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Geschrieben von ildiko am 29.01.2003, 9:45 Uhr

vater und mutter vollzeit arbeiten - wer hat erfahrung damit? - lang -

hallo,

nur kurz zu mir: ich heisse ildiko, bin 27 jahre alt, meine tochter emma ist 15 monate.

kurz nach emmas geburt wurde ich mit meiner promotion fertig und danach erschien es mir praktisch von zu hause aus freiberuflich zu arbeiten. erstens arbeitete ich schon während der promotion freiberuflich, zweitens hoffte ich, dass ich mit emma zu hause bleiben und nebenbei auch noch bisschen geld verdienen kann. es ging aber nur kurze zeit gut. am ende kam ich gar nicht mehr zum arbeiten... deswegen geht emma seit september drei tage die woche zu einer tagesmutter. ich fande es dann aber doof zu hause zu arbeiten und habe mir eine neue stelle gesucht. ich habe jetzt ab märz eine super stelle (leider vollzeit) gefunden, die ich auch angenommen habe. ich hatte nicht gerade viel angebote (2 in 4 monaten), und keiner wollte mich teilzeit einstellen...

und jetzt frage ich mich, ob und wie ich das organisatorisch alles hingkriege, ob es nicht zu viel ist, wenn emma 5 tage die woche den ganzen tag bei der tagesmutter ist usw... die tagesmutter ist übrigens super lieb, passt insgesamt auf 4 kinder auf und emma versteht sich richtig gut mit ihr.

hat jemand von euch erfahrung damit, wenn beide elterteile vollzeit arbeiten? wie hat es denn geklappt?

lg
ildiko

 
10 Antworten:

Re: vater und mutter vollzeit arbeiten - wer hat erfahrung damit? - lang -

Antwort von nana70 am 29.01.2003, 9:53 Uhr

Leider habe ich zwar auch keine Erfahrung bisher darin, stehe aber ab Sommer haargenau vor dem gleichen Problem (hätte von mir sein können die mail) und bin gespannt auf Antworten. Irgendwie habe ich schon immer das Gefühl, dass zwar eine Reihe von Müttern arbeiten, aber selten mehr als halbe Stelle und wenn, dann ist der Vater teilweise zu Hause.
Insofern schicke ich Dir verbundene Grüße
Nicole

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Re: vater und mutter vollzeit arbeiten - wer hat erfahrung damit? - lang -

Antwort von Bobl am 29.01.2003, 11:09 Uhr

Hallo,

meine Tochter kam ebenfalls mit 15 Monaten zur Tagesmutter.
Bis dahin habe ich nur zu Hause gearbeitet - meistens nach 19.00 Uhr.
Doch es gab so viel Ärger mit meinem Chef, weil ich nie Zeit zu
Meetings etc. hatte, daß ich mich für eine Tagesmutter entschloß.

Das mit der Tagesmutter klappt hervorragend. Fällt Sie aus wegen
Krankheit etc. gibt es eine Stelle bei uns, wo ich meine Tochter dann
hinbringen kann.

Nun arbeite ich teilweise zu Hause und teilweise im Büro. Meistens
geht es recht gut, nur ab und zu habe ich Probleme mit meinem
Arbeitgeber, weil ich irgendwohin zum Kunden fliegen soll, oder
mehrere Tage auf Schulung gehen soll oder sonstigen Blödsinn.
Das will ich meiner Tocher und mir nicht zumuten.

Inzwischen habe ich festgestellt, daß ich wieder schwanger bin. Wie
es mit 2 Kindern und Beruf weitergeht, weiss ich auch noch nicht.

Grüße
Bobl

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Ja

Antwort von tinai am 29.01.2003, 17:35 Uhr

Also ich habe mir jeweils nur die 8 Wochen Mutterschutz nach der Geburt gegönnt. Mein Mann und ich haben jeder quasi unsere eigene Firma (ich allerdings in zweiter Generation) mit mehreren Angestellten. Da kann man nicht Teilzeit arbeiten. Ganz aufhören geht auch nicht. Also arbeiten.
Ich empfand es nach der Geburt meines ersten Kindes als enorme Belastung und war oft ziemlich verzweifelt (obwohl ich Betreuung geregelt hatte und trotzdem voll stillen konnte). Meinen Kindern ging es dabei aber gut und ich habe mich eben zusammengerissen.
Es gibt Phasen in denen wir beide sehr viel arbeiten müssen, wir beide können aber auch mal um 4 Schluss machen, aber eine 40 Stunden-Woche haben wir beide nicht. Da kommen REisen dazu oder Messen am Wochenende.
Es ist mitunter sehr anstrengend, besonders wenn eines der Kinder krank wird und es geht nur, wenn beide Elternteile mitmachen.
Das heißt, wir planen auch weit voraus, wenn ich wichtige Termine weiß, sage ich es meinem Mann vorher, dann hält er sich die Zeit vorzugsweise frei und schaut, dass er da nicht auch weg ist (er arbeitet dann schon, wäre aber abrufbar, wenn mit den Kindern was wäre).
Außerdem haben wir einmal die Woche noch eine Putzfrau am Freitag für 4-5 Stunden, die wieder Ordnung und Sauberkeit verbreitet und wenn ihr beide arbeitet, solltet Ihr Euch das auch überlegen. Es ist nämlich furchtbar, wenn man endlich gemeinsames Wochenende mit den Kindern hat und dann noch Hemden bügeln muss, Aufräumen und putzen, das ist dann nur noch Stress....
Wegen der steuerlichen Lage, lohnt es zwar für mich kaum, zu arbeiten (es geht eigentlich nach Abzug aller Kosten für BEtreuung etc. trotz guten Gehalts null auf null auf), aber ich könnte auch nicht nur zu Hause sein. Teilzeit mit weniger Verantwortung wäre mir manchmal lieber, aber das kann man im Familienbetrieb in Leitungsfunktion vergessen......
ABer wenn ihr beide wollt, die Tagesmutter lieb ist, dann könnt ihr das gut schaffen. Außerdem ist von April bis Ende Mai Feiertagszeit, dann hast Du grade zum Anfang auch noch durch die Feiertage etwas mehr Zeit als sonst, passt doch ganz gut dann.
Viel Glück.

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Re: vater und mutter vollzeit arbeiten - wer hat erfahrung damit? - lang -

Antwort von Schneck am 29.01.2003, 18:41 Uhr

Hallo!
Also mein Sohn ist 1 Jahr. Ich arbeite zwei mal die Woche vier Stunden. Ab März jedoch wieder den ganzen Tag. Ich habe noch einen zweiten Sohn der ist vier und geht schon in den Kindergarten. Der hat aber nur bis vier Uhr. Mein kleiner geht schon in eine KRabbelstube die jedoch nur bis 3 Uhr offen hat. Wir haben uns das jetzt wie folgt aufgeteilt:

Mein Mann fängt um sechs uhr zu arbeiten an das er um vier uhr den großen vom kg abholen an. Ich bringe beide in den KG uns fange um halb acht an zu arbeiten muß daher bis halb fünf bleiben. Meine Mutter holt den kleinen täglich um 3 Uhr ab und paßt die eine Stunde auf bis mein Mann nach Hause kommt. Naja vom Familienleben ist nicht mehr viel übrig aber das Geld brauchen wir auch. Den Kindern geht es jeweils gut im KG. Sogar der kleine fühlt sich wohl in der Krabbelstube.

Wollte dir nur sagen wie das bei uns so abläuft, und das es so auch ganz gut funktioniert.

Liebe Grüße Martina

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Kein Problem bei uns

Antwort von KarinF am 29.01.2003, 22:32 Uhr

Wir hatten viel Glück und hatten nachdem wir Alexa bereits in der 16 SSW in 20 Einrichtungen angemeldet hatten zu ihrem 1 Geburtstag 2 Zusagen für einen KiTa-Platz (in München).

Seit dem läuft es bei uns so,
ich fange um 7.00 Uhr im Büro an und arbeite 7 -7,5 Stunden (bis 14.30 mal mit mal ohne Mittagessen, mal fange ich schon um 6:45 an).

Mein Mann bringt Alexa bis 8.15 in die Krippe (inzwischen Kindergarten) und ist ab ca. 8:45 im Büro und arbeitet bis 17.00 oder 18.00 Uhr (>8,5 Stunden).

Ich hole Alexa um 15.00 ab und dann gehen wir erst einmal für 1-2 STunden Spazieren, auf den Spielplatz, zu Freunden. Um 17.30 bereitsn wir das Essen vor und um 18.00 Uhr wird meist gegessen.

Einkäufe erledigen wir entweder abends zwischen 19.00 udn 20.00 Uhr oder am Samstag. Da keiner von uns zu Hause Mittag isst müssen wir auch nicht so viel einkaufen und die Bude verdreckt auch nicht so sehr.

Wir leisten uns eine Haushaltshilfe (5 Std/Woche) für putzen und bügeln. Wir sind Saubären und putzen selber nie das Haus - wir gehen lieber zum Spielplatz als die Wohnung zu desinfizieren. Klamotten kaufen wir über den Katalog und auch andere Sachen viel per Internet.

Ich kenne viel traditionelle Vollzeitmütter die sich weit weniger mit Ihren Kindern beschäftigen - die Kinder haben zwar den ganzen Tag einen Elternteil um sich, aber nur um diesem bei der Hausarbeit zuzuschauen.

Vob der Krippe als solche (auch wenn nicht alles so läuft wie ich es mir wünsche) bin ich trotzdem restlos begeistert - für Einzelkinder ein sehr guter Ausgleich. Eine Tagesmutter mit mehreren Kindern ist sicher auch sehr gut.

Probier es aus. Euer Kind wird es Euch mitteilen, wenn die Situation nicht paßt. Garantiert. Hauptsache Ihr seid zufrieden - unzufriedene Eltern sind das schlimmste.

Servus
Karin

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danke für die antworten

Antwort von ildiko am 30.01.2003, 9:09 Uhr

hallo,

vielen dank für die ausfrühlichen antworten.
eine putzhilfe zu nehmen, habe ich mir auch schon überlegt, mein mann findet es allerdings geldverschwendung. ich werde ihn weiter bearbeiten...
früher anfangen zu arbeiten, um früher aufhören zu können, finde ich eine gute idee. das problem ist nur, dass mein mann recht viel unterwegs ist, aber wenn er zu hause, kann ich es ja machen.

KarinF: ich wohne auch in münchen, ich hatte leider kein glück mit dem krippenplatz. emma ist noch immer bei vielen krippen auf der warteliste, aber ich denke, ich bleibe jetzt bei der tagesmutter. wie schon gesagt, sie ist sehr lieb, und emma versteht sich richtig gut mit ihr. ich will sie da nicht rausreissen.

lg
ildiko

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@ildiko

Antwort von tinai am 30.01.2003, 10:29 Uhr

Er wird wegen der Putzhilfe schon einsichtig werden, spätestens, wenn er seinen Anteil beitragen muss zum Haushalt. Vermutlich erledigst Du den Löwenanteil zur Zeit.
Und mal ganz ehrlich, auch wenn man keine Kinder hätte, wenn beide Vollzeit arbeiten, vielleicht sogar über das übliche Maß hinaus, dann kann man sich doch den Luxus einmal die Woche leisten. Eher würde ich beim Ausgehen oder bei Klamotten sparen. Es geht ja nur um Grundreinigung. Es bleibt dann immer noch massig an einem selbst hängen.
Viel Glück.

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Was ich noch sagen will ...

Antwort von Ulli am 30.01.2003, 13:33 Uhr

Also ich hätte Bedenken, weil kaum ein Vollzeitjob mit 40 Stunden die Woche erledigt ist. Überstunden sind längst üblich.
Ich habe da selbst schon heftige Diskussionen gehabt, klar zwei Mal 40 Stunden ist realisierbar mit nur einem Kind. Aber bei uns nutzt es gar nichts, dass mein Mann um 7 Uhr anfängt, vor 17 Uhr ist er da niemals raus!
Ich arbeite nur 20 Stunden die Woche (leider sagt der Vertrag bis 25 pro Woche muss ich tolerieren) und da müssen meine Eltern schon mindestens 1x pro Woche einspringen. DAbei wollte ich nie so ein hin und her für die Kinder.
Mit nur einem Kind haben wir 30&40Stunden pro Woche gearbeitet (mein Mann Teilzeit) und hatten einen ganztags KiTa-Platz, wobei ganztags auch nur bis 16 Uhr ist.

Zum Thema Putzhilfe bin ich absolut Tinas Meinung, lass Deinen Mann putzen. :-)))

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Re: vater und mutter vollzeit arbeiten - wer hat erfahrung damit? - lang -

Antwort von Robin15.05 am 30.01.2003, 23:33 Uhr

Hallo!
Also ich binnach den 8 Wochen Mutterschutz auch wieder voll arbeiten gegangen. Mein Parnter war danach für 3 Monate zu Hause und hat dann auch eine volle Stelle bekommen. Bei uns läuft es ganz gut. Wenn ich von der Arbeit komme dann fährt er hin. Ich arbeite aus KInderkrankenschwester und muss auch in Schichten arbeiten. Wenn ich Frühdienst habe ist das kein Problem nur im Nachtdienst und Spätdienst muss man alles ganz genau organisieren. Dann ist er bei den Großeltern. Es ist nicht immer einfach und manchmal denke ich es wird alles zu viel aber dann beisse ich die Zähne zusammen und hoffe, dass es irgendwann anders sein wird. Wir sind beide noch ziemlich jung ( 22 und 27) und deshalb weiss ich das es irgendwann anders sein wird. Mir blutet zwar fast jeden Tag das Herz wenn ich meinen kleinen alleine lassen muss, aber ich weiss, wenn ich nach Hause komme dann leuchten mich 2 kleine blaue Augen an und der Mund zeigt sein schönstes Lächeln. Ich verbringe dann jede freie Minute mit ihm und geniesse die Zeit. Oft bleibt der Haushalt liegen, aber das ist mir dann egal. Hauptsache wir sind glücklich. Dann wird es eben später erledigt. Wir teilen uns die Hausarbeit, ansonsten würde ich es nie schaffen. Wichtig ist halt immmer,dass man weiss wo seine Grenzen sind diese erkennt und dementspechend handelt.
Oft bleibt kaum Zeit für uns als Partner, aber auch das muss man irgendwie überbrücken durch Gespräche...
Ich sage dir gleich, dass es nicht leicht ist, aber einen Versuch ist es auf alle Fälle wert und wenn es nicht klappt dann habt ihr es wenigstens versucht. Ich wünsche euch auf alle Fälle viel Glück...
Liebe Grüße

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@ Tinai

Antwort von Motte am 31.01.2003, 19:50 Uhr

Hi Tinai,

ich war gerade dabei, eine eigene Firma zu gründen, als ich schwanger wurde. Mir erschien es Wahnsinn, an dem Vorhaben trotz Baby festzuhalten, zumal mein Partner selbst Unternehmer von zwei recht stressigen Start-Ups ist und ich von ihm keine Hausmannrolle zu erwarten habe.

Ich bin jetzt in der 19 SSW und ziemlich unterbeschäftigt *mitdenaugenroll* und werde jetzt erstmal als Freiberuflerin weiter arbeiten. ToiToiToi, dass das auch klappt.

Meine Frage an Dich (sollten die dir zu persönlich sein, bitte einfach ignorieren :-) )-> hättest Du eine einfache Möglichkeit gehabt, für Deine Kinder eine eigene Firma aufzugeben, hättest Du das gemacht? Hast Du das Gefühl, dass eure Kinder genug Familie abbekommen? Zweimal Vollzeit ist eben doch etwas anderes als zweimal Unternehmer. 40 Std/Woche sind wirklich ein Traum. Bei uns kamen da doch eher jeweils 70 zusammen. Wieviel Zeit verbringt Ihr beide täglich exklusiv für und mit den Kindern?

Ich freue mich auf Deine Antwort, denn ehrlich gesagt, mein Traum von der eigenen Firma ist noch nicht wirklich aus meinem Sinn.

Gruss Motte

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