Baby und Job

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Geschrieben von Koi am 05.09.2004, 22:22 Uhr

Manchmal bin ich einfach sprachlos, bezüglich....

... Reaktionen von anderen Menschen (Männern wie Frauen)
Kurz zum Verständnis: Mein Sohn ist nun 2 Jahre und 9 Monate. Ich begann wieder zu arbeiten (3 Tage die Woche, Betreuung meines Sohnes an diesen Tagen durch meine Mutter) als er 14 Monate alt war. Seit dem verblüffen mich die Ansichten von manchen Menschen.
Mal kurz zwei Beispiele (von mehreren "Vorfällen"): Eine Frau erfuhr in einem kurzen Gespräch mit mir, dass ich wieder arbeite. Sie war ganz erstaunt und meinte dann ganz "tröstend": Naja, heutzutage muss man ja wieder arbeiten gehen, damit das Geld reicht. Nun war ich dran unverständlich zu schauen. O.K mein Gehalt ist auch ein Grund, dass ich wieder arbeite, aber eben nur EIN Grund. Ich mache meinen Job gerne, ist das so außergewöhnlich?? Ich war so sprachlos, dass ich ihr nicht widersprechen konnte.
Vor kurzem traf ich einen früheren Kollegen (von vor ca. 8 Jahren) wieder. Ich war mit meinen Sohn einkaufen und er machte gerade Mittagspause. Da meinte er (ca. 35 Jahre): Du hast es gut, Du hast es hinter Dir. Wieder war ich verblüfft, was meinte er? Was habe ich hinter mir? Er zeigte auf meinen Sohn und sagte, Du musst ja nun nicht mehr arbeiten. Als ich ihm erwiderte, dass ich ja schon seit 1,5 Jahren wieder arbeite, schaute er mich ganz unverständlich an. Da ich nun keine Lust auf Grundsatzdebatten hatte, erklärte ich, dass ich nun da entlang muss und ging meines Weges. MUSS ich mich rechtfertigen, dass ich wieder arbeite?? Wird einem nur verziehen, wenn einem unterstellt wird, dass man "etwas dazu verdienen" muss? Ich dachte bisher wir leben im Jahre 2004 und nicht 1904.
Wie bereits geschrieben, dies sind nur zwei Beispiele von einigen Begebenheiten. Bin ich zu empfindlich? Plagt mich insgeheim doch der Selbstvorwurf eine Rabenmutter zu sein? Bewege ich mich geistig eventuell selbst im Jahr 1904, bin tief im Inneren eine Verfechterin der drei K´s für die Frau und bin deshalb so empfindlich?
Ich urteile doch auch nicht, wenn sich eine Frau dazu entschlossen hat, nicht mehr zu arbeiten. Wenn SIE es so möchte, ist das ja in Ordnung.
Welche Erfahrungen habt ihr so gemacht?
LG Koi

 
13 Antworten:

Das kenne ich auch...

Antwort von verena1980 am 06.09.2004, 6:19 Uhr

Hallo Koi,

deine Reaktionen kenne ich auch. Seit meine Tochter fünf Monate alt ist, arbeite ich wieder. Und nicht, weil wir das finanziell bräuchten, denn mein Mann hat mind. 2000 Euro netto im Monat. Ich bin zwar nur teilzeitbeschäftigt, aber der Grund ist derjenige: Ich arbeite gerne, ich möchte keine Vollzeitmutti sein und ich bin direkt nach der Ausbildung schwanger geworden. Außerdem hab ich meine Probezeit (2,5 Jahre als Beamtin) noch nicht geschafft und ich möchte nieeeeeee kündigen, weil ich als Beamtin mal nen sicheren Job hab, was ich von dem Job von meinem Mann nicht behaupten kann. Tja, und wer versteht das???? Nur meine beste Freundin und meine Arbeitskolleginnen. Alle Bekannten und Verwandten können das nicht nachvollziehn. Tja, das ist mir auch egal. Ich rechtfertige mich aber nicht mehr. Sollen sie doch alle denken, was sie wollen. Ich bin eh für die meisten außerirdisch, weil ich meine Tochter (14 Mon.) noch zum Teil stille, aber das ist ja ein anderes Thema...

LG Verena

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Re: Manchmal bin ich einfach sprachlos, bezüglich....

Antwort von RenateK am 06.09.2004, 9:09 Uhr

Hallo,
also ich habe solche Erfahrungen kaum gemacht, jedenfalls nicht von Leute, die ich wirklich kenne. Ich bin direkt nach dem Mutterschutz wieder Vollzeit arbeiten gegangen, mein Mann war ein Jahr in Erziehungsurlaub, dann kam unser Sohn ganztags in die Kita. Eigentlich fanden alle, die kenne es gut, wie wir es gemacht haben. So komische Bemerkungen kenne ich eigentlich nur aus den Foren.
Gruß, Renate

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Willkommen im Club...

Antwort von HeiJak am 06.09.2004, 10:07 Uhr

Hallo Koi,
das kenne ich nur zu gut.
Kleine Geschichte gefällig?
Eines schönen Sonntags - mein Freund war beruflich unterwegs - packte ich mir mein Töchterchen, damals 15 Monate alt, und ging mit einem Bekannten auf ein Weinfest. Die Kleine war wie immer schwer begeistert vom Trubel und von den Leuten und lief strahlend durch die Gegend, flirtete mit allen und jedem, ich saß gemütlich am Tisch und liess mir mein Weinchen schmecken.
Am selben Tisch sprach mich eine ältere Dame an, was für ein freundliches und offenes Kind ich da hätte. Ja ach wie nett und ach wie süß. Das hört na klar jede Mutter gern. Dann fragte mich mein Bekannter, wie es denn im Büro liefe.
Die Stimmung kippte schlagartig. Die gleiche Dame kriegte sich vor Mitleid für "das arme Kind" gar nicht mehr ein. Ja, warum denn solches??? Und MUSS das denn sein. Also, es wäre ja geradezu ein WUNDER, dass die Kleine trotzdem (!) so fröhlich ist, wo sie doch in der KRIPPE ist!!! Also, nein, also zu IHRER Zeit - das ganze ging noch eine Weile hin und her. Ja, und wo denn mein Mann sei. Ach, wir sind nicht verheiratet? Ja, dann MÜSSE ich ja arbeiten, also DAS sei na klar ganz was anderes.

BITTE???? Ich hab die Welt ebenso wenig verstanden wie Du. Und mir sehr ähnliche Fragen gestellt.

Meine Antwort war darauf: mein Kind hat einen Anspruch auf eine erwachsene Mutter, die ihre Entscheidungen selbst tragen kann - und für die Konsequenzen einsteht. Bisher läuft alles bestens. Ich habe also keinen Grund, daran irgendwas zu ändern.

Jede Entscheidung hat ihren Preis. Die Frage ist halt, welchen ich bereit bin zu zahlen. Und welchen ich für angemessen halte. Wenn ich mir mein Töchterchen ansehe, wie sie morgens strahlend in die Krippe läuft und ihre Freunde begrüßt, dann habe ich fast das Gefühl, ich würde ihr was vorenthalten, wenn sie statt dessen immer nur mit Muttern unterwegs wäre.
Und für MICH ist es auch ganz wichtig, im Beruf zu bleiben. Nicht nur des Geldes wegen (wobei ich meine finanzielle Unabhängigkeit nicht missen wollte!). Hauptsächlich wegen der Kontakte zu den Kollegen, für die täglichen grossen und kleinen Nöte des Geschäftslebens. Und nicht zuletzt, um meinen Kindern (im März werden es zwei und ich werde IMMER NOCH arbeiten gehen! ;-) ) neben einer ausgeglichenen Mutter auch das eine oder andere "extra" bieten zu können.

Geh Deinen Weg und steh dazu - schliesslich bist Du für Dein Kind auch Vorbild und solltest daher selbst entscheiden, welches Rollenbild Du ihm vorleben möchtest.
Eine Freundin von mir kam schwer ins Grübeln, als auf einem Kindergeburtstag eine Dreijährige meinte "Mamas arbeiten nicht"...

Sorry, etwas lang und wirr geworden. Ich könnte Bücher zu dem Thema schreiben...

In diesem Sinne - verständige Grüße,
Johanna

Ich weiss auch nicht, warum sich der "Mutter-Mythos" bei uns so hartnäckig hält. Jedem das seine. U

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Re: Manchmal bin ich einfach sprachlos, bezüglich....

Antwort von Mariakat am 06.09.2004, 10:22 Uhr

Liebe Koi,
ich verstehe dich, aber ich glaube, dass man grundsaetzlich im Leben das tun soll, was man fuer richtig haelt. Wenn du von dir selber ueberzeugt bist, dann bringt man das auch so rueber und dann stoert es einen auch nicht, was die anderen sagen. Meistens hab ich auch die Erfahrung gemacht, dass die anderen einen auch bewundern oder beneiden fuer ein "gelungenes Anders - Sein". Nehm es den Leuten nicht uebel, sie koennen es halt nicht anders. Ich halte mich da immer an eine Regel:
"Mit dem Mass, mit dem ihr messt, werdet auch ihr gemessen werden."
Alle sGute, Mariakat

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Dein Posting könnte von mir sein...

Antwort von tinai am 06.09.2004, 10:35 Uhr

...mir geht es genau so, habe die anderen Mails nicht gelesen, aber ich weiß, es geht eigentlich allen arbeitenden Frauen so.

Das Unverständnis ist besonders groß, wenn offensichtlich ist, dass man nicht zwingend das Geld braucht.

Aber das ist leider auch Zeitgeist. Wenn Du unten das Posting von "Schmuseziege" gelesen hast, wirst Du feststellen, dass es viel zu viele Leute gibt, die unter "Arbeit" ein notwendiges Übel, einen "Job" sehen, den man nur macht, weil man muss. Dass Arbeit auch Spaß machen kann und soll, sehen nicht viele so. Andernfalls hätte man jetzt vielleicht keine Diskussion über Zumutbarkeitsregeln, Hartz IV etc.

Gruß Tina

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Re: Manchmal bin ich einfach sprachlos, bezüglich....

Antwort von paulita am 06.09.2004, 12:53 Uhr

liebe koi

ach ja...das kenne ich auch zu genüge! ich arbeite nicht nur seit unser sohn 6 monate alt ist, ich pendle auch noch beruflich fast jede woche für 2-4 tage die woche weg. da habe ich schon sprüche gehört, du glaubst es nicht! standard sind z.b. die erzieherinnen im kiga, die (vor den ohren meines sohnes!) gerne mal mitleidig sagen: "ach, die mama ist ja auch mal wieder da".
allerdings passiert mir das im alltag nicht so extrem häufig, weil es in meinem umfeld (uni, wissenschaft)zum guten ton gehört, dass man sich dazu nicht negativ äußert. aber an vielen kleinen kommentaren und vor allem anhand der postings z.b. in den rub-foren oder überhaupt in den zeitungen usw., merke ich doch, dass deutschland sich in bezug auf mütter immer noch am bürgerlichen ideal der nur-hausfrau aus dem 18. jahrhundert orientiert. das ist in anderen ländern absolut anders. ob in laterinamerika, in frankreich oder spanien: die können immer überhaupt nicht fassen, wie mies z.b. die grundschul-zeiten in D sind. wirklich. es ist schwer zu erklären, dass das bildungssystem, der arbeitsmarkt und die sozialversicherungs- sowie steuersysteme in deutschland eigentlich darauf bauen, dass mutti daheim ist.

nimm es mit humor. oder schnapp auch mal zurück. oder mach es wie ich: nenn dich feministin und die leute lassen dich in ruhe, als ob du eine ansteckende krankheit hättest. :-)
lg
paula

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Hmmm, fand das nicht so tragisch ...

Antwort von Ulli am 06.09.2004, 13:35 Uhr

Hm, so schlimm fand ich das jetzt nicht. Solche Sprüche sind halt immer da, die nicht arbeitenden Mamis müssen sich rechtfertigen und mit Leuten ab 60 red ich diesbezüglich sowieso nicht. Meine Oma (86) erzählt ja auch immer vom Reichsarbeitsdienst.
Selbst wenn jemand ein Problem damit hat, dass wir arbeiten. Ist das unser Problem? Je mehr wir uns mit so dummen Ansichten auseinandersetzen umso mehr Zeit und Nerven verschwenden wir.
Ehrlich - ich versuch mir immer zu sagen: Die haben das Problem, ich nicht.
Zugegeben ist nicht immer einfach ruhig zu bleiben. ;-)
Gruß,
Ulli

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Re: Manchmal bin ich einfach sprachlos, bezüglich....

Antwort von Schwoba-Papa am 06.09.2004, 15:16 Uhr

Menschen denken in Schubladen. Und Mitleid gibt´s umsonst-Neid muß man sich verdienen. Der Typ z.B. sieht ein
Kind u.U. als Mittel zum Zweck nicht mehr arbeiten zu müssen. Hä ? Widerspruch an sich !

Aber leider sind unsere aller Biographien zu individuell als das man
Verständnis von außen erwarten kann.

Deswegen ist es vielleicht besser sich zu wundern und zu freuen (ich kann arbeiten), als sich Vorwürfe zu machen oder sich ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen. Du bist nur dir und Deinem Kind Rechenschaft schuldig.

Grüßle

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Re: Manchmal bin ich einfach sprachlos, bezüglich....

Antwort von biohuschel am 06.09.2004, 17:22 Uhr

Danke das du dieses Thema einmal zur Sprache bringst. Ich muss zwar noch mein Referendariat zu Ende bringen aber ich gehe nicht deshalb arbeiten.
Ich arbeite, weil es für mich selbstverständlich ist und zum Leben gehört wie Kino, Ausgehen usw.
Ich bin ja in der DDR ausgewachsen und ich kenne auch nichts anderes und habe echt meine Probleme mit den Äußerungen.
Eine Freundin hat letztens gesagt, sie muss nicht arbeiten ihr Mann verdient genug... Aber das ist ja nicht mein Grund. Nur verstehen das so wenige!!!
LG an alle Unverstandenen

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Danke, für die vielen Antworten

Antwort von Koi am 06.09.2004, 21:58 Uhr

Schade, dass doch viele immer noch auf dieses "Unverständnis" treffen.
In meinem engeren Umfeld (Freunde, Familie und direkte Kollegen) ist es eigentlich selbstverständlich. Deshalb bin ich so vewundert wenn ich auf solche Meinungen treffe. Selbst für meine Eltern (65 und 70 Jahre) war es ganz klar, dass ich wieder arbeite.
LG Koi, die keine Rabenmutter ist.

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Re: Manchmal bin ich einfach sprachlos, bezüglich....

Antwort von crisgon am 08.09.2004, 10:58 Uhr

Oh ja...das Problem kenne ich. Ich habe wieder angefangen zu arbeiten, als mein Sohn 5 Monate alt war, Vollzeit. Für mich ist es selbstverständlich, bin selbst Spanierin, und dort ist es absolut normal, jede Frau geht nach dem Mutterschutz wieder arbeiten. Mein Mann hat mich auch sofort unterstützt. Aber die restliche Umwelt hier in Deutschland kann es überhaupt nicht verstehen. Meine Schwiegermutter wäre fast in Ohnmacht gefallen, als sie es gehört hat. Und auch viele Bekannte hier kapieren es gar nicht. Vor allem weil sie wissen, dass ich es nicht aus Geldgründen mache, da mein Mann Geschäftsführer einer großen Firma ist und ausreichend für uns allen verdient. Aber ich möchte auch mein eigenes Geld verdienen, und aus dem Haus kommen. Nur zu Hause wäre ich nicht glücklich. Und meinem Sohn geht es hervorragend, er hat eine Kinderfrau, und es klappt wunderbar. Manchmal bekomme ich schlechtes Gewissen...ist wohl der Einfluss von den Leuten...aber zum Glück bin ich sehr häufig in Spanien, und da merke ich wieder dass es absolut normal ist zu arbeiten!
Im Übrigen können meine Verwandte und Freunde in Spanien gar nicht verstehen, dass Deutschland in dieser Beziehung so weit hinterher ist!
LG
cristina

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Am meisten ärgert mich, dass ein Mann so etwas nie gefragt wird

Antwort von Monika13 am 08.09.2004, 12:52 Uhr

Meiner Ansicht nach brauchen Kinder Mutter und Vater. Klar muss jemand auch Geld verdienen. Es gibt für mich aber keinen nachvollziehbaren Grund, warum es vollkommen okay ist, dass Männer sich trotz kleiner Kinder voll und ganz dem Beruf widmen. Für mich wäre die beste Lösung, wenn beide sich halb den Kindern und halb dem Beruf widmen. So haben die Kinder zu beiden eine intensive Bindung, beide widmen sich dem Haushalt und es wird der Haushalt nicht plötzlich Frauensache. Außerdem wird so auch verhindert, dass die Mutter auch im Urlaub, Wochenende etc. einziger Ansprechpartner für die Bedürfnisse der Kinder ist und so nie Urlaub hat und ihre Bedürfnisse erfüllen kann.
Leider ist das ein Wunschtraum und fast nie realisierbar (Ich kenne nur zwei Paare, die das so machen.) Oft verdient der Mann mehr (bei uns ist das umgekehrt) und dass beide teilzeit arbeiten ist meist aus beruflichen gründen (trotz Recht auf Teilzeit) nicht drinnen.
Aber die Hoffnung gebe ich noch nicht auf, dass sich das mal ändert.

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Re: Am meisten ärgert mich, dass ein Mann so etwas nie gefragt wird

Antwort von marit am 08.09.2004, 14:20 Uhr

Dazu habe ich auch eine Anekdote zum besten zu geben, die mich rasend macht. Bei uns war eine Mitarbeiterstelle zu vergeben, für die nach Bewerbungsgesprächen 2 Bewerber in Frage kamen, ein Mann und eine Frau, beide mit einem kleinen Kind und frisch verheiratet. Obwohl sich beide in einer identischen Familiensituation befunden haben, hat der Mann die Stelle bekommen, mit dem internen Argument, er habe ja nun schließlich eine Familie zu versorgen, während die Frau "bei einem so kleinen Kind mit einer Vollzeitstelle langfristig eh überfordert" sei. Da könnte ich die Wände hochgehen, wenn ich so etwas höre.

Mein Mann ist meiner Mutter immer noch nicht ganz geheuer, sie hält ihn insgeheim für einen Heiratsschwindler (obwohl wir seit nunmehr fast 4 Jahren sehr glücklich verheiratet sind), aus dem einzigen Grund, weil ich mehr verdiene als er. Sie findet es unmöglich, daß er "auf meine Kosten lebt". Als ich ihr entgegnete, daß sie sogesehen seit über 30 Jahren "auf Kosten meines (inzwischen toten) Vaters lebe" und ihre Witwenrente gerne einer Wohlfahrtsorganisation zur Verfügung stellen könnte, um sich wieder selbst zu versorgen, war sie natürlich tödlich beleidigt.
Manchmal möchte man 2/3. der Menschheit einfach nur so lange schütteln, bis sie zur Vernunft gekommen sind. Wegen dieser unglaublichen kleinen Begebenheiten, denen wir täglich ausgesetzt sind, kochen die Diskussionen mit sogenannten Vollzeitmüttern ja immer so hoch, die natürlich erst recht in diese Kerbe hauen.

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