Nur wenn man über das Jugendamt bezahlt wird ist es steuerfrei.
Wird man "Privat" bezahlt muß man sehr wohl den Betrag versteuern.

Hinzu kommt dann noch die Rentenpflicht von mind. 78,-- Euro.
Krankenversicherung von ca. 200,-- Euro
Haftpflichvers., Weiterbildungskosten, Telefongebühren, Werbung (Annoncen), Fachbücher ect.
Dann noch die Verpflegungskosten und anteilige Nebenkosten (Miete, Strom, Wasser, Müllgebühren usw.)

Es dürfen auch nur maximal 5 Kinder betreut werden. Unabhängig davon, ob diese nur Halbtags, oder Stundenweise betreut werden.
Es gibt auch Zeiten machmal sogar Monate, wo kein Tageskind in Aussicht ist.
Viele Tagesmütter müssen dann leider das Handtuch werfen.
Nachfrage und Angebot ist leider nicht immer im Gleichgewicht !
Viele Tagesmütter betreuen auch nur ein oder zwei Kinder.

Ich möchte die Tätigkeit als Tagesmutter nicht schlecht machen.
Ich liebe diese Aufgabe und bin mit sehr viel Angagement dabei.

Aber es gibt sehr viele Muttis die nur den Stundenlohn von z.B. 3,-- Euro sehen und dabei die o.g. "Ausgaben" nicht berücksichtigen.


Liebe Grüße
Tagesmutter Ingrid

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Re: zum Thema Tagesmutter und Lehrer :-)

Antwort von sumse am 16.08.2003, 18:22 Uhr

Meine 2jährige Tochter wird vormittags von einer Tagesmutter betreut.
Ich bin superzufrieden und sie auch!

Sie ermöglicht mir, dass ich guten Gewissens meinem Beruf als Lehrerin nachgehen kann und ich ermögliche ihr, dass sie wie gewünscht zu Hause bleiben kann, sich um Haushalt und die eigenen Kinder kümmern kann und trotzdem was verdient.

Ich zahle ihr pauschal 400 Euro monatlich, d.h. auch während der Schulferien.

Also nur positives. Und wer über TM schimpft, der muss sich
a) eine backen,
b) eine Alternative suchen oder
c) selbst zu Hause bleiben. Fertig!

Etwas noch: jemand schrieb

"Lehrer verdienen nicht gerade extrem wenig".

Lehrer müssen Abitur machen, ein mehrjähriges Studium samt anschließender Referendariatszeit absolvieren und das alles mit vernünftigen Ergebnissen abschließen. Auch mehrjährige Wartezeiten sind keine Seltenheit.

Als TaMu kann *sorrysorrysorry* jede x-beliebige Hausfrau arbeiten.

Nun, ein -auch größerer- Gehaltsunterschied ist da schon ok.

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Re: zum Thema Tagesmutter / Marit

Antwort von marit am 18.08.2003, 11:04 Uhr

Hallo Ingrid, lieben Dank für deine Richtigstellung. Du hast natürlich Recht, daß es viele Nebenkosten gibt, wenn alles so korrekt abläuft, wie du es beschreibst. Ich hatte nur bisher den eindruck, daß alles Tagesmütter, die ich bisher kennengelernt habe, entweder übers Jugendamt vermittelt werden oder "schwarz" arbeiten und nebenher noch Erziehungsgeld beziehen oder aber es nur als "Zuverdienst" zum Haupteinkommen des Partners betrachten. Als meine beste Freundin eine Tagesmutter suchte, fand sich jedenfalls keine, die ihr ihre Betreuungszeiten quittieren wollte, damit sie sie von der Steuer absetzen kann. Da ist es natürlich ein riesenunterschied, ob man drei Euro schwarz verdient oder 5 euro versteuern muß, im Zweifel kommt man mit ersterem besser weg.

Ich kann mir aber auch vorstellen, daß du anteilige Nebenkosten und Aufwände verschiedenster Art von den Steuern absetzen kannst; vielleicht kann man ja auch was in Richtung "haushaltsnaher 400-euro Job" machen, so daß du überhaupt nur einen geringen Teil versteuern müßtest?

Liebe Grüße, Marit

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