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Geschrieben von Biohuschel am 25.11.2003, 21:17 Uhr

Referendariat- Wer hat Tipps?

Ich beginne am 1.2. mein Referendariat, als Lehrerin, in Düsseldorf. Mein Sohn ist dann knapp übers Jahr. Ich machem mir jetzt schon große Sorgen ob ich das alles schaffe. Mein Freund ist beruflich meist in anderen Städten, unsere Eltern leben auch weiter entfernt. Außerdem werden mir hier bezüglich der Kinderbetreung große Steine in den Weg gelegt. Habe mich in 6 Kitas angemeldet ohne Erfolg, auch eine Tagesmutter habe ich bis jetzt nicht gefunden, obwohl ich wirklich alles unternommen habe. In Leipig, wo ich eigentlich her komme, hätte ich es da einfacher gehabt.
Wer hat Tipps und Tricks, wie ich das alles gut organisieren kann und auch meinem Sohn gerecht werde?

Christina

 
4 Antworten:

Re: Referendariat- Wer hat Tipps?

Antwort von CordulaS am 26.11.2003, 0:15 Uhr

Hi,
ich habe während des Referendariats meine Tochter bekommen. Mmh, wir haben über Aushänge im Dorf auh keine Betreuung gefunden. Unsere Perle (Putzfrau) vermittelte uns dann zufällig eine Nachbarin. Vorher hat es eine Bekannte kurzfristig übernommen.
Versuch es mal übers Jugendamt, nach unserem Umzug wurde uns von dieser Stelle aus gut geholfen! EIne Anzeige in der Zeitung brachte auch viele Angebote!
Im INternet gibt es auch Adressen?! Im Referendariat wirst du deine Vorbereitungen wahrscheinlich auf dei Abende/Nächte legen müssen!Vor Unterrichtsbesuchen ist mein Mann am WE auch schon mal mit der Kurzen zu den Eltern gefahren. Oder die Oma kam zu Besuch, oder die KLeine war auf Urlaub bei den Omis!
Viel Glück und gute Nerven
Cordi

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Re: Referendariat- Wer hat Tipps?

Antwort von Bine26 am 26.11.2003, 13:59 Uhr

Hallo Biohuschel,

ich habe das, was du vor dir hast, in genau sieben Tagen hinter mir: mein Referendariat. Ich bin übrigens in Solingen. Als ich anfing (Febr. 02), war mein Sohn 16 Monate alt. Jetzt ist er 3 Jahre und zwei Monate.

Leider kann ich dir keine rosigen Zeiten vorhersagen. Ich hoffe, dass es für dich einfacher wird, aber für mich war diese Zeit der totale Horror. Stress, permanenter Schlafmangel und ständig ein schlechtes Gewissen nach dem Motto: Wenn ich lerne, müsste ich eigentlich um meinen Sohn kümmern. Wenn ich mit meinem Sohn spiele, müsste ich eigentlich lernen.
Hinzu kam, dass mein Sohn während meiner 2. Staatsarbeit permanent krank war (teilweise mit Krankenhausaufenthalt).
Ich kann dir nur dringend raten, dich bzgl. Kinderbetreuung mindestens doppelt abzusichern, denn in der Schule wird nicht akzeptiert, dass du wegen Krankheit des Kindes fehlst, auch wenn du prinzipiell an 4 Tagen im Jahr das Recht dazu hättest.
Ich hatte arge Probleme, obwohl ich einen Mann habe und einen Vater, der nach seiner Arbeit mal abends auf den kleinen aufpassen kann. Ach ja, und da ist noch meine Schwiegermutter, die im absoluten Notfall 200 km fährt, um mein krankes Kind zu betreuen. Ansonsten hat mein Sohn einen Ganztagesplatz in einer Kita. Trotz dieses mittlerweile sehr guten sozialen Netzes bin ich vor lauter Arbeit total am Ende, denn: Während des Refrendariats wird erwartet, dass man zwei Jahre lang nur für die Schule lebt. Und das geht ja nicht, wenn man ein Kind hat.

In welcher Schulstufe bist du eigentlich? Ich bin in der Grundschule, wo das Refrerndariat ganz besonders stressig ist. Ich habe gehört, an anderen Schulformen soll es etwas moderater zugehen. Ich hoffe, das gilt auch für dich.

Alles Gute wünscht dir

Bine.

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Re: Referendariat- Wer hat Tipps?

Antwort von Henriette am 26.11.2003, 19:11 Uhr

Hallo Biohuschel,

ich habe in ganz ähnlicher Situation wie du mein Referendariat gemacht. Wieder eingestiegen bin ich, als Paul 14 Monate alt war. Begonnen hatte ich, als ich schon schwanger war, beim Wiedereinstieg hatte ich im Prinzip noch alles vor mir. Ich kann Bine insofern zustimmen, als ein weites Netz für die Betreuung deines Kindes sehr wichtig und hilfreich ist, gerade wenn dein Mann nicht immer da und eine Familie nicht in der Nähe ist. Für Paul haben wir einen Ganztageskindergartenplatz seitdem, was immer sehr von Vorteil war, da ich so auch bei Fachsitzungen, die bei uns am Nachmittag liegen oder auch bei Konferenzen etc. keine Probleme hatte. Schwierig wird es vor allem dann, wenn das Kind krank ist. Meine Schule war sehr verständnisvoll und ich konnte mich per Attest beurlauben lassen. Allerdings bedeutete das auch, dass geplante Stunden, die als Hinfürhung zu Unterrichtsbesuchen wichtig waren, nicht stattfinden konnte und damit der gesamte Plan gekippt ist. Da war eine Freundin sehr hilfreich, die mir Paul dann häufig abgenommen hat. SO gesehen kann man nicht grundsätzlich sagen, dass die Schule bzw. das Seminar Referendaren mit Kindern Steine in den Weg legen. Dass das Ref. in anderen Schulformen (s. Bine) moderater ist, halte ich ehrlich gesagt für ein Gerücht. Ich bin Gymnasiallehrerin und kann nicht gerade sagen, dass ich viel Zeit neben der Schule übrige hatte (zudem habe ich aufgrund des Erziehungsurlaubes mein Ref. in 19 MOnaten gemacht, während eigentlich 24 Monate die Regel sind). ALlerdings macht einem ein Kind auch immer wieder sehr deutlich, dass es ein Leben neben dem Ref. gibt für das es sich lohnt, Zeit einzuräumen. Natürlich fällt die meiste Vorbereitungszeit in die Abend- bzw. Nachtstunden - darüber muss man sich klar sein - aber ich habe es sehr genossen, nachmittags vor allem für mein Kidn da zu sein. VIele Kollegen ohne Kinder haben für ihre Besuche etc. abends genauso lange gesessen, ahben aber zusätzlich den ganzen Nachmittag über gearbeitet. In der Zeit hatte ich sozusagen frei. Bessere Noten als ich haben sie nicht unbedingt bekommen.

Für Fachleiter ist es sehr wichtig, dass du trotz Kind zuverlässig und engagiert arbeitest, dann machen sie am ehesten Zugeständnisse, wenn du Unterrichtsentwürfe mal nicht pünktlich abgeben kannst oder eine Fachsitzung früher verlassen musst, weil der Kiga schließt o.ä. Mine beiden Fachleiter waren sehr angetan, wie ich Ref. und Kind gleichzeitig (´gut bis sehr gut) bewältigt habe.

Ums am Ende kurz zu machen: sorge für eine 200% Organisation (Kinderbetreuung und eigene Arbeitszeit, nutze jede Ruhephase die drin ist etc.). Für mich war das Referendriat keinesfalls die schlimmste Zeit meines Lebens und mein Sohn hat sich auch bestens entwickelt!

Guten Start wünscht,

Henriette

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Re: Referendariat- Wer hat Tipps?

Antwort von biohuschel am 28.11.2003, 11:39 Uhr

Vielen Dank für eure lieben Antworten.

Es ist gut zu wissen das es andere auch geschafft haben.
Bezüglich der Kinderbetreuung bin ich noch nicht weiter gekommen. Ich hatte meinen Sohn gleich nach der Geburt in 6 Kitas angemeldt, aber ich bin halt nicht bedürftig genug. In Düsseldorf vermittelt das Jugendamt nur für Alleinerziehende. Im Internet habe ich viele Adressen usw. gefunden auch aus der Tageszeitung. Diese sind leider nur nicht alle in meiner Nähe. Ich habe gestern beim Seminar angerufen und sie können mir erst gegen Weihnachten meine Schule nennen. Am Telefon waren sie sehr nett zu mir und haben mir Mut gemacht. Die Frau hat gesagt, sie hätten auch 2 Stillmütter zur Zeit die ihre Kinder sogar mit ins Seminar bringen.Ein neues Problem ist nur aufgetaucht, dass für eine Woche vom Seminar aus wegfahren, was mach ich dann mit Marius er wird doch Weihnachten erst ein Jahr! Das Beste ist wahrscheinlich wenn mein Freund sich Urlaub nimmt.
Naja auf eine Art freue ich mich auch schon.
LG Christina
Ich hab ürbrigens Lehramt für Sonderpädagogik, Lernbehindertenpädagogik,Verhaltensgestörtenpäda und Biologie studiert, komme an eine Lernbehindertenschule. Ich habe viele Freundinnen hier die noch nicht wieder arbeiten gehen und die sind dann für die Notfalle bzw. Spielplatzbesuche zuständig.
In meiner Studienzeit mußte ich schon viel unterrichten, ca 80 Stunden, für diese habe ich alle Unterrichtsvorbereitungen mit Material usw. Ich hoffe mal, dass ich die verwenden kann.

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