Baby und Job

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Geschrieben von Dan82 am 07.07.2004, 10:22 Uhr

Baby+Studium+Berufseinstieg?

Hallo! Ich habe mal eine ganz dringende Frage?Mein Freund(33)und ich wünschen uns schon lange ein Kind.Ich in jetzt am Ende meines Studiums, habe Auslandserfahrung etc. schon hinter mir und wäre gerne eine jüngere Mama;für mich wäre es jetzt ein guter Zeitpunkt. Ich mache mir nur Sorgen nachher mit Kind in den Beruf einzusteigen, da es ja für Frauen ohne Kind schon schwierig ist einen Job zu finden, vom Arbeitsmarkt mal abgesehen.Ich möchte aber auch meine Familienpläne nicht für die Karriere opfern, sondern versuchen beides zu schaffen! Könnt ihr mir einen Rat geben bzw.von euren Erfahrungen erzählen?Es ist echt wichtig für mich!! Vielen Dank!
Dani

 
6 Antworten:

Re: Baby+Studium+Berufseinstieg?

Antwort von HeiJak am 07.07.2004, 10:39 Uhr

Hallo Dani,

DIE Patentlösung gibt es da nicht. Es hat jede Lösung seine Vor- und Nachteile - und folglich auch seinen Preis. Die Frage, die sich jede von uns stellen muss, ist halt, WELCHEN Preis bin ICH bereit zu zahlen?

Ich war mit 24 fertig mit dem Studium (BWL), hatte ein deutsch-französisches Doppeldiplom in der Tasche, einen super Einstieg für den ersten Job (2 Jahre), bin dann gewechselt und hab noch mal gut drei einhalb Jahre in einer Fachfunktion (entspricht der untersten Führungsebene) gearbeitet. Ich fühlte mich "gut gewappnet" für eine Baby-Pause. Ganze 6 Monate war ich zu Hause incl. Mutterschutz - dann war meine alte Stelle keine Fachfunktion mehr, und am liebsten hätte man es wohl gesehen, wenn ich mind. 3 Jahre zu Hause geblieben wäre. Ich hätte mit einer solchen Entwicklung nie gerechnet und bin heute noch (ein Jahr später) heftig am Kämpfen, auch nur halbwegs meinen alten "Status" wieder zu erreichen. Ganz ehrlich: im Moment sehe ich da wenig Erfolgsaussichten.

Es gibt Arbeitgeber, die lieber junge Frauen einstellen, die die Kinderphase hinter sich haben und nicht gleich (wieder) schwanger werden. Andere können sich es überhaupt nicht vorstellen, junge Mütter einzustellen, weil die das ja unmöglich beides packen können. M.E. fehlt hier das Vorstellungsvermögen - und positive Beispiele.

Will sagen: niemand weiss, wie sich die Situation ergibt. Deshalb ist mein Rat an Dich: entscheidet die Kinderfrage nach Euren Bedingungen und Wünschen, möglichst unabhängig von Dritten. Denn die sind nicht planbar.

Viel Glück und eine Portion Mut wünscht
Johanna

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Re: Baby+Studium+Berufseinstieg?

Antwort von astrid67 am 07.07.2004, 20:47 Uhr

Hallo,

ich habe mein erstes Kind zum Ende des Studiums bekommen.

Mit meinem Diplom habe ich mich dann beworben. Es war nicht einfach. Obwohl ich zu den besten meines Jahrgangs gehörte und auch schon vorher und nebenher Berufserfahrungen, auch im Ausland, gesammelt habe, hatten meine männlichen Kollegen sehr viel mehr Vorstellungsgespräche.

Bei den Gesprächen, zu denen ich eingeladen wurde, konnte ich überzeugend darlegen, dass
a) die Kinderbetreuung sichergestellt ist und
b) ich mit einem Kind zufrieden bin und mehr nicht will.

So habe ich im 2. Anlauf eine sehr interessante Stelle gefunden, die mir recht viel Spaß macht. Argument b) habe ich mir dann später noch mal anders überlegt. Aber ich habe nur 6 Monate ausgesetzt und viele Sachen, sind dann einfach liegengeblieben, die habe ich nach dem Erziehungsurlaub erledigt.

Allerdings rechne ich Dir null Chancen aus, wenn Du in Teilzeit ohne Berufserfahrung einsteigen willst oder die Kinderbetreuung nicht gesichert hast.

Liebe Grüße, Astrid

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Re: Baby+Studium+Berufseinstieg?

Antwort von nicol am 07.07.2004, 21:01 Uhr

Hallo Dani,
das kommt wohl auf Dein Studium an.
Ich habe Medizin studiert. Kurz vor Ende des Studiums bin in schwanger geworden. Mein Sohn war 3 Monate alt, als ich meinen Abschluss gemacht habe. Danach bin ich 1 Jahr zu Hause geblieben und dann habe ich mich beworben.
Ich kann mich in meinem Falle nur ganz meinen Vorgängerinnen nur anschliessen. Am wichtigesten in einem Bewerbungsgespräch als junge Mutter ist es dass man klar macht, das die Kinderbetreuung gewährleistet ist und zwar auch, wenn das Kind mal krank ist.
Ich bin jetzt im dritten Job und alle drei Chefs haben mich dannach gefragt. (Männer werden sowas nie gefragt!!!)

Gruß
Nicol

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Re: Baby+Studium+Berufseinstieg?

Antwort von shortie am 07.07.2004, 21:12 Uhr

hallo,

ich habe zwei kinder im studium bekommen, fleissig weitregemacht und nebenbei noch auslandserfahrung etc. gesammelt. ich kriege derzeit nur ansagen auf bewerbungen u.ä. WEIL ich zwei kinder habe. argument: ich werde ja nicht mehr ss zählt nix, ebenso die perfekte rund-um-betreuung. denen geht es nicht mal um den halbjährigen oder mehrjährigen ausfall einer schwangeren ANin sondern um das gelegentliche ausfallen, wenn die kinder mal krank sind. also, ich selber könnt ja auch kränklicher natur sein und viel krank. aber das ist wohl egal. übrigens war ich als mutter fast nie krank, kann ich mir ja gar nicht leisten, denn wer macht dann den haushalt etc.pp.?


ich profitiere gerade null von meiner guten organisation und dem beweis, dass ich alles gleichzeitig kann. ich werde einfach in einen topf gesteckt, trotz beweis, dass ich bei dem potientiellen AG auch anders kann, als die es befürchten.

kann dir nur zu etwas berufserfahrung raten, wenn du noch so lange aushalten kannst, auf´s baby zu warten. mir wurde prophezeit, dass ich nix krieg, bevor die kids teenies sind.

und ich will ja nicht an der kasse auf 400EURO basis jobben, sondern was qualifiziertes...

lg

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kriege nur ABSAGEN!!!

Antwort von shortie am 07.07.2004, 21:13 Uhr

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Re: Baby+Studium+Berufseinstieg?

Antwort von Ulli am 09.07.2004, 9:45 Uhr

Hi,
meine "Vorschreiber" haben schon recht, es ist schwierig.

Bei mir war es so: 1. Kind am Ende des Studiums, letzte Prüfungen ein halbes Jahr nach der Geburt!
Vorstellungsgespräche hatte ich einige, eingestellt hat mich keiner. Trotz Auslandserfahrung, zwei Sprachen fließend, 7 Praktika ... Nach drei Monaten (mein Mann hat noch studiert) bin ich zu ner Zeitarbeitsfirma gegangen. Mein erster Job war eine vierwöchige Sekretariatsvertretung. Die Firma hat mich gleich als PR-Assistentin (hab Publizistik studiert) behalten und nach 6 Monaten fest angestellt. Aber immer Vollzeit. Dann bin ich ein zweites Mal schwanger geworden - geplant - aber der Arbeitgeber fand das natürlich nicht komisch. Was ich verstehe, ich kann aber auch nicht meine Lebensplanung nach dem Arbeitgeber richten.
Also nach einem Jahr Berufserfahrung habe ich ein Jahr Elternzeit genommen. (Mein Mann hatte gerade abgeschlossen und angefangen zu arbeiten. ER ist natürlich nieee nach der Kinderbetreuung gefragt worden.)
In dem Jahr haben wir gebaut und sind umgezogen. Dann wollte ich wieder (Teilzeit) in meinen alten Job, 60km wäre ja durchaus machbar gewesen als Fahrstrecke. Aber das hätte ich rechtlich durchfechten müssen. :-(
Na egal, dann wurde hier - auch noch auf dem Land - eine PR-Referenten-Stelle mit 20 Stunden die Woche bei einer mittelständischen Unternehmensgruppe ausgeschrieben. 10 Tage vor meiner Rückkehr in den alten Job hab ich es erfahren.
Da hab ich mri gedacht: Alles oder nichts.
Hab den zuständigen angerufen und gesagt:
"Hallo, der Job passt mir wie angegossen, ich will ihn haben. Ich weiß, dass Sie nicht fragen dürfen, deswegen sage ich es Ihnen gleich, ich habe zwei Kinder, will keine weiteren und will arbeiten. Die kinderbetreuung ist geregelt, das AuPair ist schon da. (wobei das aupair leider nicht lange bleib) und eilig habe ich es auch, denn ich habe ja eigentlich eine Kündigungsfrist bei meiner alten Firma.
Nachmittags hatte ich (ohne schriftliche Bewerbung) einen Vorstellungstermin. Eine Woche später (nach Arbeitsproben, Probearbeiten ...) den Job.
Meine alte Firma hat die Kündigung auch ohne Frist akzeptiert.
Ich bin jetzt seit 2 Jahren in diesem neuen Job. Falls meine Vorgängerin ihren Rechtsanspruch geltend macht, muss ich in einem Jahr gehen. (Sie war aber auch nur ein knappes Jahr bei der Firma ehe sie in Elternzeit ging, hat also auch keinen guten Stand.)

Ein Patentrezept habe ich sicher auch nicht, meine Erfahrung ist aber "Karten auf den Tisch". Ungefragt die Kinderbetreuung darlegen. Nicht versuchen sich wie ein Mann zu bewerben. Weiß der Himmel warum, mein Mann hat mit ner Teilzeitstelle angefangen (30Stunden/Woche) wegen des Kindes, doch das war nie ein Problem.
Mir hat sowieso niemand geglaubt, wennich gesagt habe, mein Mann ist für die Kinderbtereuung zuständig, das Kind hat einen Krippenplatz und er studiert noch.
Tatsächlich habe ich in meiner vollzeitstelle dann doch auch mal bis Mitternacht gearbeitet, aber ohne vorher drüber zu reden.
Es ist schwer, einen Job zu finden, aber ob es als Frau ohne Kinder leichter ist, bezweifle ich.
Und ich persönlich denke, wenn ihr schon ein paar Jahre zusammen seid ... du bist zwar noch jung, aber für deinen Freund ist es mit 33 wirklcih Zeit. Mein Vater war 34 als ich geboren wurde und ich fand ihn immer alt. :-) Außerdem weiß ich, wenn meine jüngste 19 ist und vermutlich auszieht, bin ich 46 .... also noch nicht steinalt. :-)

So viel zu meinen Erfahrungen.

Viel Glück
Ulli

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