Baby und Job

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Geschrieben von sabrina2000 am 13.09.2004, 9:18 Uhr

Ich finde es irgendwie traurig ...

... daß heute anscheinend die Zeiten wirklich so sind, daß die Mamas bald nach der Geburt oder spät. nach 1,5 Jahren wieder arbeiten gehen muß und die Kinder dann gleich in eine Krippe oder Kita kommen.

Irgendwie hab ich da eine ganz andere Auffassung, Lebenseinstellung. Ist doch schon schade, oder ist das wirklich von den Müttern so gewollt - vermutlich nicht.

Ich meine, man muß ja nicht lebenslänglich Vollzeit-Mama bleiben, aber wenn das Kind in den ersten Jahren bis es 4 ist nicht in eine öffentl. Einrichtung gehen muß, sondern halt entweder bei Mama selbst, oder wenn möglich Oma, Opa, Tante bleiben könnte, fände ich das schon wesentlich besser.

Hier bei uns gibt es sowas nicht, daß Kinder mit 8 Wochen in eine Krippe kommen von 8.00-17.00 Uhr, deshalb ist mir das sowas von weltfremd. Ja, wir wohnen in einem idyllischen Ort auf dem Land in Ö und bei uns gibt es auch 2,5 Jahre Kindergeld und natürlich Familienbeihilfe bis zur Volljährigkeit, macht in Summe in den ersten 2,5 Jahren ca. 550,-- EUR/Monat. Da wohnen wir schon in einem gelobten Land von daher - wenn ich so die Nachbarsländer betrachte wie Frankreich, Spanien, die kriegen wirklich keine Unterstützung. Wie es in Deutschland ist, weiß ich jetzt nicht genau.

Hier bei uns gibt es 1 Kiga im Ort, wo Kinder ab 4 Jahren genommen werden und zwar von 7.00-13.00 Uhr und natürlich hat dieser auch in den Ferien (15 Wochen im Jahr insgesamt) geschlossen!!!

Ich finde es halt schon schade, daß es immer extremer wird und wenn ich hier im Forum lese, daß Mütter nach 8 Wochen nach Geburt wieder arbeiten gingen, tut mir das wirklich leid für die Kinder.

Wie gesagt, es liegt wohl nicht an den Müttern, sondern eher an der Gesellschaft an sich, dem Staat und der finanizellen Unterstützung, aber ich finde, daß die Entwicklung in KEINE positive Richtung geht und wenn immer mehr Kitas oder Krippen eröffent werden, wird das Problem dadurch nicht gelöst. Außerdem wehre ich mich auch sehr, wenn die Krippe ab Babyalter schöngeredet wird, daß dies das beste für ein Kind sei, denn das ist es definitiv nicht!

 
52 Antworten:

?????????

Antwort von Hasemann am 13.09.2004, 9:24 Uhr

Hallo,
woher willst du das wissen, habt ja keine Erfahrung damit in Ö? Ich will Fakten, fakten, fakten...
LG Andrea

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Re: ?????????

Antwort von sabrina2000 am 13.09.2004, 9:34 Uhr

Was willst Du für Fakten. Das sagt einem doch der normale Hausverstand, daß ein Baby von 8 Wochen zur Mama gehört und nicht in eine Krippe!!!Ich finde das wirklich schade, daß es sich so in diese Richtung entwickelt und auch noch schöngeredet wird! Und ich meine, für was haben wir denn hier in Ö 2,5 Jahre das Kindergeld, wenn es nicht besser für die Kinder wäre, solange daheim bleiben zu können. Dann bräuchten wir das ja gar nicht - wäre eine enorme Einsparung für den Staat, denn das sind Millionen!!!

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Mach mal ne Langzeitstudie!!

Antwort von lumaca_li am 13.09.2004, 9:35 Uhr

Ich finde, es gibt in D viel viel zu wenig Krippenplätze. Mein SOhn kam mit 1 1/2 in den Kiga und ich war saufroh, dass ich den Platz bekommen hatte, zuhause fiel ihm die Decke auf den Kopf.
Um deine Theorie zu belegen, Babys und Kleinkinder seien zuhause am besten aufgehoben, müsstest du das in einer Lanzeitstudie austesten.
Letztendlich sollte jede Frau/Mann selbst entscheiden können, ab wann sie wieder arbeiten möchte. Schade, dass das durch die geringe Anzahl der Plätze vielen verabut wird. Sicher gibt es auch in Ö Eltern, die sich mehr und ausgedehntere Plätze wünschen.
Soviel erstmal von mir, Gruß,
lumaca

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Re: Mach mal ne Langzeitstudie!!

Antwort von sabrina2000 am 13.09.2004, 9:51 Uhr

Natürlich kann jede Frau frei entscheiden, wann sie wieder arbeiten gehen möchte. Aber ich denke, von den meisten Frauen ist das KEIN freier Entschluß, denn viele müssen arbeiten gehen, obwohl sie nicht mögen, weil sie das Geld brauchen. Und da finde ich eben, ist der Staat schuld und müßte es mehr unterstützen, so wie eben bei uns und nicht ständig mehr Krippenplätze schaffen. Das ist die falsche Richtung meiner Meinung nach.

Also Langzeitstudien - irgendwie müßten dann hier bei uns in Ö alle Leute Probleme haben, weil es das wie gesagt bei uns (außer in Großstädten, aber auf dem Land sicher nicht) einfach nicht gibt und auch nie gegeben hat!

Ich finde, wer Krippenplätze nützt sollte dazu stehen und eben sagen, daß er lieber arbeiten geht als beim Kind bleibt, daß er das Geld braucht oder was auch immer, aber NICHT, daß die Krippe das beste und schönste für ein Kind ist.

Mittlerweile ist es ja schon so, daß man sich als Mutter, die das Kind erst spät (mit 4) in den Kiga schickt, rechtfertigen muß und als Rabenmutter dasteht - es wird versucht, den Spieß umzudrehen und das find ich schon arg!

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Re: Mach mal ne Langzeitstudie!!

Antwort von RenateK am 13.09.2004, 9:51 Uhr

Das von Sabrina ist nun wirklich überhaupt nicht sachlich untermauert. Verschiedenes stößt mir da auf. Ich bin auch nach 8 Wochen wieder Vollzeit arbeiten gegangen, das erste Jahr war unser Sohn bei seinem Vater. Wenn ich dann höre, ein Baby gehört zur Mutter, da krieg ich schon zuviel, was ist denn mit den Vätern??
Mit 8 Wochen in die Krippe wäre mir persönlich auch zu früh gewesen, aber mit so mit einem Jahr in eine Kita finde ich optimal, die Kinder haben so viel mehr Möglichkeiten als zu Hause, vor allem den Kontakt mit anderen Kindern. Früher gab es doch viel mehr Großfamilie, in der Familie meiner Großmutter gab es 11 Kinder, das ist ja dann praktisch wie eine Kita, aber mit 1 oder 2 Kindern 3 Jahre oder 4 Jahre zu Hause ist mir völlig unvorstellbar und ich es auch schlimm für die Kinder.
Gruß, Renate

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Dank guck mal über Deinen geblümten Tellerrand hinaus...

Antwort von tinai am 13.09.2004, 9:53 Uhr

..Es gibt Mütter, die wollen arbeiten. Ich kenne kein einziges Kind, dass mit 8 Wochen in eine Tageseinrichtung kam, selbst wenn die Mutter zu diesem Zeitpunkt wieder arbeiten ging (aber es ist unwidersprochen, dass es das wohl hin und wieder gibt, in der Kita meiner Kinder bis heute nicht, schon weil es keine Plätze gibt). Ich ging übrigens auch wieder so früh arbeiten.

Warum muss es die Oma sein, warum darf es nicht eine Tagesmutter sein? Keine Mutter überlässt Ihr Kind "irgendwem". Jede schaut ganz genau, wem sie es anvertraut und keine macht es sich leicht. Und die wenigsten "müssen" das tun. Wir sind in Deutschland auch so abgesichert, dass man zumindest bei Einschränken des Lebensstandards schon meist zu Hause bleiben kann.

Aber Arbeit ist keine Strafe. Das Mütter 24 Stunden um die Kinder sind, ist auch noch ga rnicht so lange USUS sondern erst Anfang des letzten Jahrhunderts eingeführt worden, weil es keine Hausangestellten mehr gab und im 3. Reich die Mütter hochstilisiert wurden.

Nein, ich lasse mir keine "vernachlässigten" Kinder einreden. Es ist nicht leicht, Arbeit und Kinder so unter einen Hut zu bringen, das man beidem gerecht wird und da ist sicherlich noch viel zu tun.

Deine pauschale Bemitleidung solcher "fremdbetreuter" oder noch schlimmer "abgeschobener" Kinder ist jedoch sehr undifferenziert.

Abgesehen davon verstehe ich nicht ganz, was Du uns eigentlich sagen willst.

Appelierst Du daran, dass wir arbeitende Mütter zu Hause bleiben? Soll es ein politisches Statement sein?

Gruß Tina

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Holleradüüüüliiiööööh

Antwort von Schwoba-Papa am 13.09.2004, 9:53 Uhr

Ja bei unserem Nachbarn da herrrscht halt noch Idylle. Da sitzen die glücklichen Kinder auf den glücklichen Kühen ... usw.
... und die Welt endet am Ende des Tals.
Aber leider besteht der Rest von Westeuropa nicht aus "idyllischen Orten auf dem Land." Auch wohnt oft die Oma nicht drunter und die Tante daneben.

In unserem "ungelobten" Land wird aber keine Mutter vom Staat zur Arbeit gezwungen, arbeitende Mutter haben ihre Gründe dafür!

Hier in diesen Foren gibt es genügend Beispiele, die Dir die Gründe warum sie arbeiten gerne erläutern können.
Frag doch mal nach und informier dich, statt nur Parolen zu posten.

Grüßle

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Grüß Gott Schwoba-Papa

Antwort von tinai am 13.09.2004, 9:55 Uhr

Du hast es schön auf einen Punkt gebracht.

Und mein "Betreff" ist auch nur einzeilig.

Ade, jetzt wird "geschafft".

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Re: Mach mal ne Langzeitstudie

Antwort von sabrina2000 am 13.09.2004, 9:56 Uhr

OK, Renate. Mit das BAby gehört zur Mutter - könnte man natürlich auch den Vater meinen. Da hab ich mich falsch ausgedrückt. Ich meinte damit, ein Baby mit 8 Wochen gehört NICHT in eine Krippe!

Aber meine Frage - warum tut Dir ein Kind leid, das bis 4 Jahre daheim ist? Es gibt ja außer Krippe/Kita noch genügend weitere Möglichkeiten für ein Kind. Es gibt div. Clubs, Kurse, Sportvereine usw. usw. wo die Kinder sich treffen können - regelmäßig, aber eben nicht von morgens 8.00-17.00 Uhr? Warum tut Dir ein Kind leid, das in einer geborgenen Umgebung aufwächst.
Heißt es für Dich, wenn ein Kind bis 4 Jahre daheim ist, daß es dann 4 Jahre keinen Kontakt zur Außenwelt hat und keinen Kontakt zu anderen Kindern????Verstehe ich jetzt auch nicht!

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Re: ?????????

Antwort von Schwoba-Papa am 13.09.2004, 10:04 Uhr

Hi Sabrina,

Hausverstand - das ist es ! Dieses Wort hab ich gesucht ! °-)

Wir Piefkes bauen mit dem Kindergeld
Häuser und verjubeln es im Urlaub in A, damit dort alle Mütter Zuhause bleiben können ?
Außerdem zahlt eine Arbeitende Mutter in D Steuern, mehr als sie Kindergeld bekommt.
Wir schieben unsere Kinder gerne ab und wenn wir dürften täten wir sie sogar verkaufen - so geldgierig und
Kinderunlieb sind wir !

Grüßle

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Mein Kind wächst in einer geborgenen Umgebung auf

Antwort von RenateK am 13.09.2004, 10:04 Uhr

nämlich bis vor den Sommerferien tagsüber in einer sehr guten Kita (seit er 1 Jahr alt ist) und seit den Sommerferien in einer guten Grundschule und nachmittags in einem Hort mit 2 Erzieherinnen auf 20 Kinder. Ich möchte mal wissen, was daran nicht geobrgenen ist. Mir tun Kinder leid, die bis sie drei oder womöglich vier sind immer an Mamas Rockzipfel hängen. An der Kita finde ich vor allem wichtig, dass eine Gruppe von Kindern ist, wo eben keine Eltern dabei sind und das regelmäßig. so dass richtige Freundschaften entstehen können (das passiert bei Treffen ein- oder zweimal in der Woche nicht).
Gruß, Renate

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Auch Grüß Gott Tinai

Antwort von Schwoba-Papa am 13.09.2004, 10:05 Uhr

Ärmel hoch und durch !

Grüßle

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Renate

Antwort von sabrina2000 am 13.09.2004, 10:18 Uhr

Renate, ich verstehe es nicht ganz. Willst Du damit sagen, daß ALLE Kinder hier bei uns irgendwie arm dran sind, daß sie alle keine Freunde haben und an Mamas Rockzipfel hängen. Das kannst Du doch nicht so pauschal sagen. Mein Sohn hat viele Freunde und das obwohl er bisher nicht in den Kiga ging oder in eine Kita kam. Unvorstellbar? Nein, was glaubst Du denn, was Mamas so tun, wenn sie daheim sind (oder zumindest nachmittags daheim sind), es bauen sich viele Kontakte zu anderen Müttern auf - sei am Spielplatz, im Schwimmbad wodurch Freundschaften entstehen - zwischen den Müttern und gleichzeitig zwischen den Kindern.

Und wenn ein Kind später in den Kiga kommt, kann es dann dort nicht ebenfalls Freundschaften schließen??? Also es stehen alle Möglichkeiten offen.

Und Geborgenheit in einem Hort kannst wohl kaum mit Geborgenheit in der eigenen Familie vergleichen???? Nein, das ist genau das schönreden, wovon ich nix halte, tut mir leid.

Eins geb ich aber doch offen zu, mein Sohn hängt bestimmt mehr an meinem Rockzipfel, als Kita-Kinder. Aber er wird sich - genauso wie wir als wir Kinder waren - von selber mit der Zeit lösen. Und ich als Mama finde es eigentlich nicht schlimm, wenn mein kleiner Sohn mich liebt und an mir hängt. Diese schöne Zeit hört ja sowieso von selbst auf und kommt nie wieder - schließlich und endlich ist mein Sohn ja 4 und nicht 18 und von daher finde ich das wirklich nicht schlimm...

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Re: von wegen...

Antwort von limace am 13.09.2004, 10:24 Uhr

Bin gerade dabei, mich für eine Psych-Prüfung mit dem Thema Bindungstheorien auseinanderzusetzen. Es ist bewiesen, dass Kinder, die frühzeitig in Hort /Kiga gehen, eine ebenso sichere Bindung zu den Eltern aufbauen können wie wenn sie den ganzen Tag mit ihnen zusammen sind. Mir persönlich kommt es so vor, als könnte ich die Zeit (spätnachmittag, abend und Wochenende), die ich mit meinem Sohn verbringe, viel mehr genießen als wenn wir den ganzen Tag zusammensind. Und er hat davon auch viel mehr.
Von wegen Geborgenheit gibt es nur zuhause....Mach erstmal verschiedene Erfahrungen, bevor du über andere urteilst!
l.

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Re: Renate

Antwort von RenateK am 13.09.2004, 10:26 Uhr

Hallo,
also ich habe klar nichts dagegen, wenn jemand mit seinem Kind drei Jahre zu Hause bleiben will (länger halte ich für sehr bedenklich), aber dann muss man anders für Selbständigkeit sorgen. Ich kenne massenhaft zwei- und dreijährige, die gehen ohne Mama nirgens wo hin, das finde ich schlimm und das muss nicht sein.
Unser Sohn liebt uns übrigens auch und hat natürlich seine Familie, ich verstehe nicht wie Du eine Kita und die Familie gegeneinander setzen kannst.
Gruß, Renate

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Re: Renate

Antwort von sabrina2000 am 13.09.2004, 10:32 Uhr

Renate, warum hältst Du länger als 3 Jahre daheim für bedenklich???

Und was findest Du so schlimm daran, wenn 2jährige ohne die Mama nicht wohin gehen wollen??? Hallo - es sind 2jährige Kinder, nicht 20jährige? Warum muß ein Kind heute mit 2 Jahren selbständig sein???Das finde ich total übertrieben - ehrlich. Laß doch ein Kind Kind sein! Ich meine, mein Sohn muß auch mit 6 noch nicht alleine auf Urlaub fahren und mit 8 sich eine Wohnung suchen? Das verstehe ich nicht!

Und warum ich Familie und Kita gegeneinander setze? Das Kind in einer Ganztagskita verbringt nun mal den überwiegenden Teil des Tages in einer Fremdbetreuung und nicht in der Familie - deshalb.

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Re: von wegen...

Antwort von sabrina2000 am 13.09.2004, 10:33 Uhr

... daß Kinder im Hort eine ebenso sichere Bindung aufbauen KÖNNEN - mit Betonung auf können!

Und versch. Erfahrungen mußt auch Du erst einmal machen, bevor Du Deinen Weg als den besten hältst.

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Re: Weil ich sehe wie gut es ihm tut...

Antwort von RenateK am 13.09.2004, 10:40 Uhr

bzw. getan hat. Weil ich es toll fand, wie selbstverständlich unser Sohn mit zwei Jahren zu den Nachbarskindern gegangen ist und sich um Sachen gekümmert hat. Wie selbstverständlich er mit jüngeren und älteren umgehen konnte, wie viel er bereits in den ersten Wochen in der Kita gelernt hat (altersgemischte Gruppe, 15 Kinder von 6 Monaten bis 6 Jahre, 3 Erzieherinnen), wie gut er jetzt in der Schule und im Hort zurecht kommt und wie selbstbewusst er in der Familie und außerhalb auftritt. Weil ich gesehen habe mit welcher Begeisterung er 5 Jahre lang in die Kita gegangen ist.
All das - so sehe ich das jedenfalls - liegt zu einem guten Teil daran, dass er schon sehr früh in der Kita war (einer guten Kita natürlich ,das ist sehr wichtig, nicht jede Betreuung ist gut).
Ich denke die Diskussion führt nicht weiter, ich mach jetzt Schluss.
Gruß, Renate

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Re: Renate

Antwort von Schwoba-Papa am 13.09.2004, 10:57 Uhr

Einem Kind Selbstständigkeit beizubringen hat doch nix mit Urlaub fahren und Wohnung suchen zu tun !

Sondern das es lernt zu teilen, sich zu integrieren, auch etwas abzunabeln, usw.
Das macht Dein Sohn wohl erst mit 18 oder älter ? Wenn überhaupt !

Sorry, aber Du weißt doch nichts,null, zero über das "Leben" in einer Kita.
Und oft ist eine "Fremdbetreuung" besser qualifiziert als eine Familie.
(Natürlich nicht Deine !)

Sorry, aber trotz Kind Kind sein lassen, beginnen erzieherische Maßnahmen und die geistige Förderung
halt schon sehr früh. Und nicht nur durch die Mutti.

Grüßle

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Und ich sehe wie gut es ihm...

Antwort von sabrina2000 am 13.09.2004, 10:58 Uhr

... hier daheim geht bzw. gegangen ist. Ich sehe, wie nett mein Sohn mit älteren Kindern spielt, ich sehe, wie nett mein Sohn sich um jüngere Kinder kümmert, Rücksicht nimmt. Ich sehe auch, daß mein Sohn für sein Alter schon recht weit ist, was Zahlen, Buchstaben, rechnen und schreiben usw. betrifft. Er fühlt sich daheim wohl, er liebt Oma/Opa, die nebenan wohnen und er hat viele Freunde.

Also - die Diskussion wird wirklich nix bringen. Hauptsache ein Kind ist glücklich!!! Es gibt bestimmt zur Genüge unglückliche Kita-Kinder und es wird auch unglückliche Daheim-Kinder geben!

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Re: von wegen...

Antwort von limace am 13.09.2004, 11:01 Uhr

Hör mal zu, ich hab nicht behauptet, dass ich meinen Weg für den besten halte. Für mich persönlich, ja. Andere müsssen für sich selber entscheiden. Und die Erfahrung habe ich wohl gemacht, da ich vorher lange mit dem Kind zuhause war.
Und was das KÖNNEN angeht, damit will ich sagen, dass nicht der Aufbewahrungsort, sondern das Verhalten der Eltern für eine sichere Bindung relevant ist.

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Re: von wegen...

Antwort von babyproject am 13.09.2004, 11:03 Uhr

doch ich muss limace recht geben, also ich hab so eine enge Bindung zu meinem Sohn und er zu mir daß es manchen vielleicht schon als "Affenliebe" vorkommt, bei mir war es auch so daß ich nach 8 WOchen wieder gearbeitet habe, musste sein denn ich war damals Alleinernährerin der Familie, er wurde die ersten 3 Jahre von meiner Mutter betreut, bei uns gibts keine Kindergrippen o.ä. leider!Er war von Anfang an viel mit Leuten zusammen auch Erwachsenen und hat dadurch sehr früh sprechen gelernt, ich hab immer den Vergleich zu meiner Schwester die als Vollzeitmami rund um die Uhr bei ihren Kids ist und die lassen sich kaum von jemand anderen betreuen nicht mal von Oma oder Tante obwohl ich das gern mal am WE machen würde. Mein Sohnemann hängt trotzdem an mir am meisten obwohl er die ersten Jahre oft bei seiner Oma sein musste weil ich beruflich auch viel reisen muss, ich nehme mir dafür halt die Ferien und WE sehr viel Zeit für ihn, gut da hab ich meine Interessen total hinten angestellt weil ich schon auch oft ein schlechtes Gewissen hatte zu wenig für ihn da zu sein und das wurde mir auch immer wieder eingeredet von vielen Vollzeitmüttern, lebe in einer Kleinstadt und er war das einzige Kind im KIGA wo die Mutter arbeiten ging und ich wurde gleich als Karrierefrau verschrien usw. Jetzt wird mein "Kleiner" 8 und es hat ihm absolut nichts geschadet im Gegenteil er geht viel offener auf andere zu. Ich persönlich finde jeder soll das so regeln wie er möchte und auch finanziell her kann, aber ich finde es vollkommen in Ordnung wenn Mütter bald wieder arbeiten gehen wollen. Wir üben nun am 2., hatte leider eine FG, somit hat das für mich schon einen etwas anderen STellenwert als damals, also wenn es jetzt klappt möcht ich mir auch mal ne Auszeit gönnen aber maximal ein Jahr, dann will ich auch wieder arbeiten, ich brauche das auch irgendwie und auch vom Finanziellen her muss es dann wieder sein. Ist jetzt lang geworden sorry

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Schwoba-Papa

Antwort von sabrina2000 am 13.09.2004, 11:08 Uhr

Ich bin Sabrina und nicht Renate. Und Selbständigkeit mit 2 Jahren - das find ich wirklich übertrieben. Ich meine ein Kind ist ein KInd - mit 2 Jahren KANN ein Kind nicht wirklich selbständig sein. Das Kind kannst ja doch nicht alleine auf die Straße lassen - ist ja vom Vertrauensgrundsatz im STraßenverkehr ausgenommen und das bis ca. 7 Jahre soweit ich mich erinnern kann. Ein Kind kann mit 2 Jahren noch die Gefahren nicht abschätzen und dementsprechend kann es auch nicht selbständig sein. Natürlich muß man damit beginnen - es in seiner Selbständigkeit zu fördern - und das tut wohl jede verantwortungsvolle Mama/Familie genauso? Warum brauch ich da eine fremde Person dazu???Verstehe ich nicht.

Und Erziehung gehört in die Hand der Familie und mit Familie meine ich nicht Mutti alleine, sondern Papa, Großeltern usw. und natürlich muß das von Anfang an geschehen - nicht erst mit 18!

Mein Sohn kann teilen, sich in einer Gruppe integrieren (Gruppen gibt es ja außerhalb von Kita genauso!) und hat ein gutes soziales Verhalten. Dazu brauch ich die Kita nun wirklich nicht, damit mein Sohn die Werte des Lebens kennenlernt, das mach ich doch lieber selber als eine fremde Person - ist ja mein Kind. Geistige Förderung und erzieherische Maßnahmen - dazu muß ich doch keine ausgebildete Sozialpädagogin sein, damit ich das meinem Kind beibringen kann. Der Kindergarten kann dann ausgleichend wirken. Das ist meine Meinung - aber der Grundstock sollte in der Familie gelegt werden.

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Re: Schwoba-Papa

Antwort von Schwoba-Papa am 13.09.2004, 11:46 Uhr

Natürlich bist Du Sabrina- darfst du auch bleiben !

Jetzt kommst Du wieder mit einem an-den-haaren-herbei-gezogenen Argument wie mit dem Straßenverkehr.

..."Dazu brauch ich die Kita nun wirklich nicht, damit mein Sohn die Werte des Lebens kennenlernt, das mach ich doch lieber selber als eine fremde Person - ist ja mein Kind."...

Und damit lernt es NUR deine Werte kennen, aber es ist ja dein Kind.
"Meine Mama hat aber gesagt...."

..."Geistige Förderung und erzieherische Maßnahmen - dazu muß ich doch keine ausgebildete Sozialpädagogin sein, damit ich das meinem Kind beibringen kann"...

Das stimmt, denn Kinder in die Welt setzen und erziehen das kann jeder !?!

... in einem sehr kleinen Dorf in Ö.

Sabrina, noch mal (jetzt ausmerksam lesen) :
Manche Mütter, Eltern haben halt nicht die Möglichkeiten und Umstände wie Du.
Deswegen sind sie aber keine Rabenmütter und ihre Kinder nicht asozial. Vielleicht passt auch das Modell "Heile Familie-Heile Welt" bei dir nicht, nur hast Du es noch nicht bemerkt. Jedenfalls zieh ich den Hut vor allen die unter widrigen Umständen ihren Kinder Grundlagen schaffen. Und dazu ist der Einsatz der Mittel (Kita, etc.) mehr als gerechtfertigt. Für jemanden der nix oder wenig von Kitas und ihren Folgen weiss, lehnst Du dich mächtig aus dem Fensterl.

Grüßle

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WAS ICH traurig finde...

Antwort von Trini am 13.09.2004, 12:29 Uhr

ist, daß in einem Forum, in dem es um die Vereinbarkeit von Kind und Beruf immer mal wieder eine (und es sind immer Frauen) daherkommt, die anfängt zu moralisieren.

Vielleicht sollte man ein Extra Forum Kind-zu Hause einrichten???

ICH gehe doch auch NICHT ins Alleinerziehenden-Forum und erzähle dort, wie glücklich ich verheiratet bin und daß die Damen sich doch bloß einen Mann zulegen sollen!!!

Trini *mitzweivernachlässigtenkindern*

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Re: Schwoba-Papa - nochmal

Antwort von sabrina2000 am 13.09.2004, 12:57 Uhr

Ich finde Schwoba-Papa, daß Du Dich ebenfalls weit aus dem Fenster lehnst.
Warum mußt Du einer Mutter - die mit Leib und Seele Mutter ist, ihr Kind erzieht, sich viel mit ihrem Kind beschäftigt, es zur Selbständigkeit erzieht, die Werte des Lebens vermittelt usw. - warum mußt Du sie angreifen und behaupten, das wäre für ein Kind aber gar NICHT gut???Nein, das alles sollte doch besser eine fremde Person in einer öffentl. Einrichtung mit gleichzeitig 20 weiteren Kindern geschehen?? Merkst Du denn nicht, was Du hier eigentlich erzählst.

Zum x-ten Mal: Ich zieh genauso meinen Hut vor berufstätigen Müttern, die die Kita/Krippe nunmal brauchen, weil sie ansonsten am finanziellen Ruin wären - keine Frage. Darum geht es ja gar nicht. Jedoch halte ich einfach nix davon, dann die Krippe zu verherrlichen... (mal abgesehen davon gibt es ja wohl auch echt miese Krippen)

Aber - wenn Frau (oder Mann) frei entscheidungsfähig wäre (also nicht finanziell notwendig, daß sie arbeitet), dann sollte man sich doch bitte mal die ersten Jahre persönlich der Kindererziehung widmen.

Ich meine, wenn behauptet wird, Kita/Krippe ist das beste für ein Kind - dann ist wohl alles andere - z. B. Kind daheim bis 4 Jahre oder ähnlich das schlechtere??? Und das verstehe ich nicht!!!

Idylle hin oder her bei uns im Ort. Hier wachsen alles sehr selbständige und glückliche Kinder auf und deshalb finde ich eben, daß der Weg nicht falsch sein kann!

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Das ist das, was ich meinte....

Antwort von Koi am 13.09.2004, 13:23 Uhr

... bei meinem letzten Posting.
Und deshalb keine Rechtfertigung meinerseits!
LG von einer glücklichen, augeglichenen Koi, deren Sohn ein glückliches, ausgeglichenes, aufgewecktes, wohlerzogenes Kerlchen ist.
Ob ich das allein so hin bekommen hätte? *große Zweifel hab*

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Re: Schwoba-Papa - nochmal

Antwort von Schwoba-Papa am 13.09.2004, 13:26 Uhr

..."- warum mußt Du sie angreifen und behaupten, das wäre für ein Kind aber gar NICHT gut???"...

WO HAB ICH DAS BEHAUPTET ?

..."dann die Krippe zu verherrlichen... (mal abgesehen davon gibt es ja wohl auch echt miese Krippen)"...

WER VERHERRLICHT WO ?

..."Aber - wenn Frau (oder Mann) frei entscheidungsfähig wäre"...

SIND SIE ABER OFT NICHT - kapiert !

Und das Leben ist kein Wunschkonzert und wenn es keine Armut geben würde, alle reich wären, keiner arbeiten müsste, dann könnte jeder sich um seine Schlümpfe 24 Stunden am Tag kümmern. Über das Ergebnis kann man dann diskutieren.

Ich habe fertig

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Re: Ich finde es irgendwie traurig ...(sorry, lang geworden)

Antwort von HeiJak am 13.09.2004, 13:40 Uhr

Hallo Sabrina,

ein bischen einseitig, findest Du nicht?
Klar kommt Dir eine Ganztageskrippe weltfremd vor, wenn es sie in Deiner Welt nicht gibt.
Ich halte den Platz in einer solchen für meine Tochter für einen absoluten Glücksgriff!! Was sie dort lernt, hätte ich ihr zu Hause - bei allem "Programm", durch das Kleinkinder geschleust werden können - nicht bieten können. Nicht in der Qualität (ich bin nicht in Kleinkindpsychologie oder musikalischer Früherziehung von unter 3jährigen ausgebildet), nicht in der Kontinuität (der Haushalt muss trotzdem gemacht werden), und sorry und bei aller Liebe auch nicht mit dieser Hingabe (sonst hätte ich DAS als Beruf gewählt, nicht meinen). Von der konstanten Gesellschaft, der sozialen Anbindung an eine feste Gruppe etc. mal ganz abgesehen. Alles Dinge, die ich später - und viel schwerer - lernen musste.

Ich hab mir die Frage, ob ich arbeiten MUSS, nie gestellt. Ich will einfach. Arbeiten gehört eben in MEINE Welt. Im übrigen halte ich diese 3 Jahre Elternzeit nicht für eine besonders gut gemeinte und pädagogisch-psychologisch durchdachte Wohltat des Familienministeriums, sondern für eine - zugegeben geschickt eingefädelte - Statistikkorrektur aus dem Arbeitsministerium! Ist doch praktisch - drei Jahre raus aus dem Beruf, und trotzdem in keiner Arbeitslosenstatistik drin! Darauf muss man erst mal kommen.

Dass dadurch die Steuern ausfallen, die u.a. das Kindergeld finanzieren, ist na klar schon unangenehmer. Von der Reintegration der Eltern (meistens Mütter) nach der Auszeit in den Beruf mal ganz zu schweigen. Das ist nämlich mindestens noch mal so teuer wie den Ausfall der Mutter/des Vaters im Job für die Zeit zu finanzieren!!

Ich bin jedenfalls ganz stolz auf meine Tochter! Und freu mich für sie, wenn sie morgens strahlend zu ihren Freunden läuft - und mich abends genau so strahlend wieder umarmt, wenn ich sie abhole. Darauf kann sie sich - und ich mich - verlassen. Ein gutes Gefühl!

Ich persönlich möchte nicht bewerten, was besser ist - ich kenne nur meine Situation und finde die Entscheidung nach wie vor richtig. Für mich.

In diesem Sinne - jedem das seine.
- Jo.

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Liebe Sabrina ...

Antwort von Ulli am 13.09.2004, 13:46 Uhr

boah das ist der längste Thread, den ich hier erlebt habe. Glückwunsch!
Vielen Dank für dein Mitleid, aber wie dir alle anderen schon erklärt haben, brauchen weder unsere Kinder noch wir dein Mitleid. :-)
Aber gut zu wissen, dass das in Österreich ähnlich wie hier ist. Ich dachte schon, Deutschland sei das rückständigste europäische Land. Überall sonst ist nämlich "Fremdbetreuung" üblich. In Frankreich z.B. habe ich gerade gelesen sind ein Drittel aller Kind unter drei in einer Krippe.
Also du darfst gern zu Hause bleiben und du musst dich auch keinesfalls rechtfertigen, dass du womöglich in einer langen Ausbildung Steuergelder verschwendet hast.
Aber ich möchte mich auch nicht rechtfertigen. Wenn die Kinder keinen Schaden nehmen und das tun sie nun einmal erwiesener Maßen nicht dadurch, dass Eltern/Mütter arbeiten, kann wohl jeder ohne Begründung sein Leben einrichten wie er will.
Liebe Grüße
Ulli

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Es liegt auch an den Müttern

Antwort von Henriette am 13.09.2004, 13:59 Uhr

Ich finde diese Entwicklung überhaupt nicht grundsätzlich schade, denn es gibt durchaus Mütter, die nicht aus finanziellen sondern aus persönlichen Gründen bald wieder arbeiten, da sie einen Beruf ausüben, der sie erfüllt und ihnen Spaß macht. Was ich schlimm finde, ist dass man sich dafür immer und ewig rechtfertigen muss und offenbar nachweisen muss, dass das Kind trotz Fremdbetreuung gut aufgehoben und zurieden sein kann.

Ich habe beim ersten Kind nach einem Jahr wieder gearbeitet, mein Sohn kam damals in eine Krippe, in der er bestens aufgehoben war. Ich kan nicht feststellen, dass er zu mir ein schlechteres Verhältnis hat als Kinder, deren Mütter nur für die Betreuung zuhause sind. Auch beim zweiten Kind werde ich es wieder so machen.

Henriette

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Re: Es liegt auch an den Müttern

Antwort von Schwoba-Papa am 13.09.2004, 14:25 Uhr

Lieber eine zufriedene berufstätige Mutter als eine unzufriedene Hausfrau,

für Mann und Kind.

Grüßle und wie sagen schon die Stones
"LET`S WORK"

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@sabrina

Antwort von marit am 13.09.2004, 14:30 Uhr

Wenn deine Kinder so aufwachsen können, daß sie viel Platz zum Spielen, jede Menge Anregungen, andere Kinder verschiedenen Alters, verschiedene erwachsene Betreuungspersonen (Großeltern, Tanten, Onkel) etc. um sich rum haben, die mit ihnen basteln, malen, toben, ihnen Lieder beibringen. Etc. dann mag es deinen Kindern zuhause ziemlich gut gehen. ABER: das ist doch vermutlich nicht einmal im idyllischen Österreich überall möglich, oder? Die Realität ist doch, daß Kinder im Familienverbund auch sehr viele Probleme mitbekommen, wie materielle Not, Streit zwischen den Eltern oder problematische Beziehungen zu den Schwiegereltern, daß die Mutter eben keine Zeit zum Spielen hat, sondern mit dem Haushalt vollauf beschäftigt ist (wer kann schon den ganzen Tag am Badesee herumliegen?), daß die Geschwister total nerven (das solls ja auch geben, daß man mit den eigenen Geschwistern nicht so gut harmoniert wie mit selbstgewählten Freunden. Es ist ja auch nicht immer so, daß man rein zufällig die Kinder der Freundin der Mutter mag). In allen Fällen, wo dieses Ideal also nicht gegeben ist, halte ich die Kita für eine prima Alternative. Erst recht, wenn es um enge Stadtwohnungen geht und die Großeltern 500 km entfernt wohnen.

Daß in Dtl. die Kinder mit 8 Wochen in die Kita kommen,weil die Mütter und Väter beide arbeiten MÜSSEN ist ein Märchen, das du irgendwo aufgeschnappt hast, mit der Wirklichkeit hat das nix zu tun. Das ist vielleicht bei 0,01% der Babies der Fall. Selbst dort, wo beide Eltern nach dem Mutterschutz arbeiten, wird man bei einem so kleinen Kind eher zu einer Tagesmutter tendieren. Daß die Kinder von 8-17 Uhr untergebracht sind, stimmt auch nicht, denn in der Regel haben die Eltern ja nicht vollkommen identische Arbeitszeiten. Realistischer ist doch, daß einer das Kind gegen 9 hinbringt und der andere es spätestens um 16 Uhr abholt. Dazwischen gibt es noch 1-2 Stunden Mittagsschlaf. Es handelt sich als auch bei sogenannter "Ganztagsbetreuung" nicht wirklich um einen ganzen, sondern nur um einen halben Tag. Bei Louise war es so, daß ich mich trotz Vollzeitarbeit jeden Tag von 17-20 ausschließlich mit ihr beschäftigt habe, als sie noch klein war, mein Mann hat sie von 7-9 bespielt und beschmust. Hausarbeit haben wir immer erst gemacht, wenn sie schlief. Das ist auf alle Fälle mehr Zuwendung, als ich von meiner Hausfrau-Mutter bekommen habe, wo man so nebenher lief.
Übrigens ist es gar nicht so, daß die Mütter ihre Kinder abschieben, weil sie Geld verdienen müssen. Im Gegenteil. Viele haben vom Arbeiten gar keinen direkten finanziellen vorteil, weil die Kitas so teuer sind und evtl. ein zweites auto angeschafft werden muß. Sie könnten also ebensogut zu hause bleiben. Glaubst du im Ernst, daß sie trotzdem arbeiten gehen, weil sie ihren Kindern schaden wollen?

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Re: mal ein anderer Aspekt...(vielleicht zu gewagt These)

Antwort von marit am 13.09.2004, 14:56 Uhr

...ich bewege mich einfach nicht so gerne in bloßen "Kinderwelten", die aus Pekip-Gruppen, Schwimmkursen und Spielplatzgesprächen bestehen. Ich kann nicht gut basteln und mag auch nicht den halben Tag Kinderlieder trällern. Ich habe auch das Gefühl, daß man nach einer Zeit komplett dumpf im Kopf wird, und seinem Partner bei Diskussionen nicht mehr das Wasser reichen kann. Die Lebenswelten innerhalb einer Beziehung driften total auseinander. Aber: Ich möchte es meinem Kind bieten, daß es mit Menschen zusammen ist, die genau das mögen, die sich genau das zum Beruf gewählt haben. Ich finde diese Entscheidung sehr verantwortlich und gar nicht egoistisch. Egoistisch und narzißtisch ist es in meinen Augen eher, so eine Größenphantasie zu haben, daß man selbst der Mensch sei, der einem Kind alles (!)geben könne, was es braucht. Viele Vollzeitmuttis suhlen sich einfach auch in dem Genuß, für ihre Kinder die Allertollsten zu sein, sie genießen auch die Macht, die daran gekoppelt ist und haben nach einer Weile gar kein realistisches Selbstbild mehr. Das führt zu Wiedereinstiegsproblemen in den Beruf nach drei Jahren und die Frustration darüber führt DANN wieder zu einer Überhöhung des Vollzeitmutti-Status, denn das Selbstbewußtsein ist ja nun vollkommen auf diese Quelle angewiesen.Da begegnet man Menschen, die haben in ihrem Leben noch nie irgendetwas zu Ende gebracht, haben ein total gestörtes Selbstgefühl, wählen immer wieder Partner aus, die ihnen nicht guttun, sind aber dennoch fest davon überzeugt, der einzig richtige dauernde Umgang für ihre Kinder zu sein. Da frag ich mich: wie kommen die darauf??? Erzieher in Kitas sind auch nur Menschen und sicher nicht perfekt, ABER: dort gibt es eine Form von sozialer Kontrolle (mehrere Erzieher, die anderen Kinder, der öffentliche Raum), der auch den Kindern letztlich Schutz bietet (vor unfairer Behandlung, schrägen Erziehungsmethoden, narzißtischen Projektionen...). ein Schutz, der in Kleinfamilien so nicht mehr gegeben ist.

Übrigens ist dieses komplettbemutternde Verhalten nicht nur den Kindern gegenüber in mancher Hinsicht unsozial, sondern auch anderen Frauen gegenüber (ob sie nun Mütter sind, oder nicht), denn diese haben dadurch Nachteile auf dem Arbeitsmarkt. dazu noch mal einen Abschnitt, den ich weier unten gepostet habe (es ging um Vorurteile bei der Einstellung von Müttern):

"Dazu habe ich auch eine Anekdote zum besten zu geben, die mich rasend macht. Bei uns war eine Mitarbeiterstelle zu vergeben, für die nach Bewerbungsgesprächen 2 Bewerber in Frage kamen, ein Mann und eine Frau, beide mit einem kleinen Kind und frisch verheiratet. Obwohl sich beide in einer identischen Familiensituation befunden haben, hat der Mann die Stelle bekommen, mit dem internen Argument, er habe ja nun schließlich eine Familie zu versorgen, während die Frau "bei einem so kleinen Kind mit einer Vollzeitstelle langfristig eh überfordert" sei. Da könnte ich die Wände hochgehen, wenn ich so etwas höre.

Mein Mann ist meiner Mutter immer noch nicht ganz geheuer, sie hält ihn insgeheim für einen Heiratsschwindler (obwohl wir seit nunmehr fast 4 Jahren sehr glücklich verheiratet sind), aus dem einzigen Grund, weil ich mehr verdiene als er. Sie findet es unmöglich, daß er "auf meine Kosten lebt". Als ich ihr entgegnete, daß sie sogesehen seit über 30 Jahren "auf Kosten meines (inzwischen toten) Vaters lebe" und ihre Witwenrente gerne einer Wohlfahrtsorganisation zur Verfügung stellen könnte, um sich wieder selbst zu versorgen, war sie natürlich tödlich beleidigt.
Manchmal möchte man 2/3. der Menschheit einfach nur so lange schütteln, bis sie zur Vernunft gekommen sind. Wegen dieser unglaublichen kleinen Begebenheiten, denen wir täglich ausgesetzt sind, kochen die Diskussionen mit sogenannten Vollzeitmüttern ja immer so hoch, die natürlich erst recht in diese Kerbe hauen."

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Vielen Dank für Dein Mitleid!

Antwort von nicol am 13.09.2004, 18:36 Uhr

Nur schade das ich mich gar nicht bemitleide, weil ich mein eigenes Geld verdiene und noch dazu eine Job habe der mir Spass macht.
Mein noch mehr bemitleidenswerter Sohn sitz gerade neben mir und sieht noch dazu sehr glücklich aus, mampft seinen Schokoladenpudding und plappert mich voll, was er heute alles im Kindergarten erlebt hat.

Ich fürchte wir brauchen Dein Mitleid nicht!

Gruß

Nicol

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und ich arbeite gerne! o.t.

Antwort von mogli77 am 13.09.2004, 19:08 Uhr

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Ich habe nicht alle Postings gelesen, aber

Antwort von KH am 13.09.2004, 19:38 Uhr

leben und leben lassen. Der Sinn von Sabrinas Posting in einem Forum Baby und Job ist mir schleierhaft. Ansonsten soll es jede Frau und Mutter halten, wie sie mag und es verantworten kann. Lieber ein liebevoll fremdbetreutes Kind, als eines, dessen Mutter die Decke auf den Kopf fällt.
Ich weiß nicht, wie viele Mütter in Deutschland wirklich schon direkt nach dem Mutterschutz wieder arbeiten, aber so viele können es nicht sein, denn sooo viele Krippenplätze gibt es in D auch nicht, und die auch wieder nur in den Städten, auch nicht auf dem Land. vielleicht gibt es ja in D mehr Großstädte als in Ö. Die anderen leben halt von Sozialhilfe, die es sich nicht leisten können, zu Hause zu bleiben.
Und warum soll ein Krippenplatz schlechter sein als eine Oma oder Verwandte?

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Re: WAS ICH traurig finde...

Antwort von krissie am 13.09.2004, 20:20 Uhr

Hallo Trini,

das trifft es genau auf den Punkt. Na, ich denke, das ist schon bewusst hier plaziert, eben drum macht es echt keinen Sinn darauf groß zu antworten.


LG Kristina

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Solche Diskussionen kenne ich aus dem "echten Leben" nicht!

Antwort von krissie am 13.09.2004, 21:06 Uhr

Liegt das an der Anonymität, dass man hier krasser seine Meinung vertritt oder einfach mal Dampf ablassen will, wenn man frustiert ist?
"In echt" kenne ich natürlich durchaus Frauen, die länger zu Hause bleiben und denen das (meistens) ganz gut gefällt. Aber auch die freuen sich, wenn sie für ihre dreijährigen Kinder einen Kindergartenplatz bekommen haben und berichten dann auch darüber, wie gut es ihrem Kind tut... Keine findet den Gedanken an frühe Kindergärten offenbar so schlimm, dass sie anderen Müttern direkt oder indirekt Vorhaltungen macht. Warum nur immer hier im Internet?

Vielleicht sind die Kindergärten hier einfach besser als in diesem wohl kleinen Ort in Österreich? Es gibt ja komischerweise noch mehr im Kigaforum aus Österreich, die immer betonen, dass ihr Kind erst möglichst spät in den Kiga soll. Möglicherweise ist Österreich da wirklich noch rückständiger als Deutschland, was die Qualität und Quantität von Kinderbetreuung betrifft...

Grüße
Kristina

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Noch eine Österreicherin

Antwort von rasselbande am 13.09.2004, 22:22 Uhr

Hallo,

ich habe mit großer Verwunderung diese Diskussion gelesen.....?
Ich bin auch Österreicherin und komme aus einer Stadt (nicht Wien-also keine Großstadt), bin gerade zu Nummer 4 schwanger und habe immer gearbeitet - zwar nach meinem Zweiten in Teilzeit aber doch. Heute hat meine Kleine (20 Monate) in einer Krippe begonnen, nachdem es mit der Oma-Betreuung einfach nicht mehr geklappt hat. Irgendwann wußte ich nicht mehr wer mein Kind erzieht und was ich alles so falsch mache. In der Krippe (in Ö Krabbelstube) habe ich viel mehr Mitspracherecht, es gibt deutlich mehr Angebot...usw. ihr wißt wovon ich spreche.
Eines stimmt: in Österreich wird über arbeitende Mütter viel mehr (negativ)geredet und das finde ich schade. Es wird sich aber bald ändern, da viele Frauen (trotz 2,5 Jahren Kindergeld) arbeiten gehen. Heuer gab es in unserer Krabbelstube 45 Anmeldungen auf 8 freie Plätze.....mmmmmmh sind das alle österreichische Rabenmütter??

Christine

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Danke, Marit! - mT

Antwort von fiammetta am 13.09.2004, 22:23 Uhr

Hi,

ich hätte es wieder schärfer formuliert, bin halt nicht sonderlich diplomatisch. Aus diesem Grund, weil ich z.Zt. einiges um die Ohren habe und mir die selbstgefälligen Stänkereien von wechselnden Leuten, die sonst nie auftauchen und denen der Sinn für die Realität eindeutig abhanden gekommen ist inzwischen mächtig auf die Nerven gehen halte ich mich (noch) aus der Diskussion `raus. Für diesen Beitrag könnte ich Dich jedenfalls - wieder einmal - abdrücken.:-)

Bravo!

LG,

Fiammetta

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Re: Vielleicht müssen sie auch arbeiten gehen

Antwort von tapeten am 14.09.2004, 0:16 Uhr

Hallo,
hast Du vielleicht auch mal daran gedacht, dass die Mütter nicht nur wieder arbeiten wollen sondern es auch aus finanziellen Gründen müssen?
Meinst Du die geben ihre Kinder in Krippen od. zu ner Tagesmutter weil sie so ne Langeweile haben und sich im Haushalt und bei der Kindererziehung nicht richtig austoben können?

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Re: Vielleicht müssen sie auch arbeiten gehen

Antwort von Murmeline am 14.09.2004, 6:24 Uhr

Genau so ist es. Ich hätte seinerzeit viel lieber alle Zeit meinen kleinen Kindern gewidmet, als um halb 7 jeden Morgen das Haus zu verlassen und Vollzeit zu arbeiten. Aber sollte ich Sozialhilfe in Anspruch nehmen, wo ich doch eine krisensichere und gutbezahlte Arbeitsstelle hatte?!?!? Ich habe damals selber beim Sozialamt gearbeitet*g* und tagtäglich gesehen, dass bei den Sozialhilfeempfängerinnen, die den ganzen Tag zuhause bei ihren Kindern waren, da sie staatliche Unterstützung bekamen, auch nicht alles zum Besten stand...das bekam ich in der wöchentlichen Sprechstunde, die das Jugendamt bei uns im Rathaus abhielt, hautnah mit. Meinen Kindern gegenüber hatte ich ein schlechtes Gewissen, das ist Fakt. Aber ich hätte andersrum genauso ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn ich trotz Beamtenstelle im gehobenen Dienst lieber auf Kosten des Steuerzahlers gelebt hätte. Das war schon eine verrückte Situation;-)

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Re: suum cuique-oder wie sagt der Lateiner?

Antwort von Benedikte am 14.09.2004, 10:11 Uhr

Keine ahnung mehr- es bedeutet jedenfalls " Jedem das seine" und meint, dass eine identische aufgabe/ Problem unterscheidlichgelöst werden können.
Ich habe vier Kinder und bin mit den beiden ersten vier Jahre zuhause geblieben- zunehmend übellaunig und frustriert. Habe mich mit den Kindern wenig beschäftigt und meinen Haushalt erledigt.Nr. 3 wurde dann vom Vater berteut, der auf Haushaltshilfe bestand und gutgelaunt das Kind betreute;mit einem Jahr ging es in die Kita und wir beide arbeiten, für Nr. 4 bin ich noch im MuSchu, gehe aber auch wieder sofort nach zehn Wochen arbeiten, lasse das Kind erst beim Vater und mit einem Jahr in die Kita. Ohne schelchtes Gewissen. Die betreuung in unserer ist gut, sie untenehmen viel, singen und basteln- kann ich beides nicht habe auch keine Lust dazu- und wisst Ihr was: Ich finde es gut, mein Mann, die Kinder gedeihen- wir machen das so, wenn jemand das anders löst- auch okay- aber wirklich bitte: jedem das seine

Benedikte

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Liebe Sabrina,

Antwort von sun1024 am 14.09.2004, 10:33 Uhr

es ist doch völlig okay, dass du mit deinem Kind länger zuhause bleiben möchtest. Wenn du das Gefühl hast, es tut dir und dem Kind gut, dann tust du doch das Richtige in deiner Situation.

Bie mir ist es nicht so. Ich kriege schon n Koller, wenn ich Semesterferien habe - ich kann einfach nicht gut zuhause "rumsitzen". Meine Kinder leiden darunter, wenn ich viel zuhause bin, weil ich dann total unausgelastet und unzufrieden und nölig bin.

Bei uns war es also nicht die finanzielle Notwendigkeit, dass unsere Kinder mit knapp anderthalb in eine KiTa kamen. Sondern einfach das Gefühl, es tut ihnen und uns besser.
Erst waren sie nur bis mittags da, aber von den Kindern (!) kam früh der Wunsch, auch nachnittags bleiben zu dürfen, weil sie dann weiter mit ihren Freunden spielen können.

Der regelmäßige Rhythmus hat ihnen übrigens mE besser getan als das mal schwimmen, mal Pekip, mal musikalische Früherziehung besuchen ...

Fast alle Väter gehen einfach weiter arbeiten, wenn ein Kind kommt, und niemand wirft ihnen vor, sie seien unverantwortlich und ihre Kibder würden leiden. Warum immer nur die Mütter ?

Dass es außerdem oft zwingende Gründe gibt (finanzielle Gründe, keine Verwandten um die Ecke, kein Platz zum Spielen zuhause, ...), hast du ja schon akzeptiert.

Akzeptiere doch einfach auch, dass es Menschen gibt, die anders fühlen als du, und die aus diesem Grund eine andere Entscheidung treffen.
Ich akzeptiere auch deine Entscheidung und habe Hochachtung davor, dass du es "aushältst", dich um dein Kind zu kümmern.


Du schreibst, du brauchst keinen KiGa, damit dein Sohn teilen, sich in eine Gruppe integrieren, soziales Verhalten, Werte des Lebens, geistige Förderung und erzieherische Maßnahmen kennen lernt. Dann ist doch gut. Das finde ich okay so.

Ich kann aber über meine Kinder exakt das schreiben, was du über deinen Sohn schreibst:
(Zitat von dir)
"Und ich sehe wie gut es ihm geht bzw. gegangen ist. Ich sehe, wie nett mein Sohn mit älteren Kindern spielt, ich sehe, wie nett mein Sohn sich um jüngere Kinder kümmert, Rücksicht nimmt. Ich sehe auch, daß mein Sohn für sein Alter schon recht weit ist, was Zahlen, Buchstaben, rechnen und schreiben usw. betrifft. Er fühlt sich wohl, er liebt Oma/Opa, die nebenan wohnen und er hat viele Freunde."
...
Und dafür brauche ich keine zuhause-Erziehung, das haben meine prima in der KiTa gelernt !!!


Also, leben und leben lassen, jede so wie es gut für sie und die Kinder ist.

Liebe Grüße von

sun
(erst Alleinverdienerin, jetzt Zweitstudierende)

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Re: @fiammetta

Antwort von marit am 14.09.2004, 10:49 Uhr

*ggg* danke für die Blumen. Wahrscheinlich wird mir in einem der nächsten Postings wieder surfen während der Arbeitszeit vorgeworfen *nurdaraufwartetundschoneinentextbausteinparathat*

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danke für den knuddler

Antwort von fiammetta am 14.09.2004, 13:49 Uhr

Hi Marit!

Bei Dir mache ich eine Ausnahme, zumal sonst ich in MEINER Arbeitszeit entsprechende Postings verfassen müßte. *grins*

LG,

Fiammetta

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Holunderblütesirup (hoffe ich nerv nicht)

Antwort von lupa am 15.09.2004, 12:42 Uhr

Boah, sowas hab ich hier ja noch nie erlebt! Naja, wenn man gerade in ideses Forum so einen Beitrag stellt...

Also dann muss ich mich wohl auch als Rabenmutter outen, die so unterbelichtet und egoistisch ist, dass sie nicht vier Jahre zu Hause bleiben will um ihrem Kind das beste bieten zu können. Meine kleine geht seit sie 10 Monate alt ist zur Tagesmutter und wenn es irgend möglich gewesen wäre, dann hätte ich sie da schon mit 6 Monaten hingegeben, weil mir ehrlich gesagt zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Auch ich bin ein vernunftbegabtes Wesen und brauche intelligente anreize, die mir ein brabbelndes Baby kaum geben kann. Wenn ich die Möglichkeit hier auf dem Land gehabt hätte, hätte ich sie in eine kiTa gegeben, denn sie liebt andere kinder um sich zu haben.

Und dann bin ich auch oft noch abends und bis in die Nacht hinein an der Uni oder der UB, da passt dann der Herr Papa aufs Kind auf.

Und wisst ihr was? ich finds voll okay so! Das ist genau das, was ich will! Und uns allen gehts gut dabei. Die Kleine bekommt von mir, dem Papa und der tagesmutter ganz unterschiedliche Anreize und Förderung. Der eine singt und tanzt, einer geht mit ihr täglich aufn Spielplatz, der nächste guckt Bücher an. Sie ist rund um die Uhr beschäftigt, das könnte ich allein ihr gar nicht bieten.

Und eins ist ganz sicher: Egal obman nun lange zu Hause bleibt oder nicht, jeder will doch nur das beste für sein Kind.

Zumal ich sagen muss, dass hier schon recht viele Mütter drei Jahre zu hause bleiben, viele schon allein deshalb, weil es kaum Betreuungsmöglichkeiten für jüngere Kinder gibt. alle Kitas sind voll. Und das man nur arbeiten geht, wenn man das Geld braucht oder man nicht eine so enge Bindung zum Kind hat, das ist doch wohl eine ganz miese Unterstellung. Hier gibt es so viele intelligente junge Frauen, die doch nicht von einem tag auf den anderen keinen Bedarf mehr haben an Weiterbildung, Arbeit usw. Schon mal auf den Gedanken gekommen, das Arbeit einfach auch Spaß machen kann???
Ich für meinen Teil hatte schon nach einem halben Jahr das böse Gefühl, zu Hause total zu verdummen. Und trotz allem libe ich meine Kinder über alles.

Ist das denn wirklich so schwer zu verstehn?

lupa

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Oh Mann, wie seid ihr denn drauf

Antwort von platschi am 16.09.2004, 14:17 Uhr

Hallo Allerseits,

also wenn man so liest, was hier schon alles geschrieben wurde, dann frage ich mich manchmal, wie Leute bloss so engstirnig sein können. Mit Ausnahme von ein paar Postings, die mir aus dem Herzen sprechen.

Ich denke einfach mal, jede Mutter sollte für sich selbst entscheiden, was für die selbst und ihr(e) Kind(er) am besten ist. Sofern sie das kann, denn manch eine muss eben aus finanziellen Gründen recht schnell wieder arbeiten, auch wenn sie lieber zu Hause bleiben würde.

Ich erlaube mir übrigens hier mitzuschreiben, obwohl ich selbst noch keine Kinder habe. Aber aufgrund meines beruflichen Hintergrundes (Erzieherin an einer Grundschule) glaube ich doch, mir eine Meinung bilden zu können. Ich habe schließlich lange genug täglich mit Kinder aus beiden Situationen zu tun gehabt.

Meiner Meinung nach sollte niemanden verurteilen, weil er möglichst lange bei den Kindern zu Hause bleiben will und genausowenig diejenigen, die schnell wieder arbeiten gehen. Die ersteren sind nicht zwingend die Glucken, die ihre Kinder ständig am Rockzipfel hängen haben (auch wenn der Prozentsatz dabei sicher höher ist als bei den arbeitenden Müttern). Es gibt auch ganz tolle "Nur"-Hausfrauen und Mütter, die ihren Kindern viele Anregungen und den Kontakt mit anderen Kindern bieten.
Naja und andererseits fehlt den Kindern, die früh in eine Kindereinrichtung oder zur Tagesmutter müssen auch nichts. In der früheren DDR war es schliesslich üblich, sein Kind nach spätestens einem Jahr in die Krippe zu geben. Deshalb sind diese Kinder weder weniger geliebt worden noch irgendwie in ihrer Entwicklung beeinträchtigt.
Gäbe es mehr Kitaplätze würden bestimmt auch noch mehr Eltern dieses Angebot nutzen.
Und letzten Endes - hier muss ich Schwoba-Papa recht geben - ist es für das Kind in jedem Fall besser eine zufriedene Mutter zu haben. Was nutzt die Mami zu Hause, wenn sie eigentlich viel lieber arbeiten gehen würde.

Ich erwarte mein erstes Kind übrigens Ende November. Für mich ist klar, dass ich zwar zwei Jahre Elternzeit nehme, diese aber nutzen werde um beruflich weiterzukommen. Das heisst konkret, dass ich schon im nächsten Jahr (wahrscheinlich im Juli) die Fortbildung besuchen werde, die ich aufgrund der Risikoschwangerschaft in diesem Jahr sausen lassen musste. Sabrina, Du wirst jetz sicher aufschreien, denn das ist ein Kurs der vier Wochen lang täglich von 9-17 Uhr geht. Betreut werden wird mein Krümel (dann erst ein gutes halbes Jahr alt!) zum Teil von meinem Mann, aber da wir auch noch gemeinsam Urlaub machen wollen wird für mindestens die Hälfte der Zeit jemand anders einspringen müssen. Oma kann man das nur mal für einen Tag zumuten, also wird es - oh wie schrecklich - jemand sein, der nicht aus der Famile stammt.
Tja, und sobald ich dann mein Zertifikat in der Hand habe, werde ich es nutzen, um wöchentlich ein paar Stunden zu arbeiten. Die Kraft, die ich aus dem Kurs und der daraus resultierenden Tätigkeit schöpfen werde kommt auf jedem Fall meinem Krümel zugute. Denn nur zu Hause, sorry aber da würde ich verblöden.

Liebe Grüße
platschi

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Re:ca. 4 Wochen Kiga Schließtage bei uns!

Antwort von Petra*Laura_Marie*29.12.2001* am 16.09.2004, 19:03 Uhr

Hallo Sabrina,

also bei uns im Kindergarten gibt es im Jahr nur ca. 4 Wochen Kiga- Ferien, also Schließtage.

Warum ich arbeite, weil ich mein letztes Jahr zur Erzieherin mache und anschließend arbeiten gehen muss, um einfach Geld dazu zu verdienen, sonst reicht es einfach nicht und man möchte ja schließlich auch sich ab und zu mal etwas gönnen...

Gruß Petra mit Yara Elena an der Hand geb.1.11.2003 & Laura Marie gest./geb.29.12.2001 für immer im Herzen.

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Ich möchte hier festhalten, dass Sabrina nicht für andere Ö spricht!!!

Antwort von monika13 am 17.09.2004, 8:22 Uhr

Ich möchte nicht, dass dies hier als österreichische Meinung gilt, deshalb:
Sabrina spricht für sich und nicht im Sinne österr. Mütter (und Väter).

Wie man nur so anmaßend sein kann und anderen ein Lebenskonzept aufdrängend will, ist mir unerklärlich. Arbeitende Mütter und Väter verurteilen Dich nicht, weil Du Dein Lebenskonzept lebst, also tue es umgekehrt auch nicht.

Hast Du schon mal Männer gefragt, wieso sie so verantwortungslos sind und sich nicht ihren Kindern widmen, sondern nach der Geburt gleich arbeiten? Väter kommen in Deiner Darstellung gar nicht vor - so als würden Frauen alleine Kinder zeugen.
Bis auf das Stillen, gibt es wohl nichts was Väter ihren Kinder nicht genauso gut bieten können, wie Mütter. Also sollte Dein Vorwurf - wenn schon - wohl auch den Männern gelten.
Siehe auch mein Beitrag weiter hinten!

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Re: Ich möchte hier festhalten das Sabrina nicht für andere Ö spricht

Antwort von HeidelbergerMama am 18.09.2004, 20:05 Uhr

Hallo!

Also ich habe nicht alle Postings gelesen möchte aber auch etwas dazu sagen. Ich gebe Sabrina insofern Recht, dass ein 8 Wochen altes Kind nur dann in eine Grippe gehört, wenn es keine andere Möglichkeit gibt das Familieneinkommen zu sichern. Sprich die Mutter arbeiten gehen muss. Bei aller Liebe zur Selbstverwirklichung einer Mutter. Warum muss das acht Wochen nach der Geburt sein? Warum kann man sich nicht wenigstens zwei Jahre Zeit nehmen? Ich verstehe die Gedankengänge einer Mutter nicht, die sich ein Kind wünscht und nach acht Wochen wieder arbeiten geht ohne dies aus finanziellen Gründen zu müssen. Ich bin selbst Mutter und ausgebildete Erzieherin. Mein Sohn ist zwei Jahre alt und ich mußte drei Monate nach der Geburt putzen gehen eben aus finanziellen Gründen. Das konnte ich nur so lange wie Luca noch nicht krabbelte. Dann ging es nicht mehr unter anderem, weil das Haus nicht Kindersicher und sehr dreckig war. Dann habe ich als Tagesmutter gearbeitet und zuletzt sieben Monate als erzieherin in einer Kindergruppe. Luca war immer dabei. Doch ich konnte nie wirklich für mein Kind da sein! Und das war nicht gut für ihn und ich finde es sehr schade, dass ich nicht drei Jahre "nur" für ihn da sein konnte! Dass Kinder mit 1 1/2 Jahren damit überfordert sind in einer Kita zu sein habe ich selbst erlebt! Sie sind noch viel zu empfindlich für die Menge von Kindern und den Lärmpegel. Sie vermissen in jeder Konfliktsituation die Mama und sind total überfordert, denn in diesem Alter brauchen sie einfach die Mama, die immer für sie da sein sollte. Kinder, die in dem Alter mit diesen hohen Anforderungen ohne Problem klar kommen sind die absolute Ausnahme. Ich möchte hier keine arbeitenden Mamas verurteilen, wie gesagt ich war selbst dazu gezwungen bzw. bin es noch. Aber wie gesagt ich kann nicht nachvollziehen warum eine Frau ein Kind bekommt, wenn sie dann nach einer paar Wochen acht Stunden am Tag arbeiten geht obwohl sie es nicht muss???? Die ersten drei Lebensjahre sind prägend und je mehr Fürsorge, Sicherheit und Zuneigung ein Kind erfährt umso gesünder entwickelt es sich. Ich betone, dass ich mit meinem Posting nicht sagen möchte, dass alle Grippen Kinder nicht gesund aufwachsen!!! Aber, dass es ihnen besser ginge bei der Mama anstatt in der Grippe sagt einem der normale "Menschen"verstand. Darüber muss man nicht diskutieren! Ich finde auch die Meinung von Sabrina, dass es doch vom Staat sinnvoller wäre das Geld das in Grippen gesteckt wird in ein höheres Kindergeld zu stecken. Allerdings ist das dem Deutschen Staat einfach nicht möglich.
Auch denke ich, dass Mütter, die z.B. acht Wochen nach der Geburt wieder arbeiten gehen möchten (es also nicht müssten), sich diese Kritik auch anhören und gefallen lassen müssen. Denn sie handeln schon egoistisch und nicht für ihr Kind.

LG Elke

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