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Geschrieben von Tomba am 03.11.2003, 10:13 Uhr

Kita - Gewissenskonflikt

Hallo,
ich habe das "Glück" einen Halbtagsjob ab Januar und ab sofort einen Kita-Platz für mein 8 Monate jungen Sohn zu haben. Ich bringe ihn seit 2 Wochen für 4 Vormittage bereits dorthin. Leider plagen mich furchtbare Gewissensbisse und Zwiespaltsgefühle. Wenn ich ihn mittags abhole, habe ich für den restlichen Tag ein anderes Kind. Ich habe das Gefühl, die Bindung zwischen mir und meinem Baby geht verloren und habe furchtbare Ängste, einen Teil von mir abzugeben. Ich werde richtig krank darüber. Ich denke darüber nach, alles hinzuschmeißen, damit mein Baby bei mir bleibt. Bilde ich mir alles nur ein oder glucke ich über meinem Kind ? Wer hat Erfahrungen und kann mir helfen.

Liebe Grüße
Gigi

 
6 Antworten:

Re: Kita - Gewissenskonflikt

Antwort von RenateK am 03.11.2003, 10:30 Uhr

Hallo,
was meinst Du mit "habe ich für den Rest des Tages ein anderes Kind"? Fühlt er sich nicht wohl in der Kita? Falls es das nicht ist, liegt es an Dir, auch wenn sich das hart anhört, und Du musst da durch. 8 Monate ist ein gutes Alter für die Kita, unser Sohn war schon 13 Monate, aber mehrere Kinder in seiner Gruppe haben auch mit 8 Monaten angefangen.
Gruß, Renate

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Re: Kita - Gewissenskonflikt

Antwort von paulita am 03.11.2003, 10:41 Uhr

liebe gigi

na, das ist ja eine schwere zeit für dich. kopf hoch und blick frei für die realitäten!
wenn du den eindruck hast, dein kind fühlt sich in der kita NICHT wohl, dann solltest du was ändern. vielleicht liegt es an der einrichtung?
wenn du aber sowieso gewissensbisse hast, dann musst du nochmal in dich gehen und dich fragen, ob du wirklich arbeiten willst/musst. das geht nämlich nur, wenn man davon überzeugt ist. unser sohn kam mit 6 monaten zu einer tamu und es hat wunderbar geklappt. gewissensbisse hatte ich damals keine. später schon, aber das ist ein anderes thema und hat nichts mit meiner beruftätigkeit direkt zu tun. egal. jedenfalls musst du genau sortieren, was dein kind dir signalisiert und was du selbst an (vor-)urteilen und ängsten in dir hast - unabhängig von deinem sohn. je mehr du mit dir haderst und dich schlecht fühlst, umso mehr wird auch dein kind sich mit der situation unwohl fühlen.
kopf hoch!
lg
paula

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Re: Kita - Gewissenskonflikt

Antwort von HeiJak am 03.11.2003, 13:10 Uhr

Hallo Gigi,

ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschliessen: ich glaube, DEINE Einstellung zur Kita und zum "abgeben" überträgt sich auf Dein Kind. Ist es für Dich in Ordnung und eine gute Lösung, wird sich auch Dein Kind damit wohl fühlen. Hast Du ein Problem damit, wird es das merken - und auch eines kriegen.

Ich habe meine Tochter mit vier Monaten drei Tage die Woche ganztags zu einer Tagesmutter gebracht, seit einer Woche haben wir einen Krippenplatz. Die Kleine (jetzt gut 8 Monate alt) geniesst das Spielen in der Gruppe und macht null Probleme. Für mich ist es die optimale Lösung, die ich mir immer gewünscht habe. So hat sie Unterhaltung und "Programm", lernt, mit anderen Kindern in einer Gruppe zurecht zu kommen; ich kann in meinem Beruf bleiben (3 Tage pro Woche) und habe trotzdem noch Zeit für mich. Wie gesagt: meine Traumvorstellung.
Die Zeit, die wir gemeinsam verbringen, gehört dann aber auch komplett uns!! Wir beschäftigen uns dann sehr intensiv miteinander und fühlen uns alle pudelwohl dabei.

Und DAS ist das eigentlich wichtige!! Ihr ALLE müsst Euch wohl dabei fühlen.

Kopf hoch! Probiert's mal eine Weile aus.

Alles Gute,
Johanna

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Re: Kita - Gewissenskonflikt

Antwort von nispi am 04.11.2003, 13:25 Uhr

Meine Tochter ist mit 7 Monaten in die Kita gekommen.
Anfangs mussten wir uns beide daran gewöhnen, aber jetzt, mit 1,5 jahren ist es eine fantastische zeit für sie.
ich bin so froh dass sie in einen wirklich guten kindergarten geht und sooo viel mit anderen kindern zusammen ist.
ich könnte ihr all das zu hause nicht bieten. die kinder profitieren auch in dem jungen alter schon, wenn sie zu einer kindergruppe dazugehören.

du wirst sehen, mit der zeit wird es dir besser gehen und dein kind wird am nachmittag gar ncith mehr nach hause wollen!

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Re: Kita - Gewissenskonflikt

Antwort von Sylvia1 am 05.11.2003, 13:34 Uhr

Hallo Tomba,
nur kurz, ich hab jetzt nicht so viel Zeit ...

Meine Tochter kam auch mit 8 Monaten ganztags (maximale Betreuungszeit 07:30 - 16:30 Uhr) in eine kleine altersgemischte Gruppe in eine Kita und sie ist bis heute (wird im Februar schon 6 Jahre alt) in ihrer Gruppe. Wir haben wirklich sehr gute Erfahrungen mit dieser Betreuungsform gemacht. Es war die richtige Entscheidung, dass kann ich jetzt, nachdem sie über 5 Jahre dort ist, wirklich guten Gewissens sagen.

Ich habe hier schon häufiger über meine diesbezüglichen Erfahrungen berichtet. Du kannst meine alten Beiträge und auch viele andere zu dem Thema schnell wiederfinden und nachlesen, wenn du oben rechts in des Suchfenster in diesem Forum Suchworte wie "altersgemischt", "fremdbetreuung", "ganztags" ... usw. eingibst.

Mach dir nicht zuviele Sorgen (ich weiß, ist leichter gesagt als getan ;-)), wenn die Einrichtung gut ist, dann ist das eine sehr gute Sache. Einen Tipp möchte ich dir allerdings von Anfang an mitgeben: Bemühe dich von Anfang an um ein gutes Verhältnis zu den Erzieherinnen, zeige Interesse an der Gruppe und an der Einrichtung als solches und daran, was dort gemacht (Aktionen, Feste ...) wird usw. Frage immer nach, wenn du Fragen hast und wenn du irgendwann mal meinst, irgendwas läuft nicht so gut, rede mit den Erzieherinnen drüber und ersticke so Probleme oder Konflike (die immer beim regelmäßigen Zusammensein unterschiedlicher Indidviduen sich ergeben können) sofort im Keim. Miteinander Reden hilft immer, glaube es mir.

Viele Grüße & alles Gute,

Sylvia
+ Vorschul-Kita-Kind Antonia

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Re: Kita - Gewissenskonflikt

Antwort von Michael am 06.11.2003, 13:49 Uhr

Hallo Gigi,

ich gehe wieder 4 Tage die Woche arbeiten (von 7-12.00 Uhr) seit meine Tochter 6 Monate alt ist. Die Betreuung übernimmt der Opa bei uns zu Hause.
Der Anfang war schlimm für mich und mir ging es wie dir. Katharina schlief auch nicht mehr durch und ich redete mir auch ein, sie ist ein anderes Kind, seit ich arbeiten gehe. Ich habe auch mit meinem KA darüber gesprochen und der meinte, es liege rein an mir und meiner Unsicherheit. Es war schwer für mich das einzusehen und auch was daran zu ändern. Schließlich musste ich lernen loszulassen und alles etwas gelassener zu sehen. Außerdem berichtete auch der Opa, dass meine Tochter glücklich mit ihm ist und mich auch in keinsterweise vermisst. Anfangs war selbst das für mich schwer, der Gedanke: Sie kommt ja auch ohne mich aus.Ich befolgte den Rat des KA mich in der Zeit, mit der ich mit ihr zusammen bin, sehr intensiv zu beschäftigen. Da können auch mal die Fenster schmutzig bleiben und die Küche unaufgeräumt. Und du wirst es nicht glauben, es hat funktioniert. Heute ist meine Tochter 13 Monate alt und ich kann das Arbeiten gehen direkt manchmal genießen.
Wenn ich nach Hause komme, sitzt sie mit Opa im Wohnzimmer und winkt mir freudig entgegen. Es hat bis jetzt noch keine Tränen gegeben.
Natürlich ist das bei dir mit der Kita etwas schwieriger. Deshalb vergewissere dich bei den Erzieherinnen, ob in der Zeit wo du weg bist, alles in Ordnung ist, bzw. wie sich dein Kind verhält.
Ich denke, dass du wie alle Muttis, die schnell wieder arbeiten gehen, da einfach durch musst. Und wenn Du das geschafft hast, kannst du auch mächtig stolz darauf sein.(Ich bins auch!)

Also Kopf hoch und mit viel Mut wirst du es schaffen.
Grüße
Lucia

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